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Wie steht es um eure privaten Filme?



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klusterdegenerierung
Beiträge: 11988

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von klusterdegenerierung » So 13 Jan, 2019 18:50

Sehe ich nicht so und natürlich werde ich Fotos mit intergrieren.
Wenn man eine art timeline als modernes Filmchen zusammenstellt, sollte das auch den Kindern gefallen und ab einer gewissen Zeit hat es dann eh nix mehr mit gefallen, sondern mit Ehrfurcht zu tun, da ist man dann vielleicht froh überhaupt noch was zu sehen, denn manchmal kommt auch alles ganz anders als man gedacht hat!
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




domain
Beiträge: 10754

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von domain » So 13 Jan, 2019 19:11

Ich denke, dass eine der wertvollsten Archivierungsmethoden ein sprechendes Fotoalbum sein könnte, vorausgesetzt, die derzeitige Haltbarkeit von Farb-Ausdrucken oder Polaroidfotos könnte SW-Fotos entsprechen. Für Videos will sich keiner mehr so richtig Zeit nehmen.




Sammy D
Beiträge: 1113

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von Sammy D » So 13 Jan, 2019 19:42

Ich organisiere das Rohmaterial (Fotos und Videos getrennt) erst nach Jahr in Ordnern, dann unterteilt nach Events (z.B. Geburtstag, Weihnachten, Reisen, Ausfluege etc.). Gibt es keine speziellen Ereignisse, sondern nur wenige Schnappschuesse unterteile ich diese in "Outdoor" und "Home".

Bearbeitete Bilder und transcodierte Videos kommen mit dem obigen System ins App "Photos". Die Chronologie uebernimmt Photos, die Ordner sind Events.

Wenn ich gar keine Lust habe, kommen die JPGs aus der Kamera und unbearbeitete, transkodierte Videos direkt in die App. Bei mehr Muße schneide ich aus den Clips die Wackler und unnoetigen Sequenzen raus, kleine Farbkorrektur, Audio normalisieren, aber ohne Story - einfach aneinanderreihen.

Ehrlich gesagt wertschaetzt die Form und den Inhalt (Story) sowieso niemand aus meiner Familie. Sie waeren wohl auch mit ausgewaschenem DV zufrieden, solange irgendwas zu erkennen ist.
Zugebenerweise finde ich, dass die alten Wackel-Sachen, die mit 8mm und spaeter mit DV gemacht wurden, viel mehr Charme besitzen und nostalgischer wirken als jetzige knackscharfe Steadyshots in 4K. Aber ich bin halt schon aelter...

Wenn ich wirklich mal einen Familien-Kurzfilm mache (einmal im Jahr), so ist das reiner Selbstzweck. Alle waeren wohl mit Vertical-Handy-Video zufrieden. :P




domain
Beiträge: 10754

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von domain » So 13 Jan, 2019 20:16

Sammy D hat geschrieben:
So 13 Jan, 2019 19:42
Ehrlich gesagt wertschaetzt die Form und den Inhalt (Story) sowieso niemand aus meiner Familie. Sie waeren wohl auch mit ausgewaschenem DV zufrieden, solange irgendwas zu erkennen ist.
So ist es, gilt jedenfalls für Amateure.
Daher auch echt amusant, die immer weiter fortschreitenden Qualitätsbemühungen von "Profis" in Punkto Auflösung, Vermeidung von Überstrahlungen, Vermeidung von Artefakten und herauskitzelndem Qulitätsgewinn bei RAW.
Gilt alles nicht für Amateure, die wollen nur Wesentliches erkennen können und je bescheidener die Qualität ist, umso authentischer ;-)




Schleichmichel
Beiträge: 2141

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von Schleichmichel » So 13 Jan, 2019 22:26

Die Technik ist ziemlich sekundär. Wenns ordentlich aussieht, ist es gut. Aber es geht in erster Linie ums Motiv. Vor einiger Zeit tauchte auf YouTube ein Clip von jemanden auf, in dem 8mm-Aufnahmen aus den frühen 80ern unserer Kreisstadt Warendorf zu sehen waren. Einfach Aufnahmen aus einem fahrenden Auto. Sehr schlecht auf Video übertragenes Filmchen. Trotzdem: Das YT-Video machte hier eine große Welle. Denn der Witz dabei ist halt der, dass diese Strassen Heute für Autos gesperrt sind. Geschäfte, Schilder, Häuser, die es inzwischen in dieser Form nicht mehr gibt. Das macht den eigentlichen Reiz für Betrachter aus.

