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Meine Erfahrungen mit Fiverr



Filmen als Beruf: Hier geht´s um Themen wie: Tarifliches, Kundenkommunikation, Abnahmen und wieviel man für bestimmte Aufträge verlangen kann
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klusterdegenerierung
Beiträge: 19568

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 26 Jun, 2020 11:18

Nicht nur das, vielleicht habe ich mich aber auch zu kompliziert ausgedrückt.
In dem Artikel wird ja davon gesprochen was man alles braucht, aber "wenn" man das alles braucht sind die Kosten ja reel und auch für Kunden halbwegs nach vollziebar.

Aber wie oft wird eine Produktionsfirma mit zig Angestellten beauftragt, die garnicht alle mitarbeiten, aber auch alle Hunger haben und am Ende des Tages über ein solches Projekt mit subventioniert werden, denn stillstand darf es nicht geben und entlassen will man auch niemanden.

Insofern finde ich den Artikel auf der einen Seite klar, Kosten muß man eh immer berechnen können, aber auf der anderen Seite ist nicht jeder Kunde erfahren und muß aufgeklärt werden und am Ende des Tages gibt es für jeden ein Konzept.
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Frank Glencairn
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 26 Jun, 2020 12:32

Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 10:45

Auch wenn sie nie wissen können, wer dann tatsächlich erscheint und den Film dreht. Und andere wollen eben ungerne das teure Büro am Kurfürstendamm mitfinanzieren und lassen ihre Filme lieber von einem einzelnen Filmemacher realisieren, wo sie genau wissen, wer da kommt und wie der das macht.
Ich hatte in all den Jahren keinen einzigen Fall, wo ein Client scharf drauf war die Crewmitglieder vorher kennen zu lernen, nur um zu wissen wer da kommt.
Oft genug sind die ja nicht mal am Set, und wie, wer was macht, können die sowieso nicht beurteilen.

Das einzige woran die interessiert sind ist, daß das Ergebnis ihren Erwartungen entspricht, nicht wie, und von wem was gemacht wurde.

Der Kurfürstendamm kommt hauptsächlich zur eigenen Absicherung ins Spiel.
Je protziger ne Firma auftritt, desto mehr Vertrauen hat man zu ihr (auch wenn das natürlich keine Garantie für irgendwas ist). Wenn es der Einzelkämpfer vergeigt, muß man sich danach vom Vorgesetzten dafür verantworten, warum man so eine Ein-Mann-klitsche gebucht hat.

Ist wie mit ner Alexa. Auch wenn die am Set den Geist aufgibt, niemand ist jemals gefeuert worden, weil er ne Alexa gemietet hat.

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 11:18

Aber wie oft wird eine Produktionsfirma mit zig Angestellten beauftragt,
Nicht oft, weil es Produktionsfirmen mit zig Angestellten quasi nicht gibt.
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 11:18

.. die garnicht alle mitarbeiten, aber auch alle Hunger haben und am Ende des Tages über ein solches Projekt mit subventioniert werden,
Wie z.B. in deiner Autowerkstatt, im Supermarkt, im Möbelhaus und eigentlich überall.
Du subventionierst mit deinem Geld da nicht nur die Büroangestellten und die Putzfrau, die nicht an deinem Wagen schrauben, sondern auch das Gebäude, die Heizung, und ALLE anderen Kosten, plus das Haus und die Yacht des Besitzers.

An welcher Stelle ist jetzt irgendwas davon neu? Und warum soll das bei ner Filmproduktionsfirma irgendwie anders sein?
http://frankglencairn.wordpress.com/

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Framerate25
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Framerate25 » Fr 26 Jun, 2020 12:44

Hm, ich kenn das eigentlich so, bei größeren Aufträgen für Agenturen, das Zeit/Ort und Form bestimmt sind, sich zum Termin „alle“ erstmal gegenseitig vorstellen. Also ein zusammengewürfeltes Team was innerhalb zwei Tage den Job durchzieht.
Das klappte bisher immer gut, weil jeder wusste wie‘s läuft und es deutliche Vorgaben seitens CD/AD gab.

