Pianist
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SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Pianist » Sa 12 Jan, 2019 15:17

Schönen guten Tag an alle Mitlesenden!

Gibt es hier Erfahrungen mit dem SELP 18-110 f4? Das ist nun zwar kein Lichtstärken-Wunder, könnte aber an einer FS5 ii genau das Objektiv sein, welches man nutzt, wenn man weiß, dass man vor Ort keine Zeit zum Wechseln hat, und etwas mehr Brennweite benötigt. Ansonsten habe ich mich jetzt dafür entschieden, ein Sigma 18-35 f1.8 über den Adapter MC 11 an die FS5 ii anzuschließen. Mittels Center-Scan-Funktion komme ich mit dem bei HD ja auch schon in den Bereich, den ich für O-Töne benötige, so dass dann auch kein Wechsel nötig ist. Spricht was gegen dieses Objektiv?

Hintergrund: Ich werde mich wohl doch von der Amira verabschieden. Tolle Kamera, tolles Bild - aber auch extrem schwer. Wer einen Assistenten hat, der die Kamera morgens einmal auf ein Stativ, einen Dolly oder einen großen Slider setzt, dem kann das egal sein. Aber ich muss wirklich meine Wirbelsäule entlasten und möchte nicht mehr eine so schwere Kamera über längere Strecken (z.B. zu Fuß auf einer Bahnbaustelle) schleppen. Wenn man mal ganz sachlich rangeht, dann kann eine kleine kostengünstige FS5 ii alles, was die Amira auch kann, und sogar noch mehr. Zeitlupen zwar nur in kurzen Perioden, aber das soll mir reichen. Und jetzt habe ich ein Kaufangebot, welches über den Hersteller läuft, und mich äußerst zufriedenstellt. Meinen Kunden ist das vollkommen egal, womit ich drehe, Hauptsache es kommen schöne Filme raus. Warum soll ich mich also dumm und dusselig schleppen?

Die Anforderung "Schulterkamera" ist heute eigentlich nicht mehr so von Bedeutung, weil ich wohl immer mehr ganz einfach mit der a7 iii und dem Ronin S drehen werde. Auch die Bilder der a7 iii sind schon ziemlich überzeugend. Früher war ich echt kein Sony-Fan, aber die scheinen doch farbmäßig einen großen Sprung nach vorne gemacht zu haben.

Matthias
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Frank Glencairn
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Frank Glencairn » Sa 12 Jan, 2019 15:32

Ich hab von Sony noch nie ne wirklich schlechte Linse gesehen, nicht aufregend oder irgendwie sensationell, aber gute, solide Workhorse Optiken halt.

Selbst mit dem SEL Kit-Objektiv, das mit der FS100 kommt, hab ich ganz erstaunliche Sachen gedreht. Im Prinzip kannst du da nicht viel falsch machen, vor allem bei deiner Art von Arbeit.




klusterdegenerierung
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von klusterdegenerierung » Sa 12 Jan, 2019 16:00

Kann ich garnicht zustimmen, ausser bei der selp1650, die ist toll, aber mein 16f2.8 und das f4 18105 waren echte Gurken und der AF war weit weg von schnell und präzise!

Wobei ich über das 18110 nur gutes gehört habe, allerdings wären mit F4 bei dem Preis etwas zu mau.
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




klusterdegenerierung
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von klusterdegenerierung » Sa 12 Jan, 2019 16:12

Hallo Matthias, habe gerade was gefunden was interessant für Dich sein könnte?
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




Pianist
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Pianist » Sa 12 Jan, 2019 16:51

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Sa 12 Jan, 2019 16:00
Wobei ich über das 18110 nur gutes gehört habe, allerdings wären mit F4 bei dem Preis etwas zu mau.
Naja, also letztendlich geht der Preis im Hinblick auf die Anfangs- und Endbrennweite und die Bedienbarkeit schon in Ordnung. Was wäre denn die Alternative? Dann müsste ich beim Canon CN 7x17 (also 17-120 mm) mit t2.95 bleiben, welches 19.000 EUR kostet und mehr als drei Kilo wiegt.

