Und nun hat mir YouTube ein Video in den Feed gespült der die Drehorte von "Possession" im Vergleich damals zu heute zeigt ...
... schon krass wenn man so sieht wie sehr sich vieles verändert hat aber auch ebenso vieles nahezu gleich geblieben ist.
Funless has spoken!
......................................................... "The enemy of art is the absence of limitations."
(Orson Welles)
.........................................................
No Cenobites were harmed during filming.
danke für den link.
Einen Steinwurf vom Vinetaplatz hat mein Onkel gewohnt,
Die Graunstr. war eine der ersten Sanierungsmaßnahmen im Gesundbrunnen...
keine 3 Km davon bin ich geboren...das war meine Kindheit und Jugend 21 Jahre lang.
die Bilder von der Eckkneipe Plaßmann; ein letztes Bier bevor es zu Ton Steine Scherben am Marianneplatz ging...
mann, das sind über 50 Jahre Vergangenheit
Funless has spoken!
......................................................... "The enemy of art is the absence of limitations."
(Orson Welles)
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No Cenobites were harmed during filming.
(West) Berlin 1981. Als der Geheimdienstmitarbeiter Mark (Sam Neill) von seiner letzten Mission heimkehrt, liegt die Ehe mit seiner Frau Anna (Isabelle Adjani) in Scherben. Sie möchte sich scheiden lassen weil sie jemand anderen kennengelernt hat und Anna ihren Mann auch bereits seit einem Jahr mit dem anderen betrügt. Sie verlässt Mark und erscheint nur noch sporadisch um nach ihrem gemeinsamen Sohn Bob (Michael Hogben) zu schauen. Mark findet heraus, dass es sich beim vermeintlich "anderen" um Heinrich (Heinz Bennent) handelt. Als er Heinrich aufsucht um ihn zur Rede zu stellen, stellt sich allerdings heraus, dass Heinrich und Anna schon seit langem keinen Kontakt mehr miteinander haben. Daraufhin beauftragt Mark einen Privatdetektiv um seine Frau zu beschatten und herauszufinden wer der neue Mann ist. Als der Privatdetektiv Anna in ihrem neuen Aufenthaltsort aufspürt macht dieser eine unheilvolle und schreckliche Entdeckung ...
Tatsächlich kannte ich diesen Film bisher überhaupt nicht. Der tauchte Null in meinem Radar auf, was allerdings auch kein Wunder ist, da er damals hierzulande kaum aufgeführt wurde und erst seit 2009 in unseren Gefilden als DVD verfügbar ist. Einerseits schade, weil ich somit den Film erst jetzt nach sage und schreibe 45 Jahren schauen konnte, andererseits aber insofern erfreulich, weil ich nun die Gelegenheit hatte eine (jetzt kommt das Superlativ) Genre-Perle zu schauen, die man in dieser Form der Inszenierung heutzutage wohl eher kaum noch als "moderne Produktion" zu sehen bekommen würde.
Der Film beginnt als extrem intensives Beziehungsdrama zweier Eheleute die sich in einer zutiefst emotionalen Abhängigkeit befinden (das auf mehreren Ebenen) und wandelt sich zu einem ebenso extrem intensiv surrealen Body-Horror Film, der locker in der Liga eines David Cronenberg in seiner Frühzeit spielt. Und tatsächlich zeigt "Possesion" sowohl in seiner Tonalität, als auch in seiner visuellen Umsetzung den Einfluss von Cronenberg und Lynch, insbesondere was zum Einen die grafisch explizit sexuellen, sowie gorehaltigen Szenen betrifft und zum Anderen durch die Art der Kamera mit den größtenteils ruhigen Bildern, die in besonderen Sequenzen durch konträr hektischer Bildführung betrifft. Zudem spielen sowohl Sam Neill, als auch Isabell Adjani einfach nur grandios. Selten habe ich so "hautnah" gesehen wie ein betrogener (und von seiner Frau emotional abhängiger) Ehemann den Schmerz des Verlusts seiner Frau erlebt wie es Sam Neill in diesem Film darbietet und ebenso selten habe ich bei einer Schauspielerin diese innerhalb von Sekunden erfolgende Wandelbarkeit zwischen Besessenheit, Schmerz und Wahnsinn gesehen wie Isabelle Adjani in "Possession".
Der Film ist verstörend. Er ist intensiv. Er ist anders. Und all das machen diesen Film zu der (*tataaa** nochmal Superlativ) o. g. Genre-Perle. Zudem kommt bei diesem Film der für mich persönliche Bonus hinzu, dass "Possession" an Original Schauplätzen gedreht wurde, also in West-Berlin des Jahres 1981 und dann auch noch in Berlin-Wedding (der Stadtteil in dem ich meine Kindheit verbracht habe) sowie in Berlin-Kreuzberg und am damaligen Flughafen Tempelhof, sodass ich beim schauen des Films auch noch in nostalgisch schönen Erinnerungen schwelgte, die in mir ein sehr breites Grinsen ins Gesicht zauberten. Allein schon die alte Berliner U-Bahn mit ihren giftgrünen Sitzbänken ... hachja ... *seufz**
Aber bevor ich zu sehr abschweife .... Ich fand den Film sehr sehenswert und als absolut lohnende Investition von 124 Minuten Lebenszeit. Aber der Film ist definitiv nicht für jeden geeignet.
Ich denke, dass klar ist, dass die obigen Rezension ausschließlich meine eigene persönliche Meinung zum Film ist.
Funless has spoken!
......................................................... "The enemy of art is the absence of limitations."
(Orson Welles)
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No Cenobites were harmed during filming.
89 Minuten Nostalgie, gepaart mit vielen persönlichen Erinnerungen aus meiner Kindheit und Jugend ....
Erinnerungen aus den 1960ern habe ich zugegebenermaßen zwar nicht, da ich in dem Jahrzehnt noch gar nicht auf dem Planeten war, aber an so gut wie alles was in der Reportage im Zeitraum 70er und 80er gezeigt wird, erinnere ich mich noch gut.
Funless has spoken!
......................................................... "The enemy of art is the absence of limitations."
(Orson Welles)
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No Cenobites were harmed during filming.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“
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