Onkel Danny
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Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Onkel Danny » Sa 24 Aug, 2019 13:58

Ich mache dann mal den Anfang, meine P6K kam am Anfang der Woche an.

Für alle ungeduldigen, es bleibt (fast) alles beim alten.

Bekanntermaßen hat sie einen anderen Mount und einen größeren Sensor samt einer höheren Auflösung.
Der Mount kam mir genauso entgegen wie die höhere Auflösung.
Jetzt hat man nach debayering auch echte UHD als Detailauflösung.

Die Bedienung, genau wie das Menue und der äußere Aufbau sind identisch zur 4K.

Daraus folgt auch, das mein Zubehör wie der Smallrig Cage ohne weiteres passt. Das nicht alles Zubehör,
ohne Modifikation passt, lässt sich im Netz nachschauen. Die Akkus/SSD's/Karten etc. passen natürlich auch weiter.

Die Kamera ist also eher ein kleines Upgrade, als eine neue Kamera/-Serie.
Das merkt man einfach an vielen Kleinigkeiten, die man hätte verbessern können. Aber es ist nun mal keine Neuentwicklung. BM wird an ihr sicher auch etwas mehr verdienen, da die Änderungen wirklich nur minimal sind. Die Argumente Von BM für eine P6K sind für mich etwas merkwürdig, ich habe aber natürlich nichts dagegen einzuwenden.

Weiterer Vorteil ist, das man sich null umgewöhnen muss, da sich quasi nichts geändert hat.

Die Auflösungsvielfalt ist echt nett. Das es kein 4K RAW Ausschnitt(crop) gibt, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Das es nur 4K PoRes gibt, macht aufgrund der Datenmenge bei PoRes in 6K schon Sinn.
Da die Medien es sonst kaum packen werden sie wegzuschreiben, zumindest bei hohen Frameraten.

Wenn man SSD's nutzen möchte, sollte man darauf achten, das diese intern auf die SATA-6 Schnittstelle setzten.
SSD's mit M.2(NVME) interner Schnittstelle funktionieren an der P4/6K nicht richtig.

Die Adaptierbarkeit ist im Gegensatz zur P4K natürlich geringer, aber PL und Nikon Mount gehen trotzdem.
Bei der P4K haben alle gemeckert, das sie adaptieren müssten und es nervt.
Jetzt bei der P6K, wo es nur noch eingeschränkt geht, meckern wieder alle, das es nicht mehr so geht.

Eines sollte man nicht vergessen, der EF/S Mount hat eine riesige Auswahl an Objektiven und
wird genau wie der MFT Mount auch Morgen noch nicht ausgestorben sein. Und gute Objektive bekommt hier
wirklich hinterher geschmissen. Dafür ist es auch etwas größer/schwerer als bei MFT.
Ein Wechselmount ergibt bei der Preisklasse und Art der Kamera eigentlich keinen Sinn,
so schön es auch gewesen wäre.

Der Autofokus ist ebenfalls gleich geblieben und quasi weiterhin kaum vorhanden.

Eine interne Stabilisierung wäre nett gewesen, leider auch nicht dabei.

Interne ND's wären toll, natürlich auch nicht dabei.

Der Bildschirm ist genauso gut/hell wie bei der P4K und weiterhin leider nicht neigbar/schwenkbar.
Was bei dem Preis durchaus drin gewesen wäre.

Die Tonsektion ist ebenfalls gleich geblieben, auch hier hätte man etwas nachbessern können.

Der Rollingshutter ist auch so weit gleich geblieben.

Die Akkus halten definitiv ein gutes Stück kürzer als vorher. Was aber bei den Datenraten auch verständlich ist.
Die völlig unterschiedlichen Angaben bei der Laufzeit, ergeben sich aus den stark unterschiedlichen
Nutzung/Einstellungen der Kamera. Das war schon bei der P4K so und hat sich ebenfalls nicht geändert.
Der mitgelieferte Akku ist der gleiche, also ohne Chip und hat somit keine Akkustandsanzeige in Prozent.
Daraus folgt, das auch hier die Kamera, irgendwann einfach ausgehen kann.

Hätte man eine USB 3.1 Gen 2 oder gleich 3.2 Schnittstelle spendiert, hätte man mit den Datenraten keine Probleme mehr.
Oder als Apple Fans, hätten sie auch gleich eine Thunderbolt 3 Schnittstelle bringen können.
Leider ist dies auch ausgeblieben.

Wo bei der P4K Resolve 15 genau die richtige Version war,
ist die 16er die richtige für die P6K.

Die Stabilisierung bei Objektiven ist nur dann aktiv, bei einem internen Akku, wenn man auf Rec drückt.
Bei externe Stromzuführung ist der Stabalizer dauerhaft aktiv.

Die Dynamik sowie deren Abstufen ist quasi gleich geblieben. Das Noiselevel ist dank der höheren Auflösung etwas besser.
Die Lowlightfähigkeit ist ebenfalls gleich geblieben.

Tipps: Die gleichen wie schon bei der P4K. Alles was nicht benötigt wird, ausstellen. Genug Akkus parat haben.
Den Ton extern auszeichnen. Genug Speicher bereit haben, intern wie auch extern.
Am besten mit Resolve 16 arbeiten bei BRAW, ProRes außen vor.

Für wen ist die P6K nichts. Für alle die schon kein Interesse an der P4K hatten. Oder nur eine Gimbal Kamera suchen.
Die zu wenig Speicher haben, der Rechner zu lahm ist, die keine EF/S Objektive haben/wollen, Autofokus benötigen.

