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Berufliche Möglichkeiten (Regisseur oder Produktion)



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Frage von Destin:


Hallo alle zusammen,
für mich gehts jetzt langsam richtung Abi und dementsprechend hab ich einige Vorstellungen / Wünsche was meine Zukunft angeht. Mein Traum ist es
in der Filmbranche meinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Jetzt wollte ich hier mal nachfragen nach möglichen Studienzweigen, da bei den ganzen Berufs/studien- Büchern aus der Schule Film-Fernsehen und Produktion immer zusammengefasst sind.
Ich wollte mich ursprünglich auf der Filmhochschule in München bewerben und dort Regie Studieren. Umso mehr ich jedoch darüber anchdenke umso
mehr plagt mich die Angst zu Scheitern, da mann ja immer hört wie
Risikoreich und schwer es ist als Regisseur Fuß zu fassen. Wie sind denn
so die Aussichten wenn man Produktions oder Videoschnitt, oder
Kammera studiert?
(Gibt es ne genaue bezeichnung für So produktionssachen oder
videoschnitt?).

Mein Traum ist es einfach in dieser Filmbranche tätig zu sein, weil mich die
Ganze Materie fasziniert. Die möglichkeit Menschen was zu erzählen sie
zu bewegen. Wenn mir hier jemand weiterhelfen kann oder sogar erfahrung hat was man da noch für studienmöglichkeiten hat in der
Branche wär ich sehr dankbar.



Antwort von PowerMac:

(…) Umso mehr ich jedoch darüber anchdenke umso
mehr plagt mich die Angst zu Scheitern, da mann ja immer hört wie
Risikoreich und schwer es ist als Regisseur Fuß zu fassen. Wie sind denn
so die Aussichten (…)

Die Aussichten sind scheisse. Das Risiko ist riesen groß und seinen Lebensunterhalt kann man sich -neben vielen arbeitslosen Regisseuren- auch nur verdienen, wenn man verdammt gut ist. Sonst arbeitest du halt den ganzen Tag mit irgendwelchen Schul/Amateur-Theatergruppen, aber nur wegen deiner sozialen Ader;). Oder du darfst dich bei Studentenfilmen als Assi tätig machen. Große Sache! Regie heißt fast immer freiberfuliche Arbeit. Keine festen Arbeitsverhältnisse, keine Sicherheiten. Immer nur Angst und Risiko. Ständig durch die Republik ziehen, mal hier, mal da. Wenig Chance für Beziehung, Hund, Familie, Konto. Es gibt verdammt viele gute Regisseure, die Hartz 4 beziehen. Das war teils überspitzt, teils absolut zutreffend. Im Ernst, es ist verdammt schwer und aller Wahrscheinlichkeit wirst du kein erfolgreicher Regisseur. Aber vielleicht bist du ja begabt, irsinnig gut und stehst auf ein risikoreiches Lotterleben;)



Antwort von Uwe:

......... Wie sind denn
so die Aussichten wenn man Produktions oder Videoschnitt, oder
Kammera studiert?
(Gibt es ne genaue bezeichnung für So produktionssachen oder
videoschnitt?)...

Schau Dich mal hier ein bißchen um:
http://berufsstart.monster.de/3598_de-DE_p1.asp





Antwort von Pianist:

Mein Traum ist es einfach in dieser Filmbranche tätig zu sein, weil mich die Ganze Materie fasziniert. Die möglichkeit Menschen was zu erzählen sie zu bewegen.
Soweit verstanden - aber geht das auch ein wenig präziser? Möchtest Du eher szenische oder eher journalistische Filme machen? Soll das Ziel sein, was für die Kinozuschauer zu machen oder was Aktuelles für Fernsehzuschauer? Und geht Dein Interesse eher in die gestalterische, inhaltliche oder technische Richtung?

Zumindest ist es gut, dass Du frühzeitig fragst, weil man da sehr viel verkehrt machen kann. Aus meiner Sicht ist es wichtig, frühzeitig praktische Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen, aber dennoch was Nützliches zu studieren.

