Für mich sind Festivals immer ein Thema. Allerdings geht das mittlerweile ganz schön ins Geld. Die Berlinale versuche ich immer mitzunehmen, aber Cannes nur noch alle zwei bis drei Jahre, bis die Reisekasse wieder Anzeichen von Erholung zeigt. Für das gleiche Geld könnte man auch eine längere Reise durch das Innere Afrikas machen und mit tonnenweise epischem Material zurückkehren. Bei vielen Festivals sind die Übernachtungskosten ohnehin der entscheidende Kostenfaktor, noch viel teurer meistens als die ohnehin teure Akkreditierung. Und dann will man ja mit Gleichgesinnten noch durch die Bars ziehen, die offenkundig versuchen, sich mit saisonal angepassten Cocktailpreisen fürs Gesamtjahr zu sanieren. Venedig habe ich deshalb nur einmal gemacht und sogar weit außerhalb genächtigt, aber hinterher sah mein Konto ähnlich aus wie der Geldbeutel von Passagieren nach einem Zugüberfall, der für die Zugräuber ausgesprochen erfolgreich verlief. Eine Alternative ist, das Programm online zu schauen. Das funktioniert oft erstaunlich gut und ist eine der Segnungen, die uns die Pandemie eingebracht hat - allerdings fehlt das Netzwerken mitsamt Hangovertreffen am Flughafen am Tag danach dabei.
Drushba hat geschrieben: ↑Fr 09 Jan, 2026 18:07
Für mich sind Festivals immer ein Thema. Allerdings geht das mittlerweile ganz schön ins Geld. Die Berlinale versuche ich immer mitzunehmen, aber Cannes nur noch alle zwei bis drei Jahre, bis die Reisekasse wieder Anzeichen von Erholung zeigt. Für das gleiche Geld könnte man auch eine längere Reise durch das Innere Afrikas machen und mit tonnenweise epischem Material zurückkehren. Bei vielen Festivals sind die Übernachtungskosten ohnehin der entscheidende Kostenfaktor, noch viel teurer meistens als die ohnehin teure Akkreditierung. Und dann will man ja mit Gleichgesinnten noch durch die Bars ziehen, die offenkundig versuchen, sich mit saisonal angepassten Cocktailpreisen fürs Gesamtjahr zu sanieren. Venedig habe ich deshalb nur einmal gemacht und sogar weit außerhalb genächtigt, aber hinterher sah mein Konto ähnlich aus wie der Geldbeutel von Passagieren nach einem Zugüberfall, der für die Zugräuber ausgesprochen erfolgreich verlief. Eine Alternative ist, das Programm online zu schauen. Das funktioniert oft erstaunlich gut und ist eine der Segnungen, die uns die Pandemie eingebracht hat - allerdings fehlt das Netzwerken mitsamt Hangovertreffen am Flughafen am Tag danach dabei.
Got it! Darf man fragen, auf welche Netzwerkevents/treffen du so gehst? Nur für mich zur Orientierung was sich lohnt und wo man hin soll/kann.
Nigma1313 hat geschrieben: ↑Sa 10 Jan, 2026 23:57
Got it! Darf man fragen, auf welche Netzwerkevents/treffen du so gehst? Nur für mich zur Orientierung was sich lohnt und wo man hin soll/kann.
Ich bin noch am Überlegen. Die meisten Förderempfänge morgens haben ein gutes Buffet, zum Beispiel Medienboard, Filmstiftung NRW, BKM, FFA etc. Geheimtipps fürs entstresste Frühstück sind auch kleinere Runden von Dramaturgenverbänden oder die Kinderfilmempfänge (KiKA, Kirchenstiftungsdings), überhaupt alles mit Development. Das als Starter in den Tag.)) Filmhochschul-Alumni können okay sein, tischen aber meist nicht so auf. Dafür gibt es wieder ein paar alte Bekannte zu sehen und den neuesten Tratsch. Professioneller und wegen Networking relevanter sind dann IMHO aber die Koprotreffen, sowie Arte, Unifrance, Netflix, Telefilm Canada, die World Sales Sachen etc. und natürlich Premierenempfänge nach dem Screening. Nach dem Q&A bilden sich da meist auch gute Runden. Mal schauen, was dieses Jahr geht. Geplant hab ich noch nicht viel, möchte auch verstärkt Filme sehen.
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