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"der deutsche Film ganz schwach"



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iasi
Beiträge: 13115

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Do 11 Jul, 2019 23:22

Jörg hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 23:09
meine Güte iasi, ich habe 50 Jahre Erfahrung damit auch außerhalb DE zu leben,
spreche ein paar Sprachen außer deutsch, ich glaube mehr als nur Transit Erfahrung aufweisen zu können ;-))
Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute an einem Ort leben können, aber nur ihren Garten und vielleicht noch den der Nachbarn kennen.

Es geht dann auch soweit:
Einheimische, die einen warnen: Da kann man nicht hin.
Weil sie selbst auch nie dort waren.
Tja - und dann stellt sich eben heraus, dass man eben doch dahin kann.




Jörg
Beiträge: 7223

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Jörg » Do 11 Jul, 2019 23:31

Und ich habe die Erfahrung gemacht,
zum Glück sind das deine Erfahrungen.




iasi
Beiträge: 13115

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Do 11 Jul, 2019 23:43

Jörg hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 23:31
Und ich habe die Erfahrung gemacht,
zum Glück sind das deine Erfahrungen.
ja - eben auch Erfahrungen mit Deutschen, die im Ausland leben. :);)




Drushba
Beiträge: 1580

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Drushba » Fr 12 Jul, 2019 00:00

Jörg hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 22:23
Gilt auch für das, was unten bei Jörg drin steht. Der aber eher die Jugend gerade verteufelt
bin weit davon entfernt die Jugend zu verteufeln... meine Meinung beruht auf realen Reflexionen.
Wer so häufig in fremden Ländern ist, bekommt ein Gespür für Stimmungen, erlebt Dinge,
die man wunderbar mit den heimischen Vorgängen vergleichen kann.
Den realen Zustand unseres Bildungssystems belegen die ständigen Überprüfungen recht gut, Pisa und ähnliches zeigt
nicht gerade überragende Leistungswerte unserer Probanden...
Ähnliche Unterschiede zwischen Bewohnern europäischer Staaten kann man auch in den Altersgruppen >60 machen.
Muss Dir leider recht geben, das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Das kulturelle Wissen schwindet enorm in Schland.

Originalität kommt meist aus dem grundsätzlichen Vermögen, entlang eines Wissens zu reflektieren, Ansätze auf den Kopf zu stellen, spielerisch damit umzugehen. Dabei geht es nicht um Reproduktion, sondern um Neues. Man denke an Kevin Smith "Clerks", der ironisch entlang Dantes Inferno erzählt wurde oder an Romeros Zombiefilme, die als Kultur- und Kapitalismuskritik funktionierten ("Problemfilme")), Perlen im Vergleich zu heutigen Genreabklatschen, in denen es meist nur um intellektuell tiefenentleerte Effekthascherei geht. Im kollektiven Gedächtnis hängen bleiben die eigenständigen und geistig durchdachten Werke der Filmgeschichte, aber wo soll das derzeit herkommen?
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




Framerate25
Beiträge: 900

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Framerate25 » Fr 12 Jul, 2019 05:39

Ich kann mich noch sehr gut an einen bis heute eindrucksvollen Kinobesuch erinnern.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schlafes_Bruder_(Film)

1995, ich hab den Film nur damals im Kino gesehen. Seither nicht mehr. Trotzdem blieb er hängen.
Ich denke dieser Effekt beschreibt gut, ob es ein Film ist der erreicht. Zu seiner Zeit war er anders, die Einstellungen (Kameraarbeit) und vermittelte Stimmung. Großartig.




dustdancer
Beiträge: 1041

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von dustdancer » Fr 12 Jul, 2019 05:48