Der eben zitierte Film zeigt doch eigentlich, dass sowohl das Sigma 18-35 als auch das Sony 18-110 seine Daseinsberechtigung haben.

Matthias
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Jott
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Jott » Sa 12 Jan, 2019 17:52

Na, Pianist, so langsam kommst du ja in 2019 an und merkst, was es so alles gibt.

Das 18-105 (nicht 110) ist das perfekte und leichte (!) Immer-dabei, da es von deinen Sonys elektronisch hingebogen wird und damit eine Null am Preisschild spart. Portokasse, no-brainer, viel Spaß damit. Ist auch völlig zu recht als Kit-Optik mit der FS5 zu haben (dann noch billiger). Nett auch: durchgehende Blende ohne Ramping, Baulänge bei jeder Brennweite gleich. Der Kenner genießt. Und freut sich über sehr guten Autofokus auf der FS5 mit Face Tracking, nicht viel schlechter als bei Canon. Du wirst auf den Geschmack kommen.

Nur nicht vergessen, die Erkennung und Korrektur in den Kameras auch einzuschalten.

Das zehnmal teuerer 18-110 hat in der Praxis nur einen Vorteil: mechanischer Fokus à la Broadcast-Linsen für EB. Will man sich davon nicht trennen, dann halt den Nuller dran an den Preis.
Zuletzt geändert von Jott am Sa 12 Jan, 2019 18:00, insgesamt 1-mal geändert.




rush
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von rush » Sa 12 Jan, 2019 17:57

Sein 18-105er hat er nicht mehr - hat er mir vor einigen Jahren verkauft... Ich mag es als als Allrounder hin und wieder ganz gern.

Das 18-110er ist schon eine andere Liga - besonders auch vom Arbeiten her... Da sind alle Ringe dran wo sie hingehören und man dann damit sehr gut arbeiten - haben viele an den FS7en als Standard - auch ausländische Kollegen.
Zoomservo ist auch Verbessert im Gegensatz zum KB Vorgänger 28-135 oder was das da war...

Evtl ist das Teil aber fast schon zu heavy an einer Fs5
Probieren!
keep ya head up




Pianist
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Pianist » Sa 12 Jan, 2019 18:01

Jott hat gerade das kleine 18-105 mit dem großen 18-110 in einen Topf geworfen, aber ich denke mal, dass seine Einschätzung für beide Optiken gilt. Sicher wird da einiges hingebogen, aber das ist mir ja egal, wenn das Ergebnis stimmt.

Das 18-105, was ich damals als Baustellenobjektiv für meine damalige FS7 angeschafft hatte, war ja ein ganz schlimmes Gerät. Erst ab Blende 8 überhaupt scharf. Ist aber schön, dass es Dir hin und wieder gute Dienste leistet.

Matthias
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Jott
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Jott » Sa 12 Jan, 2019 18:41

Die alte FS7 konnte das 18-105 NICHT korrigieren. Du bist doch eigentlich ein Typ, der noch Bedienungsanleitungen liest? Das 18-105 DARF NICHT ohne elektronische Korrektur verwendet werden.

Du hast jetzt aber andere Sony-Kameras, die für diese Optik vorbereitet sind und sie automatisch erkennen. Und plötzlich geht die Sonne auf. Glaube es oder lass es bleiben! :-)




Pianist
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Pianist » Sa 12 Jan, 2019 19:12

Das sind doch gute Aussichten. Bin gespannt. Wenn man sich das Leben leichter machen kann, dann sollte man das wohl ruhig tun. Wenn die Amira weggeht, werde ich wohl die beiden C300 PL behalten, weil ich hin und wieder mal einzelne Aktionen aus verschiedenen Perspektiven aufnehme.

