| DV-AVI, DVD und die Auflösungen
Frage von Marc Mittendorf:
Nabbend!
Ich hab da mal ne Frage. In welchem Format nehmen eigentlich DV-Kameras auf? Ich frage deshalb, weil das überspielte DV-Avi in Virtualdub mit 720x576 angegeben wird, aber diese Auflösung 4:3 ist. Das gibt in VD und nach der Kompression leichte Eierköpfe. Der Mediaplayer hingegen (;dem ich sonst eher nicht vertraue was Infos über die Filme angeht) sagt mir das diese DV-Avis 768x576 Pixel haben und die Köpfe passen dann auch. Hmmm, was nun?
Ich bin gerade dabei 14 Stunden DV-Avi mit DivX zu komprimieren und würde die Arbeit gerne nur 1x, aber mit dem richtigen Seitenverhältnis machen.
Mit Virtualdub meine ich verschiedene (;ältere und aktuelle) Versionen von VD und VD-Mod.
mfg, der Marc
P.S.: Wenn ich die Filme mit Studio 9 schneide (;wie in den Jahren zuvor), dann gibt Pinnacle davon ein DV-Avi aus das 720x576 hat und dann auch im Mediaplayer Eierköpfe erzeugt. Hmm, watt nu? ;)
Antwort von Markus Höpfl:
Marc Mittendorf schrieb: > In welchem Format nehmen eigentlich DV-Kameras auf?
720x576 IMHO, zumindest alle meine Filme haben dieses Format.
Gruß, Markus
Antwort von Wolfgang Hauser:
Marc Mittendorf schrieb:
>In welchem Format nehmen eigentlich DV-Kameras auf?
720x576.
>Ich frage deshalb, weil das überspielte DV-Avi in Virtualdub mit 720x576 >angegeben wird, aber diese Auflösung 4:3 ist. Das gibt in VD und nach der >Kompression leichte Eierköpfe.
Das liegt daran, daß die meisten Videoformate mit rechteckigen Pixeln arbeiten, PCs hingegen mit quadratischen. Abhilfe: In VD die Darstellung auf 4:3 erzwingen (;Rechtsklick auf das Bild); Player verwenden, den man auf 4:3 zwingen kann, z.B. ZoomPlayer oder Media Player Classic.
>Der Mediaplayer hingegen (;dem ich sonst eher nicht vertraue was Infos über >die Filme angeht) sagt mir das diese DV-Avis 768x576 Pixel haben und die >Köpfe passen dann auch. >Hmmm, was nun?
Vertraust Du GSpot?
Antwort von Frank Derlin:
"Marc Mittendorf" schrieb... > Nabbend!
Hi.
> Ich hab da mal ne Frage. > In welchem Format nehmen eigentlich DV-Kameras auf?
Soweit ich weis bei uns hier 720x576.
> Ich frage deshalb, weil das überspielte DV-Avi in Virtualdub mit 720x576 > angegeben wird, aber diese Auflösung 4:3 ist. Das gibt in VD und nach der
Korrekt also.
> Kompression leichte Eierköpfe.
Bei mir nicht.
> Der Mediaplayer hingegen (;dem ich sonst eher nicht vertraue was Infos über > die Filme angeht) sagt mir das diese DV-Avis 768x576 Pixel haben und die > Köpfe passen dann auch. > Hmmm, was nun?
Ich glaub nicht, das der Mediaplayer das weis. Der wird sich eher von Deinem benutzten DV-Codec über DirectShow beraten lassen. Möglicherweise sagt er Dir also die resultierende Auflösung unter Einbeziehung das DAR DisplayAspectRatio. Ich halte es für sinnvoll beim "Mediaplayer" etwas genauere Angaben zu machen. WMP für den WindowsMediaPlayer, auch mit Versionsnummer zB. WMP7, WMP8 WMP9 WMP10 oder allgemein MPXP für den WMP unter XP. MCP für den MediaPlayerClassic. Medienwiedergabe für den alten MCI-Player. "Mediaplayer" ist keine eindeutige Bezeichnung.
> Ich bin gerade dabei 14 Stunden DV-Avi mit DivX zu komprimieren und würde > die Arbeit gerne nur 1x, aber mit dem richtigen Seitenverhältnis machen.
Vielleicht ist "Video Size Calculator" (;Gunnar Thalin) was für Dich. Da ich kein DivX nutze reicht mir im Notfall eigentlich FitCD. DivX hat auf DVD-Video nichts verloren; nur Daten-DVD.