Jörg hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 22:23
Gilt auch für das, was unten bei Jörg drin steht. Der aber eher die Jugend gerade verteufelt
bin weit davon entfernt die Jugend zu verteufeln... meine Meinung beruht auf realen Reflexionen.
Wer so häufig in fremden Ländern ist, bekommt ein Gespür für Stimmungen, erlebt Dinge,
die man wunderbar mit den heimischen Vorgängen vergleichen kann.
Den realen Zustand unseres Bildungssystems belegen die ständigen Überprüfungen recht gut, Pisa und ähnliches zeigt
nicht gerade überragende Leistungswerte unserer Probanden...
Ähnliche Unterschiede zwischen Bewohnern europäischer Staaten kann man auch in den Altersgruppen >60 machen.
Ich spreche Dir Deine Reflexionen nicht ab, aber eine der ersten Techniken, mit denen man in Kontakt kommt, wenn man sich mit Forschungsmethoden beschäftigt, ist, ein Sachverhalt jenseits der eigenen Lebensrealität zu betrachten. Der eigene Lebenshorizont ist für uns zwar prägend und trifft für unsere Lebenswelt vielleicht zu, aber ist selten allgemein gültig.
Deine Anklage des Werteverfalls nennt man in der Soiologie, wie ich oben schon schrieb, Juvenoia. Zu deinen Schlagworten Pisa und ähnliches, hast Du Dir die Studien durchgelesen oder einfach nur die Überschriften und die kurzen Artikel in den Medien konsumiert? Hast Du Dich jemals mit der größten, umfangreichsten und aussgekräftigsten deutschsprachigen Jugendstudie, die Shell Jugendstudie, beschäftigt? Oder Dich mit der Thematik Jugendforschung im Allgemeinen auseinandergesetzt? Wenn Du Dich darauf einlässt, wirst Du wahrscheinlich Dein Bild noch einmal komplett überdenken und anfangen jenseits des beschränkten Erlebnishorizonts reflektieren.
So sehr ich viele Beiträge von Dir schätze, dieses aus der Hüfte geschossene "Ich habe es so erlebt, also ist das so" ist halt nicht weit vom Stammtischniveau entfernt.
Es würde nur angemessener sein, das, man nicht die Allgemeingültigkeit beansprucht, nur weil man sich oberflächlich mit der Thematik auseinander gesetzt hat.




iasi
Beiträge: 13115

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Fr 12 Jul, 2019 08:06

Jetzt hebt ihr aber ganz schön ab.
Wohin soll es denn gehen?

So so - also die Jugend ist schuld.
Weil die Jugend so ungebildet ist.
Somit kennen wir ja nun den Grund für den Zustand des deutschen Films und sind fein raus, da man leider nichts an der Dummheit der Jugend ändern kann.

So drückt man sich also wortreich, um die Analyse des Problems.
Ganz so wie ich hier gerade, denn um den deutschen Film ging´s ja eigentlich gar nicht, auch wenn ich ihn einmal genannt hatte.

"Schlafes Bruder" ist ein gutes Beispiel.
Eine Romanverfilmung.
Kein sonderlich eigenständiges Werk.
Letztlich einen Bebilderung und Vertonung des Buches.
Und eigentlich nicht mehr als Unterhaltung.

Ich lass es mal andere sagen:
Schlafes Bruder hat 15 Millionen gekostet, sieht doppelt so teuer aus und spekuliert auf ein cross-over – nämlich Literaturliebhaber, späte Freunde des Heimatfilms und – der dumpfen Gewalt zum Trotz – Natursehnsüchtige und Dorfnostalgiker ins Kino zu locken.
„Eine Verfilmung des Erfolgsromans von Robert Schneider, die für die subtile und komplexe Erzählstruktur der Vorlage nie eine filmische Entsprechung findet. Mit außergewöhnlichem äußerem Aufwand entstand eine protzige Großproduktion, die die Fabel unangemessen vereinfacht und auf eine doppelt scheiternde Liebesgeschichte reduziert.“
zu finden auf https://de.wikipedia.org/wiki/Schlafes_ ... )#Kritiken

Immerhin: Es ist Unterhaltung auf technisch hohem Niveau.

Man kann hier aber auch einige Punkte erkennen:
1. ...




speven stielberg
Beiträge: 285

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von speven stielberg » Fr 12 Jul, 2019 08:40

