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Atmo und Stimmaufnahmen




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Frage von bassabus:


Hallo!

Ich habe eigentlich ein ziemlich klassisches Problem. Vor Ort wurde eine AtmoAtmo im Glossar erklärt aufgenommen und zusätzlich der Ton der Spielszene.

In der Nachbearbeitung gibt es folgendes Problem, da die Stimmen unterschiedlich laut sind (;insgesamt leider zu leise), variiert die Lautstärke der AtmoAtmo im Glossar erklärt im Hintergrund sehr stark. Wenn man die AtmoAtmo im Glossar erklärt nun über die gesamte Szene legt, hört man leider dennoch Lücken und Lautstärkeänderungen in der anderen Spur.

Gibt es eine gute Lösung?

Grüße
bassabus




Antwort von Schleichmichel:

Ja, Nachsynchronisieren.



Antwort von bassabus:

:) ausser nachsynchronisieren....



Antwort von Axel:

1. Den Ton zu den Fachleuten bringen, die in Fernsehserien immer die Telefonstimme noch aus der Vibration der Glasscheibe herausfiltern, die die Überwachungs-DV-Kamera vom gegenüberliegenden Häuserblock aus aufgenommen hat - und anhand deren Waveform der Sprecher überführt wird.

2. Wenn das nicht gut genug wird, den Ton zu einem Spezialisten in einem sehr unordentlichen, von 70er Jahre Technik vollgestellten Büro bringen, in dem Aufnahmen von Verstorbenen gemacht und die Hintergrundatmo wahlweise dazu- oder weggefiltert wird (;Adobe Soundbooth?).

3. Das Video untertiteln.

4. Das Video als Stummfilm ausgeben.



Antwort von Schleichmichel:

Jetzt sag bloß noch, Du suchst nach einer "guten" Lösung, die auch "mal eben ohne große Mühe" erreicht wird. Das hättest Du vorher schreiben müssen. In dem Falle sage ich: Nein, gibt es nicht.

Die Atmos herauszufiltern und dann die leisen Stimmpassagen anzuheben ist keine "gute" Lösung, da man - je nach Pegel und Filtertool - teils schwere ArtefakteArtefakte im Glossar erklärt erzeugt.



Antwort von bassabus:

Hallo!

Vielen Dank erstmal für die konstruktiven Vorschläge.

Also, wenn keine Nachsynchronisation möglich ist und das Budget knapp, was kann man machen. Ich dachte eher an einen spezielleren Tip, in der Richtung Frequenzüberlagerung oder Auslöschung (;kenn mich leider nicht aus). Theoretisch ist das Geräusch der AtmoAtmo im Glossar erklärt und das des Hintergrunds ja gleich. Klingt es vielleicht nicht richtig, weil es eine leichte Verschiebung gibt?

Dankeschön
bassabus



Antwort von Axel:

Das seinerzeit schönste Tool zur Indentifizierung bestimmter Frequenzen hatte Soundbooth, das ich vor ein paar Jahren mals als Testversion geladen hatte: Das Frequenzspektrum präsentierte sich als vielfarbige Landschaft, man konnte intuitiv sofort erkennen, welcher Streifen oder welche Welle die visuelle Entsprechung zum Ton war. Das beste aber für uns vorrangig optisch Geschaltete: Die Werkzeuge waren - auf dieser Benutzer-Oberfläche - aus Photoshop bekannt: Zauberstab, Lasso, Razzelfummi, Kopierstempel. Die entsprechen natürlich den Audiofiltern. Hintergrundrauschen konnte man also - mit dosierbarer Toleranz - mit einem Auswahlwerkzeug erfassen und in jeder Hinsicht bearbeiten.

Was Schleichmichel und ich dir zu sagen versuchen: Du kannst die AtmoAtmo im Glossar erklärt isolieren und wegfiltern, aber damit beschneidest du in einem bestimmten Umfang die Frequenzen der Stimmen. Deren Qualität wird hörbar schlecht sein. Manchmal reicht es, wenn sie dadurch verständlich werden, dann tu das. Ansonsten ist Nachsynchronisieren nicht leicht, aber eine gute Übung auch für künftige Live-Audio-Aufnahmen. Man wird dann nämlich darauf achten, absolut keine AtmoAtmo im Glossar erklärt mit aufzunehmen, sondern nur, so neutral wie möglich, die Stimmen.



Antwort von Schleichmichel:

Ich kenne die Tonspur nicht. Aber es ist, wie es ist. Die Stimmen separat anzuheben geht, aber "gut" klingt das beileibe nicht...je nach Grad des Verhältnisses von Störgeräuschen zum Nutzsignal.

Auslöschungen funktionieren nur dann, wenn Du exakt das gleiche Signal der Hintergrundgeräusche ohne die benötigte Stimme hättest. Wenn dem so ist, müsstest Du das Signal der Umgebungsgeräusche invertieren (;Phase in Spur drehen) und EXAKT auf die gleiche Zeit legen, damit es zu Auslöschungen kommt. Hast Du wirklich das Signal der Hintergrundgeräusche separat?