Es ist der Alltag in den Videos/Filmen, der in uns was beim betrachten macht. Die Dinge, die wir fast vergessen oder vielleicht anders in Erinnerung haben. Ich hätte GROSSE Lust, einen solchen Film über meine Heimatstadt Neufahrn zu sehen. Geschäfte, die es nicht mehr gibt, Strassen und öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder, die sich völlig verändert haben. Das Kino, dass Ende der 80er abgerissen wurde und welches fast niemand mehr kennt. Heisse Hexe am Bahnhof, die Art wie die Strassenlaternen oder Weihnachtsbeleuchtung aussahen, das Geschäft, in dem ich meine erste Schallplatte gekauft habe, etc. Ist halt jetzt alles - wenns keiner gefilmt hat und bald mal online stellt - weg.

Das wird irgendwann, neben den Menschen, die wir später nicht mehr um uns haben, das "Wesentliche" sein, was Domain meint.

Ich zeichne daher beiläufig viel solcher Dinge für meine Kinder aus ihrem Leben und ihrer Heimatstadt Telgte auf. Und einen Film mit Motiven, Szenen, Geschäften und Einrichtungen unserer Gemeinde wollte ich auch mal machen und dann, wie der Typ mit dem Warendorfer 8mm-Film, nach mindestens 30 Jahren im Bürgerhaus für 7€ Eintritt mal zeigen :)




klusterdegenerierung
Beiträge: 11988

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von klusterdegenerierung » So 13 Jan, 2019 22:40

Also ich habe nun einen Start gemacht und vorher mit meiner Frau drüber gesprochen wie die es findet wenn ich eine ambitionierte Slideshow mit clips zu einem interessanten Film zusammen schneide, sie meinte daraufhin das dies eine sehr sehr schöne Idee sei und wir uns dazu ja einen Beamer besorgen könnten und den Kindern endlich mal zeigen könnten was wir früher alles so gemacht haben und das wenn die Kinder sehen wie sie in Zeitraffer groß werden, ist dies sicher auch eine feine Sache.

Ich habe es mir jetzt leicht gemacht und einfach alle nach Jahren sortierten Ordner in ein Resolve Projekt gezogen.
Fotos werden etwas animiert und clips kurz geschnitten und auf highkights reduziert.

Das einzige was mich etwas nervt ist das Resolve mit manchen jpgs nicht klar kommt und ich sie vorher konvertieren muß.
Aber ein Anfang ist gemacht und nun gibt es ein Ziel. :-)

Danke Euch für den regen Austausch.
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Schleichmichel
Beiträge: 2141

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von Schleichmichel » Mo 14 Jan, 2019 12:45

Du hast auf jeden Fall die richtige Frau geheiratet, wenn sie vorschlägt, einen Beamer zu kaufen! :D




Darth Schneider
Beiträge: 2509

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von Darth Schneider » Mo 14 Jan, 2019 12:51

Wenn es um das präsentieren von Familien Fotos geht steigt die Bereitschaft von Mütter in Technik zu investieren seltsamerweise ganz plötzlich von null ins unermessliche.
Jetzt musst du nur noch immer wieder betonen das die Familienfime viel, viel schöner sein würden wenn du doch mit einer Red Dragon fimen könntest....
Gruss Boris




klusterdegenerierung
Beiträge: 11988

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 14 Jan, 2019 14:01

Darth Schneider hat geschrieben:
Mo 14 Jan, 2019 12:51
Wenn es um das präsentieren von Familien Fotos geht steigt die Bereitschaft von Mütter in Technik zu investieren seltsamerweise ganz plötzlich von null ins unermessliche.
Jetzt musst du nur noch immer wieder betonen das die Familienfime viel, viel schöner sein würden wenn du doch mit einer Red Dragon fimen könntest....
Gruss Boris
:-) Boris, Du bist echt knuffig!!
Ja das wäre eine gute Idee, muß ich mir merken.

