Kommerz vs. Kunst, Massenware vs. Einzelprodukt.....Wie innovativ kann Film überhaupt sein? Wie sehr muss er sich am "Markt" orientieren und wie sehr kann er sich befreien? Spannender Impuls über die sogenannte "Kulturindustrie" von Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt
Wieder einmal wird der Eindruck erweckt, dass früher doch alles anderes und besser gewesen sei.
Auch früher gab es Content-Film, der die Kassen füllen sollte.
Und wie früher gibt es auch heute die Produktionen, die etwas neues wagen, weil der finanzielle Erfolg des 15. F&F es ermöglicht.
Ohne die Dark-Knight-Erfolge hätte Nolan nicht das Budget für seine folgenden Filme erhalten und würde nun nicht seinen nächsten Film herausbringen können.
The Searcher ist einer von sehr vielen Western.
Psycho konnte Hitchcock drehen, weil seine anderen Film finanziell erfolgreich waren.
Was sich geändert hat, sind die Verwertungswege - Streamer ersetzen die Vorführungen in kleinen Kinosälen.
Ich habe trotzdem den Eindruck, das überwiegend aus Hollywood nur noch Superhelden oder Computerspielähnliche Bilder kommen....... gähn. Wo sind die echten neuen Kinoklassiker wie "Der Pate", "Sieben", "Apocalypse Now", "Spiel mir das Lied vom Tod", "Der Name der Rose" etc. ??? Ich schaue jetzt mehr franz. Filme, auch nicht alles gut aber oft mehr Tiefsinn in 90 Minuten. Mein Anspruch an das Kino ist schlicht, ich möchte etwas beeindruckter/fröhlicher aus dem Kino kommen als wie ich reingekommen bin. Alles andere ist pure Geldverschwendung.
Bei Sky habe ich mir die letzten Jahre die ganzen alten Klassiker angeschaut, auch beispielsweise die Filme von John Wayne.
Für mich waren viele dieser Filme gut, aber nicht so dass mich die schauspielerische Leistung stark beeindruckt hat.
Gut, damals waren viele Filme mit unglaublich vielen Statisten gefüllt. Gestern habe ich zum ersten Mal "Wer Gewalt sät" (1971) mit Dustin Hoffmann gesehen, einer der Klassiker schlechthin. Ich hatte mir deutlich mehr erhofft, der Film war auch teilweise unlogisch und diese Clique von Säufern und Vergewaltigern wurde nicht so gut dargestellt. Oscar gab es auch keinen dafür. Da habe ich schon bessere Filme von Dustin Hoffmann gesehen, wie bei Papillon (1973).
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