Wenn noch Fragen sind, einfach raus damit. Gerne auch weitere Erfahrung von anderen.
Aber bitte nicht wieder alles totdiskutieren ;)

greetz




rush
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Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von rush » Sa 24 Aug, 2019 14:10

Danke für Deinen Erfahrungsbericht... Deckt sich ja etwa mit dem Slashcam Test und dem was zu erwarten war. Ist sicher spannend zu lesen für potentielle Interessenten.

Du schreibst das alle über den MFT Mount gemeckert haben? Ist das so? Kann mich in der Tat nicht mehr an all die ursprünglichen Diskussionen vor Release der P4K erinnern - aber mein Gefühl der letzten Monate ist eigentlich das eher viele den adaptierfreudigen MFT Mount begrüßen und sogar gut finden - bis auf die angesprochene fehlende Verriegelbarkeit des Mounts und damit möglicherweise einhergehendes Spiel (je nach Adapter und Objektiv).

Ansonsten bin ich bei Dir... Wer bisher schon unzufrieden mit der P4K war oder unsicher gewesen ist ob sie ihm taugt wird mit der P6K vermutlich kaum besser fahren... Nur weil jetzt möglicherweise der passende Mount für die daheim schlummernden Gläser verfügbar ist wird nicht unbedingt und automatisch einen Benefit davon haben - inklusive der angesprochenen Drawbacks in Hinblick auf höhere Datenmengen/Ressourcen im Schnitt etc...
keep ya head up




wolfgang
Beiträge: 5875

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von wolfgang » Sa 24 Aug, 2019 16:44

Ja ich sehe bei meinem Gerät auch dass die Akkus eine Katastrophe sind. Daueraufnahme bei 6K 50p raw 5:1 nur maximal 24 Minuten möglich, dann sind der mitgelieferte Akku wie auch die Hedbox leer. DAS ist eine echte Schwäche des Gerätes. Na ich rige mir die auch mit vmount.
Lieben Gruß,
Wolfgang




Darth Schneider
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Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Darth Schneider » Sa 24 Aug, 2019 17:11

Was erwartet ihr dann alles ? Das ist eine Cinema Camera, normalerweise gibt’s da gar keinen beigelegten Akku.
Gruss Boris
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Douglas Adams




pillepalle
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Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von pillepalle » Sa 24 Aug, 2019 17:40

@ Darth

Ich glaube den Leuten geht's weniger darum, ob der pupsige Canon Akku dabei liegt, als darum das die Laufzeit mit internen Batterien so gering ist. Gibt zwar mittlerweile auch kleine V-Mount Akkus, aber mit 'Pocket' hat das ja dann trotzdem nichts mehr zu tun. Bei einem modularen System, wie einer Cine-Cam weiss man ja vorher worauf man sich einlässt und das da noch ein paar Teile dran müssen (Sucher/EVF, Speicher, Akku usw) , die die Kamera am Ende größer und teurer machen.

Der Preis ist ja trotzdem noch sehr günstig für das was die Kamera leistet (auch ohne Zubehör). Ich finde eher nachteilig das die Komponenten die in die Kamera integriert sind (wie großes Display, interne Batterie) in der Praxis dann doch nicht richtig taugen. Ist ja auch kein Wunder. Mit einem richtig hellem 5" Display würde der Canon-Akku vermutlich 10 Minuten halten und ein halbwegs solides Schwenkdisplay hätte wohl auch nochmal einiges an konstruktivem Mehraufwand bedeutet. Mir persönlich würde eine Pocket 6K die von vorne herein auf Modularität ausgelegt viel ist besser gefallen. Hätte dann aber vermutlich auch nicht mehr den Preis.

VG




Darth Schneider
Beiträge: 3362

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Darth Schneider » Sa 24 Aug, 2019 17:48

Ich denke die Pocket ist voll und ganz auf Modular ausgelegt, darum gibt es oben und unten je ein Gewinde, und alle nötigen Anschlüsse, aber wenn man möchte kann man halt auch ganz ohne Zubehör damit filmen, mal abgesehen von 6 Akkus und einer Linse braucht man gar nichts.
Das macht doch die Kamera so universell einsetzbar, für verschiedenste Ansprüche.
Abgesehen davon braucht sie den grossen Bildschirm, wegen der Touchscreen Bedienung, wenn er nicht hell genug oder nicht Schwenk und Tiltbar ist, anständige Externe Monitore gibt’s ab 150 €....Auf Wunsch kann die sogar mit den selben LP6 Akkus betreiben, ist doch praktisch.
Gruss Boris
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pillepalle
Beiträge: 1019

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von pillepalle » Sa 24 Aug, 2019 17:55

Ein zusätzliches Zoll Gewinde macht für mich jetzt keine Modularität aus. Davon habe ich bei Bedarf 5 Stück an jedem Kamera-Cage. Aber warum dieses unformige Plastikgehäuse? Da finde ich sowas wie die Z-Cam rein von der Bauweise her schon sinnvoller. Und es eben genau nicht so zu machen wie Red, das nur die eigenen Teile verwendet werden können. Bei einer Run&Gun Kamera, kann ich so ein Gehäuse ja noch verstehen, aber dafür ist die Pocket ohne IBIS und AF auch nicht ideal.

