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Star Trek: Discovery - 3.Staffel



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Gabriel_Natas
Beiträge: 538

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von Gabriel_Natas » Mi 25 Nov, 2020 15:43

SF kann auch nur Gerede sein. - Die beste TNG Folge ist "The Inner light" / Das zweite Leben - eine Folge ohne Explosionen, Kämpfe oder ähnliches, sondern Picard, der ein gewöhnliches Leben in einer Alienziviliasation durchlebt.

Ich fand besonders die Szenen zwischen Stamets und Adira gut und berührend. Gute Charaterisierung der Beiden und eine Vertiefung von Stamets Character, die bisher gefehlt hat.
Gleichzeitg hat Staffel 3 auch wieder strukturelle Probleme, die auch zu diesen einzelnen Problemen hier führen:

Wohin geht die Reise?
Wir sind jetzt bei Folge 6, die Hälfte der Staffel ist rum und wir wissen nicht, wohin die Reise geht. Folge 1 und 2 war so, ok, wir suchen die Föderation. In Folge 5 haben wir sie gefunden. Aber irgendwie auf eine unbefriedigende Weise - als ob es zu einfach und zu schnell geschehen ist. Folge 6 - jetzt wird der Burn aufgebaut?
Es fehlt Episodenübergreifend jegliche Form von Spannungsbogen.

Wenn man so eine Serie baut, die eine durchgehende Geschichte erzählt, müsste die Struktur eigentlich klar sein:
Folgen 1-3 - 1. Akt, Einführung in die Prämisse, Ende Folge 3: Das Ziel sollte Klar sein. Folgen 4 bis 9 - Spannung steigt, unsere Crew nähert sich dem Ziel, es gibt Hindernisse, es kann den ein oder anderen Twist geben, am Ende von Folge 9 sitzen sie dann ganz großer in der Klemme, es sieht düster aus, können unsere Helden es schaffen? Folgen 10 bis 12 sind dann das große Finale.

Das haben wir in der dritten Staffel bisher nicht. Wir haben bisher 6 Folgen, die alle sehr, sehr lose miteinander verbunden sind. Ich meine, es ist ein bisschen, wenn man die Augen zusammenkneift, so ein klitzekleines bisschen das Enterprise Staffel 4 Modell: Wir machen eine Storyline, die 2-3 Episoden anhält, quasi Spielfilmlange Geschichten. Dann könnte man sagen: Finden der Föderation Folgen 1-5. Folge 6-??? - was ist der Burn?
Aber die Folgen sind zu sehr voneinander entkoppelt, es gibt diesmal gar keinen Folgenübergreifenden Spannungsbogen, gleichzeitig ist es eine fortlaufende Geschichte.
Ich hab hier wieder das Gefühl, dass hier die erste Drehbuchfassung direkt verfilmt wurde, ohne dass sich jemand die Mühe gemacht diese zu überarbeiten und zu einer konsistenten Story zu machen.
Gleichzeitig find ich die einzelnen Episoden bisher besser, als den durchschnitt der Folgen von Staffel 1 und 2.




iasi
Beiträge: 16569

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von iasi » Mi 25 Nov, 2020 16:34

Gabriel_Natas hat geschrieben:
Mi 25 Nov, 2020 15:43
SF kann auch nur Gerede sein. - Die beste TNG Folge ist "The Inner light" / Das zweite Leben - eine Folge ohne Explosionen, Kämpfe oder ähnliches, sondern Picard, der ein gewöhnliches Leben in einer Alienziviliasation durchlebt.
Nun - du sprichts über Spannungsbogen bei der Staffel, dann solltest du dir aber eben doch auch die Spannungs- und Handlungsbogen bei S3E6 ansehen. Und eben auch die filmische Gestaltung der einzelnen Szenen. Und dann vergleich das mal mit "The Inner light".

Ein Episodenende, das aus 15 Minuten recht zusammenhanglosen Dialogen besteht, die keiner Handlung mehr folgen. Sie haben zudem ziemlich wenig, mit dem mageren Handlunggerüst der Folge zu tun. Das hat mehr von einer Soap Opera - inkl. dem Musikteppich, den du z.B. bei TNG nicht hast.
Vor allem sind die Dialoge von einer solch öden bildlichen Gestaltung, ...




hexeric
Beiträge: 146

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von hexeric » Mi 25 Nov, 2020 16:46

discovery war ab s01e03 grottenschlecht. aus. verliert sich wie the expanse.