> P.S.: Wenn ich die Filme mit Studio 9 schneide (;wie in den Jahren zuvor), > dann gibt Pinnacle davon ein DV-Avi aus das 720x576 hat und dann auch im > Mediaplayer Eierköpfe erzeugt. > Hmm, watt nu? ;)
'Mediaplayer' updaten oder ersetzen. Oder ignorieren, Kopfrechnen, oder DVD- Video benutzen. Sicher gibts noch ettliche Möglichkeiten. ;)
Gruß, Frank
Antwort von Marc Mittendorf:
"Marc Mittendorf" schrieb im Newsbeitrag
> Nabbend! >
Okay, ich denke ich habe es soweit verstanden. Die Kamera nimmt 720x576 Pixel auf. Das hinterläßt aber auf 4:3 Geräten nen Rand. Das Video sieht dann am PC-Monitor in der Breite gestaucht aus weil entweder vorher oder nachher rechteckige Pixel zu quadratische wurden, oder umgekehrt?
Mit Mediaplayer meinte ich den Windows Media Player von MS in der Version 9 auf XP SP2. Mir ist dann auch aufgefallen das der ein hervorragendes Deinterlacing hinbekommt. Die DV-Avis haben am PC-Monitor damit abgespielt praktisch keinerlei Interlacing-Artefakte (;Kämme bei schnellen Bewegungen usw.).
Den Mediaplayer Classic bekomme ich nicht soweit ein auch nur annährend ähnlich gutes Bild hinzubekommen. Wohlgemerkt ich rede noch von den Rohdaten die von der Kamera überspielt wurden, also ca. 1GB/5min.
Wie auch immer: Ich werde aus den Cassetten einen Film schneiden, klar. Der wird als DV-Avi ausgegeben und auch so angeschaut über PC und Beamer. Danach mache ich für alle Leute eine DVD mit Tmpegenc und Tmpeg DVD Author. Schon 2x gemacht, klappt gut.
Aaaber: Ich möchte gerne die kompletten Cassetten jeweils komprimiert (;bin da flexibel) auf der Platte, bzw. Daten-DVD haben. Die Cassetten haben ~62 Minuten pro Stück, bei 2200 kbit/s Video und 160kbit/s Audio Mp3/48000khz) klappt das ganz gut, ich bekomme dann 4 Cassetten auf eine DVD. Die Artefakte sind akzeptabel.
Das habe ich bisher mit Virtualdub und DivX immer so gemacht. Allerdings nervt mich da immer noch das interlacing. Ich lasse immer den VD-Filter Deinterlacing (;blend) mitlaufen, was die Quali dann auch verbessert (;ich gucke am CRT, bekanntermaßen stört da interlacing-Material derbst), aber so richtig gut ist es eben nicht.
Liegt das eher an DivX , am Filter oder an hexadezimagonalen Pixeln? Mit Tmpegenc und dessen Deinterlacing-Filter wirds am PC-Monitor auch nicht so richtig toll.
Hat da jemand nen guten Tipp für mich ausser die Cassetten einfach so in den Schrank zu stellen?
mfg, der Marc
Antwort von Roland Steinbach:
Marc Mittendorf wrote:
> Hat da jemand nen guten Tipp für mich ausser die Cassetten einfach so in den > Schrank zu stellen?
http://www.100fps.com/
Falls Du nur mit dem PC schaust ist die Möglichkeit einen 50fps-Film zu erstellen die qualitativ beste.
Antwort von Frank Derlin:
"Marc Mittendorf" schrieb...
> Okay, ich denke ich habe es soweit verstanden. > Die Kamera nimmt 720x576 Pixel auf. Das hinterläßt aber auf 4:3 Geräten nen > Rand.
Vermutlich meinst Du mit "Rand" einen schwarzen Rand, und unter Deinen 4:3 Geräten ist kein (;älterer) Röhren-TV? Also die wenigen echten DV-Kamera-Videos, die mir bisher untergekommen sind, hatten keinen Rand. Auch nicht am ComputerMonitor. Wenn der Rand 8Pixel breit nur rechts und links sichtbar ist, dann würde ich sagen ist das ok. Dann sind das 704(;702)x576 angepasst auf 720. Für MPEG2 auf DVD-Video einfach rechts und links abschneiden und die 704 in 4:3 encoden. Bei 1:1 für AVI am PC, und abhängig von Deinem Rand (;bzw. von dem tatsächlichen Bildinhalt) wirds etwas komplizierter und muß auf jeden Fall resized werden, zB. auf die von Dir erwähnten 768. Das würde ich auf jeden Fall vermeiden wollen. Komplizierter deswegen, weil Du den Rand erwähnst und ich dann erstmal schauen würde, was die Kamera da nun genau aufnimmt. Als Beispiel vielleicht sowas wie den kreisrunden Teller von der Wand abfilmen und dann schauen, was VirtualDub (;mit dem internen DV-Decoder) darüber denkt. Wenn das keine DV-Kamera ist, die Videos "nur" OnTheFly am PC DV-codiert werden, dann würde ich MJPG vorziehen.