Da ich aber nicht so auf Beamer stehe, werde ich mir wohl eher einen leihen oder alle aufs Bürosofa quetschen und ihn auf den 42er Pana gucken, muß reichen. ;-)

Ach noch mal ne Frage zu Resolve und dem Dynamiczoom feature, sowas gibt es nicht zufällig auch für rechts links slide, weil nur rein und raus zoomen ist auf Dauer ein bissle öde, aber jedes Bild keyen auch ein neues hobby? ;-)
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rainermann
Beiträge: 1275

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von rainermann » Mo 14 Jan, 2019 16:44

Wir drehen hier privat mit allem, was gerade griffbereit ist, wenn sich was mit den Kindern ergibt (erste Schritte, Worte, etc.) - von iPhone über iPad bis Knipse oder Videokamera. Die besten Ausschnitte kommen chronologisch auf eine Timeline und so haben wir jährlich einen ca. 2Std.-Familienfilm, in den Immer wieder mal gerne reingeschaut wird. Rohmaterial wird am Ende gelöscht. Mit kreativ filmen hat das wenig zu tun, ist einfach eine Ergänzung zu den Fotos. Verwandte bekommen vielleicht mal Ausschnitte zu sehen. Vor den Kindern hab ich extrem selten privat gefilmt, während dem Filmstudium damals sogar fast gar nix. Wenn es hier Usern gruselt, sich aus Massen an alten Clips was zusammenzuschneiden, kann ich auch nur sagen: der kreative Schnitt ist bei sowas absolut das unwichtigste. Highlights hintereinander setzen, ausspielen, das Zeug ist dokumentiert und der Berg Rohmaterial kann endlich weg.




rdcl
Beiträge: 238

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von rdcl » Mo 14 Jan, 2019 17:45

Ich habe früher öfter mal privat gefilmt, vor allem wenn ich auf Reisen war. Ich wollte mal einen ganzen Trip von fast einem Jahr komplett festhalten und einen ganz tollen Film daraus machen. Ich habe aber dann relativ schnell festgestellt, dass das nix wird. Um z.B. einen Urlaub wirklich so festzuhalten wie ich mir den Film dann am Ende vorstellen würde, würde ich die gesamte Zeit mit nichts anderem als Filmen beschäftigt sein. Ich will da am Ende nicht irgendein durchschnittliches Urlaubsvideo haben. Wenn dann soll es schon meinen eigenen Qualitätsansprüchen genügen. Es sollen also um Gottes Willen nicht nur irgendwelche beiläufigen Shots aneinander geschnitten sein, sondern es soll zumindest irgendeinen roten Faden haben und auch visuell auf der Höhe der Zeit sein. Das ist aber mit beschränkten Equipment garnicht möglich, und meine Zeit ist mir dafür auch zu Schade. Dazu kommt dann noch: Selbst wenn das Video dann wirklich hochwertig und interessant ist, wie oft schaut man sich sowas nochmal an? Ich zumindest eher garnicht.
Also habe ich das private Filmen komplett eingestellt und beschränke mich auf das Fotografieren. Von meinen Reisen drucke ich dann große und hochwertige Fotobücher. Ich mag es auch mal etwas "echtes" in der Hand zu halten und durch die Bücher zu blättern, aber selbst das kommt eher selten vor. Meistens nur wenn Freunde oder Verwandschaft da sind. Und auch mit dem Fotos bearbeiten komme ich absolut nicht hinterher. Ich habe hier noch über 1 TB an Fotos aus den letzten 5 Jahren auf der Platte die ich noch nicht bearbeitet habe.




klusterdegenerierung
Beiträge: 11988

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 14 Jan, 2019 18:37

Was ist denn beschränktes Euipment was nicht auf der Höhe der Zeit ist?
Wenn ich meine kleine a6300 mit Speedbooster & 35er Cinewali mit nehme, bin ich aber wesentlich weiter vorne als ne FS7 f4 18-110!

Selbst mit kleiner 16-50er Kitlinse und kleinem Gimbal kann ich da ganz entspannt schöne take realisieren.
Hab mal ein Beispiel angehangen, womit ich schon vor einiger Zeit gestartet, aber wegen mangelndem Konzept und Zeit gescheitert bin.

Filmen kann man schon schön, auch im Urlaub und zwichendurch, aber mit einem perfekten Schnitt etc. da kommt dann doch der Faktor Zeit zum überwiegen.