Funless
Beiträge: 4305

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von Funless » Mi 25 Nov, 2020 20:20

@Gabriel_Natas

Wow, also zuallererst ein fettes Danke meinerseits für deine ausführlichen Anmerkungen und auch für deine Gedanken was man aus deiner Sicht hätte man vielleicht anders/besser machen können. 👍

Ich will garnicht auf alle einzelnen Punkte von dir eingehen, denn im Großen und Ganzen stimme ich dir da zu.

Erwähnenswert, respektive hervorhebenswert finde ich den von dir angesprochenen Makel, dass sowohl in Discovery, als auch in Picard versucht wird pro Staffel eine einzige durchgehende Geschichte zu erzählen.

Weshalb man überhaupt auf die Idee kam beim Franchise Star Trek solch einen Weg einzuschlagen, darüber kann wohl nur spekuliert werden.

Ich persönlich vermute, dass es den beiden Serien wohl ein gewisses erzählerisches „Niveau“ verleihen sollte um sich von „Serienmassenware“ wie Navy CIS oder Law & Order, etc. abzugrenzen. Wahrscheinlich werden die sich bei CBS gedacht haben was bei Breaking Bad oder True Detective funktionierte, muss doch bei Star Trek ebenfalls funktionieren.

Nur wurde eben nicht bedacht, dass bspw. Breaking Bad und True Detective reine Serien des Genres „Drama“ sind, Star Trek jedoch war noch nie pures Drama Genre, die (im Vergleich zu der Gesamtzahl von Episoden) Handvoll TOS/TNG/DS9/VOY Episoden die dem Drama Genre affin waren, bei denen entwickelte sich das aus der Geschichte der jeweils einzelnen Episode, dennoch blieben sie vom Grundgerüst her Anthologieserien.

Hätte CBS bei Discovery das Konzept der weitestgehenden Anthologie angewendet wäre IMHO das Ergebnis insgesamt wohl befriedigender gewesen.
MfG
Funless

Leonidas hat geschrieben:THIS!! IS!! SPARTA!!




iasi
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Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von iasi » Do 26 Nov, 2020 12:24

Die einzelnen Folgen sind im Vergleich zu anderen Serien nun mal schlecht geschrieben und umgesetzt.

Zudem sind sie auch noch schrecklich einfallslos.

S3E6 ... Was geschieht? Die beiden Frauen fliegen mal eben zu einem Planten und befreien den Freund und dessen Freunde aus der Sklaverei. Die Art der Befreiung besteht aus ein wenig Herumschießen und Rennen. Das ist dann auch so schnell erledigt, dass am Ende 15 Minuten lang in Schuss-Gegenschuss-Dialogen die Zeit herumgebracht werden muss.

Vergleicht man das mit z.B. Westworld, so wird auch schnell klar, wie handlungsarm die Episoden sind.




iasi
Beiträge: 16569

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von iasi » Fr 27 Nov, 2020 21:57

S3E7
Das war ja nun eher ein Hörspiel, als ein Film. Reiner Dialog. Ansonsten gab es gar keine Handlung. Nicht mal einen Ansatz, wie in den Folgen zuvor.

Hat man den Machern das Budget derart zusammengestrichten, dass es zu mehr nicht reicht, oder können sie es einfach nicht besser.




iasi
Beiträge: 16569

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von iasi » So 29 Nov, 2020 19:41

S3E7
Jetzt mal konkret die Szenen:
1. Spaziergang durch die Discovery mit Off-Monolog
2. Dialog zw. 2 Personen im Bett
3. Dialog zw. 2 Personen irgendwo in der Discovery
4. Dialog zw. 3 Personen irgendwo mit blauem Hintergrund
Vorspann
4. weiter geht´s mit dem Dialog
5. wieder kurzer Spazierungang mit Off-Monolog
6. Dialog zw. 2 Personen in einem Discovery Wohnzimmer mit Spock-Monolog-Einspieler
7. Dialog zw. 2 Personen irgendwo in der Discovery
8. Ansprache auf Deck, dann Sporen-Sprung und Ankunft
9. Begrüßungsblabla auf Deck mit Hologramm-Übertragung, dann Dialog zw. 2 Personen
10. Begrüßung im Transporterraum, dann Dialog zw. 3 Personen.
11. Dialog im Transporterraum zw. 2 Personen
Zwischenbemerkung: Bisher hat uns die Kamera abgesehen vom Sporen-Sprung nichts erzählt.
12. Spaziergang mit Dialog zw.2 Personen
13. Spaziergang mit Dialog zw.2 Personen
12. Fortsetzung: Spaziergang mit Dialog zw.2 Personen
14. Zeremoniegekasper mit anschließendem Dialog zw. mehreren Personen
Halbe Stunde ist rum.
15. Dialog im Sporen-Kämmerchen zw. 2 Personen (Ort spielt inhaltlich auch hier keine Rolle.)
16. Dialog im Gang zw. 2 Personen
17. Langer Dialog zw. mehreren Personen im Zeremoniekaspertheater.
Abblende
18. Dialog im Wohnzimmer zw. 2 Personen
19. Sporenantriebsdeck - Dialog zw. mehreren Personen
20. Dialog zw. 2 Personen vor einem Fenster
21. Dialog zw. 2 Personen - irgendwo in der Discovery