VG




Darth Schneider
Beiträge: 3362

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Darth Schneider » Sa 24 Aug, 2019 18:14

Altbacken, was du da schreibst, an meinem Cage hat es mindestens 50 Schraubgewinde, was ist denn da anders bei anderen CineCams ?
Die Pocket ist eben modular oder auch nicht, je nach den Bedürfnissen der User.
Das bieten andere CineCams nicht, ohne Zubehör filmt man mit einer Red gar nichts, mit der Pocket aber halt schon, und eine 1Kg Linse kann man ohne Probleme daran hängen, auch schwerere Sachen mit entsprechendem Zubehör.
Gruss Boris
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dosaris
Beiträge: 845

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von dosaris » Sa 24 Aug, 2019 18:17

Onkel Danny hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 13:58

Das Noiselevel ist dank der höheren Auflösung etwas besser.
Die Lowlightfähigkeit ist ebenfalls gleich geblieben.
verstehe ich das?

ne, verstehe ich nicht:
bei kleineren Sensel (= höhere Auflösung) wird auch das SNR geringer, nicht besser.

Od wie war das gemeint?




cantsin
Beiträge: 6083

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von cantsin » Sa 24 Aug, 2019 18:24

dosaris hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 18:17

verstehe ich das?

ne, verstehe ich nicht:
bei kleineren Sensel (= höhere Auflösung) wird auch das SNR geringer, nicht besser.

Od wie war das gemeint?
Wenn man von 6K nach 4K runterskaliert statt - wie bei der Pocket 4K - die Sensorpixel 1:1 auszulesen, sinkt durch das Oversampling das Rauschen im 4K-Endresultat. Auch bei (etwas) kleineren Senseln, da ja die Sensoroberfläche insgesamt größer ist und mehr Licht/Bildinformation eingefangen wird.




pillepalle
Beiträge: 1019

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von pillepalle » Sa 24 Aug, 2019 18:34

@ Darth

Was ist denn daran altbacken? Du hast mit dem Zollgewinde (als Beweis für Modulärität) angefangen ;) Es geht einfach darum, es lieber gleich ganz weg zu lassen anstatt Schrott einzubauen, oder die Bauform einer Hybridkamera zu nehmen, wenn es keine Hybride ist und auch nicht so genutzt werden kann. Wäre z.B. kein Monitor dran (oder nur ein kleiner) wäre die Cam auch kleiner und jeder könnte sich jeder selber aussuchen, ob er sich einen billigen, oder einen ganz teuren dran schraubt.

VG




iasi
Beiträge: 13126

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von iasi » Sa 24 Aug, 2019 18:43

Bei einer Kamera, die einen Akku in weniger als einer halben Stunde leer zieht, ist der Batterieschacht unten keine gute Lösung. Der Akkuwechsel wird dadurch zur Ab- und Anschrauborgie.
Das Display ist nicht Fisch, nicht Fleisch.
...

Die Bauform ist schlicht nicht ideal für Filmzwecke.




Darth Schneider
Beiträge: 3362

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Darth Schneider » Sa 24 Aug, 2019 18:47

Mit altbacken meine ich nur, wenn die CineCams nicht wie andere CineCams wie ein Metallquader aussieht ist es keine CineCam Blödsinn.
Die 2 Schraubgewinde braucht es doch aber zwingend wenn man ein Cage und somit weiteres Zubehör stabil anbringen will und den grossen Bildschirm braucht die Pocket halt für die Bedienung. Ich bediene die Kamera zu 80 Prozent über den Touchsreen, das ginge doch ohne den internen Monitor gar nicht. Das der so gross ist gefällt mir auch, man kann das Bild beurteilen darauf, im Gegensatz zu den Canon, Pana und Sony Hybridcams.
Was das Plastikgehäuse angeht, es ist stabil und mit dem Cage mit Handgriff und einer nicht mal leichten Samjang Linse, mit Mikrofon und Akku, komme ich auf knapp 2Kg...Das empfinde ich als Vorteil.
Gruss Boris
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Zuletzt geändert von Darth Schneider am Sa 24 Aug, 2019 18:58, insgesamt 1-mal geändert.




pillepalle
Beiträge: 1019

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von pillepalle » Sa 24 Aug, 2019 18:52

Darth Schneider hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 18:47
...und den grossen Bildschirm braucht die Pocket halt für die Bedienung. Ich bediene die Kamera zu 80 Prozent über den Touchsreen, das ginge doch ohne den internen Monitor gar nicht.
Na ja, ginge schon... mit so exotischen Anbauten wie Schaltern und Knöpfen am Gehäuse. Aber vermutlich wäre das mittlerweile sogar teurer als ein Touchscreen :) Auch ein kleinerer Monitor wäre denkbar, wenn man nicht drauf verzichten will. Ist ja nicht so das sich andere Kameras mit kleinerem Touchscreen überhaupt nicht bedienen ließen.