Bei mir war das Politikwissenschaft, und heute habe ich viele Aufträge, wo die Auftraggeber es ausdrücklich begrüßen, dass der Politologe die Filme macht. Ähnliches gilt für BWL: Die meisten Redaktionen sind bei wirtschaftlichen Themen schnell überfordert und brauchen Experten, die auch komplexe Zusammenhänge dem Zuschauer anschaulich erklären können. Das Studium gibt Dir das Rüstzeug, um Dich das ganze Leben lang lernend in Themen reinzuarbeiten und sie für die Zuschauer aufzuarbeiten.

Du musst entscheiden, ob Du Dich eher als Künstler oder als Handwerker siehst. Wenn Du Dich als Künstler siehst, ist die Gefahr groß, dass das mit dem Lebensunterhalt nicht klappt. Wenn Du Dich aber als Handwerker siehst, der die Wünsche seiner Kunden filmisch umsetzt, dann ist die Chance auf wirtschaftlichen Erfolg erheblich größer.

Matthias



Antwort von JoeDoe:

Hallo Destin,
ich war mal an dem selben Punkt wie du vor ca. 18 Jahren und deshalb helfe ich gerne. Da ich u.a. mehrere Jahre lang an einer großen Filmschule angestellt war, glaube ich ganz gut im Bilde zu sein.

An deiner Stelle würde ich erstmal alles lesen, was es zu Filmberufen erhältlich ist und ein paar Schnupperpraktika absolvieren. Zu empfehlen ist auch der "Tag der offenen Tür", wie ihn jede Filmschule anbietet, bzw. Einzelberatungen in den dich interessierenden Studiengängen. Vor allem aber sprich mit Praktikern aus der Branche oder schau dich mal in den Foren der entspr. Berufsbilder um. Da merkt man schnell, wo es hakt.
Kurz: Informiere dich so umfassend wie möglich, bevor du eine Entscheidung triffst!

Zu den Fakten:

-Vergleichsweise gute Berufsaussichten haben spezialisierte und 'amtlich ausgebildete' Fachkräfte im technisch-kreativen Bereich, wie (Ton-)Cutter, Kameramann, etc. Allerdings macht auch von denen nur eine Minderheit "großes Kino", viele müssen nehmen was sie kriegen können, bis hin zu Jobs bei 'Neun Live' oder 'GZSZ'. Aber immerhin können sie i.d.R. die Miete bezahlen.

-Schlecht sieht's bei künstlerischen Jobs aus - Drehbuchautoren, Regisseuren, Schauspielern, etc. aus. Nur ganz wenige können (allein) davon existieren.

-Filmschaffende sind hierzulande überwiegend oder ausschließlich fürs Fernsehen in all seinen oft trübseligen Ausprägungen tätig. Die meisten von ihnen sind Freiberufler. Der Kinofilm ist mit nur 120- 150 Produktionen pro Jahr als Arbeitsmarkt fast irrelevant.

-Die Medienbranche ist ein hoch volatiles Geschäft, d.h. es unterliegt starken Schwankungen, und ein Umbruch mit unklaren Folgen steht bevor: Der 'Tod' des traditionellen TV's zu Gunsten internetbasierter Dienste.

-Die Zeiten, als Film/TV ein Medium für Quereinsteiger war, sind eigentlich vorbei. I.d.R. wird heute eine solide berufspezifische Ausbildung erwartet, zumindest bei den 'Heads of Department'.

Schlussfolgerung:
-Du wirst wahrscheinlich nur einen kleinbürgerlichen, zumal prekären Lebensstandard erreichen, wenn du dich für "Film-/TV" als Berufsweg entscheidest.

-Wenn du trotz dieser ernüchternden Aussichten eine Karriere 'beim Film anstrebst': Lerne erst mal einen 'Brotjob', auf den du in schlechten Zeiten zurückgreifen kannst. Erst dann probiers mit den 'Modeberufen'.

So hätte ich es -rückblickend- auch gemacht.