dustdancer hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 05:48
Ich spreche Dir Deine Reflexionen nicht ab, aber eine der ersten Techniken, mit denen man in Kontakt kommt, wenn man sich mit Forschungsmethoden beschäftigt, ist, ein Sachverhalt jenseits der eigenen Lebensrealität zu betrachten. Der eigene Lebenshorizont ist für uns zwar prägend und trifft für unsere Lebenswelt vielleicht zu, aber ist selten allgemein gültig.
Deine Anklage des Werteverfalls nennt man in der Soiologie, wie ich oben schon schrieb, Juvenoia. Zu deinen Schlagworten Pisa und ähnliches, hast Du Dir die Studien durchgelesen oder einfach nur die Überschriften und die kurzen Artikel in den Medien konsumiert? Hast Du Dich jemals mit der größten, umfangreichsten und aussgekräftigsten deutschsprachigen Jugendstudie, die Shell Jugendstudie, beschäftigt? Oder Dich mit der Thematik Jugendforschung im Allgemeinen auseinandergesetzt? Wenn Du Dich darauf einlässt, wirst Du wahrscheinlich Dein Bild noch einmal komplett überdenken und anfangen jenseits des beschränkten Erlebnishorizonts reflektieren.
So sehr ich viele Beiträge von Dir schätze, dieses aus der Hüfte geschossene "Ich habe es so erlebt, also ist das so" ist halt nicht weit vom Stammtischniveau entfernt.
Es würde nur angemessener sein, das, man nicht die Allgemeingültigkeit beansprucht, nur weil man sich oberflächlich mit der Thematik auseinander gesetzt hat.
Willkommen am Anfang des 21. Jahrhunderts! Die Menschen hören nicht mehr auf ihre Bäuche oder ihre Instinkte oder ziehen ihre Erfahrung zurate. Man macht, was alle machen (Google/Youtube) oder was wahnsinnig kluge (von Großkonzernen finanzierte) Studien als "Wahrheit" vorgeben. Cool! Endlich wurde das lästige, eigenständige Denken abgeschafft! :-)




Jörg
Beiträge: 7223

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Jörg » Fr 12 Jul, 2019 08:52

"Ich habe es so erlebt, also ist das so" ist halt nicht weit vom Stammtischniveau entfernt.
dann treffe ich ja den hier gerade so beliebt gewordenen Diskussionstil punktgenau...
ich hoffe, ich drücke mich cinematisch aus

man kann eine Studie durchführen (lassen), sie hinterher studieren, analysieren, 1000 seitige Berichte der Analyse
verfassen, ein Institut der Auswertung der hundert Analysen gründen, Mios an Steuer-Förder-Spendengelder verfeuern;
oder:
und jetzt kommt Stammtisch pur:
man fährt eine Stunde U-Bahn in Berlin...,Stockholm, Moskau, London.
Im ernst, ich habe mich in meiner Jugend gegen die Vorwürfe der Alten aufgelehnt ( war 68 immerhin im allerbesten Auflehnungsalter) ich werde sicherlich nichts generalisieren, wer einen Werteverfall unserer gesamten
Gesellschaft allerdings abstreitet... na hoffentlich bekommt der Blindenführhund wenigstens gut zu futtern...
wenn das sogar dem Seehofer auffällt...




speven stielberg
Beiträge: 285

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von speven stielberg » Fr 12 Jul, 2019 08:55

Jörg hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 08:52
wer einen Werteverfall unserer gesamten
Gesellschaft allerdings abstreitet...
Dazu gibt's irgendwann ne Studie.




iasi
Beiträge: 13115

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Fr 12 Jul, 2019 10:12

Jörg hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 08:52

man kann eine Studie durchführen (lassen), sie hinterher studieren, analysieren, 1000 seitige Berichte der Analyse
verfassen, ein Institut der Auswertung der hundert Analysen gründen, Mios an Steuer-Förder-Spendengelder verfeuern;
oder:
und jetzt kommt Stammtisch pur:
man fährt eine Stunde U-Bahn in Berlin...,Stockholm, Moskau, London.
Das eine ist wissenschaftliche Analyse, das andere sind Alltagserfahrungen

Das ist wie mit den Einheimischen, die täglich Straßenkinder sehen und dann meinen, diese Kinder seien doch nur von den Eltern zum Betteln geschickt worden, würden aber nicht auf der Straße schlafen.

Hinterfragt man dies, bekommt man solche "Logik":
"Es sind nur Zigeunerkinder."
"Aber diese Kinder haben blaue Augen und blonde Haare."
"Es gibt auch blauäugige und blonde Zigeuner."

Interessant wird es, wenn man sie damit konfrontiert, dass man die Schlafpätze dieser Kinder im Kanal gesehen habe.

Was Menschen so sehen und was sie zu sehen glauben, sind meist zwei verschiedene Dinge.
Vor allem sehen sie auch nur das, was ihre Meinung bestätigt.




Funless
Beiträge: 3099

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Funless » Fr 12 Jul, 2019 10:16

iasi hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 10:12
Vor allem sehen sie auch nur das, was ihre Meinung bestätigt.
Ich hoffe doch, dass du dich bei dieser Erkenntnis mit einschließt.
MfG
Funless


Gestern war Stromausfall, kein WLAN, kein Internet! Habe mich dann mit meiner Familie unterhalten, scheinen ganz nett zu sein.




iasi
Beiträge: 13115

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Fr 12 Jul, 2019 10:19

speven stielberg hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 08:55
Jörg hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 08:52
wer einen Werteverfall unserer gesamten
Gesellschaft allerdings abstreitet...
Dazu gibt's irgendwann ne Studie.
Gibt´s doch schon.
Die Soziologen nennen es aber eben Wertewandel.

