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"der deutsche Film ganz schwach"



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iasi
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"der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Mi 10 Jul, 2019 22:45

http://www.filmstarts.de/filme/bilderga ... -18526088/

Bei internationalen Filmpreisen geht der deutsche Film ja auch leer aus.

Kommerziell und künstlerisch also nisch.

Da muss man schon fragen: Woran liegt´s?

Der (deutsche Film) war im Deutschland ab den 50er Jahren dominiert von Themen wie Heimat-, Karl-May-, Schlager- und Edgar-Wallace-Filmen.
Das könnte man ein wenig anpassen, dann würde es auch auf die heutige Zeit passen.

Vielleicht gilt es auch heute wieder zu fordern:
... eine Auseinandersetzung mit politischen, gesellschaftskritischen und zeitgeschichtlichen Themen. Der Film solle nicht unterhalten, sondern Denkanstöße für den Zuschauer geben. Filmemacher sollten finanziell unabhängig werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Deutscher_Film




handiro
Beiträge: 3139

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von handiro » Do 11 Jul, 2019 01:18

Im TV an der Quote und dem täglichen Quoten-Gejucke.
Im Kino? Kaum gute plots, immer das gleiche, einfallslose, ängstliche Bedenkenträger. Kino ist für mich schon lange ein sterbender Schwan: Auf der einen Seite Computeranimierte Blockbuster ohne Inhalt und von deutschen Produktionen fällt mir nichts in den letzten Jahen ein, weswegen ich unbedingt ins Kino muss und nicht auf die TV Ausstrahlung warten kann.
Und da landen wir wieder zwischen Degeto und ZDF Enterprise....und der Quote :-)
Good-Cheap-Fast....Pick Any 2




mash_gh4
Beiträge: 3074

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von mash_gh4 » Do 11 Jul, 2019 02:04

von deutschen Produktionen fällt mir nichts in den letzten Jahen ein, weswegen ich unbedingt ins Kino muss
es gibt durchaus auch ganz brauchbare kino-produktionen aus deutschland.

die filme vom chr. petzold finde ich finde ich bspw. fast ausnahmlos erstklassig und jederzeit einen kinobesuch wert.

natürlich sind sie auch alle ziemlich politisch, aber zum glück halt weniger in einem reißerisch propagandistischen sinne, als vielmehr in der tradition einer "kritischen" auseinandersetzung. sie nötigen dem zuseher ein mitdenken ab, eine beschäftigung mit literatur und filmgeschichte u.ä, um sie überhaupt erst besser verstehen zu können. aber in dieser motivation bzw herausforderung zum mitdenken steckt eben tatsächlich die politischer kraft. genau deshalb schätze ich diese arbeiten sehr -- würde ihnen also jederzeit das selbe niveau zugestehen, wie man es von gutem arthouse-kino auch in anderen ländern kennt.

dass es von derartiger ernstzunehmender kunst im kino und fernsehen nicht wirklich viel zu sehen gibt bzw. produziert wird, liegt wohl eher in der natur der sache. daran braucht man sich nicht weiter zu stören. es reicht, wenn man entsprechende künstlerisch-kinematographische bemühungen von all dem anderen wertlosen schrott zu unterscheiden vermag und die damit verbunden orientierungen und [sub-]kultur genießt und pflegt.

dass man den lauf der welt nicht zu ändern vermag, und sich deshalb besser gar nicht erst lang über die niveaulosigkeit div. mainstram produktionen [und noch viel weniger natürlich über völlig unreflektierter gebrauchsfilmerei] lange auslassen od. ärgern sollte, ist ja wirklich nichts neues...




Starshine Pictures
Beiträge: 2369

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Starshine Pictures » Do 11 Jul, 2019 07:06

Mal sehen wie der hier ist ... 6,4 auf IMDB ist jetzt auch nicht der Knaller.

www.stephanlist.com
*Aktuell in Vaterschaftspause*




iasi
Beiträge: 13623

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Do 11 Jul, 2019 09:28

mash_gh4 hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 02:04
.

dass man den lauf der welt nicht zu ändern vermag, und sich deshalb besser gar nicht erst lang über die niveaulosigkeit div. mainstram produktionen [und noch viel weniger natürlich über völlig unreflektierter gebrauchsfilmerei] lange auslassen od. ärgern sollte, ist ja wirklich nichts neues...
Vielleicht liegt hier aber auch das Problem:
dass man den lauf der welt nicht zu ändern vermag


Wenn die Leute fehlen, die ein Thema umtreibt und die wirklich etwas zu ändern versuchen, werden die Produktionen leer und bestenfalls oberflächlich sein, denn Themen werden oft nur als Vehikel missbraucht.
Das Kopieren ist zudem auch sehr beliebt:
Ich hab auch mal in das hochgelobte "Dark" reingesehen. Sofort musste ich u.a. an "Stranger Things" denken.