Das Catering ist in der Regel meistens der Minuspunkt.
Irgendwie hat wohl jemand ne Norm beschlossen, nur veganes Hippsterfood anzuliefern.
Am leckersten aber an Aufträgen für Handwerksbetriebe/Industrie. Da gibts jedesmal ordentlich Butter auf die Stulle 🤗
Grüßle
FR25 👩‍🎨




klusterdegenerierung
Beiträge: 19568

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 26 Jun, 2020 12:53

Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 12:32
Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 10:45

Auch wenn sie nie wissen können, wer dann tatsächlich erscheint und den Film dreht. Und andere wollen eben ungerne das teure Büro am Kurfürstendamm mitfinanzieren und lassen ihre Filme lieber von einem einzelnen Filmemacher realisieren, wo sie genau wissen, wer da kommt und wie der das macht.
Ich hatte in all den Jahren keinen einzigen Fall, wo ein Client scharf drauf war die Crewmitglieder vorher kennen zu lernen, nur um zu wissen wer da kommt.
Oft genug sind die ja nicht mal am Set, und wie, wer was macht, können die sowieso nicht beurteilen.

Das einzige woran die interessiert sind ist, daß das Ergebnis ihren Erwartungen entspricht, nicht wie, und von wem was gemacht wurde.

Der Kurfürstendamm kommt hauptsächlich zur eigenen Absicherung ins Spiel.
Je protziger ne Firma auftritt, desto mehr Vertrauen hat man zu ihr (auch wenn das natürlich keine Garantie für irgendwas ist). Wenn es der Einzelkämpfer vergeigt, muß man sich danach vom Vorgesetzten dafür verantworten, warum man so eine Ein-Mann-klitsche gebucht hat.

Ist wie mit ner Alexa. Auch wenn die am Set den Geist aufgibt, niemand ist jemals gefeuert worden, weil er ne Alexa gemietet hat.

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 11:18

Aber wie oft wird eine Produktionsfirma mit zig Angestellten beauftragt,
Nicht oft, weil es Produktionsfirmen mit zig Angestellten quasi nicht gibt.
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 11:18

.. die garnicht alle mitarbeiten, aber auch alle Hunger haben und am Ende des Tages über ein solches Projekt mit subventioniert werden,
Wie z.B. in deiner Autowerkstatt, im Supermarkt, im Möbelhaus und eigentlich überall.
Du subventionierst mit deinem Geld da nicht nur die Büroangestellten und die Putzfrau, die nicht an deinem Wagen schrauben, sondern auch das Gebäude, die Heizung, und ALLE anderen Kosten, plus das Haus und die Yacht des Besitzers.

An welcher Stelle ist jetzt irgendwas davon neu? Und warum soll das bei ner Filmproduktionsfirma irgendwie anders sein?
Eben, wegen all dem ist der von Dir verlinkte Artikel nicht nur obsolet, sondern auch nix besonderes, nix neues und immer individuell zu betrachten, genauso wie die Eingangsgeschichte von Matthias auch, kann man nicht über einen Kamm scheren.
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Pianist
Beiträge: 6647

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Pianist » Fr 26 Jun, 2020 13:12

Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 12:32
Ich hatte in all den Jahren keinen einzigen Fall, wo ein Client scharf drauf war die Crewmitglieder vorher kennen zu lernen, nur um zu wissen wer da kommt.
Naja, aber der Auftraggeber möchte doch zumindest wissen, ob derjenige, der da erscheint, sich mit dem Thema auskennt und es angemessen umsetzen kann.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




klusterdegenerierung
Beiträge: 19568

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 26 Jun, 2020 13:18

Ich denke das Problem ist hier, Frank spricht von Film Produktionen wo ganze Trucks anrollen, wir sprechen von Firmen Videos für vielleicht nicht mehr als bis 15K.
Das da nicht 40 Leute dran Teil haben und man sowas gerne mit kleinem Besteck statt mit Produktionsfirma macht, sollte auch klar sein.
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Bluboy
Beiträge: 1591

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Bluboy » Fr 26 Jun, 2020 13:31

Weniger als 15K
Also 12 Videos pro Jahr
macht bei 20 Jahren Berufserfahrung 24o Videos

Was gibts da eigentlich noch für Unsicherheiten bei der Planung und Durchführung `?.