VG




Frank Glencairn
Beiträge: 9305

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Frank Glencairn » Sa 24 Aug, 2019 19:01

Onkel Danny hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 13:58

Die Auflösungsvielfalt ist echt nett. Das es kein 4K RAW Ausschnitt(crop) gibt, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Dann denk nochmal drüber nach warum raw und skalieren nicht funktionieren kann - womöglich geht dir ja noch ein Licht auf.
Onkel Danny hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 13:58

Hätte man eine USB 3.1 Gen 2 oder gleich 3.2 Schnittstelle spendiert, hätte man mit den Datenraten keine Probleme mehr.
Oder als Apple Fans, hätten sie auch gleich eine Thunderbolt 3 Schnittstelle bringen können.
Leider ist dies auch ausgeblieben.
Da die Schnittstelle immer noch schneller ist als die Datenraten, gibt es auch jetzt kein Problem.
pillepalle hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 17:55
Aber warum dieses unformige Plastikgehäuse?
Weil sonst wieder alle jammern, daß man den unförmigen, unergonomischen Quader gar nicht richtig halten kann, und erst mal alles mögliche an Griffen und Zeug dran schrauben muß, was denen dann wieder zu umständlich und unhandlich ist.

pillepalle hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 17:55
... aber dafür ist die Pocket ohne IBIS und AF auch nicht ideal.
Wer IBIS und AF braucht weil er die Kamera einhändig durch die Gegend schwenken will und mit Manuellem Fokus überfordert ist, gehört eindeutig nicht zur Zielgruppe und bei der Pocket an der falschen Adresse.




cantsin
Beiträge: 6083

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von cantsin » Sa 24 Aug, 2019 19:06

Frank Glencairn hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 19:01
Onkel Danny hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 13:58

Die Auflösungsvielfalt ist echt nett. Das es kein 4K RAW Ausschnitt(crop) gibt, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Dann denk nochmal drüber nach warum raw und skalieren nicht funktionieren kann - womöglich geht dir ja noch ein Licht auf.
Onkel Danny schrieb von crop (bzw. Windowing), nicht von Skalieren.

Warum das nicht geht, ist in der Tat etwas seltsam. Da könnte durchaus noch etwas per Firmware-Update nachgeliefert werden. Auch die Pocket 4K kriegt ja noch 1"/s16-Windowing in BRAW mit der nächsten Firmware spendiert.




mash_gh4
Beiträge: 2943

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von mash_gh4 » Sa 24 Aug, 2019 19:15

cantsin hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 19:06
Warum das nicht geht, ist in der Tat etwas seltsam.
derartiges kann auch durch den sensor bedingt sein. dort stehen oft nicht die notwendigen auslesemodi zur verfügung, um all diese ungewöhnlichen benutzerwünsche abzudecken. das lässt sich dann natürlich auch nicht durch nachträgliche firmwaremodifikationen ändern.




iasi
Beiträge: 13126

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von iasi » Sa 24 Aug, 2019 19:26

Frank Glencairn hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 19:01
Onkel Danny hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 13:58

Die Auflösungsvielfalt ist echt nett. Das es kein 4K RAW Ausschnitt(crop) gibt, ist für mich nicht nachvollziehbar.
Dann denk nochmal drüber nach warum raw und skalieren nicht funktionieren kann - womöglich geht dir ja noch ein Licht auf.

Deinen Einwand verstehe ich jetzt nicht.
Was spricht denn gegen einen 4k-Crop?
Es war doch gar nicht die Rede von Herunterskalieren.




Frank Glencairn
Beiträge: 9305

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Frank Glencairn » Sa 24 Aug, 2019 19:42

Yup. hab ich überlesen - mea culpa.




rdcl
Beiträge: 448

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von rdcl » Sa 24 Aug, 2019 20:02

pillepalle hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 18:34
@ Darth

Was ist denn daran altbacken? Du hast mit dem Zollgewinde (als Beweis für Modulärität) angefangen ;) Es geht einfach darum, es lieber gleich ganz weg zu lassen anstatt Schrott einzubauen, oder die Bauform einer Hybridkamera zu nehmen, wenn es keine Hybride ist und auch nicht so genutzt werden kann. Wäre z.B. kein Monitor dran (oder nur ein kleiner) wäre die Cam auch kleiner und jeder könnte sich jeder selber aussuchen, ob er sich einen billigen, oder einen ganz teuren dran schraubt.

VG
Um die Kamera "richtig" zu benutzen muss sie geriggt werden, wie jede Cine-Cam. Sie bietet dir aber optional auch die Möglichkeit, einfach eine Linse dran zu packen und los zu filmen. Warum ist das jetzt etwas negatives?




Darth Schneider
Beiträge: 3362

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Darth Schneider » Sa 24 Aug, 2019 20:05

1300 € ist nicht so viel Geld, und einen zweiten Body können viele Filmer doch gut gebrauchen, also wer neben 6K noch 4K RAW braucht kauft halt die ganz einfach eine 4KPocket dazu.
Gruss Boris
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iasi
Beiträge: 13126

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von iasi » Sa 24 Aug, 2019 21:27

Darth Schneider hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 20:05
1300 € ist nicht so viel Geld, und einen zweiten Body können viele Filmer doch gut gebrauchen, also wer neben 6K noch 4K RAW braucht kauft halt die ganz einfach eine 4KPocket dazu.
Gruss Boris
Ganz schöner Aufwand im Vergleich zu einer kleinen Firmwareanpassung.




freezer
Beiträge: 1633

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von freezer » Sa 24 Aug, 2019 21:46

cantsin hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 19:06
Frank Glencairn hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 19:01


Dann denk nochmal drüber nach warum raw und skalieren nicht funktionieren kann - womöglich geht dir ja noch ein Licht auf.
Onkel Danny schrieb von crop (bzw. Windowing), nicht von Skalieren.

Warum das nicht geht, ist in der Tat etwas seltsam. Da könnte durchaus noch etwas per Firmware-Update nachgeliefert werden. Auch die Pocket 4K kriegt ja noch 1"/s16-Windowing in BRAW mit der nächsten Firmware spendiert.
Von Kristian Lam (BMD Produktmanager):
Since the pixel pitch of the Pocket Cinema Camera 6K is smaller, the 4K DCI crop on the Pocket Cinema Camera 6K will actually be more cropped in than 4K DCI on the Pocket Cinema Camera 4K.

