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Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?



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andieymi
Beiträge: 299

Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von andieymi » Mo 10 Aug, 2020 18:15

Hat jemand Erfahrung mit der Kombination Shinobi (oder zumindest anderer kompatibler Atomos-Monitor) und dem Workflow mit Xrite iDisplay 1Pro?

Bin auf der Suche nach einem Kamera-Monitor und finde an sich den Shinobi preis/leistungstechnisch super, frage mich wie passabel jetzt die Kalibrierung funktioniert? Nützliches Feature? Im Endeffekt technisch nutzlos weil's nicht funktioniert?

Das Paket aus kalibrierbarem 1000nit SDI Monitor für ~500€ fürs Gesamtpaket klingt gut!




pillepalle
Beiträge: 2727

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von pillepalle » Mo 10 Aug, 2020 18:33

Soweit ich weiß geht das mit dem normalen XRite IDisplay 1Pro nicht. Den hab ich nämlich auch und zumindest für den Ninja V braucht es eine Spezialversion davon. Müsste mir also noch einen Spider nur für den Ninja kaufen. Finde ich jetzt nicht so prickelnd.

VG
Eigene Gedanken müsste man haben...




andieymi
Beiträge: 299

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von andieymi » Di 11 Aug, 2020 16:08

Ich hab die Teile ja nicht da liegen, aber das verwundert mich.

https://www.atomos.com/shinobi-sdi

Atomos gibt beim Zubehör folgende Kombination an:
Xrite i1 Display Pro Calibrator and USB to Serial cable

Hab jetzt gerade geschaut, früher ging das für Ninja Blade etc. mit einem Atomos gebrandeten Spyder. Jetzt lese ich nur mehr von XRite, allerdings ohne spezielle Version. Man braucht halt das USB auf LANC Kabel, das wäre klar, aber sonst?

Auch Slashcam scheint das mal berichtet zu haben, der Link ist allerdings mittlerweile tot?
https://www.slashcam.de/info/Atomos-unt ... 57655.html




pillepalle
Beiträge: 2727

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von pillepalle » Di 11 Aug, 2020 16:58

Könntest Recht haben. Muss mir mal das Kabel besorgen und es ausprobieren. Knapp hundert Euro für das Kabel ist allerdings ein bisschen happig.

VG
Eigene Gedanken müsste man haben...




freezer
Beiträge: 2135

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von freezer » Di 11 Aug, 2020 17:56

pillepalle hat geschrieben:
Di 11 Aug, 2020 16:58
Könntest Recht haben. Muss mir mal das Kabel besorgen und es ausprobieren. Knapp hundert Euro für das Kabel ist allerdings ein bisschen happig.

VG
Deswegen hatte ich mir mal bei einem Abverkauf gleich das Paket von Atomos Spyder und Kabel besorgt - war gleich teuer wie das Kabel alleine.
Habe aber auch das X-Rite i1Display Pro. Mit dem klappt die Kalibration ebenfalls.

Die Kalibration läuft übrigens so:
Atomos Kalibrationstool am Computer installieren.
http://firmware.atomos.com/atomos_calibrator_2.0.21.zip
http://firmware.atomos.com/atomos_calibrator_2.0.21.dmg

Spyder oder i1Display Pro am Computer anschließen.
Computer <- USB-Miniklinken-Kabel -> Atomos-Gerät (Sumo, Shogun, Shinobi, etc) anschließen.
Tool starten und Kalibration starten. Dauert nur ein paar Sekunden, dann werden die Daten in das Atomosgerät überspielt.
Fertig.

EDIT:
Es gibt anscheinend ein neues USB-C to Serial Kabel für 56 Euro:
https://www.videodata.de/shop/products/ ... AB018.html

EDIT 2:
Das alte Kalibrationspaket mit Spyder:
https://www.videodata.de/shop/products/ ... pyder.html

UND:
Derzeit kostet der Shinobi SDI als Sonderaktion EUR 319,-
https://www.videodata.de/shop/products/ ... inobi.html

Ich kann Dir dazu den 8sinn Cage + Sonnenschutz empfehlen - ist super auch bei knallender Sonne:
https://www.videodata.de/shop/products/ ... inobi.html
https://www.videodata.de/shop/products/ ... -Cage.html
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www.laufbildkommission.wordpress.com