Trotzdem oder gerade deshalb: Lass dir deine Träume nicht nehmen und viel Erfolg!



Antwort von Chezus:

Ich hab mich auch durchgefragt was dieses Thema anbelangt. Mein Traum wäre es auch beim Film zu Arbeiten, also Kino und was alles dazugehört. Es wird aber wahrscheinlich drauf rauslaufen dass ich nie Regisseur oder Produzent in dieser Branche werden werde. Dennoch kann man mit einem Studium ähnliches erreichen, wenn auch nicht in der Branche, aber dazu wurde ja schon ausführlich geschrieben.

Was ich immer ganz lustig finde, dass das Business Film/Video/TV immer als undankbar, schlecht bezahlt und rau dargestellt wird von Leuten die dort arbeiten, selbst würden sie aber nie was anderes machen wollen da das genau ihr Traumberuf ist. Also ist es ja doch nicht so schlecht wie sie beschreiben, denn ansonsten hätten sie schon lange andere Bahnen eingeschlagen. Dennoch kannst du deinen Traum auch in dieser Branche erreichen, auch wenns mal nicht das Gelbe vom Ei ist, vorausstzung ist natürlich dass es nicht einfach eine spontane Idee ist und du nur keinen Bürojob willst.

Nimm alles negative ernst und informier dich ausgiebig.

das könnte dich auch interessieren:

viewtopic.php?t=41201?highlight=baf
auch ganz interessant:

http://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Spielberg
http://de.wikipedia.org/wiki/Wortmann
und auch von Markus H. Rosenmüller der erst 2003 sein Studium abgeschlossen hat. Du siehst also, mit etwas Glück gehts
http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_H._Rosenm%C3%BCller



Antwort von Pianist:

Was ich immer ganz lustig finde, dass das Business Film/Video/TV immer als undankbar, schlecht bezahlt und rau dargestellt wird von Leuten die dort arbeiten, selbst würden sie aber nie was anderes machen wollen da das genau ihr Traumberuf ist.
Da muss man eben sehr genau zwischen denen unterscheiden, die irgendwo bei einer Produktion nur als Mitarbeiter dabei sind, und denen, die komplette eigene Aufträge akquirieren und erledigen. Letzteres ist aus meiner Sicht sehr lukrativ, wenn man eben in der Lage ist, solche Aufträge an Land zu ziehen und dann komplett selbst zu realisieren. Bei mir klappt das seit mehr als 12 Jahren super und ich kann mich überhaupt nicht beklagen. Aber ich sehe mich eben auch als Handwerker und nicht als Künstler, wollte nie szenische Sachen machen.

Matthias



Antwort von Chezus:

Eben. Und die richtung die du gegangen bist will ich auch einschlagen. Darüber haben wir ja schon gesprochen.

Entweder man arbeitet mal bei einem Film mit wenn man Glück hat und ist dann wieder auf der Suche oder man schlägt den Weg ein, den du eingeschlagen hast, wo man mit viel können im selbstständigen Bereich was erreichen kann.

Film würde mich schon reizen, aber nur wenn ich mir die Herr der Ringe Making ofs anschau wenn alle Mitarbeiter + Schauspieler erzählen welch schöne Zeit sie gehabt haben. Ist eben ein Ausnahmefilm und so rosig wird es da auch nicht immer zur Sache gegangen sein.



Antwort von PowerMac:

Making Of ungleich Realität!



Antwort von Chezus:

Zu einem Fantasy Film gehört halt auch ein Fantasy Making of...



Antwort von Markus:

Was ich immer ganz lustig finde, dass das Business Film/Video/TV immer als undankbar, schlecht bezahlt und rau dargestellt wird von Leuten die dort arbeiten...
Ich denke nicht, dass dieser Job rauher ist als ein anderer, wo jemand selbstständig tätig ist. Da geht es logischerweise immer auch um die Existenz.