Ich stelle mir das so vor, dass ich die a7 iii mit dem 24-70 GM, die FS 5 ii mit dem SELP 18-110, das Sigma 18-35, den Adapter und einiges an kleinem Licht und Zubehör in meine längliche Dedolight-Rolltasche mache. Da passen dann auch die kleinen Leuchtenstative rein. Ronin S und ein bisschen Ton in den Rucksack, dann noch mein Sachtler Ace für die linke Hand - damit bin ich dann ziemlich mobil und kann eigentlich alles machen, egal ob ich Auto oder Bahn fahre.

Matthias
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Drushba
Beiträge: 1504

Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Drushba » Sa 12 Jan, 2019 19:23

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Sa 12 Jan, 2019 16:12
Hallo Matthias, habe gerade was gefunden was interessant für Dich sein könnte?
Sigma schöner.
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




iMac27_edmedia
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von iMac27_edmedia » Sa 12 Jan, 2019 21:12

Hm also doch wieder zurück zur FS7 oder FS5 - gut als Bahnfahrer wäre mir die Amira auch zu schwer.
Ich habe die 18110G, seitdem die lieferbar ist, vorher hatte ich die einfachere, die ist aber um längen besser.
Die setzte ich auch gerne an meiner Sony Alpha 6500 ein, mit der Optik bin ich zufrieden, dürfte aber durchaus lichtstärker sein,
da gäbe es schöne Alternaitven wie die Fujinon und ein paar andere Optiken mit Adapter zu E-Mount.




Pianist
Beiträge: 5838

Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Pianist » Sa 12 Jan, 2019 22:16

Ich habe auch über die beiden Fujinon MK nachgedacht, aber da müsste man dann eben öfter mal wechseln. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich bei mir das Meiste zwischen 18 und 50 Millimetern abspielt und dann wieder im richtigen Telebereich. Das wäre dann das Sigma 150 bis 600. Da spielt dann auch die "schlechte" Blende keine Rolle, weil dort, wo ein Rednerpult in einem großen Saal steht, üblicherweise auch genug Licht ist. Somit hätte ich das Fujinon MK 50-135 weggelassen und stattdessen vielleicht eine 135er Festbrennweite genommen.

Von daher nehme ich dann eben das Sigma 18-35, wenn ich eine sehr offene Blende haben möchte, und das SELP 18-110, wenn es mir nicht auf größte Lichtstärke ankommt, dafür aber Objektivwechsel vermieden werden sollen. 110 sind ja auch fast 135. Und wenn ich merke, dass ich gerne öfter mal ein lichtstarkes 135er nehmen wollen würde, dann kommt eben noch das Sigma 135 f1.8 oder das Zeiss Batis 135 f2.8 dazu.

Matthias
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DV_Chris
Beiträge: 3093

Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von DV_Chris » Sa 12 Jan, 2019 22:28

Die Fujinons sind mit das Beste, was man mit E-Mount bekommen kann. Dazu auch die Chrosziel CDM-MK-Z Box.

Ende November haben Sparfüchse jubiliert, weil es ein Set aus beiden MK, der Chrosziel Box und eine Case gab, welches knapp 2.000 Euro günstiger war als die Einzelpreise.




iMac27_edmedia
Beiträge: 967

Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von iMac27_edmedia » Sa 12 Jan, 2019 22:49

bei Rednern mache ich für FS7 oft mal CenterCrop und mit B-Cam noch andere Bilder,




schroedingerskatze
Beiträge: 96

Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von schroedingerskatze » So 13 Jan, 2019 02:33

Lieber Matthias,

die 18-110 an der FS5 (II) wird dich rundherum zufriedenstellen. Wir drehen regelmäßig mit dieser Kombination für den WDR. Lange Tage, weite Reisen (für mich hauptsächlich im Zug). Ein ganz entscheidender Vorteil: der Verbund aus kleinem FS5-Kameraklotz und der langen Optik lässt sich ohne Hilfsmittel sogar recht komfortabel schultern. Machen wir uns nichts vor: das ist weit entfernt vom perfekten Handling der Amira. Aber es lassen sich damit zügig, bequem und ganz traditionell gut stabilisierte Bilder (auch dank des OIS) von der Schulter drehen - diese Option bietet eine 18-105-Kombination nicht. Und sollte das mal nicht nötig oder möglich sein, kommt die Kamera aufs Stativ.

