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Passion für Lost Places



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r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 08 Sep, 2020 20:14

nicecam hat geschrieben:
Di 08 Sep, 2020 19:42
So, Titel der Sendung hab ich jetzt. Aber das ist Wiederholung von Do, 03.10.2019?
Wo hast Du den Titel der Sendung gesehen? Ich weiss zwar von der Producerin wann gesendet wird, aber einsehen konnte ich das bisher nicht.
Der 3.10. kommt eventuell deshalb ins Spiel weil man kurze Zeit direkt 2 Wochen später anvisiert hatte und den 3.10. als Ausstrahlungsdatum vorsah. Es soll aber nun der 24.9. sein.
nicecam hat geschrieben:
Di 08 Sep, 2020 19:26
r.p.television hat geschrieben:
Mo 07 Sep, 2020 17:15
... für uns Deutsche ...
Ach ich dachte, du wärst Schweizer? :-)
Nein. Anhand meines Geburtsortes bin ich Münchner. Aber davon bin ich so weit entfernt wie es nur geht.
Ich mag kein Bier, keine Weisswürste, kein Oktoberfest und mit Fußball kann ich auch nichts anfangen. Womit man in München schon fast ein Aussätziger ist.
Die Producerin meinte recht treffend dass ich eigentlich ein heimatloser Zigeuner bin :-)




klusterdegenerierung
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 08 Sep, 2020 20:34

r.p.television hat geschrieben:
Di 08 Sep, 2020 20:14
und den 3.10. als Ausstrahlungsdatum vorsah. Es soll aber nun der 24.9. sein.
Er sprach von 2019!!
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 08 Sep, 2020 21:01

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Di 08 Sep, 2020 20:34
r.p.television hat geschrieben:
Di 08 Sep, 2020 20:14
und den 3.10. als Ausstrahlungsdatum vorsah. Es soll aber nun der 24.9. sein.
Er sprach von 2019!!
Das habe ich übersehen. Stimmt, die Sendung über die Schlösser stammt ebenfalls von der Producerin die mit mir unterwegs war und wurde wohl als Ersatz angeboten, als noch nicht klar war ob man den Termin einhalten kann.




nicecam
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von nicecam » Di 08 Sep, 2020 21:02

r.p.television hat geschrieben:
Di 08 Sep, 2020 20:14
Wo hast Du den Titel der Sendung gesehen? Ich weiss zwar von der Producerin wann gesendet wird, aber einsehen konnte ich das bisher nicht.
Du hast PN nicht aktiviert, sonst würde ich dir dort schreiben. Weiß ja nicht, ob's Geheimnisse gibt, was z. B. den Titel anbelangt.
Gruß Johannes




nicecam
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von nicecam » Di 08 Sep, 2020 21:06

Gruß Johannes




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Do 10 Sep, 2020 11:22

https://www.srf.ch/programm/tv/sendung/ ... 6340262812

Ab heute ist es zumindest beim SRF offiziell im Programm. Ich denke in ein paar Tagen nimmt dann auch 3sat den "Platzhalter" aus dem Programm und aktualisiert.

Um auf den Begleittext einzugehen: Auch wenn wir in Kasachstan waren ist davon in dieser Sendung nichts zu sehen, ausser eventuell Fotos davon. Und weil darauf eingegangen wird dass damit gutes Geld zu verdienen ist wird Go2Know als Gegenentwurf zu uns hineingeschnitten. Das ist eine Berliner Eventklitsche, welche auch für weniger risikobereite Kundschaft die verlassenen Orte auf offiziellem Wege zugänglich macht.

Ich bin nach wie vor sehr gespannt auf das Ergebnis weil ich ja nicht im Schnitt hocke, aber durchaus weiß dass technisch einiges in die Hose gegangen ist (kein Ton der Funkstrecke wegen herausgerissener Kabel beim Klettern, unprofessionelle Kamerabedienung durch dritte Personen etc. und der Tatsache dass ich durch den Spagat Kameramann/Protagonist nicht so arbeiten konnte wie gewohnt). Aber anders wäre es teils nicht möglich gewesen.




Pete O
Beiträge: 14

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Pete O » Do 10 Sep, 2020 12:58

Vielen Dank für die Infos und vorallem auch den Erlebnisbericht mit dem Wachhund. Vermutlich könntest du mittlerweile ein Buch darüber schreiben was passiert wenn die Kamera nicht gelaufen ist.
r.p.television hat geschrieben:
Do 10 Sep, 2020 11:22

Ich bin nach wie vor sehr gespannt auf das Ergebnis weil ich ja nicht im Schnitt hocke, aber durchaus weiß dass technisch einiges in die Hose gegangen ist (kein Ton der Funkstrecke wegen herausgerissener Kabel beim Klettern, unprofessionelle Kamerabedienung durch dritte Personen etc. und der Tatsache dass ich durch den Spagat Kameramann/Protagonist nicht so arbeiten konnte wie gewohnt). Aber anders wäre es teils nicht möglich gewesen.
Was ich bisher so von NZZ gesehen habe was ja doch relativ hochwertig. Von daher überrascht es mich dass man bei der Planung und technischen Ausführung sich so ausschließlich auf dich verlassen hat, obwohl ja klar ist dass du nicht vollwertig als Kameramann arbeiten kannst, wenn du gleichzeitig Darsteller bist. Oder wie ist das genau gelaufen? Du kannst dich ja schlecht selbst filmen.
Du hast ja schon erwähnt dass es scheinbar keinen anderen Kameramann gab der sich dafür hergeben wollte, was man auch verstehen kann.
Wieviel Leute waren denn Team und wieviele "nur" Darsteller?