Ich kann Matthias' Ansicht grundsätzlich bestätigen. Wenn man in der Lage ist, Aufträge an Land zu ziehen und diese dann auch zur Zufriedenheit des Kunden (und natürlich einem selbst) mit einem netten Team umsetzen kann, der hat auch sehr viel Spaß bei der Arbeit, kann sich kreativ austoben und darüber hinaus auch seinen Lebensunterhalt bezahlen. :-)



Antwort von Maik:


Ich denke nicht, dass dieser Job rauher ist als ein anderer, wo jemand selbstständig tätig ist. Da geht es logischerweise immer auch um die Existenz.

Ich hab vorher auch selbstständig gearbeitet, in einem kleinen Outdoor- Shop.
Nach 5 Jahren Film (=Studium an Filmhochschule, nebenher selbstständiger
Filmemacher Bereich Dokumentarfilm) überlege ich mittlerweile wieder einen Shop zu eröffnen.
Zwischen den beiden Arten der Selbstständigkeit liegen Welten.

Trotzdem: nicht kleinkriegen lassen.

M.



Antwort von Destin:

Vielen dank erstmal soweit. Ihr bestätigt genau das wovor ich angst hab.
@pianist, also ursprünglich wollte ich eher in den szenischen Bereich, nicht den Journalistischen. Achje die Welt ist irgendwie hart. Aus dem Link von Uwe les ich heraus das man mit bestimmten Ausbildungen und praktischen Erfahrungen gute möglichkeiten hat. Meint ihr wenn ich an der Filmhochschule mit Schwerpunkt Kammera studiere ebenfalls eine möglichkeit habe notfalls nenf esten Job zu kriegen? Ich denke das das doch Prinzipiel gehen.
Was wär das denn für ne studienrichtung wenn ich in den technischen zweig möchte (sprich Video/ton-schnitt, Postproduktion).Im moment strebe ich noch den Studiengang Film-und fernsehspiel an. Aber ich hab im moment keine Vorstellung wie die möglichkeiten sind später umzuschwenken auf einen der anderen genannten gebiete.

Aber ich bin euch sehr dankbar für die vielen infos die ihr mir zur verfügung stellt. Ich werde mir das alles morgen mal in ruhe nochmal durchlesen, bi noch im Schulstress. ich wollt nur nicht so spät euch allen antworten da das dann doch etwas den eindruck erwckt das ihr mir hier evrsucht zu helfen und ich schau mir das alles nicht an. Nein ich werd mir alle links die ihr mir gegeben habt nochmal in ruhe durchlesen. Also danke nochmal das bedeutet mir echt viel und ich weiß eure Hilfe sehr zu schätzen.



Antwort von derpianoman:

... Ich denke nicht, dass dieser Job rauher ist als ein anderer, wo jemand selbstständig tätig ist. Da geht es logischerweise immer auch um die Existenz...
Hallo!
JAU! Ich ziehe das mit der Selbständigkeit nun seit 11 Jahren mit Musik
durch, wogegen meine ehemaligen Bandkollegen Intrumente verkaufen,
Mediziner geworden sind, oder nur die Kinder betreuen, weil die Frau die
Karriere macht.
Man kann / darf / sollte das keinen anderem Menschen raten!
Meiner Meinung nach muß der Betroffene so "verrückt" sein, daß NIX anderes,
"normales" geht. Und man muß eine sehr positive Grundeinstellung
haben und freundlich auf andere zugehen können.
Klausi

PS Ich wußte gleich, warum mir Markus so sympathisch war.-)



Antwort von Markus:

Zwischen den beiden Arten der Selbstständigkeit liegen Welten.
Okay, bei näherem Hinsehen leuchtet mir das ein. Es ist schon ein Unterschied, ob Du (mehr oder weniger) feste Arbeitszeiten hast und nebenbei vielleicht noch den ganzen Papierkram erledigen kannst oder ob Du ständig auf Achse bist und womöglich nur noch in Hotels wohnst.