Wer nichts zu sagen hat, wird eben auch nur filmische Worthülsen produzieren, statt die filmische Sprache als Ausdrucksmittel zu nutzen.




dosaris
Beiträge: 960

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von dosaris » Do 11 Jul, 2019 09:36

wow,

das ging fix:

dieser threat - kaum begonnen - ist bereits verfilmt worden: ;-)

https://www.filmportal.de/film/gegensch ... e15ca27c88

(ok, bin etwas voreingenommen, da mein Favorit (Pete Ariel) mitspielt )




rainermann
Beiträge: 1544

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von rainermann » Do 11 Jul, 2019 09:53

Naja, der Neue Deutsche Film.. ich hab's ja als Jugendlicher miterlebt. Klar gab es Fassbinder, Wenders, Lilienthal (unser Dozent) und Co. Das war aber nur die Creme de la Creme. Der Neue Deutsche Film, das hieß damals aber oftmals auch sprödes Autorenschaffen mit 3-4 Zuschauern im kleinen Schachtelkino am Bahnhof. Langweilige Ergüsse, die dank Filmförderung nicht auf große Zuschauerzahlen zielten, sondern eher auf eine Selbsttherapie des Regisseurs/Filmemachers. Das war auch nix. Bis dann jemand wie Eichinger kam und den Deutschen zeigte, dass sie durchaus immer noch richtiges Kino machen konnten. Die "Blechtrommel" war auch gut - einerseits auch Richtung Neuer Deutscher Film, anspruchsvoll mit literarischem Hintergrund und deutscher Geschichte, andrerseits auch großes Unterhaltungskino mit viel Schauwert. Wobei man schon sagen muss, in den 80ern gab's die volle deutsche Kinobandbreite: von Achternbusch über Wenders bis Eichinger. Die Lisa-Film drehte und der Filmverlag der Autoren drehte, es gab das Herzog-Kinski-Gespann und selbst Didi war im Kino. Langweilig war's jedenfalls nicht auf den Leinwänden.




iasi
Beiträge: 13623

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Do 11 Jul, 2019 10:04

Starshine Pictures hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 07:06
Mal sehen wie der hier ist ... 6,4 auf IMDB ist jetzt auch nicht der Knaller.

Mehr als 3 Mio.€ Fördergelder - wofür?
Einen oberflächlichen Liebesfilm?
... wo er sich Hals über Kopf in die französische Tänzerin Milou verliebt.

Der Bau der Berliner Mauer als Vehikel und wohl als Häppchen für die Vergabegremien.

Schon aus dem Trailer trieft der belanglose Kitsch. Hohler Pomp.
In der Rezeption hier, werden die Punkte genannt, die man durchaus auf den deutschen Film verallgemeinern kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Traumfabrik_(2019)

Es sieht zudem nicht danach aus, dass er wenigstens an der Kinokasse erfolgreich sein wird.




rainermann
Beiträge: 1544

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von rainermann » Do 11 Jul, 2019 10:07

Was wäre denn dann Deiner Meinung nach ein Beispiel für einen sehr guten Deutschen Film?!




speven stielberg
Beiträge: 305

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von speven stielberg » Do 11 Jul, 2019 10:10

iasi hat geschrieben:
Mi 10 Jul, 2019 22:45
Vielleicht gilt es auch heute wieder zu fordern:
... eine Auseinandersetzung mit politischen, gesellschaftskritischen und zeitgeschichtlichen Themen. Der Film solle nicht unterhalten, sondern Denkanstöße für den Zuschauer geben. Filmemacher sollten finanziell unabhängig werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Deutscher_Film
Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt alle über mich herfallen, "oute" ich (mittelalt, Hochschulabschluss) mich mal: Den ganzen Tag über (Horror-) Nachrichten hören, reicht mir. Ganz sicher werde ich mir abends, nach Feierabend, nicht auch noch Problemfilme angucken. Falls meine Schmerzgrenze tagsüber mal nicht überschritten wurde, schau ich mir abends auch mal noch ne Reportage oder eine Doku an (Gestern - oder vorgestern? - zum Beispiel die Reportage über die kleinen Fischer auf der Welt auf arte). Aber wie gesagt: Problemfilme brauch ich nicht. Für mein Seelenheil flüchte ich abends gerne in Welten, in denen der Kapitalismus abgeschafft wurde (Star Trek!) oder generell in denen das Böse vom Guten kräftig eins in die Fresse kriegt. Ich brauch das in diesen Zeiten und steh dazu.




iasi
Beiträge: 13623

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Do 11 Jul, 2019 10:16

rainermann hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 10:07
Was wäre denn dann Deiner Meinung nach ein Beispiel für einen sehr guten Deutschen Film?!
Was z.B. in Richtung "Traumfabrik" geht:
Schtonk!
Good Bye, Lenin!




