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Ansteckmikrofone und/oder Richtmikrofon...aber wie?!




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Frage von Ayhan79:


Hallo Leute,

ich bin gerade dabei einige Projekte zu verwirklichen und möchte mir das nötige Know-How in technischer Sicht aneignen. Es wäre unheimlich freundlich von Euch, wenn Ihr mir evtl. einige Tipps geben könntet.

Es geht um folgendes:

In unserem TV-Projekt (;für einen türkischen Sender) werden wir Comedy und Sketche drehen. Dies wird in erster Linie in geschlossenen Räumen stattfinden. Wir drehen mit der vx2100e, damit wäre schon mal ein gutes Bild gewährleistet.

Jetzt stellt sich nur die Frage, wie es mit dem Ton wird. Ich habe mir überlegt, den Ton evtl. mit einem RichtmikrofonRichtmikrofon im Glossar erklärt (;Sennheiser MKE 300 oder HAMA RMZ-10) an der Angel aufzunehmen. Doch wären da vielleicht Ansteckmikrofone die bessere Wahl? Was meint Ihr?

Nächstes Problem: Das RichtmikrofonRichtmikrofon im Glossar erklärt wird an die Cam angeschlossen. Das ist schon mal gut und einfach. Doch was ist mit den Ansteckmikrofonen? Wie geht das technisch? Wo schließe ich was an? Sender und Empfänger...wo wird dann der Ton gespeichert?

In diesem Punkt brauche ich Euren Rat. Danke im Voraus....

Gruß

Ayhan




Antwort von mdb:

Ob geangelt werden kann, hängt natürlich vom Dreh ab. Der Tonmann muß halt eine Chance bekommen, mit seinem Mikro dranzukommen ohne im Bild zu sein. Bei entsprechend vorgeplanten Produktionen, die in einzelnen Takes und an festen Orten gedreht werden, sollte das möglich sein.

Will man mehrere Anstecker benutzen, muß man entsprechend viele drahtlose Anlagen haben und ein Mischpult zum Abmischen. Und natürlich wieder den Tonmann, der mischt. Und man hat halt immer die Anstecker im Bild.



Antwort von Axel:

Hallo Ayhan,
willst du den Ton angeln, so sind andere Mikros wegen des langen Signalwegs besser, nämlich solche mit XLR-Anschlüssen. Auch diese lassen sich - Mischpult oder nicht - über Adapter zum mic in deiner VX führen. Etwa XLR>6,3 Klinke>3,5 Klinke. Diese Richtung ist unproblematisch, während du mit Störbrummen rechnen mußt, wenn es umgekehrt gesteckt ist.
Ansteckmikros - man kann sie verstecken, je nach Größe,- und die passenden Receiver kannst du mieten. Es gibt günstige, etwa von Shure, und weniger günstige, wie Sennheiser. Mit 30€ pro Tag mußt du auf jeden Fall rechnen.
Bei Reportagesituationen reicht das MKE 300 allemal. Bei Spielszenen wäre Angeln oder Anstecken besser. Es empfiehlt sich, den Ton einem Tonmann anzuvertrauen und ihn dann eventuell extern aufzuzeichen, z.B. so:

http://www.m-audio.de/microtrack.htm

Eine wirklich optimale Ausgangssituation hast du für Spielszenen nur, wenn du alle Tonquellen getrennt aufnehmen kannst. Das wird für manches Budget schwierig. Jedenfalls sollten Dialogquellen sich nicht mit Hintergrundgeräuschen mischen. Über kurz oder lang wäre auch die Anschaffung bzw. der Selbstbau eines XLRXLR im Glossar erklärt Adapters für deine Cam zu überlegen. An dieser Stelle wollte ich dir einen Link zu einer Selbstbauanleitung geben, finde ihn aber selbst nicht mehr. Kann uns jemand aushelfen?



Antwort von Markus:

"Axel" wrote:
...über Adapter zum mic in deiner VX führen. Etwa XLR>6,3 Klinke>3,5 Klinke. Diese Richtung ist unproblematisch, während du mit Störbrummen rechnen mußt, wenn es umgekehrt gesteckt ist.