Ich mag eigentlich die Mischung, was mit dem Studio einerseits und den mehrtägigen Produktionen andererseits ganz gut passt. :-)

Meiner Meinung nach muß der Betroffene so "verrückt" sein, daß NIX anderes, "normales" geht.
Da hast Du nicht ganz unrecht. Ich war nun 10 Jahre als Angestellter tätig, doch die Barrieren waren mir zu eng und die Diskussionen wegen irgendwelcher Zuständigkeiten nervte mich gewaltig.

Ich habe lieber einen schwierigen Auftraggeber als einen ebensolchen Vorgesetzten. ;-)



Antwort von Pianist:

Ich mag eigentlich die Mischung, was mit dem Studio einerseits und den mehrtägigen Produktionen andererseits ganz gut passt.
Genau deshalb ist es am besten, wenn man alles selbst kann und dann nur noch komplette eigene Filme macht, wo man mal ein paar Tage zum Drehen unterwegs ist und dann wieder ein paar Tage textet und schneidet, so ist das schön ausgewogen und man hat genug Freizeit. Außerdem hat man dann immer gut zu tun und ist nicht gezwungen, noch mehr machen zu müssen, um etwa vorhandenes Personal auszulasten.

Matthias



Antwort von Markus:

...um etwa vorhandenes Personal auszulasten.
Machst Du alles alleine oder arbeitest Du auch mit freien Mitarbeitern zusammen? - Ich mache am liebsten letzteres. Mit einem netten und humorvollen Team macht selbst ein 20-Stunden-Tag noch richtig Laune. ;-)



Antwort von Pianist:

...um etwa vorhandenes Personal auszulasten.
Machst Du alles alleine oder arbeitest Du auch mit freien Mitarbeitern zusammen? - Ich mache am liebsten letzteres. Mit einem netten und humorvollen Team macht selbst ein 20-Stunden-Tag noch richtig Laune. ;-)
Ich ziehe die Aufträge an Land, drehe selbst in halb Europa, schneide selbst, mache die Grafiken selbst, texte selbst, spreche meist selbst, schreibe Rechnungen, mache die Buchhaltung, den Jahresabschluss und die Steuererklärungen. Nur Dinge wie 3D-Animation, DVD-Cover-Druck, DVD-Encoding/Authoring und DVD-Pressung machen externe Zulieferer, mit denen ich seit vielen Jahren zusammenarbeite.

Meist drehe ich auch alleine, in aller Regel benötige ich keine Hilfskraft, außer bei Straßenumfragen (selbst drehen und Mikrofon halten ist Mist, die Leute würden immer in die Kamera schauen). Je mehr Mitarbeiter ich einbinden würde, um so mehr müsste ich diese Leute koordinieren und natürlich auch bezahlen, das bedeutet mehr Stress, mehr Unsicherheitsfaktoren und weniger Gewinn. So geht praktisch keine Zeit für irgendwelche Arbeitsanweisungen drauf und ich muss nicht an irgendwelchen unproduktiven Besprechungen teilnehmen. Meine Auftraggeber sind auch voll darauf geeicht, dass sie mich als einzigen Ansprechpartner haben und nicht ständig andere Gesichter auftauchen.

Freie Kamerateams setze ich nur in sehr seltenen Ausnahmefällen ein.

Matthias



Antwort von Chezus:

Dann wirst du wohl überwiegend sachen drehen die auch alleine zu bewältigen sind.
Ich glaub dass in Markus" Bereich einfach mehr Kameramänner zur Stelle sein müssen. (tut mir leid dass ich das so vorweg nehm).

Ich kann mir jedenfalls vorstellen dass wenn ich demnächst (hoffentlich) Aufträge bekomm auf Mitarbeiter angewiesen bin, da ich nicht gleichzeitig 3 Kameras bei einem Konzert bedienen kann und nebenbei die Bänder wechsle.

