Tatorte zeichnen sich schon immer dadurch aus, dass sie an Originalschauplätzen gedreht werden.iasi hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 17:33Und warum sehen deutsche Filme dann nicht so aus, dass sie international konkurrenzfähig sind?Jott hat geschrieben: Di 19 Mai, 2026 16:47 "Aber wer sagt, daß es dann automatisch geil aussieht im deutschen Sektor."
Automatisch nicht, aber man munkelt hinter vorgehaltener Hand, dass es hierzulande hervorragende Regisseure und Beleuchter geben soll. Insbesondere für Werbung. Die wissen bestens, was sie wollen, wie es geil aussehen wird und haben kein Problem mit einem Lichtgerüst oder einem Steiger. Das sind Peanuts, und das hat mal überhaupt nichts mit "totem deutschem Film" zu tun. Licht-Continuity ist Basishandwerk für Film/Video (bei Foto ist es egal), darum kümmert man sich sogar im ganz Kleinen (Corporate Videos, One-Man-Shooter).
Aber ich weiß schon, das wird nicht verstanden.
Für den Mißerfolg deutscher Filme ist die komplette Crew verantwortlich, wie sich auch die komplette Crew für einen Erfolg feiern lassen kann.
Ein Tatort wird zum großen Teil an Studiosets gedreht, die dann wie du sagst ausgeleuchtet werden. Und doch sieht dann nach Tatort aus.
"Basishandwerk" ist das Problem. Die Routineausleuchtung.
Sollen die Beleuchter sich doch mal an Originalschauplätzen beweisen, dann lassen sie vielleicht auch die Routinen hinter sich. Erst durch Herausforderungen wächst man.
Und vielleicht hat man dann sogar solch einen Glücksmoment, wie bei der letzten Einstellung von "Die Duellisten". Solch eine Aufnahme hebt den ganzen Film auf eine andere Stufe.
Tatort ist Lokal und fix in der Stadt, in der er spielt verankert. Davon lebt der Tatort zu großen Teilen.
Großartige Sets geben die Budgets gar nicht her.