Ein simpler Kabeladapter von XLRXLR im Glossar erklärt (;symmetrisch) nach Klinke (;unsymmetrisch) macht den gesamten Signalweg unsymmetrisch, also auch das XLR-Kabel. Dabei spielt es keine Rolle, in welche Richtung XLRXLR im Glossar erklärt und Klinke adaptiert werden. ;-)

Ich würde auch XLR-Mikrofone empfehlen, um von vornherein elektromagnetischen Einstreuungen aus dem Weg zu gehen. Die können einem neben dem Ton auch die ganze Laune verderben. ;-)

Mehr dazu:
Übertragen unsymmetrischer Mikrofonsignale

Welche Möglichkeiten es gibt, von XLRXLR im Glossar erklärt (;sym) auf Klinke (;unsym) zu kommen, steht im folgenden Beitrag: XLR an Klinke



Antwort von Axel:

"Markus" wrote:

Ein simpler Kabeladapter von XLRXLR im Glossar erklärt (;symmetrisch) nach Klinke (;unsymmetrisch) macht den gesamten Signalweg unsymmetrisch, also auch das XLR-Kabel. Dabei spielt es keine Rolle, in welche Richtung XLRXLR im Glossar erklärt und Klinke adaptiert werden. ;-)


Ja, Verzeihung, das war missverständlich. Aber ist es nicht in der Praxis besser, einen längeren Weg über ein XLR-Kabel zu überbrücken, auch wenn am Schluss nur ein ungeregelter mic in-Eingang (;???) zur Verfügung steht? Meinst du mit "Ein simpler Kabeladapter", dass es auch raffiniertere gibt, die aus einem asymmetrischen Stereo- einen symmetrischen Mono-Anschluß machen?

In einem anderen Beitrag geht es um die Nutzung einer Stereo-Klinke als symmetrischer Stecker:

"Forrest" wrote:
Du kannst XLRXLR im Glossar erklärt *problemlos* auf Stereo-Klinke wandeln. XLRXLR im Glossar erklärt ist dreiadrig, Stereoklinken auch. Da gibt's also schonmal überhaupt kein Problem.


Warum gibt es dann aber keine geregelten Monomikrofone mit Miniklinke? Haben diese Adapterboxen tatsächlich symmetrische zwei Mono-Signale über einen Standart Stereo mic in?

http://www.beachtek.com/dxa4.html

...- denn egal wie sauber das Signal die Box verließe, durch das kurze Stück asymmetrischer Leitung (;?) wäre es ja allen Störungen ausgesetzt, wenn es tatsächlich keine Rolle spielte, ob der Signalweg mal symmetrisch war, solange er am Schluß doch asymmetrisch wird. Es gab zu diesem Adapter eine sehr detaillierte und ausführliche Bauanleitung, die über dieses Forum verlinkt war. Leider finde ich sie nicht mehr ...

Ich bin nicht lesefaul, nur sehr begrifsstutzig in elektronischen Dingen. Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige, der von einer Klärung profitieren würde. Dafür schon mal Dank im Voraus.



Antwort von Ayhan79:

Hallo mdb, Axel, Markus und wieder Axel,

ich danke Euch sehr für die Erläuterungen und die Tipps !!!

Nun, mit aller Wahrscheinlichkeit werde ich den Ton, vorerst, mit einem RichtmikrofonRichtmikrofon im Glossar erklärt aufnehmen. Dafür habe ich mich für das Hama RMZ-10 entschieden. Es ist günstig und außerdem habe ich über dieses Mikrofon soweit nichts negatives gehört bzw. gelesen.

Die Alternative per Ansteckmikrofon, Mischer etc. ist, im Moment, noch etwas komplizierter und fordert wahrscheinlich einen Ton-Spezialisten. Das übersteigt noch meine Möglichkeiten.

Jedoch: In einem Beitrag - ich glaube es war einer vom Axel - habe ich über die Möglichkeit gelesen, Ansteckmikrofone auf günstige Art einzusetzen:

Ansteckmikro + tragbarer MD-Audio-Recorder (;oder andere Audio-Rekorder?)

Ich schätze, das wäre wohl sehr wirtschaftlich, aber auch qualitativ? Worauf muss ich achten? Könnt Ihr mir etwas zu dieser Variante sagen? Welche günstigen Geräte kann ich einsetzen? Was ist für die Qualität wichtiger: Ansteckmikro oder tragbarer Rekorder?