Jost
Beiträge: 1514

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von Jost » Di 11 Aug, 2020 19:32

andieymi hat geschrieben:
Mo 10 Aug, 2020 18:15
Das Paket aus kalibrierbarem 1000nit SDI Monitor für ~500€ fürs Gesamtpaket klingt gut!
Das muss man nicht so machen. Der Bildschirm weiß schließlich nicht, womit er kalibriert wird.
Am Ende muss lediglich eine Lut erzeugt werden, die dann entweder in den Monitor oder in die Kamera geladen wird. Dabei ist dann wichtig: Was vertragen Kamera und Monitor? 1D-Luts oder präzisere 3D-Luts? Der Sinobi kann zum Beispiel nur 1D-Luts. Wenn die Kamera 3D-Luts kann, produziert man natürlich keine 1D-Luts für den Atomos. Kann man aber natürlich machen.

Als erste Wahl unter Kalibrier-Software gilt übrigens DisplayCal. Ein ausgefeiltes OpenSource-Produkt, das im Grunde mit jeder Kalibrierungshardware funktioniert.
https://displaycal.net
Mit X-Rite und Datacolor funktioniert es natürlich auch. Ich kalibriere mit einem Spyder 4. Gibt es günstig gebraucht.


Wenn es allein um das Geld geht, würde ich übrigens keinen Atomos nehmen, sondern einen Feelworld-SDI.
2200 Nits, 7 Zoll, 3D-Luts, leicht, ein Preis. Dann sieht man wenigstens was. Ist in Dänemark bereits bestellbar.
https://tinyurl.com/y4nm95sl

Ob man einen Kamera-Monitor kalibrieren muss, steht dahin. Die sind meist ganz ordentlich voreingestellt.
Viel wichtiger wird am Ende, den Arbeits-Bildschirm zu kalibrieren. Mit DisplayCal kann man sich übrigens gleich 3D-Luts anfertigen lassen, die man dann in Resolve einlädt. Mit Premiere geht es aber auch.




andieymi
Beiträge: 299

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von andieymi » Mi 12 Aug, 2020 15:14

Danke Euch für die ausgesprochen fundierten Kommentare!

@Robert:
Heißt der Hinweis bei Videodata, dass obwohl es nirgendws erwähnt wird, der alte Spider mit der aktuellen Atomos Software + Shinobi funktioniert, obwohl das nirgendwo steht? (Außer bei Videodata)

Das wird jetzt tiefgreifender als ich dachte... und auch komplizierter als ich dachte. Vorausgeschickt - für mich persönlich sind 1000Nit das, was ich als universellen Schwenkermonitor als praktikabel erachte. Wenn's draußen sonnig runterballert (Was macht ihr so bei der Hitze? :D) braucht es ohnehin einen Sucher, da hilft irgendwann Helligkeit nicht mehr, außer wir drehen was für HDR-Outdoor-Projektion und haben quasi identische ? Also im Ernst, Indoor finde ich 2000Nit+ völlig überdimensioniert. Und für Outdoor gibt's Sucher. Also den Feelworld braucht's für mich nicht, eher sonst einen BM5, aber da taugt mir der Shinobi was Interface, Gewicht, Preis/Leistung, Service(?) etc. angeht mehr...

Die Frage ist jetzt - was sind die tatsächlichen Unterschiede zwischen einer (mutmaßlichen?) Semi-Hardware-Kalibrierung am Atomos vs. dem 1D-LUT. (Die Specs bei Atomos behaupten übrigens 3D-LUT? Ich kann's jetzt nicht überprüfen...)
https://www.atomos.com/shinobi#specs

Zuallererst, ich hätte kein wirkliches Problem damit, die Kalibrierung über einen LUT durchzuführen. Und das klingt jetzt irrational, aber aus irgendeinem Grund scheint mir bezogen auf den Shinobi die - nennen wir es mal "proprietäre" - Kalibrierweise mit Spezialkabel und dezidierter Möglichkeit (auch wenn's nicht wirklich Hardwarekalibrierung sein wird, irgendwas dazwischen) irgendwie sympathischer als den üblicherweise einen LUT-Slot pro Gerät mit der Kalibrierung zu belegen.
Im Normalfall würde ich den LUT tendentiell in der Kamera anwenden, aber falls es aus Gründen einmal einen Split zwischen Schwenker- und Puller- oder Regiemonitor bräuchte, wäre es zumindest sinnvoll, den einen LUT-Slot (von dem ich jetzt wenn Atomos das sagt, ausgehen muss dass er doch 3D ist?) nicht mit der Kalibrierung zu belegen, sondern diese "hinter den Kulissen" werkelnd zu haben? Es sei denn die Atomos-X-Rite Lösung funktioniert dann auch nur über LUT, aber halt im Monitor erstellt? Kann ich mir aber nicht vorstellen...