We've maximized the formats on the Pocket Cinema Camera 6K for the greatest FOV and frame rates possible, so wouldn't it be better to shoot at 5.7k which is 17:9 (to match 4K DCI's aspect ratio) and also get the benefit of oversampling when delivering in 4K DCI?
Quelle

Von daher scheint es so, als wären sie der Meinung gewesen, dass dieser Modus nicht benötigt wird bzw. nicht soviel bringt. Möglicherweise rüsten sie den noch nach, wenn die Funktion entsprechend nachgefragt wird.
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com




pillepalle
Beiträge: 1019

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von pillepalle » Sa 24 Aug, 2019 21:52

rdcl hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 20:02
Um die Kamera "richtig" zu benutzen muss sie geriggt werden, wie jede Cine-Cam. Sie bietet dir aber optional auch die Möglichkeit, einfach eine Linse dran zu packen und los zu filmen. Warum ist das jetzt etwas negatives?
Das hast Du doch gerade Selber gesagt warum das negativ ist...
rdcl hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 20:02
Um die Kamera "richtig" zu benutzen muss sie geriggt werden, wie jede Cine-Cam.
Du kannst zwar eine Optik dran machen und los laufen, aber dafür ist die Kamera eigentlich ziemlich ungeeignet. Sie hat weder die Masse noch die Bauform um sie als Schultercam zu benutzen. Und als Fotoapparat, wo die Form vielleicht Sinn machen würde, taugt sie auch nicht wirklich. Also warum diese Bauform? Auch andere Spiegellose/DSLRs sind nicht ideal zum Filmen, aber mit denen kann man wenigstens Fotografieren und damit erklärt sich auch warum sie so aussehen wie sie aussehen. Sie sind ein Kompromiss mit denen man beides machen kann. Aber Blackmagic geht den freiwillig ein, obwohl es gar nicht nötig gewesen wäre... ich find's irgendwie unlogisch.

VG




Darth Schneider
Beiträge: 3362

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Darth Schneider » Sa 24 Aug, 2019 22:03


Best Rewiew so far
Gruss Boris
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




wolfgang
Beiträge: 5875

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von wolfgang » Sa 24 Aug, 2019 22:16

Ich verstehe nicht warum es einigen so schwer fällt den Wunsch vieler Anwender zu akzeptieren, dass sie eben auch in der Pocket 6K gerne einen braw Modus für UHD und DCI 4K gehabt hätten. Wenn das mit cropping gelöst wäre - ja warum den nicht? So etwas bietet auch die 5.7K EVA1, dort hat man als User eben die Wahl.

Aber einige hier scheinen so einen Anwender-Wunsch geradezu als persönliche Beleidigung zu erleben. Warum nur?

Es ist auch nicht erforderlich überhaupt zu begründen, dass eine Aufnahmedauer von 24 Minuten bei 6K 50p schlicht und ergreifend unakzeptabel kurz ist. Nein, nicht wegen des Akkuwechsels - der eh mit dem Smallrig Cage schnell geht. Sondern wegen der erzwungenen Unterbrechung die dadurch entsteht. Wäre es so schwer gewesen hier ein leistungsstärkeres Akku-System zu verbauen? Wirklich?

Na klar kann man diese Punkte alle vom Anwender her lösen. So gut die Kamera auch sonst ist, vieles macht sie ja auch richtig, aber das ist halt nur ein Zusatzaufwand. Schauen wir mal was sonst noch so im Markt erscheinen wird.
Lieben Gruß,
Wolfgang




rush
Beiträge: 9501

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von rush » Sa 24 Aug, 2019 22:51

Das Spiel dreht sich im Kreise... Wer die p4k nicht mochte wird auch mit der P6K keinen Frieden finden...

@wolfgang: ja das ging u.a. auch an dich...
Darüber hinaus: vielleicht möchte man ( damit meine ich BMD) die 4k auch von der 6k abgrenzen... Die Eva1 hat keine Schwester - sie muss daher irgendwie alles können... Und hat doch kaum Fans. In freier Wildbahn sieht man sie (also die Eva) zumindest in meiner Region unglaublich selten...

Zur Aufnahmedauer... 24 Minuten Takes haben im übrigen wenig mit "Cine" zu tun. Bis auf künstlerisch experimentelle Projekte benötigt man doch real wirklich seltenst mehr als 20 Minuten Takes wenn wir von geplanten "Settings" (Cine-camera) nach Drehbuch ausgehen... Und selbst wenn nicht - kurz Mal während einer Nachfrage den Record-Trigger neu auszulösen hat noch niemanden geschadet.

Nahezu jeder filmende Fotoapparat kappt zudem nach 30 Minuten die Aufnahme... Abhilfe schaffen externe Speicher und Batterielösungen... Nicht Neues also. Bei den Pockets kaum anders.

Ich will BMD hier auch keineswegs in Schutz nehmen - die machen nicht alles richtig.
Aber das wofür sie gern Mal kritisiert werden wirkt teils echt an den Haaren herbeigezogen - besonders wenn man schaut was die Konkurrenz sonst so macht.

Günstiger Einkaufspreis... RAW inkl 50p bei voller Auflösung... Sogar ein paar professionelle Ports... Ganz ehrlich - was will man denn mehr bzw für den Preis erwarten? Wer weiterhin auf die Eierlegende hofft wird bei BMD nicht fündig - genauso wenig aber bei der Konkurrenz.