Gewisse Jobs lassen sich alleine wohl kaum verwirklichen



Antwort von Markus:

Ich glaub dass in Markus" Bereich einfach mehr Kameramänner zur Stelle sein müssen.
Das ist richtig. Bei Liveproduktionen oder Übertragungen mit mehreren Kameras ist das Team schnell 4-6 Personen stark. Es trifft zwar auch zu, dass damit das finanzielle Risiko steigt, aber wenn ich immer nur das Risiko sehen würde, wäre ich wohl nicht selbstständig. ;-)

...ich muss nicht an irgendwelchen unproduktiven Besprechungen teilnehmen.
Ob eine Besprechung unproduktiv (und damit unnötig zeitraubend) ist oder nicht, kann (und sollte) man selbst beeinflussen.

(tut mir leid dass ich das so vorweg nehm).
Hey, ich habe sogar einen Pressesprecher! *freu* ;-)



Antwort von Pianist:

Dann wirst du wohl überwiegend sachen drehen die auch alleine zu bewältigen sind.
Ja, klar. Ich mache ja nur Sachen, die zu meiner Arbeitsweise passen. Das Schöne dabei ist, dass man es dem Endprodukt nicht ansieht, dass es nur von einem einzigen Menschen gestaltet wurde, weil ich mir ja trotzdem genug Zeit fürs Ausleuchten oder Einrichten nehme. Produktionen mit mehreren Kameras können gerne die anderen machen, dafür gibt es ja genug Mitbewerber, bei denen sowas wieder besser ins Konzept passt.

Matthias



Antwort von Markus:

Es spielt keine Rolle, wieviele Leute an einer Produktion beteiligt sind. Was zählt, sind die "sichere Realisierbarkeit" und das Ergebnis.



Antwort von Chezus:

Ich schreib dir dann eine Rechnung für meine getane Pressearbeit sobald ich meine Steuernummer hab ;-)

Ich hab z.B. meine Freundin mal eingespannt zum Rohmaterial einlesen und aussortieren, da sie frei hatte und ich in der Arbeit war. War für ein Weihnachtsgeschenk meiner Eltern, was ich sonst nicht mehr geschafft hätte.

Wenn man bei Aufträgen die "deadline" nicht überschreiten will ist man doch auch mal froh wenn jemand anderes arbeiten übernimmt die zeitraubend und eigentlich einfach sind. Den Schnitt würde ich immer selbst machen.

Aber das wisst ihr besser, schließlich habt ihr die Erfahrung



Antwort von Pianist:

Ich hab z.B. meine Freundin mal eingespannt zum Rohmaterial einlesen und aussortieren, da sie frei hatte und ich in der Arbeit war. War für ein Weihnachtsgeschenk meiner Eltern, was ich sonst nicht mehr geschafft hätte.

Wenn man bei Aufträgen die "deadline" nicht überschreiten will ist man doch auch mal froh wenn jemand anderes arbeiten übernimmt die zeitraubend und eigentlich einfach sind. Den Schnitt würde ich immer selbst machen.

Aber das wisst ihr besser, schließlich habt ihr die Erfahrung
Sagen wir mal so: Bei einer szenischen Produktion gibt es ja lange Listen mit den Kopierern, danach kann dann eine Schnittassistentin eindigitalisieren. Aber wer sollte in meinem Fall wissen, welche Szenen ich für den jeweiligen Film brauche? Bevor ich das jemandem erklärt habe oder gar entsprechende Listen mache, habe ich das längst selbst erledigt. Ich weiß schließlich genau, wo welche Aufnahme auf welcher Cassette ist. Oftmals habe ich aus meinem Archiv für einen Film 30 oder 50 Cassetten aus zehn Jahren am Wickel und brauche da jeweils 10 bis 30 Sekunden draus, wer sollte da außer mir was finden?

Matthias



Antwort von Chezus:

das ist schon klar. Da kommts eben wieder auf den Auftrag an.

Aktuell hab ich viel Material einer Band dass ich in einen 2 minütigen Clip schneiden soll. Was ich aus den 8-10 Stunden Material brauche sind 3 verschiedene Aufnahmen: die Band selbst beim performen, die Visuals die sich im Hintergrund abspielen, deren Tänzer (hört sich blöd an, muss man auch nicht wissen was es damit auf sich hat), die Totale und evtl. Private Aufnahmen oder Aufnahmen die sich nebenbei abspielen.