Drushba
Beiträge: 1688

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Drushba » Do 11 Jul, 2019 10:17

speven stielberg hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 10:10
iasi hat geschrieben:
Mi 10 Jul, 2019 22:45
Vielleicht gilt es auch heute wieder zu fordern:
... eine Auseinandersetzung mit politischen, gesellschaftskritischen und zeitgeschichtlichen Themen. Der Film solle nicht unterhalten, sondern Denkanstöße für den Zuschauer geben. Filmemacher sollten finanziell unabhängig werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Deutscher_Film
mittelalt, Hochschulabschluss... Den ganzen Tag über (Horror-) Nachrichten hören, reicht mir. Ganz sicher werde ich mir abends, nach Feierabend, nicht auch noch Problemfilme angucken...
"Problemfilme") Vokabular wie bei meiner Grossmutter! Sicher dass Du nur "mittelalt" bist?)
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




rainermann
Beiträge: 1544

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von rainermann » Do 11 Jul, 2019 10:18

speven stielberg hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 10:10
iasi hat geschrieben:
Mi 10 Jul, 2019 22:45
Vielleicht gilt es auch heute wieder zu fordern:
... eine Auseinandersetzung mit politischen, gesellschaftskritischen und zeitgeschichtlichen Themen. Der Film solle nicht unterhalten, sondern Denkanstöße für den Zuschauer geben. Filmemacher sollten finanziell unabhängig werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Deutscher_Film
Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt alle über mich herfallen, "oute" ich (mittelalt, Hochschulabschluss) mich mal: Den ganzen Tag über (Horror-) Nachrichten hören, reicht mir. Ganz sicher werde ich mir abends, nach Feierabend, nicht auch noch Problemfilme angucken. Falls meine Schmerzgrenze tagsüber mal nicht überschritten wurde, schau ich mir abends auch mal noch ne Reportage oder eine Doku an (Gestern - oder vorgestern? - zum Beispiel die Reportage über die kleinen Fischer auf der Welt auf arte). Aber wie gesagt: Problemfilme brauch ich nicht. Für mein Seelenheil flüchte ich abends gerne in Welten, in denen der Kapitalismus abgeschafft wurde (Star Trek!) oder generell in denen das Böse vom Guten kräftig eins in die Fresse kriegt. Ich brauch das in diesen Zeiten und steh dazu.
So ist es - diese Problemfilme füllten in den 70er/80ern die Kinos. Aber nur die Leinwand - die Sitze blieben leer. Auch das Wort Problemfilm fiel immer wieder im Zusammenhang mit dem Neuen Deutschen Film... Eine kleine Clique Filmemacher lebte in seiner eigenen kleinen Blase, durchgefüttert von der Filmförderung.




rainermann
Beiträge: 1544

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von rainermann » Do 11 Jul, 2019 10:19

iasi hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 10:16
rainermann hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 10:07
Was wäre denn dann Deiner Meinung nach ein Beispiel für einen sehr guten Deutschen Film?!
Was z.B. in Richtung "Traumfabrik" geht:
Schtonk!
Good Bye, Lenin!
ok, stimme ich zu!




pixelschubser2006
Beiträge: 1653

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von pixelschubser2006 » Do 11 Jul, 2019 10:25

Offen gestanden habe ich den klassischen "deutschen" Kinofilm nicht mehr so im Blick, weil meine bessere Hälfte und ich dank kleiner Kinder eh nur selten ins Kino gehen. Und wenn, sind Kinderfilme angesagt. Gehen wir alleine, dann schauen wir gerne deutsche Komödien. Nicht immer wirklich originell, oft vorhersehbare Handlung. Gut unterhalten fühlten wir uns trotzdem, und nichts anderes wünschten wir uns.
Noch besser sieht es bei den Fernsehfilmen in Spielfilmlänge aus. Da gibt es mehr Nachschub, als man vernünftigerweise konsumieren kann. Auch wenn hier gefühlt 70% Krimis sind und 28% Liebeskomödien. Allerdings gibt es in beiden Genres genug sehenswerte Filme, also so what. Einzig bei den Wiederholungen wünsche ich mir ein breiteres Angebot. Ich bin echt ein absoluter Wilsberg-Fan, aber eine Folge pro Jahr dreimal sehen ist einfach too much.
Dabei sind die Archive voll mit alten, guten Serien. Statt kitschiger Heimatfilme aus den 60ern könnte man mal wieder alte Tatort-Episoden aus den 70ern zeigen. Die sind stilistisch auch interessant und mal eine willkommene Abwechslung vom Hier-und-Jetzt.
Was aber tatsächlich bei den Komödien fehlt, sind alte "Haudegen" wie Loriot, die auch 90 Minuten vollmachen. Didi Hallervorden ist zwar auch eine absolute Legende und durchaus noch präsent, aber für seine Slapstick-Werke leider zu alt. Und selbst diese Filme werden leider kaum noch gezeigt...