Die Probleme bei BMD liegen meiner Meinung nach eher eher im Support, der Verfügbarkeit oder der Kommunikation. Technisch zeigen sie dagegen was machbar ist - als Studie für die "Etablierten".
keep ya head up




Frank Glencairn
Beiträge: 9305

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Frank Glencairn » Sa 24 Aug, 2019 23:43

wolfgang hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 22:16
Ich verstehe nicht warum es einigen so schwer fällt den Wunsch vieler Anwender zu akzeptieren..

Aber einige hier scheinen so einen Anwender-Wunsch geradezu als persönliche Beleidigung zu erleben. Warum nur?
Weil das bei BM kein Wunschkonzert is.
Einfach mal akzeptieren, daß BM Kameras nicht für jeden sind, und BM es auch nicht jedem recht machen möchte, sondern ne dezidierte Strategie fährt.
Du gehörst halt nicht zur Zielgruppe und fertig.
wolfgang hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 22:16
So etwas bietet auch die 5.7K EVA1, dort hat man als User eben die Wahl.
Großartig - schön daß du endlich ne Kamera gefunden hast, die besser zu einem wie dir passt.
wolfgang hat geschrieben:
Sa 24 Aug, 2019 22:16


Es ist auch nicht erforderlich überhaupt zu begründen, dass eine Aufnahmedauer von 24 Minuten bei 6K 50p schlicht und ergreifend unakzeptabel kurz ist. Sondern wegen der erzwungenen Unterbrechung die dadurch entsteht. Wäre es so schwer gewesen hier ein leistungsstärkeres Akku-System zu verbauen? Wirklich?
Da steht immer noch "Cinema Camera" drauf - sprich kaum Takes über 5 Minuten - auf keinen Fall aber 24+ Minuten Takes.
Bei einem Filmdreh spielen Akkulaufzeiten mal überhaupt keine Rolle, das ist nur ein Hobbyfilmerproblem.

Wenn du deinen nächsten Kindergeburtstag unbedingt in einer 2 Stunden Plansequenz in 50p 6K drehen möchtest - bitte - aber dann kauf dir halt ne Kamera die sowas kann.

Ich versteh wirklich nicht, wie man sich an Diskussionen über Kameras beteiligen kann, an denen alles für dich "unakzeptabel" ist.
Wie ich oben schon sagte, die is halt nix für einen wie dich.

Viele hier erwarten, daß ihnen BM ne Eierlegendewollmilchsau, die auf ihre persönlichen Wünsche zugeschnitten ist entwickelt,
und sind dann völlig empört, wenn das nicht passiert.

Welcher andere Hersteller liefert für kleines Geld ne 6K Kamera - komplett drehfertig, mit SD, CFast, und externer Aufnahmemöglichkeit auf billige SSD, mit hohen Frameraten, raw, Prores, XLR Audio etc. und legt noch ne Vollversion einer Hollywood Editing, Colorgrading, Audiosuite, Finishing und Visual Effects software drauf, die auch noch DCP schreiben und abspielen kann? Das letzte mal als ich nachgesehen habe, kostete nur der DCP Player vom Fraunhofer mehr.

Das Anspruchsdenken einiger Leute hier ist langsam wirklich bizarr.




roki100
Beiträge: 1891

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von roki100 » So 25 Aug, 2019 01:14

Also m.M. dazu:

Gerade mit den immer wieder niedrigeren Preisen spricht BMD nicht gerade NUR superdupper professionelle Kamera Leute an, sondern viel mehr besondere Hobbyfilmer, die auch 2 Stunden in 50p 6K drehen...Und mit mehr K, ganz besonders diejenigen, die auf +K so abgehen, wie irgendeine Tante auf neue Lippenstift kollektion, die dann ein Jahr im voraus gleich +10 Stück davon bestellen... Dieses mehr "K", ist der marketing Motor, obwohl 1080p immer noch das meist benutzte Format ist. Und dank Netflix geht es schon mal in die "kauf doch mal endlich mehr K!"-Richtung... Dann kommt der professionelle Mensch und erzählt einem wie ne duschgeknallter Pixel-Professor, "ja, für echtes 4k brauchst Du doch (übertrieben) 10k, weil Bayer-Sensor" usw. usf. Und dann noch all die Leute auf YouTube, in Foren und Blogs... die ständig etwas von "wow" und amazing usw. usf. plappern und damit wirksamer und schlimmer als jede andere Fake-Werbung sind.

Für manche ist neue +K Cinema Kamera Kaufen und darüber in Foren&Co. quatschen und im schlimmsten Fall sogar andere beleidigen wenn diese vll. eine andere Meinung haben, viel mehr ein professioneller-Hobby, statt mit der neuen +K Cinema Kamera tatsächlich überzeugende professionelle cinematische Ergebnisse zu liefern (also, trotzt mehr Ka und nix da, nur blablabla). Da gehen manche so weit, dass normale Menschen (wie ich) den Eindruck bekommen, "dieser und jene hat den gesunden Menschenverstand ja völlig verloren".

Das hat BMD sehr gut erkannt, dass sie mit den günstigere Preise, an die oben genannte K-Pixel-Professoren und Mr.5x4k+2x6k-Pihilosophen, mehr Geld verdienen können, als wenn sie sich mit den überteuerten Preise Richtung echte professionelle Kameramenschen wenden. .LOL Und natürlich profitieren davon auch normale Hobyfilmer, die auch erwarten, dass die Kamera sich nicht nach ca. 25 Minuten und bei 40% +/- Akkulaufzeit anzeige einfach ausschaltet.