Hierbei wird ja mehr oder weniger sortiert. Jede Szene in eine eigenes Schittfenster. Wenn ich jetzt eine bestimmte Aufnahme brauch, schau ich nurnoch in das passende Schnittfenster und such mir aus dem sortierten Material das passende raus.

Ist sehr zeitraubend und muss nicht zwingend von mir durchgeführt werden.

Bei einem anderen Projekt kann das dann schon wieder komplett anders sein.



Antwort von PowerMac:

Euch ist schon klar, dass diese Diskussion über Selbständige Videoproduktion kaum etwas mit der Ausgangsfrage zu tun hat? Das würde besser in den Thread von Chezus über eigene Firmen passen, als er explizit nach Markus gefragt hatte. Es ging hier um Regie und Produktion beim Fernsehen und Film.



Antwort von Chezus:

Hm, stimmt. Wobei der Threadstarter hier auch ein paar Infos zu seinem späteren Berufsleben erfahren hat sofern er in diese Richtung gehen will.

Er muss ja nicht zwingend zu Film und Fernsehen..

Ähem, Chezus, nicht Chezeus. Ein Gott bin ich NOCH nicht und mit Blitzen schmeiß ich nur wenn ich Stress hab ;-)



Antwort von Maik:

Zwischen den beiden Arten der Selbstständigkeit liegen Welten.
Okay, bei näherem Hinsehen leuchtet mir das ein. Es ist schon ein Unterschied, ob Du (mehr oder weniger) feste Arbeitszeiten hast und nebenbei vielleicht noch den ganzen Papierkram erledigen kannst oder ob Du ständig auf Achse bist und womöglich nur noch in Hotels wohnst.

Nee,
es ist ein Unterschied, ob Du jeden Tag nur die Tür aufzuschliessen brauchst
und ein bisschen nett zu Kunden sein musst und abend für abend ist Geld in der
Kasse,
oder
Du rennst mit einem Thema von Redaktion zu Redaktion, recherchierst im
Jahr um die 15 Dokumentarfilmthemen an, bietest an, schreibst Exposés , reichst Förderanträge
ein, schneidest Pitch- Filme und als Antwort kommt: 'Sorry, das Programm für
2007 und 2008 steht schon...'
Und Du bekommst im Kollegenkreis mit:
der steht schon wieder kurz vorm Ende,
wenn da nicht bald ein Projekt kommt macht diese Produktion (die bisher gut im Geschäft war) zu,
der hat sich gerade einen Lehrauftrag ergattert um über die Runden zu kommen,
beim anderen hat die Frau gerade noch den Sprung geschafft, deshalb können
sie wenigstens die Miete zahlen...
-Und das nicht bei Leuten die völlig abstruse Projekte machten oder unbekannt wären.
Der eine macht einen Film (mit eigenen Mitteln), der bereits auf einigen Festivals gelaufen ist
und Preise gewonnen hat, nichtmal das Regionalprogramm kauft ihm das Ding
ab und er muss die DVD für 15.99 verkaufen,
Filme die auf internationalen Festivals dutzende Preise gesammelt haben
laufen hier nirgends, oder im Sparten- Programmkino eine halbe Woche...
etcetcetc.
Ich denke im Dokumentar- Bereich, ausser bei einer Handvoll wirklich guten Leute
(oder so einer wie Wortmann, der sich auch nicht zu schade ist sich an die BILD
zu verkaufen z.B.)
sieht es ganz ganz düster aus.
Ohne Brot-und-Butter-Job wirds sehr schwer.
Man kann eigentlich im Moment nur hoffen, dass sich die Zeiten nochmal ändern,
aber die letzten 5 Jahre sind ein stetiger Niedergang gewesen.
Wer die Filmförderungen z.B. im Auge hat:
Niedersachsen Filmbüro gibt's nicht mehr,
stattdessen Nordmedia FundRaising GmbH (Nomen est Omen),
Filmförderung Hamburg: gekürzt um 2 Mio. Eur.
Filmförderung Schleswig- Holstein: wird zusammengelegt mit Hamburg,
Früher hatte man die Möglichkeit ein oder zwei Projekte irgendwo unterzubringen,
und damit wenigstens halbwegs sein Auskommen, heute, wenn man Glück
hat einen Treffer im Jahr bei gestiegenen Kosten.
Wie gesagt: alles durch meine Brille als Dokumentarfilmer.
Aus der Spielfilmfraktion höre ich aber allgemein auch nichts anderes.