Frank Glencairn
Beiträge: 13167

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 26 Jun, 2020 13:47

Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 13:12
Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 12:32
Ich hatte in all den Jahren keinen einzigen Fall, wo ein Client scharf drauf war die Crewmitglieder vorher kennen zu lernen, nur um zu wissen wer da kommt.
Naja, aber der Auftraggeber möchte doch zumindest wissen, ob derjenige, der da erscheint, sich mit dem Thema auskennt und es angemessen umsetzen kann.

Matthias

Davon wird selbstverständlich ausgegangen. Wenn ne Firma dich anfragt, dann kannst du darauf wetten, daß sie deine Arbeit bereits gesehen haben, sonst würden sie nen anderen anrufen.

Wie machst du das wenn du z.B. einen Klempner brauchst? Läßt du dir da auch vorher nen Lebenslauf zuschicken, um zu sehen ob er sich mit der Materie auskennt?
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 13:18
Ich denke das Problem ist hier, Frank spricht von Film Produktionen wo ganze Trucks anrollen, wir sprechen von Firmen Videos für vielleicht nicht mehr als bis 15K.
Das da nicht 40 Leute dran Teil haben und man sowas gerne mit kleinem Besteck statt mit Produktionsfirma macht, sollte auch klar sein.
Ich glaub der Begriff Produktionsfirma ist hier nicht ganz klar. Das hat überhaupt nix mit dem Budget oder der Anzahl der Crewmitglieder zu tun, sondern mit dem was für das Projekt nötig ist. Ich hab schon Jobs mit 3 Leuten für Produktionsfirmen gemacht, einfach weil dafür nicht mehr nötig waren.
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Pianist
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Pianist » Fr 26 Jun, 2020 14:00

Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 13:47
Wie machst du das wenn du z.B. einen Klempner brauchst? Läßt du dir da auch vorher nen Lebenslauf zuschicken, um zu sehen ob er sich mit der Materie auskennt?
Dieser Vergleich hinkt irgendwie. Erstens weil es sich dabei ja um ein Handwerk handelt, wo alles nach Regeln und Normen erledigt wird, und in unserem Fall geht es ja um eine künstlerisch-publizistische Tätigkeit, bei der es auf die Person des Realisators ankommt, wie er an ein Thema herangeht und es umsetzt.

Beim Klempner ist es auch egal, ob er in einer Schule oder in einem Hotel die Rohre verlegt, das hat auf seine Arbeit keinen Einfluss, während wir ja nicht dafür bezahlt werden, dass wir eine Kamera bedienen können, sondern uns jederzeit in die verschiedenen inhaltlichen Ebenen hineindenken können.

Also damit der Klempner die Waschtischarmatur im Büro eines Inklusionsbetriebes austauschen kann, muss er sich nicht erst mit den Grundlagen der UN-Behindertenrechtskonvention beschäftigen.

Matthias
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Frank Glencairn
Beiträge: 13167

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 26 Jun, 2020 14:03

Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 14:00
.. in unserem Fall geht es ja um eine künstlerisch-publizistische Tätigkeit, bei der es auf die Person des Realisators ankommt, wie er an ein Thema herangeht und es umsetzt.
Der Künstlerische Teil ist hoffentlich bereits erledigt, wenn man am Set erscheint. Am ersten Drehtag darüber nachzudenken wie man an die Sache "herangehen will" scheint mir eher bedenklich.

Ich weiß ja nicht, wie ihr so arbeitet, aber bei mir ist jeder Aspekt, jedes Detail und jede Einstellung lange vor dem Dreh ausgearbeitet und geplant, und mit dem Kunden bis ins kleinste abgesprochen. Der Dreh selbst ist dann tatsächlich nur noch reines Handwerk.
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Funless
Beiträge: 4369

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Funless » Fr 26 Jun, 2020 14:15

Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 14:03
... bei mir ist jeder Aspekt, jedes Detail und jede Einstellung lange vor dem Dreh ausgearbeitet und geplant, und mit dem Kunden bis ins kleinste abgesprochen. Der Dreh selbst ist dann tatsächlich nur noch reines Handwerk.
Genauso kenn' ich das auch nur. Egal wie "groß" das Team der Produktion letztendlich ist.
MfG
Funless

Leonidas hat geschrieben:THIS!! IS!! SPARTA!!




klusterdegenerierung
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 26 Jun, 2020 14:17