Darth Schneider
Beiträge: 3362

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Darth Schneider » So 25 Aug, 2019 07:38

Guten Morgen
Roki, schön geschrieben, aber ich habe keine Ahnung was du uns mit deinem Text sagen möchtest.

An Wolfgang
Ihr diskutiert wirklich immer noch über die Akkulaufzeit ?
Das obwohl BMD den Batteriegriff im Programm hat mit dem man über 2Std drehen kann ???
Also mich stört die Akkulaufzeit überhaupt nicht, bei den Tanzaufführungen hänge ich sie ganz einfach ans Strom Netz...
Ansonsten kostet so eine Siwit Akku so 40 bis 50 Franken...Das kostet doch wirklich nicht alle Welt, sich 5 oder 6 solche Akkus zu kaufen ???
Und bei meinem Cage kann ich den Akku ohne die Kamera vom Stativ zu nehmen in 3Sekunden wechseln...
Gruss Boris

Früher hatte ich schon mit Beta Sp und später auch mit Digi Beta gedreht, damals mit grossen 50 000€ Sony Cameras....Die schweren, grossen 500€ Akkus hielten so an die 20 Minuten...
Also ich denke wir sind heute ziemlich verwöhnt, und merken gar nicht was die kleinen tollen, Canon Akkus der 4K und der 6K Pocket so leisten.
Gruss Boris
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




rush
Beiträge: 9501

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von rush » So 25 Aug, 2019 07:57

@Darth... Ergänzend kam hinzu das entsprechende Beta-Bänder meist auch nur ähnlich kurze Laufzeiten hatten und immer einen Break alle spätestens 30min erforderten... Consumer-MiniDV kam später ebenfalls nur auf eine Stunde.
Von "Film-Material" fangen wir in dem Zusammenhang lieber erst gar nicht an...

Diese nahezu unlimitierten Aufnahmezeiten sind Fluch und Segen zugleich. Heute beherrschen viele Filmemacher, Autoren und Co kaum noch die Essenz zu erfragen - sondern füllen - weil Speicher nahezu unbegrenzt verfügbar - die Datenträger bis zum erbrechen weil sie oftmals von nix 'nen Plan haben und zur Sicherheit auf "Masse" produzieren.
keep ya head up




Darth Schneider
Beiträge: 3362

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Darth Schneider » So 25 Aug, 2019 08:05

...und der arme Cutter wird dann wahrscheinlich fluchen, wenn er das Zeugs alles sichten muss.
Genug Fleisch und Material ist schon gut....viel zu viel ist dann ja eher zeitraubend, hinderlich und bringt dem Film schlussendlich keine Verbesserung.
Aber von Anfang an wissen was man braucht hilft natürlich.
Gruss Boris
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams




Onkel Danny
Beiträge: 326

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von Onkel Danny » So 25 Aug, 2019 09:27

Wie immer sind auch mir ein paar Kleinigkeiten durchgerutscht.
Mal ganz davon ab, von den vielen anderen Sachen die hier wieder erwähnt werden.

Der Sensor wird aus der gleichen Familie sein. Da er die gleichen nativen ISOs hat sowie dessen Abstufungen gleich sind.
Die Sensel sind natürlich etwas kleiner. Dadurch wird das Noiselevel natürlich nicht besser, aber man holt sich auch kein Noisegenerator ins Haus. Und dank downscaling ist es auch nicht auffälliger als bei der P4K. Ich hoffe das ist jetzt verständlicher.

Die Kamera kann man getrost auch ohne Riggebastel nutzen. Muss man aber nicht,
was jeder selbst für sich entscheiden kann.
Hätte man Monitor und co. weggelassen, wäre das nicht mehr möglich. Und da der Monitor standardmäßig nur auf 50% steht, sollte man ihn vielleicht mal höher stellen, dann sieht man auch mehr ;)
Für mich weiterhin voll tauglich.

Die verschiedenen Auflösungen sind alle Software implementiert und können jederzeit, auch nachträglich noch, geändert werden. Jetzt wissen wir ja, das es eine Entscheidung von BM war. Diese ergibt aber weiterhin keinen Sinn, das sie auch 2,8K DCI anbieten und dieser Modus ist extrem gecroppt. Also 4K DCI würde da auch nicht schwerer wiegen.

Hier sei noch erwähnt, das die max. Auflösung 16:9 ist und nicht DCI(17:9) wie bei der P4K. Sondern 5,7K hier die max. DCI Auflösung ist und eben die erwähnten 2,8K.

Reicht die Schnittstelle(USB 3.1 Gen 1) wirklich für die Max. FPS samt Kompression aus? Eigentlich nicht,
zumindest rechnerisch nicht. BM selbst gibt 50FPS bei max. 5:1 an. Die tricksen hier schon ein wenig rum.
Denn Q0 hat eigentlich eine zu hohe max. Datenrate für diese Schnittstelle. Wie weiter oben schon
erwähnt, hätte man diesen Umstand sehr einfach beheben können. Für mich funktioniert es natürlich trotzdem.
Und nur am Rande, RED behilft sich schon seit jeher damit aus, einfach die Kompression hoch zu drehen,
um die hohen FPS bei gleicher Datenrate zu schaffen.