speven stielberg
Beiträge: 305

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von speven stielberg » Do 11 Jul, 2019 10:41

Da schließe ich mich einem Vorredner an: ich gehe gerne ins Kino, um auf großer Leinwand großartige Bilder ("Der Weltraum - unendliche Weiten", "Der sich nen Wolf tanzt") zu gucken. Aber wieso ich eine "Deutsche Kommödie" im Kino ansehen sollte, wüsste ich - ehrlich gesagt - nicht. Dazu reicht auch ne Glotze.

Nebenbei: ich geh eh kaum noch ins Kino, da mir die ständige Fresserei der Leute - ich hab das Gefühl, dass manche Menschen hauptsächlich zum Essen ins Kino gehen - tierisch auf den Zeiger geht.
Zuletzt geändert von speven stielberg am Do 11 Jul, 2019 10:44, insgesamt 1-mal geändert.




cantsin
Beiträge: 6364

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von cantsin » Do 11 Jul, 2019 10:44

Ein Tipp bezüglich deutscher Film: Dominik Grafs grandioser Actionfilm "Die Sieger" steht jetzt im erstmals veröffentlichten Director's Cut noch ein paar Tage lang in der BR-Mediathek (und erscheint danach auf BluRay): https://www.br.de/mediathek/video/actio ... 001a272698

Das Kinokassen-Desaster dieses - von Eichinger produzierten - Films in den 90ern bedeutet (IMHO) retrospektiv das Ende aller anspruchsvollen Genrekino-Ambitionen in Deutschland.

Der Film lief ja damals in Konkurrenz zu den inflationären Sönke Wortmann-/Katja Riemann-Beziehungskomödien, die mit wenig Budget viel Kasse machten und - genau besehen - Fernsehfilme mit Kinoauswertung waren. Und irgendwann lief diese Art Film halt nicht mehr im Kino, sondern definierte den öffentlich-rechtlichen Fernsehfilm-Mainstream.

Vielleicht ist Deutschland ja damit ungewollt Vorreiter bei der Medienentwicklung: Der Tod des Kinos wurde hier schon vorweggenommen. Gäbe es keine Filmförderung, würde wohl kein einziger deutscher Film im Kino laufen - und die deutschen Filme, die noch im Kino gezeigt werden, sind i.d.R. Vorpremieren von Fernsehproduktionen.




Drushba
Beiträge: 1688

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Drushba » Do 11 Jul, 2019 10:48

rainermann hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 10:18
So ist es - diese Problemfilme füllten in den 70er/80ern die Kinos. Aber nur die Leinwand - die Sitze blieben leer. Auch das Wort Problemfilm fiel immer wieder im Zusammenhang mit dem Neuen Deutschen Film... Eine kleine Clique Filmemacher lebte in seiner eigenen kleinen Blase, durchgefüttert von der Filmförderung.
Merkwürdigerweise werden wir dafür im Ausland gelobt. Gerade das Quattro Herzog, Wenders, Schlöndorff und Fassbinder rettet in französischen, britischen und amerikanischen Augen ziemlich oft die deutsche Filmehre. Katja Riemann eher nicht.

Generell ist Deutschland eher ein Maschinenschrauberland als eine künstlerisch-geistige Oase. Film kann dem entsprechen, muß aber nicht.)
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




rainermann
Beiträge: 1544

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von rainermann » Do 11 Jul, 2019 11:01

Drushba hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 10:48
rainermann hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 10:18
So ist es - diese Problemfilme füllten in den 70er/80ern die Kinos. Aber nur die Leinwand - die Sitze blieben leer. Auch das Wort Problemfilm fiel immer wieder im Zusammenhang mit dem Neuen Deutschen Film... Eine kleine Clique Filmemacher lebte in seiner eigenen kleinen Blase, durchgefüttert von der Filmförderung.
Merkwürdigerweise werden wir dafür im Ausland gelobt. Gerade das Quattro Herzog, Wenders, Schlöndorff und Fassbinder rettet in französischen, britischen und amerikanischen Augen ziemlich oft die deutsche Filmehre. Katja Riemann eher nicht.