> Das Video sieht dann am PC-Monitor in der Breite gestaucht aus weil entweder > vorher oder nachher rechteckige Pixel zu quadratische wurden, oder > umgekehrt?
Ja. Die Pixel im Video bleiben da wo sie sind. Nur die Anzeige mit dem PC-Monitor ist meist 1:1.
> Mit Mediaplayer meinte ich den Windows Media Player von MS in der Version 9 > auf XP SP2.
Dann kann man davon ausgehen, das der den MS-DV-DirectShowDecoder benutzt. 'DV Video Decoder'. MPC mein dazu: XForm In - DVSD 720x576, XForm Out YUY2 768x576. Aha, der ist schuld. Der mcdsdv.ax tut das nicht.
> Mir ist dann auch aufgefallen das der ein hervorragendes Deinterlacing > hinbekommt. Die DV-Avis haben am PC-Monitor damit abgespielt praktisch > keinerlei Interlacing-Artefakte (;Kämme bei schnellen Bewegungen usw.).
Vorsichtig. Es kann sein, das das Deinterlacing (;oder etwas Anderes, was eine ähnlichen Effekt erzielt) Dein Grafikkartentreiber macht. Ansonsten sollten die Kämme bei deaktiviertem Overlay sichtbar werden. Extras/Plug-Ins/Optionen/Leistung/Erweitert
> Den Mediaplayer Classic bekomme ich nicht soweit ein auch nur annährend > ähnlich gutes Bild hinzubekommen. Wohlgemerkt ich rede noch von den Rohdaten > die von der Kamera überspielt wurden, also ca. 1GB/5min. [snip]
MPC macht hier exakt das gleiche Bild wie der WMP9.
> Das habe ich bisher mit Virtualdub und DivX immer so gemacht. Allerdings > nervt mich da immer noch das interlacing. Ich lasse immer den VD-Filter > Deinterlacing (;blend) mitlaufen, was die Quali dann auch verbessert (;ich
Du meinst sicher verschlechtert.
> gucke am CRT, bekanntermaßen stört da interlacing-Material derbst), aber so > richtig gut ist es eben nicht.
Eine Zerstörung des Bildes kann nie richtig gut sein, im besten Fall wird es akzeptabel, imho. Nie würde ich blend benutzen. Es gibt eine ganze Reihe externer Deinterlacer mit verschiedenen Ansätzen für VD. Je nach Source ist der ein oder andere "besser". Zu MS-MPEG4 Zeiten mal 'smart deinterlace' (;v1.7 als auch v2.7irgendwas), 'deinterlace - PAL movie', 'Deinterlace MAP'. Seit MPEG2 gibt es keinen Grund mehr zum Deinterlacen , imho.
> Liegt das eher an DivX , am Filter oder an hexadezimagonalen Pixeln?
Ja. Ja ganz bestimmt an DivX. ;) Da fällt mir doch glatt wieder ein, das hier noch ein News-DivX-BodyFilter fehlt.
> Mit Tmpegenc und dessen Deinterlacing-Filter wirds am PC-Monitor auch nicht > so richtig toll.
Der galt lange Zeit als langsam aber ausgesprochen gut.
> Hat da jemand nen guten Tipp für mich ausser die Cassetten einfach so in den > Schrank zu stellen?
Im Ernst. Das ins reine Geschnittene auf andere Casetten speichern, und die dann entprechend gekennzeichnet in den Schrank stellen.
Gruß, Frank
Antwort von Volker Schauff:
Frank Derlin wrote:
> der ein oder andere "besser". Zu MS-MPEG4 Zeiten mal 'smart deinterlace' > (;v1.7 als auch v2.7irgendwas), 'deinterlace - PAL movie', 'Deinterlace MAP'.