Aber prinzipiell bin ich dankbar für den Tipp mit Displaycal. Scheint eine gute Lösung für eine Vielzahl an Monitoren zu sein...




freezer
Beiträge: 2135

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von freezer » Mi 12 Aug, 2020 15:58

andieymi hat geschrieben:
Mi 12 Aug, 2020 15:14
@Robert:
Heißt der Hinweis bei Videodata, dass obwohl es nirgendws erwähnt wird, der alte Spider mit der aktuellen Atomos Software + Shinobi funktioniert, obwohl das nirgendwo steht? (Außer bei Videodata)
Ja, der alte Spyder funktioniert einwandfrei damit.
andieymi hat geschrieben:
Mi 12 Aug, 2020 15:14
Das wird jetzt tiefgreifender als ich dachte... und auch komplizierter als ich dachte. Vorausgeschickt - für mich persönlich sind 1000Nit das, was ich als universellen Schwenkermonitor als praktikabel erachte. Wenn's draußen sonnig runterballert (Was macht ihr so bei der Hitze? :D) braucht es ohnehin einen Sucher, da hilft irgendwann Helligkeit nicht mehr, außer wir drehen was für HDR-Outdoor-Projektion und haben quasi identische ? Also im Ernst, Indoor finde ich 2000Nit+ völlig überdimensioniert. Und für Outdoor gibt's Sucher. Also den Feelworld braucht's für mich nicht, eher sonst einen BM5, aber da taugt mir der Shinobi was Interface, Gewicht, Preis/Leistung, Service(?) etc. angeht mehr...
Ich benutze den Shinobi SDI nun seit einem Jahr vor allem im Freien und zusammen mit dem 8sinn Sonnenschutz klappt das wunderbar. Der Sonnenschutz ist unten offen, dadurch kommt man gut zur Touchbedienung des Shinobi rans - das übersehen viele, wenn sie sich einen rundum Sonnenschutz kaufen.
Er ist wirklich hell genug und das tolle ist die lange Laufzeit mit einem 37Wh Akku komme ich auf über 5 Stunden bei voller Helligkeit.
andieymi hat geschrieben:
Mi 12 Aug, 2020 15:14
Die Frage ist jetzt - was sind die tatsächlichen Unterschiede zwischen einer (mutmaßlichen?) Semi-Hardware-Kalibrierung am Atomos vs. dem 1D-LUT. (Die Specs bei Atomos behaupten übrigens 3D-LUT? Ich kann's jetzt nicht überprüfen...)
https://www.atomos.com/shinobi#specs
Die 3D-Luts aus den Specs beziehen sich auf die ladbaren LUTs für die Videovorschau.
andieymi hat geschrieben:
Mi 12 Aug, 2020 15:14
Zuallererst, ich hätte kein wirkliches Problem damit, die Kalibrierung über einen LUT durchzuführen. Und das klingt jetzt irrational, aber aus irgendeinem Grund scheint mir bezogen auf den Shinobi die - nennen wir es mal "proprietäre" - Kalibrierweise mit Spezialkabel und dezidierter Möglichkeit (auch wenn's nicht wirklich Hardwarekalibrierung sein wird, irgendwas dazwischen) irgendwie sympathischer als den üblicherweise einen LUT-Slot pro Gerät mit der Kalibrierung zu belegen.
Im Normalfall würde ich den LUT tendentiell in der Kamera anwenden, aber falls es aus Gründen einmal einen Split zwischen Schwenker- und Puller- oder Regiemonitor bräuchte, wäre es zumindest sinnvoll, den einen LUT-Slot (von dem ich jetzt wenn Atomos das sagt, ausgehen muss dass er doch 3D ist?) nicht mit der Kalibrierung zu belegen, sondern diese "hinter den Kulissen" werkelnd zu haben? Es sei denn die Atomos-X-Rite Lösung funktioniert dann auch nur über LUT, aber halt im Monitor erstellt? Kann ich mir aber nicht vorstellen...
Ich finde die Kalibrierungsmöglichkeit superpraktisch und sie bringt auch was, vor allem legt man dann die Vorschau-LUTs dann über die kalibrierte Ansicht und nicht umgekehrt. Und ich kann mit dem Kabel alle meine Atomos-Geräte kalibrieren, hab den Shogun Inferno, Sumo und Shinobi SDI.