Sie sagen auch, dass gesellschaftlicher Fortschritt sich aus der unvollständigen Reproduktion der Werte der alten Generation bei der jungen ergibt.

Ich denke mal eher, dass die heutige Jugend viel zu reaktionär ist.

Daher haben sie auch keine neuen Themen.
Daher ist der deutsche Film auch so leer und öde.




dienstag_01
Beiträge: 9525

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von dienstag_01 » Fr 12 Jul, 2019 10:50

iasi hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 10:19
speven stielberg hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 08:55


Dazu gibt's irgendwann ne Studie.
Gibt´s doch schon.
Die Soziologen nennen es aber eben Wertewandel.

Sie sagen auch, dass gesellschaftlicher Fortschritt sich aus der unvollständigen Reproduktion der Werte der alten Generation bei der jungen ergibt.

Ich denke mal eher, dass die heutige Jugend viel zu reaktionär ist.

Daher haben sie auch keine neuen Themen.
Daher ist der deutsche Film auch so leer und öde.
Die sind reaktionär und haben keine neuen Themen, sagt der iasi. An einem Freitag. Manche sagen dazu ja auch Friday.
Herrlich ;)




speven stielberg
Beiträge: 285

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von speven stielberg » Fr 12 Jul, 2019 11:15

iasi hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 10:12
Das eine ist wissenschaftliche Analyse, das andere sind Alltagserfahrungen
Wann ist eine Studie denn "wissenschaftlich"? Ist eine von Großkozernen oder Interessenverbänden beauftragte Studie wissenschaftlich?
Die genialste "Studie" fand ich ja die, die bestätigte, dass Ego-Shooter KEINEN Einfluss auf die jugendliche Psyche haben. Göttlich! :-)




dienstag_01
Beiträge: 9525

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von dienstag_01 » Fr 12 Jul, 2019 11:32

speven stielberg hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 11:15
iasi hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 10:12
Das eine ist wissenschaftliche Analyse, das andere sind Alltagserfahrungen
Wann ist eine Studie denn "wissenschaftlich"? Ist eine von Großkozernen oder Interessenverbänden beauftragte Studie wissenschaftlich?
Die genialste "Studie" fand ich ja die, die bestätigte, dass Ego-Shooter KEINEN Einfluss auf die jugendliche Psyche haben. Göttlich! :-)
Ein Studie ist dann wissenschaftlich, wenn sie nach wissenschaftlichen Kriterien erarbeitet wurde. Studien im Auftrag von Großkonzerne und Interessensverbände sind nicht grundsätzlich unwissenschaftlich. Sonst wäre es ja einfach ;)




speven stielberg
Beiträge: 285

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von speven stielberg » Fr 12 Jul, 2019 11:35

Okay. Einigen wir uns auf pseudowissenschaftlich?




dustdancer
Beiträge: 1041

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von dustdancer » Fr 12 Jul, 2019 12:08

speven stielberg hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 08:40
Willkommen am Anfang des 21. Jahrhunderts! Die Menschen hören nicht mehr auf ihre Bäuche oder ihre Instinkte oder ziehen ihre Erfahrung zurate. Man macht, was alle machen (Google/Youtube) oder was wahnsinnig kluge (von Großkonzernen finanzierte) Studien als "Wahrheit" vorgeben. Cool! Endlich wurde das lästige, eigenständige Denken abgeschafft! :-)
Du meinst wohl eher Willkommen im 21. Jahrhundert. Dem Jahrhundert, in dem jeder, egal wie niedrig sein Wissensstand ist, sich im Netz als Experte darstellen muss? Einfach mal 2 Semester mit Soziologie oder Pädagogik beschäftigen. Dann weiter reden. Du kannst gerne mit wissenschaftlichen Belegen ankommen und dann die Shell Studie widerlegen. Oder gerne mit anderen Studien, aber, sorry, dass ich das so hart schreibe, deine persönliche Meinung hat halt einfach Forschungsbezogen 0 Relevanz. Aber da Du ja ein Experte bist, wirst Du mir bestimmt sagen können, in welchen Bereichen Du die Shell Studie anzweifelst und welche der Aussagen / Fazite Du für falsch hälst? Besonders, da Du ja bestimmt diese Studie gelesen hattest, bevor Du sie bewertest. Bin gespannt auf die große Kompetenz, die Du uns gleich vorführst.