Danke....

Gruß

Ayhan



Antwort von Axel:

"Ayhan79" wrote:
Jedoch: In einem Beitrag - ich glaube es war einer vom Axel - habe ich über die Möglichkeit gelesen, Ansteckmikrofone auf günstige Art einzusetzen:

Ansteckmikro + tragbarer MD-Audio-Recorder (;oder andere Audio-Rekorder?)


Hallo Ayhan.
Das war so: Ein Bekannter von mir hatte zwei etwa zehn Jahre alte Sennheiser Ansteckmikrofone ohne irgendwelches Zubehör. Das gedachte er im Laufe der Zeit bei ebay nachzukaufen. Aber entweder war"s zu teuer oder nur im Set verfügbar, also verkaufte er die Mikros selbst vor kurzem. Das Problem, dass du während der Szene bei MD-Recordern keine Kontrolle hast (;falls in der Tasche versteckt wie ein Funkmikro-Sender) und auch nur ganz allgemein und ungenau aussteuern kannst, läßt mich die Dinger nur noch zum Archivieren verwenden. Das M Audio Teil und die Idee mit dem XLR-Adapter sind daher meine weiteren Pläne. Ich bin in derselben Phase der Orientierung wie du.



Antwort von Markus:

"Axel" wrote:
Aber ist es nicht in der Praxis besser, einen längeren Weg über ein XLR-Kabel zu überbrücken,...?

Das ist richtig. Überträgt man Audiosignale (;Mikrofon/Line) symmetrisch, dann werden elektromagnetische Einstreuungen physikalisch eliminiert. Wie das genau funktioniert wird im Movie-College sowie auf www.2sound.de (;DI-Box - ein Mysterium?) beschrieben.

"Axel" wrote:
Meinst du mit "Ein simpler Kabeladapter", dass es auch raffiniertere gibt,...?

Ja, solche raffinierten Adapter gibt es. Sie empfangen das symmetrische Signal und wandeln es in ein unsymmetrisches um, ohne den Vorteil der symmterischen Signalstrecke zunichte zu machen. Du hast mit Beachtek (;s.o.) bereits einen möglichen Anbieter für einen solchen Adapter genannt. ;-)

"Axel" wrote:
In einem anderen Beitrag geht es um die Nutzung einer Stereo-Klinke als symmetrischer Stecker: [...]
Warum gibt es dann aber keine geregelten Monomikrofone mit Miniklinke?

Die Übertragungssicherheit der 3,5 mm Klinke genügt nicht den Ansprüchen professioneller Nutzer. Stecke mal einen Kopfhörer in einen 3,5 mm Klinkenanschluss und bewege (;drehe) leicht den Stecker. Sofort hörst Du ein deutliches Knistern und Knacksen. Das passiert mit der 6,3 mm Klinke schon deutlich weniger und mit XLRXLR im Glossar erklärt überhaupt nicht.

Dazu kommt, dass die 3,5 mm Klinke für gewöhnliche keine Arretierung vorsieht und die Verbindung kaum in der Lage wäre, auch nur einen Meter Mikrofonkabel zu halten (;z.B. wenn ein Kabel ohne zusätzliche Befestigung vom Mikrofonstativ herunter hängt). Der Stecker würde schon bei geringer Belastung einfach aus der Buchse gleiten. ;-)

"Axel" wrote:
...- denn egal wie sauber das Signal die Box verließe, durch das kurze Stück asymmetrischer Leitung (;?) wäre es ja allen Störungen ausgesetzt,...

Das ist richtig, aber der Einfluss elektromagnetischer Störungen nimmt mit der Kabellänge dramatisch zu. Hält man die unsymmetrische Signalstrecke kurz, dann halten sich auch die Störungen in engen Grenzen (;i.d.R. nicht hörbar).



Antwort von Axel:

Hallo Markus!
Danke für die ausführliche Antwort. Ich glaube nun, dass sich die Anschaffung eines solchen Adapters gegenüber einem Audio-Festplattenrecorder als echte Alternative anbietet, nicht nur wegen des geringeren Preises.




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