Bluboy hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 13:31
Weniger als 15K
Also 12 Videos pro Jahr
Nach meiner Formel wären das weniger als 1 Video pro Jahr.
Witzig wie unterschiedlich man was auffassen kann! :-)
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Pianist
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Pianist » Fr 26 Jun, 2020 14:22

Also bei mir erfolgen natürlich vorab einige Absprachen, meistens im Rahmen eines Telefonates, um ein paar grundsätzliche Dinge festzulegen. Aber letztendlich ist es doch vor Ort immer noch mal ein wenig anders. Und wenn ich erkenne, dass die Geschichte doch anders läuft als vorher gedacht, muss ich ja spontan darauf reagieren. Da nützt es ja nichts, die Realität so hinzubiegen, dass sie ungefähr so aussieht wie im Konzept. Für mich ist es sehr wichtig, dass alles so authentisch wie möglich ist. Ich muss also ständig vor Ort irgendwelche inhaltlichen Abwägungen vornehmen. Und was die Leute mir vor Ort genau erzählen, kann ich ja eh nicht vorher wissen.

Für meine Art von Filmen bringt es jedenfalls nichts, sich vorher irgendwas im Detail auszudenken, was dann der Realität nicht standhält.

Matthias
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Bluboy
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Bluboy » Fr 26 Jun, 2020 14:23

Mit 1 Video für weniger als 15K pro Jahr hab ich natürlich nicht gerechnet ;-)))




klusterdegenerierung
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 26 Jun, 2020 14:27

Wir reden wieder über unterschiedliche Konzepte und Arbeitsweisen.
Frank ist Kameramann in einem vorgeplaten und durchkonzeptionierten Filmset, er bedient die Cam nach Vorgaben mit seinem knowhow.

Frank arbeitet , egal wie groß das Team ist, nach einer Art Drehplan, während Matthias und ich, so verstehe ich das, Teil der Konzeptentwicklung sind und maßgeblich an der Art und Weiße des Filmes beteildigt sind.

Während Frank wie gesagt bekommt was er filmen soll, überlegen wir noch wie wir es am besten Filmen sollen.
Unterschied, wir sind Teil des kreativen Prozesses, Frank ist ausführender eines schon erledigten kreativen Prozesses.
So stelle ich mir das vor.

Wenn das Projekt in die Hose geht war Frank nur der der auf Rec gedrückt hat, wenn bei Matthias und mir was in die Hose geht, dann haben wir es vergeigt.
Finanzieller Unterschied bei den Konzepten, Frank bekommt einen Teil des Budgets fürs Filmen, wir für das Filmen, das Konzept, das Storyboard, das Locationscouting, die Orga, die Meetings and so on.
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Frank Glencairn
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 26 Jun, 2020 15:03

Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 14:22
Also bei mir erfolgen natürlich vorab einige Absprachen, meistens im Rahmen eines Telefonates, um ein paar grundsätzliche Dinge festzulegen. Aber letztendlich ist es doch vor Ort immer noch mal ein wenig anders. Und wenn ich erkenne, dass die Geschichte doch anders läuft als vorher gedacht, muss ich ja spontan darauf reagieren. Da nützt es ja nichts, die Realität so hinzubiegen, dass sie ungefähr so aussieht wie im Konzept. Für mich ist es sehr wichtig, dass alles so authentisch wie möglich ist. Ich muss also ständig vor Ort irgendwelche inhaltlichen Abwägungen vornehmen. Und was die Leute mir vor Ort genau erzählen, kann ich ja eh nicht vorher wissen.

Für meine Art von Filmen bringt es jedenfalls nichts, sich vorher irgendwas im Detail auszudenken, was dann der Realität nicht standhält.
Ja, völlig andere Arbeitsweise halt. Wir haben vorher zig Meetings (nicht am Telefon) mit allen Beteiligten wo das alles detailliert ausgearbeitet wird, und natürlich sind wir vorher auch mindestens einmal an den Locations, eben deshalb, daß es keine Überraschungen gibt, oder irgendwas irgendwie anders ist. Und es ist dabei auch völlig egal, ob es ne Doku, Werbung, Image oder Spielfilm ist - läuft immer nach dem selben Schema ab - Vorbereitung ist alles.