Und das war´s. Die Orte sind belanglos. Alles spielt sich nur in den Dialogen ab, denn es gibt sonst keine Handlung, die auf visueller Ebene transportiert wird.
Der ganzen Episode könnte man auch folgen, ohne auf den Bildschirm zu blicken - also hörspielgeeignet. Es passiert schlicht nichts, was ein Hinsehen erforderlich machen würde.
Da bietet ja eine Folge von Two and a Half Men mehr Filmsprache.

SF? Wo denn?
Star Trek? Es gibt keine Enterprise-Folge, in der auf der Bildebene so wenig geschieht, wie hier. Nichts was man in S3E7 sieht, ist für die Handlung von Bedeutung.




Funless
Beiträge: 4305

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von Funless » Fr 15 Jan, 2021 11:40

Äußerst lesenwerte Review einer Trekkers zu Discovery auf heise.de. Macht auf jedenfall Spaß zu lesen und bringt's IMHO ganz gut auf'n Punkt.
MfG
Funless

Leonidas hat geschrieben:THIS!! IS!! SPARTA!!




Darth Schneider
Beiträge: 6983

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von Darth Schneider » Fr 15 Jan, 2021 11:50

Also mich hat’s gepackt, ich mag die Star Trek Serie mittlerweile, unterhaltend, spannend, gut gespielt, gut gemacht, Interessante neue Figuren....
Was will man mehr...?
Jetzt in 2021 wieder so im Mr. Data Puder Face Style, Senffarbene Kostüme, mit sinnlosem Diskutieren ohne Ende wie in the next Generation ?
Das geht doch heute nicht mehr...
Gruss Boris
Ich werde der dunklen Seite widerstehen und mir die Pocket Pro heute nicht kaufen !




iasi
Beiträge: 16569

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von iasi » Fr 15 Jan, 2021 12:14

Funless hat geschrieben:
Fr 15 Jan, 2021 11:40
Äußerst lesenwerte Review einer Trekkers zu Discovery auf heise.de. Macht auf jedenfall Spaß zu lesen und bringt's IMHO ganz gut auf'n Punkt.
So so - wie eine Star Wars-Serie.
Zuerst solche dämliche Allgemeinplätze und dann naives Klein-klein - oh - die unartige Burnham hält sich nicht an die Regeln und befolgt auch keine Befehle. Auch nur die Wahl des ersten Offiziers erscheint ihm unverständlich und nicht nachvollziehbar. Als ob dies das einzige Logik-Problem war.

Dabei hat es schlicht nichts mit Star Trek zu tun, dass die Handlung der Staffel, die Handlungen der einzelnen Folgen und sogar die einzelner Szenen nur zur Verärgerung der Zuschauer taugten.

Egal was drauf steht. Egal in welchem Universum es spielen soll. Trekie oder nicht. Die Serie ist Schrott.

Dass etwas SF-mäßig aussieht, ist heute kein Hexenwerk mehr.
Man muss Discovery auch nicht mit Orville vergleichen. Wie man Handlung, Dramaturie, innere Logik, Charakterentwicklung etc. besser hinbekommt, kann man aktuell auch bei The Expanse oder American Gods sehen - auch wenn diese ebenfalls nicht perfekt sind und durchaus Schwächen haben.
Wie man´s ähnlich schlecht machen kann, sieht man leider bei der letzten Staffel von Vikings.
Alle diese Serien sehen übrigens toll aus.