Generell ist Deutschland eher ein Maschinenschrauberland als eine künstlerisch-geistige Oase. Film kann dem entsprechen, muß aber nicht.)
Herzog, Fassbinder und Co. hatte ich ja ausgenommen: "Klar gab es Fassbinder, Wenders, Lilienthal (unser Dozent) und Co. Das war aber nur die Creme de la Creme. Der Neue Deutsche Film, das hieß damals aber oftmals auch sprödes Autorenschaffen mit 3-4 Zuschauern im kleinen Schachtelkino am Bahnhof."
Gegen die lasse ich auch wenig kommen, war eher Richtung Achternbusch und Co gerichtet. Wobei die Co-Namen heute keinem mehr was sagen würden. Achternbusch ist immerhin noch ein Künstler und in seiner Schrägheit durchaus noch unterhaltsam.




dustdancer
Beiträge: 1065

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von dustdancer » Do 11 Jul, 2019 11:18

Drushba hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 10:48
...Generell ist Deutschland eher ein Maschinenschrauberland als eine künstlerisch-geistige Oase. Film kann dem entsprechen, muß aber nicht.)
Da würden sich aber alle Wegbereiter der Literatur- und Geisteswissenschaften im Grabe umdrehen. Einfach mal Kulturhistorisch mit Deutschland auseinander setzen und anscheinend staunen...
Sorry, ist halt genauso stumpf pauschalisierend wie iasi und seine hanebüchenen Theorien.
Vielleicht erst einmal die Rahmenbedingungen definieren unter denen die Theorien erstellt werden. Das sollte man im ersten Semester, maximal im Zweiten lernen. Wenn das aber immer noch nicht vom selbsternannten Retter der deutschen Filmlandschaft durchgeführt wird, sollte man vielleicht dem Thread keine Beachtung schenken.
Und ja, diesen Schuh muss ich mir auch anziehen.




Drushba
Beiträge: 1688

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Drushba » Do 11 Jul, 2019 11:34

dustdancer hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 11:18

Da würden sich aber alle Wegbereiter der Literatur- und Geisteswissenschaften im Grabe umdrehen. Einfach mal Kulturhistorisch mit Deutschland auseinander setzen und anscheinend staunen...
Sorry, ist halt genauso stumpf pauschalisierend wie iasi und seine hanebüchenen Theorien.
Dann setzen wir uns mal kulturhistorisch mit der Zahl der Rezipienten auseinander.) Wo beginnen - mit den kulturhistorischen Größen? Goethes aktive Leserschaft zu Lebzeiten lag (wissen wie von erhaltenen Verlagszahlen) bei etwa 10000. Sein Schwager Vulpius kam mit einem Räuberfortsetzungsroman zeitgleich auf das 10-fache und war überall Stadtgespräch - unter den Gebildeten wohlgemerkt.) Gottfried Benn rechnete zum Ende seines Lebens seine literarischen Gesamteinnahmen aus: Keine 8000 Mark und konnte daher nur als Arzt überleben. Die Liste liesse sich endlos weiterführen. Wer hier im 18. und 19. Jahrhundert keinen Gönner oder gut bezahlten Hauptjob hatte, war aufgeschmissen. Kunst, das war Nebenprodukt. Und dies zu einer Zeit, da Literaten und Künstler in Frankreich hervorragend von ihrer Arbeit leben konnten.

Deutschland ist eher das Land, in welchem die Klassiker unberührt in jedem bürgerlichen Regal stehen und Groschenromanniveau auf dem Sofa, auf der Mattscheibe und auf der Leinwand zu sehen ist. Um mal stumpf entlang der Zahlen zu pauschalisieren.)

Und mal ein "hanebüchener" Vergleich zu Russland: Wer dieser Tage in St. Petersburg oder Kaliningrad im Bus fährt wird typischerweise überall Klassiker-lesende Leute sehen. In Kaliningrad sass mir kürzlich eine junge Frau gegenüber, die auf dem Iphone zwar Musik hörte aber "Crome Yellow" von Huxley las. Einfach so. Weil gebildetes Lesen eben dazugehört, auch für sie, die als Rezeptionistin in einer Hotelkette arbeitete, wie sich heraustellte. Wer in Film-Frankreich zum Abendessen eingeladen ist, muss den Smalltalk über neueste litrarische Strömungen beherrschen oder sein Outing als krachledernder Kretin befürchten. Auch einfach so, weils dazugehört. Wie ist das nochmal in Deutschland? Und wie unterscheiden sich die Filme?)
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274

Zuletzt geändert von Drushba am Do 11 Jul, 2019 11:57, insgesamt 1-mal geändert.