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Mediamind
Beiträge: 222

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von Mediamind » Mo 14 Jan, 2019 20:31

@ KLuster: Nette Locatio, schön in Szene gesetzt.
Mein Vorgehen für diese Art von Film ist ähnlich. Eine "Immerdabei" Knipse mal eben zum Einsatz gebracht und gut ist. Das Material schneide ich in der Regel direkt nach der Rückkehr zusammen. Ansonsten fehlt der Überblick und ein Berg, den man über Jahre aufgehäuft hat würde mich auch abschrecken.




klusterdegenerierung
Beiträge: 11988

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 14 Jan, 2019 20:44

Bei mir heißt der Berg momentan 14 Jahre, jaa da hätte man schon vorher mal tätig werden können! ;-))
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srone
Beiträge: 7057

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von srone » Mo 14 Jan, 2019 20:50

bei uns ist das einfacher, meine lebenspartnerin ist bildende künstlerin, wir planen und drehen auf unseren reisen nach plot und location, sozusagen ein halber tag dreh, die andere hälfte urlaub, da ergibt sich der schnitt sozusagen von selbst...;-)

lg

srone
"x-log is the new raw"




cantsin
Beiträge: 5271

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von cantsin » Di 15 Jan, 2019 00:03

Tip fürs private Filmen: Möglichst wenig Material drehen - maximal 15 Minuten -, möglichst innerhalb von 24 Stunden schneiden, maximal 5 Minuten Länge der Schnittfassung, noch am selben Tag per WeTransfer oder passwortgeschützten Vimeo-Link an alle Beteiligten schicken.




rdcl
Beiträge: 238

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von rdcl » Di 15 Jan, 2019 07:02

@ Kluster: Als ich "aufgegeben" habe mit dem privaten Filmen war die 5D MarkII noch so mit das Maß aller Dinge. Da war 4K, Gimbals etc. noch nicht wirklich groß verbreitet im Hobby-Bereich. Aber auch heute würde ich für so ein Projekt gerne externen Monitor, Slider und Drohne dabei haben, was aber dann für einen Urlaub für mich schon too much ist.




rainermann
Beiträge: 1275

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von rainermann » Di 15 Jan, 2019 09:21

rdcl hat geschrieben:
Di 15 Jan, 2019 07:02
@ Kluster: Als ich "aufgegeben" habe mit dem privaten Filmen war die 5D MarkII noch so mit das Maß aller Dinge. Da war 4K, Gimbals etc. noch nicht wirklich groß verbreitet im Hobby-Bereich. Aber auch heute würde ich für so ein Projekt gerne externen Monitor, Slider und Drohne dabei haben, was aber dann für einen Urlaub für mich schon too much ist.
Du redest von "Projekt", da macht das alles dann auch Sinn: Slider, Drohne etc. Ich denke, die meisten hier reden eher über Materialberge an gefilmten Erinnerungen, die es einem persönlich wert waren, gefilmt zu werden - egal, ob mit Red oder Hongkong-Basar-10$-Handy.
Und wenn's bei solchen privaten Ereignissen von der Technik, der Blende und dem Sonnenstand abhängt, ob man jetzt auf Record drückt oder nicht, kann man sich's gleich sparen - dann war's einem auch nicht wichtig genug und daran würde auch die beste Technik nichts ändern. "Schnell, drück ab - Bubi steht von alleine!!" "Ne, lass mal - hab nur Blende 5.6, ist mir zu unkünstlerisch"




Funless
Beiträge: 2528

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von Funless » Di 15 Jan, 2019 09:53

rainermann hat geschrieben:
Di 15 Jan, 2019 09:21
"Schnell, drück ab - Bubi steht von alleine!!" "Ne, lass mal - hab nur Blende 5.6, ist mir zu unkünstlerisch"
Wenn es einen Award für den besten Satz des Threads geben würde, dann hätte dieser den definitiv verdient.
MfG
Funless