Nachsynchronisieren wird in der Praxis häufiger praktiziert, als man denkt. Selten bekommen die Tonleute auf dem Set genügend Zeit und Freiraum eingeräumt, um eine Szene adäquat aufzuzeichnen (;bekommen trotzdem am Schluss mächtig ärger, wenn der Ton scheisse ist).



Antwort von bassabus:

Genauso war es bei meinem Dreh eben auch.

Das mit dem Hintergrundrauschen-Entfernen hab ich auch schon mal mit Cool-Edit probiert, und, wenn man es nicht übertreibt und das Geräusch wirklich gleichförmig ist, geht es ganz gut.

Dass man wirklich eine Szene mit 2 Darstellen so aufnimmt, dass immer derselbe Pegel vorherrscht, ist doch unrealistisch. Deswegen: Im Schnitt nimmt man doch bei z.B. Schuss-Gegenschuss immer etwas Dialog von Spielpartner weg. Wenn dann die Stimmen, bzw. Spuren unterschiedlich angehoben/abgesenkt werden müssen, damit es gut klingt, werden doch automatisch die Hintergrundgeräusche lauter oder leiser (;also schwankt im Endprodukt). Für solche Situationen (;den es wird immer AtmoAtmo im Glossar erklärt auf den Stimmaufnahmen sein) MUSS es doch eine Software-Lösung geben.
Klar, man kann auch den ganzen Film nachsynchronisieren, aber, nunja...

Wie ist denn so ein Software-Arbeitsweise in diesem Fall?

(;Mit meiner Lösung, seperat aufgenommene AtmoAtmo im Glossar erklärt über die Lücken zu legen, bin ich unzufrieden, weil man, wie gesagt, die Lücken noch hört)




Grüße und Danke
bassabus



Antwort von domain:

Wieso hört man bei deiner Vorgehensweise starke Lücken?
Die AtmoAtmo im Glossar erklärt muss halt voll variabel dort verstärkt eingemischt werden, wo sie im Original zu leise ist. Mache ich gelegentlich. Dabei kommt es aber auf ein schleifendes Einfügen mit millimeterweiser Bewegung der DB-Regler an. Das kann viele Versuche dauern bis es so halbwegs stimmt. Perfekt wird es natürlich nie.



Antwort von Schleichmichel:

Wieso unrealistisch? Natürlich muss der Tonangler zum jeweils redenden rüberschwenken. Um schon in der Aufnahme die Stimmen von Umgebungsgeräuschen zu trennen, richtet man sich wie beim Filmen auf das Objekt ein. Man probiert aus der für die Situation passende Kombination aus Richtcharakteristik, Aufnahmeabstand, ggf. Gate, KompressorKompressor im Glossar erklärt, Limiter und Pegel. Sind sie zu weit auseinander, sollte man über Lavaliermikros nachdenken.

Aber nu isses zu spät. Ich verstehe nicht, was Du für Lücken meinst... Hast Du eine separate Spur mit der AtmoAtmo im Glossar erklärt, die parallel zu der Spielszene neben den verkorksten Gesprächen aufgenommen wurde und hast dieses schon mit der Phasenauslöschung probiert? Dann sollte das Nutzsignal ganz passabel freigestellt werden können. Wenns schnell geht, kannst Du mir ja mal ein paar Beispielsekunden verlinken (;am besten unkomprimiert, oder als FLAC). Muss aber gleich weg....



Antwort von B.DeKid:

Mischer und Software ... viel Feingefühl und gute "Monitore" oder "Kopfhörer" benutzen.

Sound ist wichtig!

MfG
B.DeKid



Antwort von Pianist:

"Schleichmichel" wrote:
Man probiert aus der für die Situation passende Kombination aus Richtcharakteristik, Aufnahmeabstand, ggf. Gate, KompressorKompressor im Glossar erklärt, Limiter und Pegel.

Du arbeitest während der Aufnahme mit Gate und Kompressor? Ein Gate hat meiner Meinung nach in einer Sprachaufnahme überhaupt nichts zu suchen, das ist eher ein Effektinstrument im Schlagzeug-Bereich. Oder bei Beschallungsanlagen zu nutzen. Und natürlich bei der Intercom. Einen KompressorKompressor im Glossar erklärt setzt man später bei der Nachbearbeitung ein.

Lediglich einen Limiter würde ich immer (;aber nicht übertrieben) direkt bei der Originalaufnahme einsetzen, um keine Probleme mit Pegelspitzen zu kriegen.

Matthias



Antwort von Schleichmichel:

Hups, Gate und KompressorKompressor im Glossar erklärt nicht...totaler Schmarrn, sorry. Aber unser Ton gibt aus seinem Beutel ein sehr schön trockenes Signal via Expander. Musste bisher noch nie etwas bearbeitet werden und das waren schon teilweise wüste Klangsituationen.




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