Und mit dem i1Display Pro hast auch ein sehr gutes Colormeter zum Kalibrieren Deiner Bildschirme am Schnittplatz.
LAUFBILDkommission
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www.laufbildkommission.wordpress.com




Jost
Beiträge: 1514

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von Jost » Do 13 Aug, 2020 03:24

andieymi hat geschrieben:
Mi 12 Aug, 2020 15:14
Danke Euch für die ausgesprochen fundierten Kommentare!

@Robert:
Heißt der Hinweis bei Videodata, dass obwohl es nirgendws erwähnt wird, der alte Spider mit der aktuellen Atomos Software + Shinobi funktioniert, obwohl das nirgendwo steht? (Außer bei Videodata)

Das wird jetzt tiefgreifender als ich dachte... und auch komplizierter als ich dachte. Vorausgeschickt - für mich persönlich sind 1000Nit das, was ich als universellen Schwenkermonitor als praktikabel erachte. Wenn's draußen sonnig runterballert (Was macht ihr so bei der Hitze? :D) braucht es ohnehin einen Sucher, da hilft irgendwann Helligkeit nicht mehr, außer wir drehen was für HDR-Outdoor-Projektion und haben quasi identische ? Also im Ernst, Indoor finde ich 2000Nit+ völlig überdimensioniert. Und für Outdoor gibt's Sucher. Also den Feelworld braucht's für mich nicht, eher sonst einen BM5, aber da taugt mir der Shinobi was Interface, Gewicht, Preis/Leistung, Service(?) etc. angeht mehr...

Die Frage ist jetzt - was sind die tatsächlichen Unterschiede zwischen einer (mutmaßlichen?) Semi-Hardware-Kalibrierung am Atomos vs. dem 1D-LUT. (Die Specs bei Atomos behaupten übrigens 3D-LUT? Ich kann's jetzt nicht überprüfen...)
https://www.atomos.com/shinobi#specs

Zuallererst, ich hätte kein wirkliches Problem damit, die Kalibrierung über einen LUT durchzuführen. Und das klingt jetzt irrational, aber aus irgendeinem Grund scheint mir bezogen auf den Shinobi die - nennen wir es mal "proprietäre" - Kalibrierweise mit Spezialkabel und dezidierter Möglichkeit (auch wenn's nicht wirklich Hardwarekalibrierung sein wird, irgendwas dazwischen) irgendwie sympathischer als den üblicherweise einen LUT-Slot pro Gerät mit der Kalibrierung zu belegen.
Im Normalfall würde ich den LUT tendentiell in der Kamera anwenden, aber falls es aus Gründen einmal einen Split zwischen Schwenker- und Puller- oder Regiemonitor bräuchte, wäre es zumindest sinnvoll, den einen LUT-Slot (von dem ich jetzt wenn Atomos das sagt, ausgehen muss dass er doch 3D ist?) nicht mit der Kalibrierung zu belegen, sondern diese "hinter den Kulissen" werkelnd zu haben? Es sei denn die Atomos-X-Rite Lösung funktioniert dann auch nur über LUT, aber halt im Monitor erstellt? Kann ich mir aber nicht vorstellen...

Aber prinzipiell bin ich dankbar für den Tipp mit Displaycal. Scheint eine gute Lösung für eine Vielzahl an Monitoren zu sein...
Die Irritation mit 1D- und 3D-Luts bitte ich ausdrücklich zu entschuldigen. Es liegt allein an der Software, was zugespielt wird. Sinobi akzeptiert 3D-Luts.

