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Bildaufaufbau am Fernseher und bei Kinoprojektoren



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Phkor
Beiträge: 9

Bildaufaufbau am Fernseher und bei Kinoprojektoren

Beitrag von Phkor » Fr 20 Nov, 2020 12:01

Hi,

ich habe bisher nur wirklich positive Erfahrungen mit diesem Forum gemacht. Deshalb bin ich nun auch beigetreten und stelle hier meine zweite Frage:
Es geht um den Bildaufbau am Fernseher (und auf der Kinoleinwand).

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann gibt es an Fernsehern einen Bereich des Bildes, der nicht dargestellt wird (Overscreen). Und wenn ich es richtig recherchiert habe, dann werden nur 575 von den 625 Zeilen (8%) angezeigt (bitte korrigiert mich wenn es falsch ist) da sich irgendeine Kathode neu ausrichten muss.

Nun: In Premiere arbeite ich deshalb eben mit einem Sicheren Bereich, der mir oben, unten und seitlich je 8% des Bildes anzeigt, der abgeschnitten werden wird.
Jetzt frage ich mit aber ob vom Fernseher denn eigentlich nur oben ein Teil des Bildes richtig aufgebaut werden kann oder ob das unten und an den Seiten auch so ist. Denn dann könnte ich ja auch so mit Premiere arbeiten, dass es mir nur oben den abgeschnittenen Teil anzeigt.


Danke für eure Hilfe
Philipp

PS: Achja: Ist das bei Kinoprojektoren auch so, dass der Bildaufbau durch Deinterlacing stattfindet, oder ist es hier auch wie am Computer. Und: Wie ist es eigentlich am Computer, dass dieses Problem mit dem Bildaufbau hier nicht auftritt.




Bluboy
Beiträge: 1283

Re: Bildaufaufbau am Fernseher und bei Kinoprojektoren

Beitrag von Bluboy » Fr 20 Nov, 2020 12:06

Hast Du einen Rohren TV :-((




Phkor
Beiträge: 9

Re: Bildaufaufbau am Fernseher und bei Kinoprojektoren

Beitrag von Phkor » Fr 20 Nov, 2020 12:24

Nein. Tritt das Problem nur bei Röhrenfernsehern auf?




K.-D. Schmidt
Beiträge: 752

Re: Bildaufaufbau am Fernseher und bei Kinoprojektoren

Beitrag von K.-D. Schmidt » Fr 20 Nov, 2020 12:50

Ich glaube, hier will uns einer ver...schen. Wir schreiben das Jahr 2020!




Phkor
Beiträge: 9

Re: Bildaufaufbau am Fernseher und bei Kinoprojektoren

Beitrag von Phkor » Fr 20 Nov, 2020 13:26

Nein. Will ich tatsächlich nicht.
Ich habe ein Fachbuch über Premiere Pro von 2019 und da wird ausführlich auf das Problem eingegangen. Es schien mir auch, als ob das Problem daher rührt, wie das Signal zum Fernseher gelangt. Also wie es von den Fernsehanstalten gesendet und von den Receivern empfangen wird. Und nicht daher wie der Fernseher funktioniert.




nicecam
Beiträge: 1931

Re: Bildaufaufbau am Fernseher und bei Kinoprojektoren

Beitrag von nicecam » Fr 20 Nov, 2020 13:26

Röhrenfernseher schneiden konstruktionsbedingt das Bild immer ab. Sie arbeiten mit Overscan. Flachbildfernseher sind (leider) von Haus aus manchmal auf Overscan eingestellt; den man abschalten kann, aber die Bezeichnungen bei den Herstellern variieren.
Flachbildfernseher können das Bild pixelnativ darstellen.

Ohne Overscan sieht man manchmal allerdings Abschattungen am Rand, wenn bei Reportagen die Gegenlichtblende für die Kamera falsch ausgewählt wurde, bzw. verdreht aufgesetzt war. [ Bei Formel 1 selbst schon gesehen :-) ]

Leider wird man im NLE bis auf weiteres (solange manche noch in die Röhre schauen) TV-sicheren Bereich beachten müssen, (was unschön aussieht auf Flatscreens, da Schriften unten und rechts zu weit vom Bildschirmrand entfernt stehen). Auf Flatscreens kann gerne der TV-sichere durch den Titel-sicheren-Bereich ersetzt werden.
Gruß Johannes




nicecam
Beiträge: 1931

Re: Bildaufaufbau am Fernseher und bei Kinoprojektoren

Beitrag von nicecam » Fr 20 Nov, 2020 13:28

Der Bildaufbau hat mit dem Problem Overscan nichts zu tun.
Gruß Johannes




carstenkurz
Beiträge: 4725

Re: Bildaufaufbau am Fernseher und bei Kinoprojektoren

Beitrag von carstenkurz » Fr 20 Nov, 2020 15:21

Philipp - dieses Handbuch (wie viele andere) enthält Passagen, die früher einmal gültig waren. Spielt heutzutage fast keine Rolle mehr.

Vom Grundsatz her zeigen Kinoprojektoren bzw. Kinoleinwände 100% Bild. Es gibt Ausnahmen, aber die sind explizit Nicht-Standard. Wenn, wird in einigen wenigen Kinos eher seitlich als oben oder unten beschnitten, was für Untertitel also wenig Relevanz hat. Interlace/Deinterlace existiert im Kino ebenfalls im Regelbetrieb nicht. Ausnahme ist im Kino die Zuspielung von Live-Content über SAT-Receiver (Live-Konzerte, Opern, etc.). Das ist aber kein 'Problem', sondern muss halt vom Techniker ordentlich konfiguriert werden.

Viele heutige Fernseher/Flatscreens haben noch eine Overscan Funktion, die ist aber meiner Erfahrung nach in der Mehrzahl der Fälle deaktiviert, es wird also Vollbild, das volle FullHD/UHD Raster angezeigt.

Nichtsdestotrotz muss man Title-Safe immer noch beachten, das steckt auch in etlichen Broadcast-Standards (im Kino übrigens nicht, aber beachten sollte man es trotzdem). Alleine weil es unschön ist, wenn Titel auf der Unterkante des Bildes kleben oder dort durch andere Umstände minimal angeschnitten sind.
and now for something completely different...




Jott
Beiträge: 18605

Re: Bildaufaufbau am Fernseher und bei Kinoprojektoren

Beitrag von Jott » Fr 20 Nov, 2020 21:07

Broadcaster müssen auch heute noch auf Röhrenfernseher Rücksicht nehmen, es gibt noch zu viele. Bei jedem NLE kann man Title Safe-Linien zuschalten, die für TV auch beachtet werden müssen.

In anderen computeraffinen Bereichen (YouTube etc.) hat sich das Thema aber definitiv erledigt.




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