Sammy D
Beiträge: 1342

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Sammy D » Fr 12 Jul, 2019 12:11

dienstag_01 hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 11:32
speven stielberg hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 11:15


Wann ist eine Studie denn "wissenschaftlich"? Ist eine von Großkozernen oder Interessenverbänden beauftragte Studie wissenschaftlich?
Die genialste "Studie" fand ich ja die, die bestätigte, dass Ego-Shooter KEINEN Einfluss auf die jugendliche Psyche haben. Göttlich! :-)
Ein Studie ist dann wissenschaftlich, wenn sie nach wissenschaftlichen Kriterien erarbeitet wurde. ...
So ist es. Das lässt sich bei Interesse auch selbst nachprüfen, wenn man eine Studie liest, sofern man selbst das wissenschaftliche Handwerkszeug mal erlernt hat.




dienstag_01
Beiträge: 9525

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von dienstag_01 » Fr 12 Jul, 2019 12:32

Man sollte vielleicht noch hinzufügen, dass *wissenschaftlich* nicht *unumstößlich* heißt, ganz im Gegenteil.
Für manche Menschen ist das zu kompliziert, die vermuten dann Betrug.




Drushba
Beiträge: 1580

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Drushba » Fr 12 Jul, 2019 13:08

dustdancer hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 05:48
[ Hast Du Dich jemals mit der größten, umfangreichsten und aussgekräftigsten deutschsprachigen Jugendstudie, die Shell Jugendstudie, beschäftigt? Oder Dich mit der Thematik Jugendforschung im Allgemeinen auseinandergesetzt? Wenn Du Dich darauf einlässt, wirst Du wahrscheinlich Dein Bild noch einmal komplett überdenken und anfangen jenseits des beschränkten Erlebnishorizonts reflektieren.
Hier ist die Shellstudie:
https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... e-data.pdf

Und jetzt zeig mir bitte mal, wo diese Studie - zudem als reine Befragungsstudie - Jörg widerlegt.
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




iasi
Beiträge: 13115

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Fr 12 Jul, 2019 13:09

Mal zurück zum deutschen Film:
https://de.wikipedia.org/wiki/Oberhausener_Manifest

Oberhausener Manifest

Unter den 26 Unterzeichnern waren:
18 Regisseure
5 Kameramänner
1 Komponist
1 Zeichenfilmgestalter
1 Schauspieler

Wir sind gemeinsam bereit, wirtschaftliche Risiken zu tragen.




speven stielberg
Beiträge: 285

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von speven stielberg » Fr 12 Jul, 2019 13:18

dustdancer hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 12:08
Du meinst wohl eher Willkommen im 21. Jahrhundert. Dem Jahrhundert, in dem jeder, egal wie niedrig sein Wissensstand ist, sich im Netz als Experte darstellen muss? Einfach mal 2 Semester mit Soziologie oder Pädagogik beschäftigen. Dann weiter reden. Du kannst gerne mit wissenschaftlichen Belegen ankommen und dann die Shell Studie widerlegen. Oder gerne mit anderen Studien, aber, sorry, dass ich das so hart schreibe, deine persönliche Meinung hat halt einfach Forschungsbezogen 0 Relevanz. Aber da Du ja ein Experte bist, wirst Du mir bestimmt sagen können, in welchen Bereichen Du die Shell Studie anzweifelst und welche der Aussagen / Fazite Du für falsch hälst? Besonders, da Du ja bestimmt diese Studie gelesen hattest, bevor Du sie bewertest. Bin gespannt auf die große Kompetenz, die Du uns gleich vorführst.
Hatte ich mich falsch ausgedrückt? Ich bin einer von denen, die auf ihren Bauch und ihre Instinkte hören und die auf ihre Erfahrung zurückgreifen. Sowas nannte man mal "gesunder Menschenverstand". Google mal. Vielleicht findest Du da noch was ... In der Folge lese ich selten Studien. Ganz sicher keine, die von Großkonzernen oder Interessenverbänden in Auftrag gegeben wurden. Dass Du mich für einen Experten hältst, ehrt mich natürlich. Hab ich selbst aber nie behauptet. Wie gesagt: ich bin einfach ein eigenständig denkender Bürger. Und soweit ich das verstanden habe, dürfen in Internetforen nicht nur "Experten", sondern auch einfache, denkende Menschen wie ich, ihren Senf posten ... Nichts Anderes mach ich. :-)




iasi
Beiträge: 13115

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Fr 12 Jul, 2019 13:30

dienstag_01 hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 10:50

Die sind reaktionär und haben keine neuen Themen, sagt der iasi. An einem Freitag. Manche sagen dazu ja auch Friday.
Herrlich ;)
Na mal sehen, ob diese "Fridays" die Sommerferien überstehen.