Die ebenfalls schon hier erwähnte Akkugrifflösung von BM ist doch eine wunderbare Erweiterung für viele.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, das auch dafür noch erweiterte Cages auf den Markt kommen werden.

Und ja, die Pockets sind für einen genau festgelegten Käuferkreis/Zielgruppe entwickelt worden.
Das ist so üblich und auch nicht anders bei BM.
Das trifft nun mal nicht auf alle Leute hier zu. Wer BM wirklich die Meinung geigen möchte,
kann dies im hauseigenen Forum gerne machen. Hier wird das nichts bringen.
Wer andere Schwerpunkte hat als sie die Pockets bieten, braucht schlicht eine andere Kamera.
Die Auswahl ist wirklich groß genug.

Beim Zubehör lohnt es sich auch hin und wieder einen Blick zu riskieren. Der Batteriegriff wurde bereits erwähnt.
Aber auch Smallrig bietet jetzt wieder die Sunhood an, diese lässt sich auch ohne Cage verwenden
und einen draußen wunderbar das Bild beurteilen.
Sie bieten jetzt auch einen universal SSD Halter an, dort passen nicht mehr nur die T5
von Samsung rein, sondern alle möglichen Hersteller.
Dafür kann man im Gegenzug bei der P6K nichts mehr mit dem Speedbooster Halter anfangen.

Der hier erwähnte BM Mitarbeiter habe ich zuletzt selbst bei Sounddevices angegeben, da die beiden Firmen es bis Heute nicht schaffen, mal kurz miteinander zu reden. Denn der Mixpre schafft es leider nicht,
das Rec Trigger Signal zu verstehen. Dabei wäre es so leicht und das sogar ohne Änderungen seitens BM möglich.

greetz




wolfgang
Beiträge: 5875

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von wolfgang » So 25 Aug, 2019 09:31

Merkt ihr eigentlich überhaupt noch wie kindlich absurd das krankhafte „Verteidigen“ dieser Punkte ist? Absurd weil es in Wahrheit KEINEN Kamerahersteller gibt der ein Wunschkonzert spielt. Und weil es eben diese Schwachstellen einfach gibt.

Mal abgesehen davon - dass jemand wie der Threadstarter oder auch ich unser Recht auf eine eigene Meinung haben ist hier schon bekannt? Soll ja sogar in gewissen Verfassungen verankert sein. Und ob ein Gerät für mich das richtige ist oder nicht, na das lieber Frank beurteile ich schon noch selbst. Kannst du das bitte mal so akzeptieren? Oder hast du Anteile an Blackmagic dass du blind und taub gegen dargelegte inhaltliche Punkte bist?

Inhaltlich: nein ich will mit der Kamera keine 3 Stunden in raw 6K filmen. Aber die geringe Standzeit der Akkus bedeutet auch bei kurzen Aufnahmen einen häufigen Akkuwechsel - also entweder dass man wirklich ans Stromnetz angewiesen ist, oder entsprechend viele Ersatzakkus mitführt - oder gleich auf v-mount geht. Lösbar ist das somit, natürlich. Toll ist das trotzdem nicht.

Und dass es das Gerät nicht schafft einen UHD oder 4K DCI Modus wenigstens gecropt in braw aufzunehmen ist einfach nur schwach. So etwas kann man mE sehr wohl anbieten, ob man dass dann will entscheidet jeder als mündiger Mensch noch immer selbst.

Schade auch dass das große Display nicht klappbar ist - und auch unter direktem Sonnenlicht nicht meh verwendbar ist. Auch das ist natürlich lösbar

Nochmals - das ist und bleibt meine Meinung und die werde ich auch sicherlich nicht ändern. Nur weil die einigen nicht schmeckt - na das ist kein Argument für mich und auch nicht mein Problem.

Was aus einer „Pocket“ wird wenn man das löst kann man sich ja am Bild ansehen.
Lieben Gruß,
Wolfgang

Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




rush
Beiträge: 9501

Re: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K Erfahrung

Beitrag von rush » So 25 Aug, 2019 10:16

Niemand hat was gegen Deine Meinung - aber für einige sind eben bestimmte Drawbacks nicht wirklich ein Problem im praktischen Alltag. So gibt es eben immer zwei Seiten - mindestens.

Für mich persönlich steht der RAW Vorteil der Pocket im Vordergrund. Intern bekomm ich das bei keinem anderen Paket in einem für mich bezahlbaren/vertretbaren Rahmen. Das man nun die Akkus häufiger wechseln muss oder nen VMount anflanscht - wirklich so ein Problem? Für mich weniger. heißt nicht im Umkehrschluss das ich es toll finde. Aber man sollte eben immer die Relation des Preises im Hinterkopf haben wenn man über die Pockets spricht finde ich.

Ich hätte mir bspw. einen EVF gewünscht... Ist aber bei dem Preis offenbar nicht zu realisieren gewesen und passte womöglich nicht ins Konzept/Gehäuse. Diese Dinge weiß man doch aber eigentlich vor dem Kauf und auch die Akkulaufzeiten waren nie ein wirkliches Geheimnis.

Entweder lässt man sich also darauf ein und lebt mit diesem und jenen Manko - oder man greift zu einem anderen Modell welches dann wieder andere Tops und Flops hat. Die Auswahl ist bekanntlich riesig und anstatt sich über den technischen Fortschritt zu freuen wird im Groß eher gemeckert ( nicht nur bei BMD Kameras). Schade eigentlich.
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