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TV ist quasi tot



Anschluss eines Videorecorders, Fragen zu TV-Karten, DVB-T, einem PC fürs eigene Mediacenter, ...
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blickfeld

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von blickfeld » Mo 27 Aug, 2018 10:59

Starshine Pictures hat geschrieben:
Mo 27 Aug, 2018 01:12
Hier mal fürn Anfang eine Bullshit Bingo Quelle. Ein Bericht aus der Kontraste Sendung von letzter Woche im RBB:
Aber man darf auch selbst nach googeln. Wie gesagt, ist ein Forum hier und nicht Harvard.
nur fehlt da die quelle für das bullshitbingo von
Und anstatt dann wenigstens die deutlich besser ausgebildeten Jugendlichen aus Griechenland, Italien oder Spanien zu uns zu holen, dessen ultrahohe Jugendarbeitslosigkeit wir Deutsche zu verantworten haben, ordern wir lieber junge Männer aus Schwellenländern die sich eben für 4,50€ versklaven lassen.
.
ich warte da mal noch ein wenig.
btw, ich habe jedenfalls sowohl in der schule als auch im studium gelernt, dass man behauptungen mit fakten und quellen belegt. sorry, wenn dir dieses nicht bewusst ist.




7nic
Beiträge: 1525

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von 7nic » Mo 27 Aug, 2018 11:50

Jott hat geschrieben:
Mo 27 Aug, 2018 10:47
Über den anderen Aspekt (Wegfall der Progression) können sich Volkswirtschaftler noch bis zum Sankt Nimmerleinstag streiten. Der Trick mit den beispielhaften 15% (wer war das denn mit der "Steuererklärung auf dem Bierdeckel"?) wäre unter anderem, dass die verfügbaren Nettoeinkommen von Privatpersonen über Nacht erheblich steigen würden.
Das ist aber nicht nur Sache der Volkswirtschaftler, sondern eine Entscheidung, die in einer gesellschaftlichen Debatte angegangen werden muss. Wie hoch soll die Macht der Erbschaft, wie hoch die Kapitalkonzentration sein? Und wie viel Umverteilung halten wir für gerecht und erstrebenswert?

Das ungerechte an einer nicht-progressiven Steuerpolitik ist meiner Meinung nach, dass diese real gesehen zu einer regressiven Steuer wird, da Einkommen der unteren 90% zu einem Großteil konsumiert und darüber größtenteils investiert werden und dadurch für die Vermögenden zusätzliche Einnahmen generieren, die wieder nur "flat" besteuert werden.
Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter; in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum. - Demokrit

neuzeit.tv ll nicolas-geissler.de




Jott
Beiträge: 14324

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Jott » Mo 27 Aug, 2018 12:48

Man könnte gegenhalten: was passiert, wenn ich als Selbständiger statt über 50% nur noch 15% Einkommensteuer zahlen würde? Investieren? Leute einstellen? Beides? Oder die übrige Kohle verpulvern und damit die Konjunktur anfeuern? Oder zurücklegen als Alterssicherung? Alles irgendwie eher positiv.

Und die Großunternehmen würden endlich ebenfalls Steuern zahlen (ohne Schlupflöcher) und damit die Infrastruktur honorieren, ohne die sie hier gar nicht effektiv agieren könnten. Die wissen genau, was sie an der hiesigen Infrastruktur haben.

Ich bin aber kein Volkswirt. Und das Experiment einer grundlegenden, revolutionär vereinfachenden Steuerreform (ob mit oder ohne Progression) wird Deutschland sowieso nie erleben. Allein schon wegen des unsäglichen Bund-/Länder-Kompetenzgerangelquatsches, das verläßlich alles ausbremst.
Zuletzt geändert von Jott am Mo 27 Aug, 2018 13:00, insgesamt 1-mal geändert.




7nic
Beiträge: 1525

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von 7nic » Mo 27 Aug, 2018 12:58

Jott hat geschrieben:
Mo 27 Aug, 2018 12:48
Man könnte gegenhalten: was passiert, wenn ich als Selbständiger statt über 50% nur noch 15% Einkommensteuer zahlen würde? Investieren? Leute einstellen? Beides? Oder die übrige Kohle verpulvern und damit die Konjunktur anfeuern? Oder zurücklegen als Alterssicherung? Alles irgendwie eher positiv.

Und die Großunternehmen würden endlich Steuern zahlen (ohne Schlupflöcher) und damit die Infrastruktur endlich mal honorieren, ohne die sie hier gar nicht effektiv agieren könnten. Die wissen genau, was sie an der hiesigen Infrastruktur haben.
Ich denke nicht, dass wir uns den oberen 10% zurechnen können (vielleicht vom zu versteuernden Einkommen, aber die AfA und Konsorten versuchen regelmäßig selbstständige zu ruinieren...), geschweige denn den oberen 1%.

Dass man Unternehmen überhaupt besteuern muss (Körperschaftssteuer), ist ja letztlich nur ein Umweg, weil es keine sinnvolle Kapitalsteuer gibt. Letztlich ist jedes Unternehmen in privater Hand. Und dieser Besitz und die Einkommen daraus sollten ordentlich besteuert werden.
Jott hat geschrieben:
Mo 27 Aug, 2018 12:48
Ich bin aber kein Volkswirt. Und das Experiment einer grundlegenden, revolutionär vereinfachenden Steuerreform (ob mit oder ohne Progression) wird Deutschland sowieso nie erleben. Allein schon wegen des unsäglichen Bund-/Länder-Kompetenzgerangelquatsches, das verläßlich alles ausbremst.
Seit 1914 hat sich das relative Steueraufkommen in Europa etwa verfünffacht. In Zeiten der Not kann sich durchaus etwas ändern...
Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe, nur scheinbar ist es süß oder bitter; in Wirklichkeit gibt es nur Atome im leeren Raum. - Demokrit

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Jott
Beiträge: 14324

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von Jott » Mo 27 Aug, 2018 13:22

Wr haben in der EU, so viel ich weiß, immerhin sechs Länder mit Flatrate-Steuer ohne Progression (zwischen 10% und 15%, Ausreißer ist Estland mit 20%). Anschauen, wie das so funktioniert, könnte man sich also bei Interesse. Ich weiß nicht, wie gut oder schlecht das in der Praxis läuft.




7nic
Beiträge: 1525

Re: TV ist quasi tot

Beitrag von 7nic » Mo 27 Aug, 2018 13:41

Jott hat geschrieben:
Mo 27 Aug, 2018 13:22
Wr haben in der EU, so viel ich weiß, immerhin sechs Länder mit Flatrate-Steuer ohne Progression (zwischen 10% und 15%, Ausreißer ist Estland mit 20%). Anschauen, wie das so funktioniert, könnte man sich also bei Interesse. Ich weiß nicht, wie gut oder schlecht das in der Praxis läuft.
Eine Flatratesteuer widerspricht meiner Grundannahme, dass großer Reichtum zu einem Großteil Glück, einer unrechtmäßigen Aneignung, der Gesellschaft im Allgemeinen und/oder der öffentlichen Infrastruktur zu verdanken ist und deshalb hohe Einkommen, bzw. vor allem hohe Kapitaleinkommen einen (auch anteilsmäßig) wesentlich größeren Beitrag zur Finanzierung des Staates beitragen müssen.
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