Wobei der PAL-movie kein echter Deinterlacer ist. Der Hintergrund hier: Selbst bei den Major Labels arbeiten immer mehr und mehr Stümper als Authoring-Dienstleister, sodaß eigentlich progressive Filme (;PAL Speedup von 24 auf 25) plötzlich interlaced daherkommen. Grund: Ein Konvertieralgorithmus für Halbbildfolgen. Dieser schmeißt das erste Halbbild von Frame 1 weg und fängt somit mit Halbbild 2 von Frame 1 an (;was das neue Halbbild 1 wird). Das neue Halbbild 2 von Frame 1 wird Halbbild 1 von Frame 2. Und so rückt jedes Halbbild eins nach. Heißt du hast Pseudo-Interlaced in Progressiv-Material.
Das mag zwar unter gewissen Umständen encodingtechnisch besser sein (;möglicherweise können so Encoder im üblichen Field-Based Modus minimal effektiver arbeiten), führt aber auf den meisten Flachbildschirmen zu ziemlich ekelhaften Deinterlace-Artefakten. Gerade preiswertere Fernseher, die nur Blend als Deinterlacer nutzen, verschmieren das Bild dann hoffnungslos. Der PAL-Movie Deinterlacer macht das gleiche wie der Field Shift Algorithmus, nur umgekehrt (;ich glaub statt ein Halbbild zu entsorgen fügt er eines ein und schiebt den Rest nach hinten, daher fängt Frame 1 mit einem schwarzen Halbbild an).
> Seit MPEG2 gibt es keinen Grund mehr zum Deinterlacen , imho.
*lol* das klingt gut. Mit MPEG4 musste man noch pfuschen, dank MPEG2 muss man das nicht mehr. Schon klar, MPEG4 die Lösung für CDs, dank bezahlbarer DVDs kann man nun MPEG2 benutzen - aber trotzdem klingts irgendwo lustig.
-- Gruß... Volker Schauff (;thunderbird.elite@t-online.de, ICQ 22823502) www.cavalry-command.de - Über Saber Rider und andere 80er Jahre Serien foren.cavalry-command.de - Forum für Spät70er - Früh-90er TV-Nostalgiker www.dark-realms.de - Für Fantasy/Mittelalter und alles mögliche Kreative
Antwort von Marc Mittendorf:
"Volker Schauff" schrieb im Newsbeitrag
> Frank Derlin wrote:
>> Seit MPEG2 gibt es keinen Grund mehr zum Deinterlacen , imho. > > *lol* das klingt gut. Mit MPEG4 musste man noch pfuschen, dank MPEG2 muss > man das nicht mehr. Schon klar, MPEG4 die Lösung für CDs, dank bezahlbarer > DVDs kann man nun MPEG2 benutzen - aber trotzdem klingts irgendwo lustig.
Wie ist das denn gemeint? Tmpegenc Plus habe ich auch noch hier. Wenn ich das Material nun mpeg2 codieren würde, habe ich dann ein ähnliches Ergebnis wie mit einem 50fps-DivX6 bei gleicher Dateigröße, oder sogar ähnlich gute Bildqualität bei geringerer Bitrate? Also 180 Minuten (;3 Cassetten) hätte ich schon gerne auf einer DVD.
Muss ich da noch irgenwas in Tmpegenc einstellen was das Quellmaterial und den Codiervorgang angeht bezüglich interlacing deinterlacing?
mfg, der Marc
Antwort von Frank Derlin:
"Volker Schauff" schrieb... [deinterlace - PAL movie] > Field Shift Algorithmus, nur umgekehrt (;ich glaub statt ein Halbbild zu > entsorgen fügt er eines ein und schiebt den Rest nach hinten, daher > fängt Frame 1 mit einem schwarzen Halbbild an).
nicht schwarz, wird interpoliert Sei also noch anzumerken, das er für originales (;selbst gefilmtes) DV kaum helfen wird.
>> Seit MPEG2 gibt es keinen Grund mehr zum Deinterlacen , imho. > > *lol* das klingt gut. Mit MPEG4 musste man noch pfuschen, dank MPEG2 > muss man das nicht mehr. Schon klar, MPEG4 die Lösung für CDs, dank > bezahlbarer DVDs kann man nun MPEG2 benutzen - aber trotzdem klingts > irgendwo lustig.
Ich find das alles andere als lustig. Immerhin hat MS es damals geschafft mich mit dümmlichen Fehlermeldungen eine Zeit lang zu verar^Wverwirren.
Deswegen nennt man den Codec wohl auch MS-MPEG4 und nicht nur MPEG4. Aber wem sage ich das. ;)
Gruß, Frank
| |
| |