Gleichwohl wird der Sinobi ein Fehlkauf. Man kauft einfach keinen Monitor, wenn andere User sagen, dass man eine Sonnenschutz-Lösung mit Schlüpferband benötigt. Das taugt nämlich in der Wurzel nichts.
Ich hatte einst unzählige Schablonen gemacht, um herauszufinden, wie ein perfekter Sonnenschutz für meine BM 2,5 aussehen müsste: Die Länge betrug 15 Zentimeter. Es ist Unfug zu glauben, so ein Monster bekommt man bei Wind mit wasserfester Pappe und Schlüpfergummi gebändigt. Am Ende war ich im FabLab und habe mir den Sonnenschutz aus 2mm flexiblen MDF (Holz) auslasern lassen. Aus dem 3D-Drucker kamen die Befestigungsteile für die Original-BM-Aufnahmen. Das hielt.
Bild
Der Atomos hat noch nicht einmal Aufnahmen. Der ist nicht auskonstruiert. Habe übrigens selbst einen Blade.

Was 1000Nits heißt, kannst Du übrigens prima selbst testen. In jedem Handyladen.
Hier mal die Auswahl:
https://www.tariftip.de/rubrik2/22621/Candela.html
Einfach mal vor der Tür testen.

Zu hell gibt es übrigens nicht. Die Helligkeit kann man selbstverständlich runterregeln. Sonneneinfall ist auch völlig irrelevant bei 2200Nits. Ob mattes oder glänzendes Display auch.
Die Stunde der Wahrheit kommt bei Gegenlicht.
Zuletzt geändert von Jost am Do 13 Aug, 2020 03:57, insgesamt 1-mal geändert.




pillepalle
Beiträge: 2727

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von pillepalle » Do 13 Aug, 2020 03:38

Also der Ninja V hat meines Wissens das gleiche Display wie der Shinobi und mir reicht das locker. Auch bei Sonnenschein. Klar ist es unvorteilhaft wenn die Sonne direkt auf das Display knallt, aber da reicht wirklich ein einfacher Sonnenschutz um das zu vermeiden. Mit 1000 Nits kommt man schon ziemlich weit.

VG
Eigene Gedanken müsste man haben...




Jost
Beiträge: 1514

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von Jost » Do 13 Aug, 2020 04:18

Ja, hatte wirklich nach Kräften optimiert und war in 95 Prozent aller Fälle höchst zufrieden. Aber wenn ich was neu kaufe, wer findet es dann schon gut, in 5 Prozent aller Fälle einpacken zu müssen?
Egal, wie stark der Wind bläst - Sonnenschutz ist kein Problem, weil ich keinen brauche. Egal auch, woher die Sonne scheint, ich muss mich nicht mehr nach einem schattigen Plätzchen umsehen oder mein Gesicht an den Sonnenschirm pressen. Ich mache alles ganz locker vom Schwenkarm aus.
Und wenn hier schon gefragt wird, ob der Sinobi eine gute Idee ist? Ne, der ist heute keine gute Idee mehr. Nicht, weil er nach einem Jahr ein Opfer des technischen Wandels geworden ist, sondern weil er bereits beim Erscheinen technologisch überholt war.




andieymi
Beiträge: 299

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von andieymi » Do 13 Aug, 2020 10:23

Nach einem so konstruktiven Anfang hab ich jetzt gerade das Gefühl ich steh beim Autohändler und will einen überdachten, fahrbaren Untersatz für A -> B und verkauft bekomm ich ein Motorrad wegen der Fahrdynamik. Nichts für ungut! ;D
Ich sehe die 1000 Nits nach wie vor als praktische, goldene Mitte an. Runterregeln geht eben nicht, wenn die Kalibrierung irgend etwas wert sein soll. Würde nur ich das so machen oder kalibriert ihr auch auf fixe Helligkeiten hin? Zumindest in der Post ist das Usus und eine Abweichung davon macht die Kalibrierung eigentlich ziemlich wertlos.

Und 2000-3000 Nit sehe ich indoor tatsächlich als problematisch, wenn runterregeln nicht geht. Umgekehrt, wie schon angesprochen, würde ich bei kritischen Outdoor-Lichtsituationen in 90% aller Fälle einfach einen Sucher verwenden. Die Lösen alle Einstrahlungsprobleme tatsächlich endgültig (und spielen sich auch in ähnlich "niedrigen" Nit-Regionen ab wie der Shinobi oder darunter). Nur weil es technisch geht heißt nicht dass man muss, SDR-Standard in der Post für Rec709-Monitoring sind immer noch 100 Nits, Dolby Vision setzt als Minimum 1000 voraus und mit Suchern sind dann die akkuraten 100Nit auch kein Problem.