Beispiel: Ich hab vor ner Weile ein paar Müllermilch Commercials gedreht.
Zunächst mal diverse Konzeptionsmeetings mit der Agentur, dann noch eines mit der Müller Werbeabteilung zum Absegnen.
Dann Location Scouting und Besichtigung - ich muß ja wissen was ich an Licht und Grip brauche, Schauspieler Casting, Farb- und Designkonzept umsetzen, Garderobe, Crew zusammensuchen, Dispo, sonstige Organisation, Crafty war ausnahmsweise einfach, weil wir in einem Supermarkt gedreht haben, und uns einfach bedienen konnten.

Am Drehtag wurden dann von den Riggern zwei Stunden vor Drehbeginn, erst mal mit Hilfe eines Steigers die Dachfenster mit jeder Menge Molton abgedeckt, damit wir kein wechselndes Licht haben. Während dessen hat der Rest drinnen aufgebaut. Die Schauspieler wurden geschminkt etc. hätte ich das alles alleine machen müssen, wären wir erst am Nachmittag zum drehen gekommen. Hätte ich die Location nicht besichtigt, wär's Essig mit Molton und Steiger gewesen, und ich hätte wahrscheinlich zuwenig Licht dabei gehabt. Viele unterschätzen völlig die Vorarbeit, die man als DP leisten muß. In jeden einzelnen visuellen und konzeptionellen Aspekt ist man Wochen vorher schon 100%ig involviert. Da is nix mit hinkommen und auf REC drücken.
Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 14:22
Für mich ist es sehr wichtig, dass alles so authentisch wie möglich ist.
Authentisch ist so ziemlich das letzte was ein Client für Werbung/Image/Spielfilm will, das ist "bigger than life" angesagt - ist für mich also kein Thema. Bei Dokus ist es ja quasi automatisch authentisch.
Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 14:22
Und was die Leute mir vor Ort genau erzählen, kann ich ja eh nicht vorher wissen.


Die Leute vor Ort sagen genau das was im Script steht, das hat man ja nicht zum Spaß lange erarbeitet.

Mir scheint daß du eher so ne Art Zufallsfilmen machst, mit ner groben Absparche am Telefon, wo du nicht genau weißt was dich vor Ort erwartet und was genau jemand sagt, und du dann irgendwie Schadensbegrenzug betreibst. Sehr sportlich, kann man machen - mußte ich auch schon machen, kann ich auch wenns sein muß, geht aber meinem Kontrollfreak Character massiv gegen den Strich, deshalb vermeide ich sowas, wenn möglich.
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Zuletzt geändert von Frank Glencairn am Fr 26 Jun, 2020 15:24, insgesamt 3-mal geändert.




klusterdegenerierung
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 26 Jun, 2020 15:10

Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 15:03
Viele unterschätzen völlig die Vorarbeit, die man als DP leisten muß. In jeden einzelnen visuellen und konzeptionellen Aspekt ist man Wochen vorher schon 100%ig involviert. Da is nix mit hinkommen und auf REC drücken.
Das ist aber wohl auch der Größe des Projektes geschuldet.
Wenn ich einen Anruf von der Agentur bekommen hätte, das ich ein Müllermilch commercial drehen soll, hätte ich erst eine neue Pampers gebraucht und dann Dich angerufen was ich machen soll!! :-)))

Bei mir geht es ja eher um Dinge wo Du sagen würdest, oh nä, muß das sein, ich rufe mal den Guido an, ich hab Heute keinen Bock. :-))
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Pianist
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Pianist » Fr 26 Jun, 2020 15:13

Und bei mir wäre schon bei „Müllermilch“ die Sache erledigt gewesen... :-)

Matthias
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 26 Jun, 2020 15:17

Du weißt doch, wird sind moderne Huren unserer Zeit, für wen und was kann man sich nicht mehr leisten, wenn die Familie nach Money schreit! :-)
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 26 Jun, 2020 15:22

Was hast du denn gegen Müllermilch Matthias?
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klusterdegenerierung
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 26 Jun, 2020 15:27

Er denkt wohl wie viele über einige zweifelhafte Darsteller oder zweifelhafte Vergangenheit nach.
Ähnlich wie bei Tom Cruise wahrscheinlich.
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Framerate25
Beiträge: 1402

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Framerate25 » Fr 26 Jun, 2020 15:29

Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 15:03
Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 14:22
Also bei mir erfolgen natürlich vorab einige Absprachen, meistens im Rahmen eines Telefonates, um ein paar grundsätzliche Dinge festzulegen. Aber letztendlich ist es doch vor Ort immer noch mal ein wenig anders. Und wenn ich erkenne, dass die Geschichte doch anders läuft als vorher gedacht, muss ich ja spontan darauf reagieren. Da nützt es ja nichts, die Realität so hinzubiegen, dass sie ungefähr so aussieht wie im Konzept. Für mich ist es sehr wichtig, dass alles so authentisch wie möglich ist. Ich muss also ständig vor Ort irgendwelche inhaltlichen Abwägungen vornehmen. Und was die Leute mir vor Ort genau erzählen, kann ich ja eh nicht vorher wissen.

Für meine Art von Filmen bringt es jedenfalls nichts, sich vorher irgendwas im Detail auszudenken, was dann der Realität nicht standhält.
Ja, völlig andere Arbeitsweise halt. Wir haben vorher zig Meetings (nicht am Telefon) mit allen Beteiligten wo das alles detailliert ausgearbeitet wird, und natürlich sind wir vorher auch mindestens einmal an den Locations, eben deshalb, daß es keine Überraschungen gibt, oder irgendwas irgendwie anders ist. Und es ist dabei auch völlig egal, ob es ne Doku, Werbung, Image oder Spielfilm ist - läuft immer nach dem selben Schema ab - Vorbereitung ist alles.

Beispiel: Ich hab vor ner Weile ein paar Müllermilch Commercials gedreht.
Zunächst mal diverse Konzeptionsmeetings mit der Agentur, dann noch eines mit der Müller Werbeabteilung zum Absegnen.
Dann Location Scouting und Besichtigung - ich muß ja wissen was ich an Licht und Grip brauche, Schauspieler Casting, Farb- und Designkonzept umsetzen, Garderobe, Crew zusammensuchen, Dispo, sonstige Organisation, Crafty war ausnahmsweise einfach, weil wir in einem Supermarkt gedreht haben, und uns einfach bedienen konnten.

Am Drehtag wurden dann von den Riggern zwei Stunden vor Drehbeginn, erst mal mit Hilfe eines Steigers die Dachfenster mit jeder Menge Molton abgedeckt, damit wir kein wechselndes Licht haben. Während dessen hat der Rest drinnen aufgebaut. Die Schauspieler wurden geschminkt etc. hätte ich das alles alleine machen müssen, wären wir erst am Nachmittag zum drehen gekommen. Hätte ich die Location nicht besichtigt, wär's Essig mit Molton und Steiger gewesen, und ich hätte wahrscheinlich zuwenig Licht dabei gehabt. Viele unterschätzen völlig die Vorarbeit, die man als DP leisten muß. In jeden einzelnen visuellen und konzeptionellen Aspekt ist man Wochen vorher schon 100%ig involviert. Da is nix mit hinkommen und auf REC drücken.
Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 14:22
Für mich ist es sehr wichtig, dass alles so authentisch wie möglich ist.
Authentisch ist so ziemlich das letzte was ein Client für Werbung/Image/Spielfilm will, das ist "bigger than life" angesagt - ist für mich also kein Thema. Bei Dokus ist es ja quasi automatisch authentisch.
Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 14:22
Und was die Leute mir vor Ort genau erzählen, kann ich ja eh nicht vorher wissen.


Die Leute vor Ort sagen genau das was im Script steht, das hat man ja nicht zum Spaß lange erarbeitet.

Mir scheint daß du eher so ne Art Zufallsfilmen machst, mit ner groben Absparche am Telefon, wo du nicht genau weißt was dich vor Ort erwartet und was genau jemand sagt, und du dann irgendwie Schadensbegrenzug betreibst. Sehr sportlich, kann man machen - mußte ich auch schon machen, kann ich auch wenns sein muß, geht aber meinem Kontrollfreak Character massiv gegen den Strich, deshalb vermeide ich sowas, wenn möglich.
Die eine oder andere Beschreibung kommt mir seehr bekannt vor! 😉

Fahre niemals an ein großes Set ohne Steiger und genug Molton.
(Wobei blickdichte Packfolie auch ihren Dienst tut)

Umpf....
Grüßle
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Frank Glencairn
Beiträge: 13167

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 26 Jun, 2020 15:43

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 15:27
Er denkt wohl wie viele über einige zweifelhafte Darsteller oder zweifelhafte Vergangenheit nach.
Ähnlich wie bei Tom Cruise wahrscheinlich.
Muß halt jeder selbst wissen, wie viel mimimi er sich leisten möchte.