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rdcl
Beiträge: 238

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von rdcl » Di 15 Jan, 2019 10:24

rainermann hat geschrieben:
Di 15 Jan, 2019 09:21
rdcl hat geschrieben:
Di 15 Jan, 2019 07:02
@ Kluster: Als ich "aufgegeben" habe mit dem privaten Filmen war die 5D MarkII noch so mit das Maß aller Dinge. Da war 4K, Gimbals etc. noch nicht wirklich groß verbreitet im Hobby-Bereich. Aber auch heute würde ich für so ein Projekt gerne externen Monitor, Slider und Drohne dabei haben, was aber dann für einen Urlaub für mich schon too much ist.
Du redest von "Projekt", da macht das alles dann auch Sinn: Slider, Drohne etc. Ich denke, die meisten hier reden eher über Materialberge an gefilmten Erinnerungen, die es einem persönlich wert waren, gefilmt zu werden - egal, ob mit Red oder Hongkong-Basar-10$-Handy.
Und wenn's bei solchen privaten Ereignissen von der Technik, der Blende und dem Sonnenstand abhängt, ob man jetzt auf Record drückt oder nicht, kann man sich's gleich sparen - dann war's einem auch nicht wichtig genug und daran würde auch die beste Technik nichts ändern. "Schnell, drück ab - Bubi steht von alleine!!" "Ne, lass mal - hab nur Blende 5.6, ist mir zu unkünstlerisch"
Vollkommen richtig. Ich kann aber mit diesen Materialbergen nichts anfangen, weil für mich persönlich daraus niemals ein zufriedenstellendes Produkt entstehen kann. Das war die Erklärung warum ich es komplett habe sein lassen. Für solche Momente sind mir ausgedruckte Fotos einfach lieber. Kann aber natürlich sein dass das ganze mit Kindern anders aussieht, da kann ich nicht mitreden.




rainermann
Beiträge: 1275

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von rainermann » Di 15 Jan, 2019 10:30

rdcl hat geschrieben:
Di 15 Jan, 2019 10:24
Kann aber natürlich sein dass das ganze mit Kindern anders aussieht, da kann ich nicht mitreden.
Ja, das war auf jeden Fall ein Wendepunkt bei mir/uns... (und nicht nur filmisch ;) )




domain
Beiträge: 10754

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von domain » Di 15 Jan, 2019 10:51

Mit Kindern und Hunden sieht es tatsächlich etwas anders aus, aber auch mit dem Auffinden von 40 Jahre alten eigenen Fotos (am roten Meer), wo man erkennt, wie sehr man sich auf das Ende hin entwickelt.
Fast alle Muskeln haben sich reduziert, die Haare sind weiß geworden und die Haut faltig ;-)

Bild




klusterdegenerierung
Beiträge: 11988

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 15 Jan, 2019 11:28

rdcl hat geschrieben:
Di 15 Jan, 2019 10:24
weil für mich persönlich daraus niemals ein zufriedenstellendes Produkt entstehen kann.
Das ist eben genau das, es geht uns privat nicht um ein Produkt und wenn doch, dann statte ich mich dementsprechend aus.

Ich habe das Steinbruch Filmchen wie einen Job behandelt und so habe ich das im Urlaub auch durgezogen, da habe ich mir einen Tag von der Familie frei genommen und habe dort gedreht, das war dann auch ein Projekt mit einem Produkt, aber wenn ich nach der Geburt meiner Tochter oder beim ersten Fahrrad fahren meines Sohnes ein paar Aufnahmen mit der Cam die ich gerade dabei habe machen, dann ist das kein Projekt und dem folgt auch kein Produkt, das ist eine Erinnerung, ob bei Blende 8 wenn die Sonne lacht, oder dof mit Vodergrund macht Bild gesund!

Aber ich dachte das wäre hier schon durchgesickert. ;-)

Edit: ich sehe gerade Du hast keine Kinder und schon erwähnt das es dann wohl anders ausschaut, jein, wenn ich in Freizeit bin schleppe ich nicht meinen Kofferraum mit. ;-)
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rdcl
Beiträge: 238

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von rdcl » Di 15 Jan, 2019 12:30

Ich habe schon verstanden was du meinst. Ersetze von mir aus das Wort Produkt durch Video, Film, Content oder sogar Erinnerung. Ich kann mit Bewegtbild einfach nichts anfangen wenn es keine Geschichte erzählt oder Informationen vermittelt, oder eben visuell heraus sticht. Und Erinnerung chronologisch aneinander geschnitten reicht mir da als roter Faden nicht. Das ist einfach eine persönliche Präferenz.
Ich kann mich noch erinnern als du das Video aus dem Steinbruch gezeigt hast. Da kann ich leider auch nicht wirklich was mit anfangen. Es erzählt halt einfach nichts. Im Grunde ist es eine Slideshow. Wären es statt dem Film 10 - 20 Fotos hätte man die gleichen Informationen und Impressionen bekommen wie mit dem Video. Genauso mit dem Video von dem Haus das du gepostet hast. Schöne Bilder, gefallen mir wirklich gut, das war's dann aber leider auch schon wieder.

