dienstag_01 hat geschrieben: ↑Fr 01 Mai, 2026 12:24
iasi hat geschrieben: ↑Fr 01 Mai, 2026 11:50
Leonardo war nicht dekadent. Er malte die Mona Lisa und verkaufte sie an einen König.
Und hier zeigt sich der Unterschied:
Im deutschen Kunstsektor (inkl. Filmbranche) lassen sich die Macher für die Herstellung bezahlen - mit dem Geld des Volkes - für eine dekadente Gruppe von "Kunstliebhabern". Und dafür feiern sich die Künstler gemeinsam mit den Kunstliebhabern selbst.
Die Zuschauer werden nicht gefragt, weil sie für dieses Kunst-System nicht von Belang sind.
Du hast recht, Leonardo war nicht dekadent, nur seine Kunst. Denn wir erinnern uns: Kunst, die von vielen finanziert und von wenigen gesehen wird, ist dekadent. (iasi)
Vielleicht ist das aber heutzutage ähnlich, viele Filmemacher würden auf Förderung gerne verzichten, wenn es einen anderen Weg der Finanzierung gäbe. Gibt es aber nicht in D (und in den Nachbarländern ja ebenfalls nicht).
Vielleicht sind sie einfach nur pragmatisch (wie Leonardo).
Da beisst sich die Katze in den ***.
Filmemacher in D gehen natürlich den einfachen Weg - und der heißt Förderung.
Das wenige private Kapital sucht natürlich auch den sicheren Weg: Förderung.
Was die deutsche Filmförderung gebracht hat, ist den Ruf, dass deutsche Filme ihre Kosten nicht einspielen.
Einerseits investiert dann natürlich niemand, andererseits sind die Kinobetreiber nicht gewillt, ihre Leinwände mit Filmen zu bespielen, die keine Zuschauer anziehen.
Letztlich jammern dann die Filmemacher darüber, dass Leute, die die Fördermittel verwalten, diese zuteilen.
Eigentlich wollen deutsche Filmemacher keine Mühen mit der Finanzierung, keine eigenen finanziellen Risiken, aber völlige künstlerische Freiheit und natürlich ein erträgliches Einkommen sowie Catering.
Filmgrößen wie Coppola oder Costner müssen für diese Freiheit volles eigenes finanzielles Risiko eingehen.