Reinhard S
Beiträge: 231

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Reinhard S » Do 11 Jul, 2019 11:57

speven stielberg hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 10:41
Nebenbei: ich geh eh kaum noch ins Kino, da mir die ständige Fresserei der Leute - ich hab das Gefühl, dass manche Menschen hauptsächlich zum Essen ins Kino gehen - tierisch auf den Zeiger geht.
Ich seh das auch so: ich fühl' mich in einem Kino einfach nicht mehr wohl - schon der Popcorn-Gestank im Foyer, unsauber manchmal zwischen den Sitzen und am WC, die Fresserei und Quatscherei der anderen, oftmals ist die Tonanlage zu laut eingestellt, weil es manchen nicht laut genug sein kann...

... und dann die immer mehr ausufernde, dämliche Kinowerbung, die man nicht vorspulen kann (früher gab's Donald Duck Vorfilme...)

... ich muss mir das nicht mehr antun und hab' Zeit zu warten, bis der Film im TV läuft oder zumindest als BR erhältlich ist - dafür hab' ich mir mein Heimkino etwas aufgemotzt.

LG




Jörg
Beiträge: 7460

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Jörg » Do 11 Jul, 2019 12:23

Drushbas Beschreibung der heutigen Situation ist nehezu kongruent mit meiner.
Fähre nach Island, die Nordlichter lesen, die deutschen beschweren sich am infostand, dass kein twitter und FB zu empfangen sind, die Satellitenoption lässt sie, nach Bekanntgabe der Minutenpreise, lauf lamentierend ihren Unmut über den Nordatlantik verteilen.

Der Bildungsstand von jungen Balten, Polen und Russen ist soweit von unserer Jugend entfernt, wie ihre Länder.
Die Qualität ihrer Sprachkenntnisse erreicht in Englisch fast die legendären Skandinavier und Holländer.
Wen wundert es, dass sich solche Defizite auch in der Filmkunst niederschlagen, zumal sich dann die gesamten Horrorszenarien,
wie von Reinhard S beschrieben, in den Kinos fortsetzen.
Aus einem Kinofanatiker bin ich mangels Masse, und der beschriebenen Mängel, ein Kinoverweigerer geworden,
der lediglich ein Paar Perlen sucht und anschaut. Dank Berlin gibt es sie, nach mikroskopischer Suche, ab und an zu finden.
Letzte Perle" Die Wiese" von Jan Haft ;-))




iasi
Beiträge: 13623

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Do 11 Jul, 2019 13:21

Kino ist nicht tot.
Deutscher Film war einmal international mit dabei.

Filme müssen nicht nur unterhalten:
Hier hat schon der Trailer mehr Handlung und Tiefe als so mancher deutsche Film, denn die Filmemacher haben uns etwas zu sagen:




iasi
Beiträge: 13623

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Do 11 Jul, 2019 13:57

https://www.spiegel.de/kultur/tv/kidnap ... 74243.html

Man kann vieles herauslesen:

ein Remake
Netflix übernimmt den fertigen Film
vor fünf Jahren noch 20.000 Kinozuschauer - heute nur noch 3.000
Unser Motto war: Das muss aussehen wie bei "Seven"

Kein Wort darüber, worum es im Film eigentlich geht - warum dieses Remake - welches Thema ...

Viel gedreht wird in D doch nicht erst seit Netflix ...
Schaue ich mir das Filmangebot bei den Öffentlich Rechtlichen an, so ist da doch schon seit Jahren eine regelrechte Schwemme an deutschen Filmen zu sehen.




mash_gh4
Beiträge: 3074

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von mash_gh4 » Do 11 Jul, 2019 14:18

iasi hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 13:21
Hier hat schon der Trailer mehr Handlung und Tiefe als so mancher deutsche Film, ...
naja, der trailer reicht zumindest, um einigermaßen sicher zu wissen, dass ich mir das nicht ansehen will/werde. ;)

bevor ich mir diese farbspielereien und das begleitende gedudel reinziehe, suche ich lieber nach antworten in s/w (notfalls auch auf papier) und einer tonspur, wo man tatsächlich auch die ohren sinnvoll zu nutzen vermag...