Darth Schneider
Beiträge: 6983

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von Darth Schneider » Fr 15 Jan, 2021 14:07

Also ich finde die Entwicklung der Story schon interessant. So was die Föderation, oder besser gesagt, was davon übrig ist, anbelangt.
Wir wissen nicht was sein wird, alles ist offen, quasi wie ein Neuanfang. Das ist doch eigentlich eine ziemlich coole Ausgangslage, für so eine schon etwas inzwischen alteingesessene Idee wie Star Trek.;)
Gruss Boris
Ich werde der dunklen Seite widerstehen und mir die Pocket Pro heute nicht kaufen !




iasi
Beiträge: 16569

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von iasi » Fr 15 Jan, 2021 18:24

Also dieses "Alles ist neu" ist doch keine Ausgangssituation. Das ist doch eher ein unbeschriebenes Blatt.

Die eigentlich Ausgangssituation war:
Die olle Enterprise hat nur den Sporenantrieb als Trumpf.
Und eben: Der Sprit ist abgebrannt.

Einfallsreichtum war aber im Autorenbüro leider verloren gegangen.




Gabriel_Natas
Beiträge: 538

Re: Star Trek: Discovery - 3.Staffel

Beitrag von Gabriel_Natas » Di 02 Feb, 2021 15:01

So, ich hab es endlich geschafft Discovery Season 3 zu Ende zu schauen.
Und ... boah waren die letzten zwei-drei Folgen schlecht.

1. Das große Geheimniss um den Burn oder die haben keine Ahnung wie man eine mehrfolgige Geschichte schreibt

Wie ich befürchtet hatte, das große getue, das große Mysterium um den Burn, als es endlich enthüllt wurde war so ... okay, das war es jetzt? Man hat hier ein mega-Geheimnis von Anfang an aufgebaut und dann ist die Lösung: Ein schreiendes Kind ist es gewesen?

Ich mein, man kann von dem Konzept jetzt halten was man will, aber das große Problem ist auch: Diese Lösung kam aus dem nichts. Nichts, was vorher in dieser Staffel geschehen ist, hat auf diese Auflösung des Burns hingewiesen. Es gab absolut Null-Forshadowing und damit auch absolut Null-Payoff. Das ist wie in einer Krimi-Serie, wenn der Mörder eine Figur ist, die erst in den letzten 5 minuten überhaupt auftaucht und vorher nie erwähnt wird. Ganz schlechtes Geschreibe.
In dieser Staffel, bzw. grundsätzlich für ganz Discovery und auch Picard gilt, dass die Autoren anscheinend keine Ahnung von Set-Up und Pay-Off haben.
In Staffel 2 wurde Arias Hintergrundgeschichte in der gleichen Folge gebracht, in der man sie umgebracht hat - was einfach nur schlecht ist. In einer guten Serie wird etwas in Folge 2 eingeführt, dass dann in Folge 8 oder 10 zu etwas führt. Genauso wie z.B. das Owu (die OPS-Frau) 10 Minuten die Luft anhalten kann. Hätte man das ein paar Folgen vorher eingeführt, wäre das glaubhaft gewesen. So wirkt es, als ob die Autoren der Serie keine Ahnung haben, wie man eine Serie schreibt.

Ich mein, in den ersten Folgen wird ein cooles Sauerstoff-Kraftfeld-Raumanzug-Ding eingeführt, dass die jetzt in der letzten Folge, wo sie zu ersticken drohen, nicht wieder hervorgeholt wird? Da hätte man den perfekten Set-Up gehabt und ihn nicht für einen Pay-Off verwendet.

Genauso Detmers PTSD - das wird groß und kompliziert aufgebaut und dann überwindet sie es in einer Aktion irgendwann in der Mitte, was komplett unrealistisch ist. Das hätte man auch prima für die letzte Folge verwenden können, wo sie es schafft, ihre Angst zu überwinden, weil ihre ganze Crew in Gefahr ist.

Insgesamt kann man über die Struktur von Discovery Staffel 3 sagen, dass die ganzen Episoden weder gut als Einzelepisoden funktionieren, noch als ein zusammenhängender Story-Arc. Die einzelnen Episoden sind so miteiander verwoben, dass man sie sich nicht einzeln anschauen kann, gleichzeitig sind die Verbindungen aber oberflächlicher Natur in das was in einer Folge passiert hat so gut wie keine Auswirkungen auf die Nächste. Alles was in den zweiten Folge passiert hat keine Auswirkungen auf den Rest der Geschichte (außer der eine Kriminelle, der wiederkehrt), alles was in Folge 3 auf der Erde passiert, hat keine Auswirkungen auf den Rest der Geschichte, aus das man einen neuen Charakter mit an Bord holt. Alles was auf Trill passiert hat keine Auswirkungen auf den Rest der Geschichte, außer das man erfährt, wo die Sternenflotte ist usw. usf.
Es ist wie eine Schnitzeljagd, wo zwischendurch Hindernisse sind, die nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben.