Ich möchte aber auch noch ein paar Worte zu den Fujinon MKs loswerden. Wie hier insgesamt schon einstimmig gesagt wurde: ganz hervorragende Objektive. Ohne Stabilisierung, weniger großer Brennweitenbereich - aber mit technisch und optisch einwandfreier Bildqualität; voll optisch korrigiert, voll manuell bedienbar.

Für Deine Arbeit wäre sicherlich der größte Nutzen, sowohl die Sony- als die Fuji-Optiken zu leihen und jeweils einen Tag intensiv zu testen. Welche Parameter für Dich als Ausschlusskriterien gelten wird sich dann zeigen. Die Preise sind für das, was die Objektive bieten, wirklich günstig. Daran entscheidet sich aber nicht, was Du kaufst. Es ist nur davon abhängig, womit Du dich bei der Arbeit wohlfühlst. Aus Deinen bisherigen Beiträgen sehe ich, wie ähnlich wir uns in vielen Dingen zu sein scheinen. Dass Technik bei möglichst hoher technischer Qualität nicht nur zuverlässig funktionieren muss, sondern man sich damit auch wohlfühlen sollte, klingt ja schon fast esoterisch ;-) Aber ich erahne, dass dieser Unterton in vielen deiner Sätze mitschwingt.

Übrigens ist die Wahl des Sigma 18-35 1.8 ART die absolut Richtige. Du hattest es ja meines Wissens schon mal an der FS7. Trotzdem: rechne damit, dass Du es häufiger nutzen wirst als vermutet. Es ist das Zweitobjektiv bei unseren WDR-Drehs. Und keine Sorge bezüglich der Brennweite in Bezug auf die 18-110 - die Objektive haben beide ihre Berechtigung im selben Kamerakoffer. Sie ergänzen sich ausgezeichnet und es ergeben sich keine Redundanzen. Kurzes Beispiel: dokumentarisches Drehen, O-Töne (wichtige Bilder) mit dem 18-110; ästhetische Einstellungen, scharfe Totalen und (extreme) Close-Ups im Anschluss mit dem 18-35.

Ich wünsche Dir, dass Du von Beginn an die für Dich richtige Entscheidung triffst und künftig nicht nur die Ergebnisse deiner Arbeit davon profitieren, sondern auch der Rücken! :-)




Pianist
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Pianist » So 13 Jan, 2019 10:16

Zunächst mal vielen Dank für diese ganzen sehr ausführlichen Meldungen!

Die beiden Fujinon MK finde ich auch äußerst interessant, weil die so gestrickt sind, wie ich es seit 25 Jahren kenne. Trotzdem komme ich zu dem Ergebnis, dass ich da keinen objektiven Bedarf (welch schönes Wort in diesem Zusammenhang) habe. Denn: Die für mich sehr wichtigen kurzen Brennweiten deckt das Sigma 18-35 sehr lichtstark ab, und mittels Center-Scan (also Zweifach-Extender) bin ich dann mit einem Knopfdruck auch noch in dem Bereich, den ich üblicherweise für O-Töne nutze. Da brauche ich bei Super-35/APS-C so etwa 50 Millimeter. Mit diesem Objektiv kann man außerdem total schön mit Unschärfen spielen und man kann auch extrem nah an die Objekte ran. Wenn ich also komplett Herr der Lage bin und eh alles auf mein Kommando hört, dann ist das praktisch das einzige Objektiv, was ich bei diesem Einsatz benötige.