ich verstehe schon, dass manche zeitgenossen derartiges für großes kino halten, aber in dieser hinsicht sympathisiere ich auch weiterhin mit einer winzigen minderheit deutlich kompromissloserer kino-rebellen und -revoluzer, die die dinge ganz grundsätzlich anders sehen




iasi
Beiträge: 13623

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Do 11 Jul, 2019 15:03

mash_gh4 hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 14:18
iasi hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 13:21
Hier hat schon der Trailer mehr Handlung und Tiefe als so mancher deutsche Film, ...
naja, der trailer reicht zumindest, um einigermaßen sicher zu wissen, dass ich mir das nicht ansehen will/werde. ;)

bevor ich mir diese farbspielereien und das begleitende gedudel reinziehe, suche ich lieber nach antworten in s/w (notfalls auch auf papier) und einer tonspur, wo man tatsächlich auch die ohren sinnvoll zu nutzen vermag...

ich verstehe schon, dass manche zeitgenossen derartiges für großes kino halten, aber in dieser hinsicht sympathisiere ich auch weiterhin mit einer winzigen minderheit deutlich kompromissloserer kino-rebellen und -revoluzer, die die dinge ganz grundsätzlich anders sehen

ja - die winzigen Minderheiten.

Sie lieben es unter sich und etwas besonderes zu sein. Sie sind sich selbst genug.
rebellen und -revoluzer nennen sie sich gern. :)
Denn es ist ihnen wichtig, anderes zu sein - mehr dann aber auch nicht.




rainermann
Beiträge: 1544

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von rainermann » Do 11 Jul, 2019 15:28

so, durch diesen Thread mal wieder neugierig auf's Thema geworden, hab ich mir eben folgenden Buchklassiker bestellt:
https://www.ebay.de/itm/Der-deutsche-Fi ... 0227.m3827

gibt noch 2 Exemplare, wer Lust hat...




mash_gh4
Beiträge: 3074

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von mash_gh4 » Do 11 Jul, 2019 15:51

rainermann hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 15:28
so, durch diesen Thread mal wieder neugierig auf's Thema geworden, hab ich mir eben folgenden Buchklassiker bestellt:
Bild
gibt noch 2 Exemplare, wer Lust hat...
ja -- vor mir hier am schreibtisch liegt ein buch, das etwa 10 jahre später geschrieben wurde, aber durchaus ähnliche kritische worte zur konkreten situation des filmschaffens in einigen länder bzw. deren materiellen ursachen und rahmenbedingungen findet:

Bild
(==> Inhaltsverzeichnis)

von einem unbeugsamen und beinahe vergessenem autor und filmemacher, dem in letzter zeit ja zum glück wieder ein klein wenig mehr aufmerksamkeit geschenkt wird. (siehe: https://jungle.world/artikel/2018/20/wi ... o?page=all).




dustdancer
Beiträge: 1065

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von dustdancer » Do 11 Jul, 2019 19:44

Drushba hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 11:34


Dann setzen wir uns mal kulturhistorisch mit der Zahl der Rezipienten auseinander.) Wo beginnen - mit den kulturhistorischen Größen? Goethes aktive Leserschaft zu Lebzeiten lag (wissen wie von erhaltenen Verlagszahlen) bei etwa 10000. Sein Schwager Vulpius kam mit einem Räuberfortsetzungsroman zeitgleich auf das 10-fache und war überall Stadtgespräch - unter den Gebildeten wohlgemerkt.) Gottfried Benn rechnete zum Ende seines Lebens seine literarischen Gesamteinnahmen aus: Keine 8000 Mark und konnte daher nur als Arzt überleben. Die Liste liesse sich endlos weiterführen. Wer hier im 18. und 19. Jahrhundert keinen Gönner oder gut bezahlten Hauptjob hatte, war aufgeschmissen. Kunst, das war Nebenprodukt. Und dies zu einer Zeit, da Literaten und Künstler in Frankreich hervorragend von ihrer Arbeit leben konnten.

Deutschland ist eher das Land, in welchem die Klassiker unberührt in jedem bürgerlichen Regal stehen und Groschenromanniveau auf dem Sofa, auf der Mattscheibe und auf der Leinwand zu sehen ist. Um mal stumpf entlang der Zahlen zu pauschalisieren.)