Und diese Art und Weise führt uns dann bis zum Ende, zur großen Auflösung des Burns - der, oh große Überraschung, mit nichts zu tun hat, was vorher geschehen ist. Das große Misstrauen, das Trill, Vulkanier, Romulaner gegenüber der Föderation verspüren? Hat nichts mit dem Burn zu tun. Und das war auch so ziemlich das einzige, was man hätte verwenden können, um irgendeine Hintergrundgeschichte für den Burn zu basteln (z.B. Föderation ist korrupt geworden, andere Spezies tun sich zusammen um Waffe gegen Föderation zu entwickeln, es geht schief und der Burn entsteht - oder die Föderation hatte ein geheimes Forschungsprojekt, mit dem sie Dilitihium herstellen wollten, weil sie wussten, dass das Dilithium bald alle geht oder irgendwas in die Richtung). - Eine gute Serie mit so einem Mysterium erkennt man daran, dass man, wenn das Mysterium gelüftet wird, sagen kann: Wow, das hätte ich mir denken können, habe ich aber nicht - aber die ganzen Hinweise darauf sind da und sie ergeben Sinn. Das Ergebnis des Burns ist aber ... so losgelöst von den restlichen Dingen in der Serie, dass sie naja, irgendwie egal sind. Eine verschwendete Gelegenheit.

Und dann die ganze zwischensequenz mit Georgiou - die hatte null Effekt auf die ganze Geschichte. Das Georgiou in die Sektion-31-Serie kommen sollte, ist seit Jahren bekannt, trotzdem hat man sie am Ende von Staffel 2 mit in die Zukunft befördert, was dumm war, weil man sie jetzt wieder in die Vergangenheit befördern musste ... da sieht man, dass keiner der Autoren und Showrunner der Serie anscheinend irgendeinen Plan hat, wie die ganzen Star Trek-Serien aussehen sollen.

Turbolift-Szene

Holy-F*** war die dumm. Wieso ist keiner der ganzen Produzenten, Autoren, Regisseure, Showrunner auf die Idee gekommen, dass es komplett sinnlos wäre, wenn die Turbolifts durch das Schiff in einem gewaltigen leeren raum fliegen, der größer ist, als Discovery selbst. Selbst wenn man es mit irgendeiner Future-Tech erklären würde, die es ermöglicht, dass ein Innenraum größer ist, als er von außen scheint, macht es absolut keinen Sinn, Turbolifts durch eine endlose Leere fliegen zu lassen. Absolut sinnlos.

Fazit

Ich will Discovery mögen, ich will die Serie richtig mögen. Ich mag die gesamte Crew. Es gibt da für mich bisher keinen Neelix oder Wesley-Chrusher-Faktor. Die Zusammensetzung der Crew ist toll, die zwischenmenschlichen Beziehungen find ich gut, auch wenn sie manchmal an Melodrama grenzen, ja selbst wie sich Saru um das arme Kelpian-Kind kümmert fand ich richtig gut (auch wenn es nichts mit dem Rest der Staffel zu tun hatte). Ich fand die Staffel auch besser als Season 1 oder 2, weil es tatsächlich weniger Geballere war, aber die brauchen bessere Autoren und Showrunner - oder die müssen zum Planet-of-the-Week zurückkehren mit in sich abgeschlossenen Folgen, weil das jetztige Team offensichtlich nicht in der Lage ist, einen Story-Arc vernünftig über mehrere Folgen zu verfolgen.

P.S.: Und man merkt auch, dass ich nichts über den "Bösewicht", die Orion-Sklavenhalterin, geschrieben habe, weil sie so komplett belanglos war, irgendwie - abgesehen davon, dass auch wieder die "interne Logik" zerstört wurde, dass sie auf einmal problemlos zu diesem Dilithiumplaneten hatte fliegen können, dann von dort zur Föderation innerhalb von Minuten fliegen konnte und wieder zurück - das macht alles keinen Sinn nach der Logik der Knappheit und der Entfernungen, die in Staffel drei aufgebaut wurden.




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