Bei Einsätzen, wo ich der nichteingreifende Begleiter bin, der für nichts, was passiert, eine zweite Chance hat, dann nehme ich eben das SELP 18-110, mit dem ich auf alle Eventualitäten sofort reagieren kann. Da ist die Blende 4 auch kein Nachteil, weil man in solchen Situationen ja eh nicht mit ganz knappen Schärfentiefen arbeiten würde. Von daher: Mit Sigma 18-35 f1.8 und SELP 18-110 f4 decke ich alles ab, was ich benötige. Das Sigma 150-600 muss ich dann wirklich nur bei Veranstaltungen in größten Sälen mitnehmen. Ein 18-55 und ein 50-135 brauche ich dann nicht. Ich sehe nur einen einzigen Grund, doch mal irgendwann eins zu kaufen bzw. dann auszuleihen: Ich vermute mal, dass ich durch den beim Sigma 18-35 und SELP 18-110 nicht vorhandenen Makro-Hebel ein Problem bei Überdruck bekomme. Aus irgendwelchen mir physikalisch nicht nachvollziehbaren Gründen verändert sich das Auflagemaß genau dann, wenn sich der Luftdruck stark erhöht. Das kann was mit dem Brechungsindex der Luft zusammenhängen. Wenn ich also in einer Tunnelbaustelle bin, die beispielsweise auf zwei Bar aufgeblasen wird, dann muss ich den Makrohebel nutzen, um in der Totalen keine unscharfen Bilder zu bekommen. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit den beiden Objektiven, die sowas nicht haben, nicht möglich ist, dort scharfe Aufnahmen zu kriegen.

Irgendwelches Rigging-Zubehör würde ich erst mal nicht beschaffen, sondern mal schauen, wie gut ich diese Kombination auch mal kurz auf bzw. vor die Schulter bekomme. Vielleicht wird das eher sowas mit Bolex- oder Arri-St-Feeling, wo man an die Rosette mal eine Bruststütze schraubt und dann durch den Hecksucher schaut. Die Modularität der FS5 wird einem da viele schöne Möglichkeiten geben.

Ich denke schon, dass es ein Gewinn an Lebensqualität ist, wenn man nicht ständig eine Elf-Kilo-Kamera durch die Gegend schleppen muss, so gerne ich auch mit ihr gedreht habe.

Matthias
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klusterdegenerierung
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von klusterdegenerierung » So 13 Jan, 2019 12:30

Pianist hat geschrieben:
So 13 Jan, 2019 10:16
und mittels Center-Scan (also Zweifach-Extender) bin ich dann mit einem Knopfdruck
Verstehe ich nicht, kannst Du das mal erklären?
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




Pianist
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Pianist » So 13 Jan, 2019 14:00

Na die FS 5 hat doch wie die FS 7 eine Funktion, wo ich (zumindest, wenn ich in HD und nicht in Vierkah filme) der Kamera befehlen kann, nur den inneren Bereich des Sensors auszulesen. Ähnlich wie ich bei einer Vollformatkamera auf APS-C schalten kann und dann einen Cropfaktor von 1,5 habe. Somit habe ich dann bei der FS 5 und FS 7 einen Cropfaktor von 2,0 und entsprechend einen halbierten Bildwinkel.

Matthias
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r.p.television
Beiträge: 2855

Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von r.p.television » So 13 Jan, 2019 22:44

Pianist hat geschrieben:
So 13 Jan, 2019 10:16

Ich denke schon, dass es ein Gewinn an Lebensqualität ist, wenn man nicht ständig eine Elf-Kilo-Kamera durch die Gegend schleppen muss, so gerne ich auch mit ihr gedreht habe.

Matthias
Das denke ich auf jeden Fall.
Erstens lassen sich solche Kameras auch auf leichtere Stative setzen, auf Gimbals, auf Jibarms mit weniger Gegengewicht.
Und selbst lassen sie sich viel besser in Zwischenhöhen halten wo man für ne Amira fast nur mit Support wie EasyRig arbeiten kann.
Zudem lässt sich die FS5 auch prima schultern. Mit Extension für den Handgriff und ner Akkuplatte hinten liegt die wirklich prima auf der Schulter.