M.



Antwort von Destin:

Ok ich sehe schon das es nicht verkehrt wäre vorher ne ausbildung oder ähnliches zu machen. Was ich aber auch gern in dem Bereich machen würde. Was mir bis jetzt sehr interessant erscheint ist Cutter für (Film- und Videoeditor), hat da jemand ne ahnung wie da die berufschancen sind, ich mein solche leute werden doch ständig gebraucht für fernsehsender oder filmproduktionen oder?

Dann würd mich mal intressieren unter welchem Berufszweig ich so Special effects bzw. visuelle Effekte so fallen. Also zum Beispiel die technische umsetzung von green-/bluescreensachen oder evtl. so Special effects am pc, so 3d design oder so gibts da was?



Antwort von Chezus:

Wie es bei den jeweiligen Arbeiten aussieht kannst du ja rausfinden indem du dich um ein Praktikum bei diversen Produktionsfirmen bewirbst.

Selber schneiden wirst du dort zwar nicht, aber du siehst wie es abläuft.
Je nachdem wie du dich engagierst kanns ja sein dass du da später einsteigst, wer weiß. Ich hätte z.B. ein Praktikum bei Tresor TV machen können, die z.B. Popstars und Germanys next Topmodel produziert haben und die neue GNT Staffel gerade produzieren.

Habs dann aber doch nicht gemacht. (Hab Geld gebraucht)

Der "Supervisor" der für alle Cutter zuständig war hat mir aber auch eher davon abgeraten im dem Bereich tätig zu werden. "...für die Zeit die man investiert ist es einfach zu wenig Geld..." , und wieder "...würd aber nie was anderes machen wollen weil ich meinen Job liebe..."

Im Bereich Studium würde ich mich mal direkt bei den Unis informieren. Ein paar Freunde von mir gehen auf die FH in Salzburg. Keiner wusste so recht was er letztendlich machen wollte. Jetzt geht der eine in die Richtung Motion Graphics, der andere beschäftigt sich mit Blue/Greenscreen, der andere zunehmend mit Kamera, einer mit Visuals, Mediendesign usw usw.

Jeder hat mal ein paar Kurse durchgemacht und ist dann in einem Gebiet hängen geblieben.



Antwort von Markus:

Welch gegensätzliche Ansichten und Erfahrungen.

Ich lese hier zwar immer wieder, dass es im Medienbereich nicht sooo toll sein soll, sein Geld zu verdienen, aber in meinem Umfeld kenne ich niemanden persönlich, der das auch so dramatisch sieht. Einige sind sogar froh, wenn mal eine "Projektwelle" vorüber ist und sie wieder einen Tag ausschlafen können.

Hängt wohl vom jeweiligen Betätigungsfeld ab...



Antwort von Nat:

Ich habe dieses Gespräch gerade in Google gefunden, weil ich ebenfalls schauen wollte, wie die Berufschancen für Regisseur und Kamerafrau aussehen.
Regisseur war mir schon klar, dass es schwer ist, sich damit sein täglich Brot zu verdienen.
Jetzt wollt ich aber mal fragen:
Wenn ich an eine Uni gehen würde und Kamerafrau studieren, könnte ich mit dem Abschluss dann auch als Fotograf tätig werden (gesetz der Fall, dass ich nichts in der Kamerabranche find?!)




Antwort von PowerMac:

Du kannst auch mit einer Ausbildung zur Wurst-Fachverkäuferin als Fotograph tätig werden.




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