Ich würde auch mit Tom Cruise drehen - vor allem wenn er wieder mal aus nem Flieger springt :-)
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Pianist
Beiträge: 6647

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Pianist » Fr 26 Jun, 2020 16:20

Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 15:22
Was hast du denn gegen Müllermilch Matthias?
Das Geschäftsgebaren der Müller-Gruppe ist in vielfacher Hinsicht kritikwürdig. Ich fürchte jedoch, dass es kaum einen Lebensmittelkonzern gibt, auf den das nicht zutrifft...

Ich mache übrigens keine „Zufallsfilme“. Aber ich halte es durchaus für eine Leistung, mit minimaler Vorbereitung kleine Filme zu drehen, die genau ihren Zweck erfüllen. Meine Auftraggeber wissen, dass ich immer mit einer funktionierenden Geschichte zurückkomme.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik.




Framerate25
Beiträge: 1402

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Framerate25 » Fr 26 Jun, 2020 17:09

Pianist hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 16:20
Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 15:22
Was hast du denn gegen Müllermilch Matthias?
Das Geschäftsgebaren der Müller-Gruppe ist in vielfacher Hinsicht kritikwürdig. Ich fürchte jedoch, dass es kaum einen Lebensmittelkonzern gibt, auf den das nicht zutrifft...

Ich überlege bei Tönnies anzuklingen! Die brauchen bestimmt bald was tolles...oder den Dauerbrenner Nestle! *duckundwech*
Grüßle
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Frank Glencairn
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Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Frank Glencairn » Fr 26 Jun, 2020 17:23

Framerate25 hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 17:09
..oder den Dauerbrenner Nestle!
Die zahlen wenigstens anständig ;-)
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Framerate25
Beiträge: 1402

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Framerate25 » Fr 26 Jun, 2020 17:25

Frank Glencairn hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 17:23
Framerate25 hat geschrieben:
Fr 26 Jun, 2020 17:09
..oder den Dauerbrenner Nestle!
Die zahlen wenigstens anständig ;-)
Die können sich das ja auch leisten ;)
Grüßle
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handiro
Beiträge: 3259

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von handiro » Sa 27 Jun, 2020 00:11

Und wie billig kriegt man das alles dann auf fiverr ? ;-)
Good-Cheap-Fast....Pick Any 2




Framerate25
Beiträge: 1402

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Framerate25 » Sa 27 Jun, 2020 09:03

handiro hat geschrieben:
Sa 27 Jun, 2020 00:11
Und wie billig kriegt man das alles dann auf fiverr ? ;-)
Ha, ich kann mir schon vorstellen, das es auf besagtem Portal großartige CC gibt.
Aber finde die mal.
Und wie man im Fall -paleface- gesehen hat, sind Rezessionen obsolet, solange man keine persönlichen Referenzen erhalten hat.

Umkehrschluss: Wenn ich einen Anbieter wähle, welchen ich bereits kenne, warum dann über das Portal? 🤷
Grüßle
FR25 👩‍🎨




klusterdegenerierung
Beiträge: 19568

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von klusterdegenerierung » Sa 27 Jun, 2020 10:37

Daniel hat es doch ganz gut zusammen gefasst.

"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Framerate25
Beiträge: 1402

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Framerate25 » Sa 27 Jun, 2020 10:54

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Sa 27 Jun, 2020 10:37
Daniel hat es doch ganz gut zusammen gefasst.

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Gore
Beiträge: 135

Re: Meine Erfahrungen mit Fiverr

Beitrag von Gore » Fr 02 Apr, 2021 19:15

Frank Glencairn hat geschrieben:
Do 25 Jun, 2020 17:35
Pianist hat geschrieben:
Do 25 Jun, 2020 16:56

Erweitern wir mal die Diskussion: Hattet Ihr schon mal den Fall, dass Euch erst im Verlaufe eines Projektes klar wurde, dass Ihr z.B. für Extremisten arbeitet?
Hab ich hab schon geschrieben: "und sogar für die Grünen" ;-)
Frank, you made my day again! :)




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