Es ist zudem reaktionär, Bestehendes erhalten zu wollen - eben auch das Klima. :)
Klimaerwärmung ist gerade in - und wir können alle schön dagegen sein.

... die Bewältigung der Klimakrise ist die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts.
Wir fordern eine Politik, die dieser Aufgabe gerecht wird.


Ja - da geh ich auch demonstrieren.
Immerhin muss ich nur irgend jemandem eine Aufgabe geben. Die Politik soll´s gefälligst richten.
Wird sicher witzig, gemeinsam mit vielen anderen so viel Gutes zu tun.
Glücklicherweise muss ich mich nicht mit konkreten Forderungen herumschlagen und auch nichts an meiner Lebensweise und meinen -zielen ändern.




dienstag_01
Beiträge: 9525

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von dienstag_01 » Fr 12 Jul, 2019 13:48

iasi hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 13:30
dienstag_01 hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 10:50

Die sind reaktionär und haben keine neuen Themen, sagt der iasi. An einem Freitag. Manche sagen dazu ja auch Friday.
Herrlich ;)
Na mal sehen, ob diese "Fridays" die Sommerferien überstehen.

Es ist zudem reaktionär, Bestehendes erhalten zu wollen - eben auch das Klima. :)
Klimaerwärmung ist gerade in - und wir können alle schön dagegen sein.

... die Bewältigung der Klimakrise ist die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts.
Wir fordern eine Politik, die dieser Aufgabe gerecht wird.


Ja - da geh ich auch demonstrieren.
Immerhin muss ich nur irgend jemandem eine Aufgabe geben. Die Politik soll´s gefälligst richten.
Wird sicher witzig, gemeinsam mit vielen anderen so viel Gutes zu tun.
Glücklicherweise muss ich mich nicht mit konkreten Forderungen herumschlagen und auch nichts an meiner Lebensweise und meinen -zielen ändern.
Klar, wenn man reaktionär von konservativ nicht unterscheiden kann...

Aber egal, ich denke ja, dass die nächste Generation drachensporn ist, also so schnaubwaffel, weeste. Du verstehst mich, oder ;)




handiro
Beiträge: 3108

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von handiro » Fr 12 Jul, 2019 13:49

speven stielberg hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 11:15
iasi hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 10:12
Das eine ist wissenschaftliche Analyse, das andere sind Alltagserfahrungen
Wann ist eine Studie denn "wissenschaftlich"? Ist eine von Großkozernen oder Interessenverbänden beauftragte Studie wissenschaftlich?
Die genialste "Studie" fand ich ja die, die bestätigte, dass Ego-Shooter KEINEN Einfluss auf die jugendliche Psyche haben. Göttlich! :-)
Für mich sind immernoch die Bertelsfrau-Stiftungs-Studien das A und O :-) Vor allem seit Bertelsfrau sich Agenda2010 und Hartz4 ausgedacht haben...was dann von Gazpromi und Turnschuh auch brav umgesetzt wurde...;-)

Wenn ich dann noch laufend Marscheimers schpauschielende Kartoffelprinzessin oder das Burda Gschpusi vorgesetzt bekomme, vergeht mir der Appetit am dt. Film!
Good-Cheap-Fast....Pick Any 2




Jörg
Beiträge: 7223

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Jörg » Fr 12 Jul, 2019 15:42

Shellstudie, Bertelmann, club of rome, alles toll.
Ich verstehe dustdancer ja ziemlich.
Seine Haltung (und Meinung dazu) enspringt natürlich seinen akademischen Wurzeln, die ähnlich in seinem Wesen
verankert sein werden, wie die eines Pastors, meine ich diesmal absolut nicht ironisch.
Beide Gruppen gehen davon aus, recht zu haben ( Lehramt folgt auf dem Fuße)

Nun habe ich das Glück gehabt, KEINEN akademischen Weg einschlagen zu müssen ;-))
mir gehts da wie stielberg, ich vertrau auf meinen Instinkt, meinen ( vermeintlichen?) gesunden Menschenverstand...

ich nehme in Kauf, mich irren zu dürfen/können/müssen ( entgegen akademischen Graden, die das ja nahezu ausschließen).