Und mal ein "hanebüchener" Vergleich zu Russland: Wer dieser Tage in St. Petersburg oder Kaliningrad im Bus fährt wird typischerweise überall Klassiker-lesende Leute sehen. In Kaliningrad sass mir kürzlich eine junge Frau gegenüber, die auf dem Iphone zwar Musik hörte aber "Crome Yellow" von Huxley las. Einfach so. Weil gebildetes Lesen eben dazugehört, auch für sie, die als Rezeptionistin in einer Hotelkette arbeitete, wie sich heraustellte. Wer in Film-Frankreich zum Abendessen eingeladen ist, muss den Smalltalk über neueste litrarische Strömungen beherrschen oder sein Outing als krachledernder Kretin befürchten. Auch einfach so, weils dazugehört. Wie ist das nochmal in Deutschland? Und wie unterscheiden sich die Filme?)
Wird nicht besser deine stumpfen Pauschalisierungen, die maximal auf deinem persönlichen Erlebnishorizont beruhen. Und nein, man muss nicht unbedingt Klassiker lesen, die Gegenwartsliteratur hat auch genug zu bieten. Das muss halt jeder mit sich aus machen. Schlimm ist nur die bürgerliche Einstellung, die du bei dir durchblicken lässt, die du oben gerade bemängelst. Jeder der nicht meine Vorstellungen hat und entspricht ist minderwertig. Sorry. Vielleicht einfach mal offen sein, interessiert erleben und ein wenig den eignen Muff loswerden und schon erlebt man ein sehr kulturell aktives Land mit jeder Menge klugen Künstlern.
Oder halt weiter hinter den Regeln und Wertern des Bildungsbürgertums verstecken und allem, was man nicht kennt und versteht den Wert absprechen.

Gilt auch für das, was unten bei Jörg drin steht. Der aber eher die Jugend gerade verteufelt. Nennt man übrigens Juvenoia und ist auch schon zu Zeiten der alten Griechen en vogue gewesen.




iasi
Beiträge: 13623

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Do 11 Jul, 2019 20:17

Bildungsbürgertum - Sozialister Film - Kapitalistischer Film

Da fällt mir immer Nietzsches "Letzter Mensch" ein.
Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume. Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.

Man arbeitet noch, denn Arbeit ist eine Unterhaltung. Aber man sorgt dass die Unterhaltung nicht angreife.

Man wird nicht mehr arm und reich: Beides ist zu beschwerlich. Wer will noch regieren? Wer noch gehorchen? Beides ist zu beschwerlich.

Kein Hirt und Eine Heerde! Jeder will das Gleiche, Jeder ist gleich: wer anders fühlt, geht freiwillig in's Irrenhaus.

»Ehemals war alle Welt irre« – sagen die Feinsten und blinzeln.

Man ist klug und weiss Alles, was geschehn ist: so hat man kein Ende zu spotten. Man zankt sich noch, aber man versöhnt sich bald – sonst verdirbt es den Magen.

Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die Nacht: aber man ehrt die Gesundheit.

»Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln –


Wird der deutsche Film vom letzten Menschen beherrscht? :)

Vielleicht braucht es wieder Nietzsches "Schaffenden" ... ;)




Drushba
Beiträge: 1688

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Drushba » Do 11 Jul, 2019 20:53

dustdancer hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 19:44
Wird nicht besser deine stumpfen Pauschalisierungen, die maximal auf deinem persönlichen Erlebnishorizont beruhen.
Ups.)
"Was immer du tust, irgendwann wirst du es bereuen." Thomas von Aquin 1225-1274




Jörg
Beiträge: 7460

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Jörg » Do 11 Jul, 2019 22:23

Gilt auch für das, was unten bei Jörg drin steht. Der aber eher die Jugend gerade verteufelt
bin weit davon entfernt die Jugend zu verteufeln... meine Meinung beruht auf realen Reflexionen.
Wer so häufig in fremden Ländern ist, bekommt ein Gespür für Stimmungen, erlebt Dinge,
die man wunderbar mit den heimischen Vorgängen vergleichen kann.
Den realen Zustand unseres Bildungssystems belegen die ständigen Überprüfungen recht gut, Pisa und ähnliches zeigt
nicht gerade überragende Leistungswerte unserer Probanden...
Ähnliche Unterschiede zwischen Bewohnern europäischer Staaten kann man auch in den Altersgruppen >60 machen.




iasi
Beiträge: 13623

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von iasi » Do 11 Jul, 2019 22:40

Jörg hat geschrieben:
Do 11 Jul, 2019 22:23

Wer so häufig in fremden Ländern ist, bekommt ein Gespür für Stimmungen, erlebt Dinge,
die man wunderbar mit den heimischen Vorgängen vergleichen kann.
aha - mal durchreisen und schon kennt man ein Land, die Leute, das Bildungssystem, den Bildungsstand ...

Ganz so, wie der Sonnenkönig sein Land und sein Volk kannte.




Jörg
Beiträge: 7460

Re: "der deutsche Film ganz schwach"

Beitrag von Jörg » Do 11 Jul, 2019 23:09

meine Güte iasi, ich habe 50 Jahre Erfahrung damit auch außerhalb DE zu leben,
spreche ein paar Sprachen außer deutsch, ich glaube mehr als nur Transit Erfahrung aufweisen zu können ;-))




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