Und genau das meine ich: Aus solchen Aufnahmen mehr zu machen als nur schöne Momente ist unglaublich aufwändig, vom Dreh bis zum Schnitt. Wem die Erinnerung an sich aber genügt der soll gerne damit glücklich werden.




Sammy D
Beiträge: 1113

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von Sammy D » Di 15 Jan, 2019 12:36

Nee, nee, nee! Das Kind hat sich nach der Blende zu richten! :D

Kinder zu filmen ist aber eine gute Uebung. Manuell den Fokus zu ziehen eine Meisterleistung.
Meiner Erfahrung nach: draufhalten mit kleiner Blende und auf das Beste hoffen. Wenn sie groesser werden, wollen sie eh nicht mehr abgelichtet werden. Hauptsache jedoch: eine Trillion Selfies am Tag...




klusterdegenerierung
Beiträge: 11988

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 15 Jan, 2019 12:47

rdcl hat geschrieben:
Di 15 Jan, 2019 12:30
Und genau das meine ich: Aus solchen Aufnahmen mehr zu machen als nur schöne Momente ist unglaublich aufwändig, vom Dreh bis zum Schnitt. Wem die Erinnerung an sich aber genügt der soll gerne damit glücklich werden.
Vielleicht sprechen wir uns dann ja noch mal wenn Du Kinder bekommen hast. :-)
PS der Steinbruchfilm ist eine Slideshow, mehr nicht!

Es ist Slomo, das ist für mich wie einzelne Fotos gucken, aber es war ein privates Projekt, wo ich nicht soo mega viel Zeit für verwendet habe.
Wenn ich es für die Masse hätte geschnitten, hätte ich es viel kürzer geschitten.

Aber nur weil Du eine Art Rundgang durch eine Produktionsstätte nicht als Konzept oder anspruchsvoll empfindest, heißt das ja nicht das es für jeden so sein muß. Für mich ist es ein Einblick in diese Arbeitsstätte, wenn auch etwas langweilig. :-)

Ich muß mir hier ja eh immer anhören, das meine privaten Filmchen nur Musikvideos sind, weil ich angeblich nichts zu erzählen habe, wer aber nicht sieht, das ich da was erzähle, der hat bei mir dann eben pech. ;-)
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rdcl
Beiträge: 238

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von rdcl » Di 15 Jan, 2019 13:02

Ich sage ja, es ist nur für mich persönlich nichts. Das hat auch garnichts mit Anspruch zu tun. Es soll ja jeder drehen und schauen was ihm gefällt.




rainermann
Beiträge: 1275

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von rainermann » Di 15 Jan, 2019 14:21

Ich sehe in den privaten Filmchen eine Art Tagebuch, da sind Schriftart, Stil und Aufbau ja auch komplett egal. Würde ich auch nie veröffentlichen, würde wenig Sinn machen.
Andere sehen in den privaten Filmen eher eine Art (Doku-)Roman, ein Projekt, das in sich stimmig sein und auch für Aussenstehende ansehbar sein sollte. Sind eigentlich zwei Paar Schuhe, die man schlecht vergleichen kann. Kann sich bei mir auch manchmal vermischen, aber Inhalt kommt bei uns natürlich immer vor Form. Hauptsache, alles wichtige ist drauf, und wenn das alte ipad bei Kerzenlicht herhalten muss, weil er oder sie gerade dies oder das oder sowieso....




klusterdegenerierung
Beiträge: 11988

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 15 Jan, 2019 15:38

Weiß nicht wie es Euch geht, aber jetzt jedesmal beim scrollen dem jungen Herrn zwischen die Beine gucken finde ich etwas suspekt! ;-)
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Funless
Beiträge: 2528

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von Funless » Di 15 Jan, 2019 15:58