Heute noch 11 Kilo rumzuwuchten wenn man mobil sein will ist ein Idealismus den man irgendwann quittieren muss. Merkst Du ja jetzt.




Pianist
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Pianist » Di 22 Jan, 2019 08:06

Ich habe inzwischen alles in Betrieb und es gibt da eine kleine Sache, die mich wundert:

Das SELP18110 ist schon sehr nützlich, weil es eben diesen relativ großen Brennweitenbereich bietet. Auch der Stabilisator wird sicher mal gute Dienste leisten. Was mich aber wundert: Selbst bei Blende vier ist die Schärfentiefe ziemlich groß. Also erheblich größer als beim Sigma 18-35 f1.8, wenn ich es auf Blende vier einstelle. Hat dafür jemand eine Erklärung? Müsste die Verteilung der Schärfe nicht genau gleich sein?

Matthias
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klusterdegenerierung
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 22 Jan, 2019 08:28

Ist das vielleicht so das Du mit dem Sigma immer mit offener Blende betrachtest, das wären dann ja 1.8, so wie es früher bei analog war und man zum sehen der Tiefenschärfe das Objektiv abblenden mußte?

Dafür gibt es doch bei den Sonys auch einen Modus mit dem Preview, komm gerade nicht auf den Namen.
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




Pianist
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Pianist » Di 22 Jan, 2019 08:36

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Di 22 Jan, 2019 08:28
Ist das vielleicht so das Du mit dem Sigma immer mit offener Blende betrachtest, das wären dann ja 1.8, so wie es früher bei analog war und man zum sehen der Tiefenschärfe das Objektiv abblenden mußte?

Dafür gibt es doch bei den Sonys auch einen Modus mit dem Preview, komm gerade nicht auf den Namen.
Na wir reden hier doch nicht über eine Spiegelreflexkamera mit Springblende. Wenn ich an eine FS5 ii ein SELP18110 und ein Sigma 18-35 über MC11 anschließe, dann sehe ich doch im Sucher immer genau das, was ich vorne gerade mache.

Matthias
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klusterdegenerierung
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 22 Jan, 2019 08:57

Ja, aber es gibt ein setting im Menü der sonys, das wenn Du zb. die Cam auf f10 stellst und dann aber nichts mehr siehst, sich die Cam auf Offenblende umstellt, damit Du was siehst.

Oder geht dies nur im Fotomodus, ist zumindest die gleiche Funktion wie früher einmal?
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




Pianist
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von Pianist » Di 22 Jan, 2019 09:04

Ich könnte mir vorstellen, dass es sowas bei der a7 im Fotomodus gibt, aber doch nicht bei der FS5. Da sehe ich doch immer genau das, was ich auch aufnehme. Wenn ich das Rädchen zur Blendensteuerung drehe, wird das Bild ja auch dunkler. Und im Monitorbild steht ja auch die aktuelle Blende.

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rush
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Re: SELP 18110 G: Erfahrungen?

Beitrag von rush » Di 22 Jan, 2019 09:38

Bokeh unterscheidet sich ja per se schon von Objektiv zu Objektiv - möglich also das die 18-35er Variante bspw mehr Blendenlamellen nutzt und entsprechend bei einer f/4 eine andere Bildhomogänität aufweist als ein Zoom das für einen größeren Brennweitenbereich gerechnet ist... auch der Aufbau der Linsen und die Anzahl dürften sich unterscheiden was jeweils in unterschiedlicher Bildanmutung resultieren könnte.

Und dann wäre noch zu klären welche t stops die beiden aufweisen um womöglich genauere Rückschlüsse daraus ziehen zu können... das ist mir aber auch etwas zu theoretisch und vielleicht können andere da Aufschluss geben welche Faktoren dein Empfinden widerpsiegeln...
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