Die einzige Frage, die mir aktuell noch bleibt:
Funktioniert der Atomos kreuz-gebrandete Spyder dann auch für Post-Displays, oder bräuchte es da dann den X-Rite, um mehrere Panels in einem Workflow mit der gleichen Einheit kalibriert zu bekommen?




freezer
Beiträge: 2135

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von freezer » Do 13 Aug, 2020 16:13

Sei mir nicht böse Jost, aber was genau treibt Dich an, den Shinobi als unbrauchbar abzukanzeln, ohne das Produkt jemals selbst im Einsatz gehabt zu haben?
Glaubst Du ich lüge hier herum, wenn ich von meiner Erfahrung mit dem Produkt berichte?
Der Sonnenschutz von 8sinn ist hervorragend geeignet und sitzt bombenfest. Der wird nicht über ein Gummiband befestigt, sondern per Klettverschluss direkt am Käfig eingefädelt.
Ich war gerade heute wieder damit draußen in der Sommerhitze filmen, bei Gegenlicht kein Thema - man sieht alles gut genug.
Und 2-3000 Nits haben halt auch einen ganz anderen Stromverbrauch und Kühlungsbedarf.

Für mich war der Shogun SDI eine der besten Anschaffungen des letzten Jahres.
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freezer
Beiträge: 2135

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von freezer » Do 13 Aug, 2020 16:16

andieymi hat geschrieben:
Do 13 Aug, 2020 10:23
Die einzige Frage, die mir aktuell noch bleibt:
Funktioniert der Atomos kreuz-gebrandete Spyder dann auch für Post-Displays, oder bräuchte es da dann den X-Rite, um mehrere Panels in einem Workflow mit der gleichen Einheit kalibriert zu bekommen?
Beim Spyder gibt es verschiedene Pakete von Datacolor - aber der Unterschied ist da nur die Leistungsfähigkeit der Software - die Hardware ist immer die selbe.
Wenn Du den Atomos Spyder kaufst, dann ist sowieso keine Software von Datacolor dabei.
Und mit der Alternativsoftware DisplayCal kann man sicher auch den Atomos Spyder benutzen - eben da immer die gleiche Hardware.
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Jost
Beiträge: 1514

Re: Atomos Shinobi SDI mit Kalibrierung?

Beitrag von Jost » Fr 14 Aug, 2020 19:06

freezer hat geschrieben:
Do 13 Aug, 2020 16:13
Sei mir nicht böse Jost, aber was genau treibt Dich an, den Shinobi als unbrauchbar abzukanzeln, ohne das Produkt jemals selbst im Einsatz gehabt zu haben?
Glaubst Du ich lüge hier herum, wenn ich von meiner Erfahrung mit dem Produkt berichte?
Der Sonnenschutz von 8sinn ist hervorragend geeignet und sitzt bombenfest. Der wird nicht über ein Gummiband befestigt, sondern per Klettverschluss direkt am Käfig eingefädelt.
Ich war gerade heute wieder damit draußen in der Sommerhitze filmen, bei Gegenlicht kein Thema - man sieht alles gut genug.
Und 2-3000 Nits haben halt auch einen ganz anderen Stromverbrauch und Kühlungsbedarf.

Für mich war der Shogun SDI eine der besten Anschaffungen des letzten Jahres.
Du meinst Cage + Sunhood für 155 Euro?
https://tinyurl.com/y69yd9aw
Das wird tatsächlich halten.
Zum Sinobi einen Aufpreis von 50 Prozent zu zahlen, nur weil er nicht hell genug ist, macht für mich keinen Sinn.
Das Gewicht steigt um weitere 168 Gramm, der Sinobi wiegt 196 Gramm. Ohne Mount und Akkus.

Blöde Frage vielleicht: Beim Sinobi vermisse ich im Manual die sogenannten RGB-Schieberegler im Monitor-Reiter. Das steht nur was von Backlight, Lift, Gamma, Gain.
Kalibrierung heißt ja, dass erst gemessen wird, in welchem Verhältnis sich RGB im Ist-Zustand zueinander befinden. Per Schieberegler wird RGB dann ins Gleichgewicht gebracht und anschließend startet die eigentliche Profilierung. Bei Notebooks fehlen die RGB-Regler. Die kann man dann nicht kalibrieren. Die Profilierung erfolgt ohne Kalibrierung. Hat das Atomos per Update mal geändert?




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