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Di 15 Jan, 2019 15:38
Weiß nicht wie es Euch geht, aber jetzt jedesmal beim scrollen dem jungen Herrn zwischen die Beine gucken finde ich etwas suspekt! ;-)
Du darfst nicht vergessen, dass der gute Domain noch aus der Generation alte Schule kommt. In den 70'ern des letzten Jahrhunderts zeigte man als junger Mann völlig selbstverständlich welches Potenzial man zum Fortbestand der Menschheit zu bieten hatte. Das gehörte damals eben zum guten Ton genau wie, dass die Behaarung unter den Achseln mindestens genauso dicht wie auf dem Kopf zu sein hat, im besten Fall noch dichter. Das hatte etwas mit der effektiven Verteilung von Pheromonen zutun.

Wir von der Generation X (und erst recht diejenigen der Generation Y und Z) kennen sowas nicht, weil zu unserer Zeit kam Axe auf den Markt welches die Pheromoninkubation ggü. potenziellen Geschlechtsverkehrspartner(innen) im erheblichen Maße revolutionierte.
MfG
Funless

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klusterdegenerierung
Beiträge: 11988

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 15 Jan, 2019 16:06

Das stimmt, das erste AXE, ich glaub das braune wars, hat meine Beziehung verändert, wir sind nur noch übereinanderher gefallen.
Schlimmernoch wurde es als ich auf dem Flohmarkt Mandelöl endeckt habe, das war wie der Rattenfänger von Hameln, wurd sie garnicht mehr wieder los, aber das war mir dann irgendwann zu anstrengend und ich habe es ganz sein lassen. ;-)

Aber das mit der Unterplinte wie domain habe ich noch nicht probiert, muß ich mal checken! :-))
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Starshine Pictures
Beiträge: 2270

Re: Wie steht es um eure privaten Filme?

Beitrag von Starshine Pictures » Di 15 Jan, 2019 19:23

Schmuck war er ja schon der Domain. Er hätte Schauspieler werden können. Aufm Traumschiff oder so. Da hätte er sie alle haben können! Von Senta Berger bis Iris Berben usw.! Ich sehs richtig vor mir! „Domaaaiiiihhhhhnnnn“ hauchte Senta ihm ins Ohr. Doch er drängte sie mit beherztem Griff an beiden Schultern zurück, hielt sie gleichzeitig fest und sagte nur: „Nein! Auf mich wartet das Rote Meer! Der Orient! Dieser Teppich! Ich muss ihn zu seinem rechtmässigen Besitzer zurück bringen! Wahrscheinlich werde ich Wochen unterwegs sein! Denn ich werde den gesamten Weg schwimmen!“ „Ooohhh Domaaaiiihhhhnnnn .... Ich komme mit dir!“

AE0BDF2D-101C-48CD-AED9-CE094137C89C.jpeg

Die Senta war ja schon auch schnuckelig ... :P

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Die Panasonic AG-CX350 ist ein universelles 4K-Werkzeug, welches als Allround-Lösung möglichst effektiv zu Werke geht und sich auch in bestehende Workflows (unter anderem bei Sendern) gut einbindet -- wir haben beim Testen viele Stärken und einige Schwächen des Camcorders gefunden, auch im Vergleich mit der Canon XF705. weiterlesen>>

Sound Design und Foley -- wie Töne das Filmbild bereichern (Berlinale Talents)

Über den Ton als ein mächtiges Werkzeug beim filmischen Erzählen ging es bei der Veranstaltung "Steps, Shots and Silence: Sound and Foley in Docs", und zwar sehr konkret: nicht nur wurde live vorgeführt, wie Foley-Geräusche entstehen, sondern dabei auch gleich sehr überzeugend erklärt, weshalb eine Nachvertonung auf Geräuschebene überhaupt so sinnvoll ist -- bei Spielfilmen und auch bei Dokus. weiterlesen>>

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mini landscapes

Epische Landschaftsimpressionen -- gefilmt im Studio, in Miniatur... Zu erkennen ist dies teilweise nur an der Größe der Sandkörner und Schneeflocken. Wie im Abspann zu sehen ist, wurde anscheinend mit der Blackmagic Pocket CC 4K und dem sondenähnlichen Laowa Makro-Objektiv gedreht.