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[DWDL] TV-Nachwuchs: Gibt es zu viele Medienstudiengänge?




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Frage von deti:


Während man bei den Sendern nach wie vor auf Absolventen der klassischen Studiengänge setzt, gibt es immer mehr medienspezifische Zweige an den Unis. Beobachter sind skeptisch. Eine gute Perspektive bietet nach wie vor die Journalistenschule.

mehr: http://www.dwdl.de/story/29082/tvnachwuchs_gibt_es_zu_viele_medienstudiengnge/

Deti




Antwort von iMac27_edmedia:

In jedem Bereich werden zuviele ausgebildet, gibt immer mehr Bewerber, aber keine Stellen, besser mehr Ingenieurwissenschaften studierenn, da ist deutlicher Bedarf. Aber alle wollen ja berühmt werden, reich werden die meisten nicht, außer die die sich für Ingenieurwissenschaften entschieden haben.

Aber allgemein ist festzustellen dass im Medienbereich jede Akademie in fast jeder Stadt Schulungen und Studiengänge anbietet, fast eine reine Inflation!



Antwort von schibbe:

Hey,
ich bin noch Schüler und kann vom meiner Seite aus nur bestätigen, dass es zu viele Studiengänge gibt. Momentan stehe ich auch vor der Entscheidung, was ich nach meinem Abi studieren möchte und finde die Entscheidung nicht leicht. Momentan tendiere ich stark zu Medientechnik. Ich werde mir das bald mal bei einem Infotag anschauen. Kann jemand eventuell von dem Studiengang berichten? Wie stehen die Berufschancen?

Danke, Eike :)



Antwort von B.DeKid:

Studieren sollte nur der jenige der sich berufen dazu findet. Es gibt immer mehr Studienabgänger die im Grunde dann 0815 Arbeiten verrichten.

Das drückt die Quali und auch das bezahlte Gehalt extrem. Dies konnte man gut die letzten 10 - 15 Jahre beobachten.

................

Mein Tip / Wunsch

Jeder sollte erstmal ca 12 - 13 Jahre Schule machen dann ist man nicht mehr so Grün hinter den Ohren

Dann ne Ausbildung fachbezogen anstreben Privat schon mal vorbereiten.

Dann mit mitte 20 3 - 4 Jahre studieren Fachbezogen und mit vollem Einsatz.

Dann sind die Chancen auch gut voran zu kommen.

MfG
B.DeKid



Antwort von domain:

In Österreich gibt ja praktisch keine höhere Schule mehr, an der im Rahmen der Medienerziehung nicht Videogestaltung und -schnitt unterrichtet wird. Außerdem produzieren immer mehr Schüler Teile ihrer Diplomarbeit nicht mehr als PP-Präsentation sondern als Video.
Nachdem diese Beschäftigung für junge Menschen verständlicher Weise sehr lustig ist, wollen sie danach häufig irgend etwas in der Medienbranche angehen. Also den Zustrom zu dieser Branche sehe als gewaltig in Zukunft an, obwohl wir eigentlich ganz anders ausgebildete Jugendliche viel mehr bräuchten, speziell in den naturwissenschaftlichen und Ingenieursfächern.



Antwort von le.sas:

Jeder coole Typ heutzutage macht "irgendwas mit Medien".

Leider sterben die Leute, die "was richtiges mit Film" machen aus.
Das spiegelt sich leider schon seit Jahren in der ständigen reparaturbedürftigkeit der Technik bei den Filmverleihern wieder, die immer mehr eine Reparaturwerkstatt für dumme Medienleute als ein gut laufender Verleih für Filmschaffende werden.



Antwort von einsiedler:

Ich mach auch was mit Medien: Ich steck sie in den DVD-Player und spiel sie ab.

