Jott hat geschrieben: So 17 Mai, 2026 10:56
Iasi versteht seit Jahren nicht, dass ich KEINE Spielfilme mache und vor allem gar nicht machen will. Das ist eine viel zu kleine Nische im Gesamtkontext der Bewegtbildproduktion. Uninteressant.
Wenn man gar nichts anderes auf den Schirm kriegt, müssen die Scheuklappen schon extrem eng eingestellt sein.
In meiner Welt wird KI schon bei fast jedem Projekt hier und da eingesetzt. Und das wird auch gut bezahlt. Nur so als Bespiel. Und gefilmt wird erfolgreich auch ohne „Cine“-GoPro. Das geht tatsächlich! 😎
Und dennoch tut Jott gerade so, als dürfe man am deutschen Film keine Kritik üben, weil er sich offensichtlich von dem "professionellen Anschein" nur zu gern blenden lässt, in dem er sich doch auch so gerne sonnen wollte.
Gefilmt wird übrigens gerade
nicht "erfolgreich". Tatsächlich ist es so, dass deutsche Filme doppelt so viel an Fördermitteln erhalten, als sie an den Kinokassen wieder einspielen.
Scheuklappen hat derjenige, der solche Zahlen nicht sieht:
Fördervolumen 2025 (ohne die Gebührengelder aus Koproduktionen): 491,73 Mio.€
Verkaufte Kinokarten der 100 erfolgreichsten deutschen Filme: 23.037.796
Durchschnittler Ticketpreis (inkl. 3D- etc. Zuschlägen, die kein deutscher Film einstrich): 10,05 €
Daraus ergibt sich ein Bruttoumsatz von (sehr positiv gerechnet): 231,53 Mio.€.
Du bezeichnest also eine Förderung von 490 Mio.€, die zu einem Umsatz von 230 Mio.€ führt als erfolgreich.
Wenn die deutsche Automobilindustrie in eine Krise gerät, reagiert sie darauf mit Reformen und Innovation. Täte sie dies nicht, würde sie vom Markt schlicht verschwinden.
Ach ja - nun kommst du sicherlich mit dem "Kunst"-Argument.
Nur steht dem gegenüber, dass der deutsche Film international nicht präsent ist und nur von der deutschen Filmbranche mit deutschen Filmpreisen gefeiert wird.
Da werden dann vielleicht mal 3 deutsche Filme von eben dieser deutschen Branche nach Canne geschickt und schon gilt das für Leute wie Jott als Erfolg.
Tja - immerhin hat Deutschland ja auch einen deutschen Film für die Nominierung für den Oscar eingereicht - wow - auch ein großer Erfolg. Und von den 92 eingereichten Filmen kam der deutsche Beitrag sogar in die Vorauswahl.
Aber natürlich darf man über so etwas nicht reden, wenn man nicht selbst einen erfolgreichen Film produziert hat.
Nach Jottscher Logik darf man den Bundeskanzler nur kritisieren, wenn man selbst mal Bundeskanzler war. :)