Deshalb der provokante Satz, via Berliner U-Bahn.
Alles, aber auch alles, was der ominöse Stammtisch, ( ein nicht zu verachtendes politisches Stilmittel!) behauptet,
siehst, hörst riechst du dabei.
Egal, um auf den Film zurückzukommen:
diskutieren wir die beliebte Huhn/Ei Konstellation ;-)

War der deutsche Autorenfilm/politische Film meiner Jugend nun so gut, weil:
die Gesellschaft danach gegiert hat, oder weil die Autoren ihre Zuschauer dazu mit ihren Produkten "gebracht "haben.

Waren es die Schauspieler, wie Sukowa, Lamprecht, John, Schygulla, die mich an Döblins Alexanderplatz gefesselt haben?
Ist mir heute vollkommen egal, WER das nun erreicht hat, ich sehe NICHTS, gar nichts, was heute ähnliches in mir auslösen könnte.
Wenn jetzt der Name Schweiger fällt, drehe ich drei Tüten.....




Darth Schneider
Beiträge: 3359

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Darth Schneider » Fr 12 Jul, 2019 16:00

Also jetzt von den neueren deutschen Filmen hat mir zum Beispiel Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer sehr gut und Bullyparade der Film auch ziemlich gut gefallen...Es gibt doch immer wieder sehr gute deutsche Filme.
Auch Serien, der Tatort ist Kult, Derik ist ebenfalls Kult, egal ob man das Zeugs mag oder nicht, genau so wie Raumpatrouille Orion....Das ist eine meiner absoluten Lieblingsserien...ebenso Der Bulle von Tölz, einfach genial
Bei den Winnetou Filmen weine ich heute noch, bei Der bewegte Mann lach ich mich heute noch kaputt und Lola rennt ist ein Spitzenfilm.
Auszeichnungen finde ich dabei eigentlich überhaupt nicht relevant.
Es gibt jedes Jahr Oscarfilme die ich zum einschlafen langweilig finde.
Aber Geschmäcker sind halt verschieden.
Gruss Boris
„Nothing travels faster than the speed of light, with the possible exception of bad news, which obeys its own special laws.“
Douglas Adams

Zuletzt geändert von Darth Schneider am Fr 12 Jul, 2019 16:14, insgesamt 2-mal geändert.




Jörg
Beiträge: 7223

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Jörg » Fr 12 Jul, 2019 16:05

Jim Knopf und Alexanderplatz...
genau die beiden würde ich auch gegenüberstellen...




r.p.television
Beiträge: 2879

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von r.p.television » Fr 12 Jul, 2019 18:35

Ich hab mir hier nicht alles durchgelesen:

Meine simple Meinung dazu ist:

Der deutsche Nachkriegsmensch stand 1945 vor einem riesigen Trümmerberg. Vieles der Kultur vergangener Tage war verbrannt oder lag als Steinhaufen vor ihm.
Um nicht einer kompletten Resignation zu erliegen hat man halt aufgeräumt.
"Ordnung muss sein!" (diesen Satz zitiert gerne ein jeder Landsmann bei internationalen Begegnungen).
Als Folge darauf hat der Deutsche verlernt Kunst und Kultur zu erschaffen. Er hat einfach nur aufgeräumt. Bis heute. Der Deutsche ist seitdem geprägt von dem Durst nach Effizienz, Ordnung und durch den Kriegsverlust auch irgendwie einer gewissen Obrigkeitshörigkeit erlegen.
Sinnbildlich dafür kann man die deutsche Nachkriegs-Architektur für dieses Phänomen heranziehen. Wo früher mondäne, verspielte Belle Epoque-Villen standen, stehen heute lieblose Waschbeton-Bunker von lobüberschütteten Architekten. Schönheit ist eine belächelte Spinnerei geworden. Schönheit rentiert sich nicht. Kunst rentiert sich nicht. Auch mein Vater (gelernter Steuerberater) war stets besorgt um mein Schaffen "Rentiert sich denn das?"
Die Prägung auf Effizienz hat dem Deutschen eines auferlegt: Möglichst wenig Risiken eingehen. Man hat simple Unterhaltungskost geschaffen. Die Leute sollen ja auch nicht zu sehr von ihrer Arbeit abgelenkt werden. Simples Alltagsglück für den Kinoabend.
Später dann simples Marketing durch Namedropping. Man schart ein paar bekannte Leinwaldmimen um einen Regisseur, würfelt sich mit nem Textrubikon ne Geschichte zusammen und fertig ist der Film, finanziert durch Filmförderungen, die dafür zuständig ist dass Scheisse immer höher auf die selben Stapel gestapelt wird. Effizient eben. Dank Filmförderung dann auch immer sehr rentabel für die Macher.

