Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der erste Mainstream-Kamerahersteller generative KI direkt in seine Gehäuse presst. Doch wie ein aktueller und sehr pointierter Kommentar bei PetaPixel warnt: Wer das als Erster macht, wird es bitter bereuen. Die Vorboten dieses Desasters sind bereits da. Nehmen wir Caira (früher bekannt als Alice Camera): Deren Integration von Googles „Nano Banana“ in eine Micro-Four-Thirds-Kamera erntete in der Community eine Mischung aus Ekel und Verachtung. Die Angst, dass eine ganze Generation nur noch „gefälschte Erinnerungen“ produziert, sitzt tief.
Wenn die KI-Firma deine Fotos mit der ganzen Welt teilt
Dass das blinde Vertrauen in den KI-Hype nicht nur künstlerisch, sondern auch sicherheitstechnisch ein Albtraum sein kann, zeigt ein massiver Daten-Leak. Die Android-App „Video AI Art Generator & Maker“, die mit cineastischen KI-Makeovers für Fotos und Videos lockte, hat mal eben 1,5 Millionen nutzergenerierte Bilder und über 385.000 Videos ins offene Netz geblasen.
Cool,
wir haben allein in D schon über 50Mio Autos plus jede Menge laute LKW plus immer mehr Autobahnen und Schnellstraßen plus immer mehr weite Landstriche verlärmenden Flugverkehr, dazu akustisch wie optisch immer weniger Vögel, zu viele defekte Bäume, auch summende Insekten fehlen zunehmend ...
Da brauchen die Kameras zusätzlich zur Bildverbesserung unbedingt auch die Fähigkeit eine jeweils passende Soundlandschaft zu gestalten. Gerade im Dokumentarbereich ist das, speziell wenn's um 'Natur' geht, sehr praktisch. Noch auf der letzten Müllhalde unter der Einflugschneise lassen sich dann prima ohne große Anreise Naturdokus drehen. Verkehrslärm und lästige Handytelefonierer raus, und passende Natursounds rein.
Natürlich incl. der 'notwendigen' Bildanpassungen, so dass zum schönen loon-call auch das entsprechende Viech durchs Bild schwimmt, batürlich im passenden Gewässer und umgeben von sanfter Hügellandschaft, statt der potthässlichen Müllhalde.
Praktisch wären zwei touchscreen-slider:
einer für Sound und einer für's Bild. Dann lässt sich stufenlos der Anteil zwischen 0% (alles fies aber echt) und 100% (alles super und made by Ai) einstellen. Vielleicht dann noch dual-rec, um daheim bei Bedarf eine neue Mischung zwischen dem Backup (fiese Originalaufnahme) und der sendefähigen bereinigten Fassung herstellen zu können.
Falls das Zeug dann niemand sehen will lassen sich (siehe spotify) einfach per Zusatzabo Zuschauer Bots buchen, die dann auch genügend positive youtube und soc.media Kommentare zum neuen Meisterwerk raushauen ...
ruessel hat geschrieben: ↑So 01 Mär, 2026 11:39
Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der erste Mainstream-Kamerahersteller generative KI direkt in seine Gehäuse presst. Doch wie ein aktueller und sehr pointierter Kommentar bei PetaPixel warnt: Wer das als Erster macht, wird es bitter bereuen. Die Vorboten dieses Desasters sind bereits da. Nehmen wir Caira (früher bekannt als Alice Camera): Deren Integration von Googles „Nano Banana“ in eine Micro-Four-Thirds-Kamera erntete in der Community eine Mischung aus Ekel und Verachtung. Die Angst, dass eine ganze Generation nur noch „gefälschte Erinnerungen“ produziert, sitzt tief.
Das ganze ist von einem Clickbait-Artikel von Petapixel abgeschrieben. Vor allem in Fotoamateur-Kreisen scheint es jetzt so eine Haltung zu geben, dass Fotografie mit Kameras "echte" Fotografie ist und Smartphonefotografie sowie sonstige KI-gestützte Bilderzeugung Fake-Fotografie. Also, ironischer- und widersprüchlicherweise, Digitalkamerafotografie als gewissermaßen neue Analogfotografie, bzw. das Äquivalent zur Akustikgitarre und zum Montblanc-Füller.
Dabei wird natürlich geflissentlich übersehen, dass heute sämtliche Kameraautomatiken (AF, Gesichtserkennung, Belichtungsautomatik, Auto-Weißabgleich) auf KI-Machine Learning basieren und gerade deswegen in den letzten Jahren soviel besser bzw. zuverlässiger geworden sind, und dass bei Debayering und Entrauschen (siehe z.B. Adobes AI Denoise und DxOs DeepPrime) dank KI heute viel bessere Bildqualität selbst in extrem hohen ISOs und mit einfacherer Sensortechnik möglich ist.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip
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