Vor allem sollten sich junge Menschen mal überlegen, ob sie der Welt da drausen überhaupt was wichtiges mitzuteilen haben. Sinnentleerte Dokusoaps, welche mit Wackelkamera, Kran- und Dollyfahrten, sowie sämtlicher zur Verfügungung stehender Bild- und Toneffekte verbrochen werden gibt es nämlich schon genug. Und ein Volk braucht auch noch andere Berufsgruppen als nur Medienschaffende.
Gerade zur jetzigen Zeit sollte man sich gut überlegen, ob man den Spass am Hobby wirklich gegen die Pflichten des Alltags eintauschen will - und ob damit die persönliche Zukunft überhaupt finanziell gesichert werden kann.



Antwort von NEEL:

"einsiedler" wrote:
Vor allem sollten sich junge Menschen mal überlegen, ob sie der Welt da drausen überhaupt was wichtiges mitzuteilen haben.


Das ist der Satz der Woche! Ich bin der festen Auffassung, daß echtes Storytelling viel mit der Weitergabe von Haltung, Moral und Erfahrung zu tun hat. Dazu gehören Lebenserfahrung, Herz und geistige Bildung. Nur wer die Welt durchschaut, kann die ganzen Lügen entlarven. Wer den Lügen selber aufsitzt und - im besten kierkegaardschen Sinn - im ästhetischen Stadium gefangen ist + keine kritische Haltung entwickelt hat, der wird im Prinzip nur Spam produzieren. Filme, die die Welt nicht braucht, von Typen, die selber erstmal einen guten Lehrer bräuchten.



Antwort von crassmike:

Naja, ich glaube, es muss schon unterschieden werden. Medienbranche ist ja auch nicht unbedingt nur Fernseh-Unterhaltungsbranche.. Die ganze Vielfalt der Berufsmöglichkeiten spiegelt wahrscheinlich auch die Vielfalt an Medienstudiengängen, die seit Beginn des digitalen Zeitalters aus dem Boden sprießen... Dass sie von so vielen Studenten gestürmt werden, hat wohl andere, gesellschaftliche Gründe..

@B.DeKid
Ja, du hast schon irgendwie recht - ich habe über Praktika angefangen, mal richtig mitzuarbeiten (;gottseidank nicht nur als Fachidiot oder Assi vom Assi..), und jetzt, da ich mich entscheiden soll - Studium oder Ausbildung - fühle ich mich eigentlich ganz wohl am Set, im Schnittraum, wo ich wirklich arbeiten kann, anstatt wieder mit einem Grundstudium nochmal mit büffeln an zu fangen... Wenn das stimmt, was du sagst, sollte man es sich ja wirklich nochmal überlegen...

@NEEL:
Naja, solche Werte entwickelt man nun erstmal zusammen mit Lebenserfahrung. Und dazu hilft ein Studium alleine wahrscheinlich nicht so arg viel..
Allerdings solltest du auch unterscheiden zwischen hochwertiger, niveauvoller Medienkunst und günstig produzierter Unterhaltung, wie sie uns tagtäglich auf vielen Fernsehkanälen um die Ohren gehauen wird. Hat die Gesellschaft überhaupt den Bedarf an sehr viel mehr niveauvoller Unterhaltung? In gewissem Umfang wäre es ja wirklich schön, weniger Mainstream-Mist auf den Kanälen und in den Kinos zu sehen, aber irgendwo muss das Geld für die Produktionen ja herkommen - und wenn sich bei diesen Auftraggebern nicht großartig etwas ändert, wird eine Ausdünnung der Studienlandschaft wohl auch nicht wirklich dazu beitragen..

Aber, mal was anderes: wieso sollte ich ein Ingenieurstudium machen, wenn's mich quälen würde? Nur weil ich dann sicher super Berufschancen habe? Weil ich viel Geld verdienen könnte? Nun, schlecht hört sich das nicht an, aber ich habe im Leben wirklich anderes vor, als z. B. Konstruktionspläne zu studieren usw.. Es gibt sicher viele Leute, die das reizt. Mich absolut nicht. Das zu erkennen ist auch schon mal ein Stückchen Lebenserfahrung ;) ...

MfG




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