Effizienz ist aber in meinen Augen der größte Feind von geistigen Ausschweifungen, neuen Ideen und Kunst.
Deutschland ist mehr ein Land der Ingenieure. "Das Land der Dichter und Denker" ist sowieso eine eigene, nationalistische Lobhudelei. Als ob andere Länder nicht auch ihre Goethes und Schiller gehabt hätten.




handiro
Beiträge: 3108

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von handiro » Fr 12 Jul, 2019 18:49

Nun ist ja vor Tagen Atze Brauner gestorben, der war für den dt. Film schon mehr als eine Bereicherung. Gerade lief eine Hommage auf Arte und da wurde etwas sehr wichtiges erwähnt: Die Top Filmemacher waren wg. den Nazis fast alle in die USA ausgewandert, Brauner hatte versucht sie zurück zu holen mit mäßigem Erfolg... Diese 12 Jahre von 33-45 haben einen dauerhaften kulturellen Schaden hinterlassen, nicht nur beim Film. Der hat sich dank Förderung und ein paar jungen neuen Filmemachern zwar wieder erholt, ist aber mittlerweile vom TV und der Quote eingeholt worden.
Good-Cheap-Fast....Pick Any 2




iasi
Beiträge: 13115

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Fr 12 Jul, 2019 18:59

Macht´s euch mal nicht zu leicht mit euren historischen und gesellschaftlichen Erklärungsversuchen.

Ich denke, man muss den aktuellen Zustand genauer betrachten, um zu verstehen, warum es zur Zeit mit dem deutschen Film so "schwach" steht.




Jörg
Beiträge: 7223

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Jörg » Fr 12 Jul, 2019 19:58

Macht´s euch mal nicht zu leicht mit euren historischen und gesellschaftlichen Erklärungsversuchen.

Ich denke, man muss den aktuellen Zustand genauer betrachten, um zu verstehen,
den aktuellen Zustand zu betrachten, erfordert zuerst eine Hinwendung zu den "Wurzeln".
Deshalb sind diese Rückblicke essentiell für das Verstehen der Situation.




klusterdegenerierung
Beiträge: 13538

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von klusterdegenerierung » Fr 12 Jul, 2019 20:06

Da gebe ich Dir vollkommen Recht, auf der anderen Seite führt das aber eben genau zu den immer gleichen Ansichten die ja trotz Vergangenheit, aktuell ein Stückweit überholt sind und eine ungefärbtere Sicht blockiert.
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




r.p.television
Beiträge: 2879

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von r.p.television » Fr 12 Jul, 2019 20:30

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 20:06
Da gebe ich Dir vollkommen Recht, auf der anderen Seite führt das aber eben genau zu den immer gleichen Ansichten die ja trotz Vergangenheit, aktuell ein Stückweit überholt sind und eine ungefärbtere Sicht blockiert.
Vermutlich richtig vom Ansatz.
Das Problem welches ich sehe ist dass die nachkommende Generation von unserem sehr erfolgsorienterten Bildungssystem ausgebremst wird.
Man muss sehr früh schon diverse Hürden meistern. Da darf man sich nicht in so unnützem "Kokolores" wie Literatur, Kunst, Kultur etc. verlieren. Die Zeit haben die Kids heute kaum noch. Weil man immer inflationärer für das Leben unrelevanten Schulstoff reinpauken muss. Der Spruch "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir" ist für mich reiner Hohn.
Das Benotungssystem mag dem deutschen Effizienz-Menschen richtig erscheinen, lässt aber keinen Platz für Querdenker die das Land braucht. Und so kommt es auch dass es auf der einen Seite zu wenig gute Stoffe für Filme gibt (das Leben in Deutschland ist grottenlangweilig, was soll dem Nachwuchs einfallen?). Die wenigen guten Stoffe werden links liegen gelassen weil sie von Querdenkern kommen die durchs Raster der Entscheidungsträger fallen.




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