klusterdegenerierung
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Do 10 Sep, 2020 13:59

Gibt es das auch als mediathek Film zu sehen?
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




r.p.television
Beiträge: 3096

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Do 10 Sep, 2020 14:53

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 10 Sep, 2020 13:59
Gibt es das auch als mediathek Film zu sehen?
Also die Mediathek des SRF ist bei uns offiziell geo-geblockt. Es gäbe aber wohl Tricks das mit vorangestellten Domains zu umgehen. Wie weiss ich aber nicht mehr. Hab jetzt nicht geschaut ob 3sat ne eigene Mediathek hat, aber ich denke ja. Ich weiss nur dass die Producerin ihre Beiträge nach einer Zeit auch bei Youtube hochlädt. Also vermutlich auch diesen. Aber keine Ahnung wie hoch da die Latenz ist.
Pete O hat geschrieben:
Do 10 Sep, 2020 12:58
Vielen Dank für die Infos und vorallem auch den Erlebnisbericht mit dem Wachhund. Vermutlich könntest du mittlerweile ein Buch darüber schreiben was passiert wenn die Kamera nicht gelaufen ist.
In der Tat gibt es da zahlreiche Erlebnisse die bisher nur in meinem Hirn gespeichert sind. Aber da wäre ich keine große Ausnahme in der Community, wenngleich ich wohl durch meine "Kopf-durch-die-Wand"-Einstellung mehr Dinge erlebt hat als manch anderer. Aber im Umkehrschluß gibt es dann so Auswüchse wie "Roofer", die ja regelrechte Gefahrensucher sind. Dagegen bin ich wieder harmlos, wenngleich deren Geschichten wohl meist aufs Selbe hinauslaufen und nicht so vielschichtig sind. Aber wer weiss was einem auf diversen Dächern und auf dem Weg dorthin so alles begegnen kann.
Pete O hat geschrieben:
Do 10 Sep, 2020 12:58
Was ich bisher so von NZZ gesehen habe was ja doch relativ hochwertig. Von daher überrascht es mich dass man bei der Planung und technischen Ausführung sich so ausschließlich auf dich verlassen hat, obwohl ja klar ist dass du nicht vollwertig als Kameramann arbeiten kannst, wenn du gleichzeitig Darsteller bist. Oder wie ist das genau gelaufen? Du kannst dich ja schlecht selbst filmen.
Du hast ja schon erwähnt dass es scheinbar keinen anderen Kameramann gab der sich dafür hergeben wollte, was man auch verstehen kann.
Wieviel Leute waren denn Team und wieviele "nur" Darsteller?
Ja, die haben eigentlich einen recht hohen Qualitätsstandard und ich habe ja auch schon vorab Arbeiten gesehen, die unter der Federführung der Producerin entstanden sind. Aber wie schon mal erwähnt haben wir hier im Sinne von einer Fernsehfilm-Produktion allgemein Neuland betreten. Die Rahmenbedingungen ließen es einfach nicht zu dass hier 2 Kameramänner mit FS7 nebst Tonmann herumlaufen. Gerade einen AC der den Ton checkt habe ich schmerzlich vermisst. Die Ursprungsidee war dass ich jene Footage liefere welche ausschließlich die Schönheit der Locations zeigt und ein weiterer Kameramann die Geschehnisse dokumentiert und auch den Ton abgreift. Aber wie schon erwähnt fand sich zu den angepeilten Drehterminen niemand und auch das Budget war tight. So habe ich quasi versucht beides zu drehen, wobei hier auch sehr viel die Producerin selbst mit einer Kamera von mir gedreht hat. Sie hatte durchaus ein gutes Gespür für interessante Kadragen, aber technisch so gut wie keine Ahnung. Die Kamera war nach kürzester Zeit so verstellt dass sie keine guten Bilder mehr liefern KONNTE (also F22, wahlweise AF aus oder an, aber dann vergessen zu fokusieren etc.). Glücklicherweise hat ein weiterer Freund und Teil des Teams mit meiner A7iii mitgefilmt und hat beispielsweise die Einzelinterviews mit mir "gerettet", weil hier die gezogene Schärfe der vermeintlichen A-CAm auf Infinity war, ich aber ca eineinhalb Meter vor der Kamera saß. Bei ca. 50mm und Blende f3.2. Das hätte man auch ohne Peaking oder Magnifying deutlich sehen müssen. Eine A7siii hätte hier beispielsweise enorme Vorteile gebracht, aber wie es aussieht müssen wir uns für diese Kamera noch bis Mitte Oktober gedulden.
Aber grundsätzlich war ich der einzige der den Ton kontrollieren konnte, musste aber sehr oft den Kopfhörer absetzen weil ich selbst gesprochen habe und einen das leichte Delay beim Selbstsprechen total aus der Bahn wirft. Zudem war auch die Hitze ein echtes Problem. Bei 39 Grad ist man froh wenn man mal den Kopfhörer absetzen kann, wenn man auch noch nen Rucksack auf dem Rücken hat und ein Gimbal mit Kamera herumschleppt. Und sehr oft ist es genau dann passiert dass wir uns das LAV-Kabel aus unseren Sendern gerissen haben (glücklicherweise haben wir uns für Kabel ohne Verschraubung entschieden, denn die wären ganz sicher kaputt gegangen bei den Kletteraktionen). Da habe ich teilweise nur am fehlenden Ausschlug beim VU-Meter gesehen dass ich kein Audiosignal vom entsprechenden Sender reinkriege. Für sowas sollte es nach meiner Erfahrung eigentlich einen akustischen Alarm geben. Wäre ne gute Anregung. Denn selbst wenn man einen Kopfhörer aufhat bemerkt man einen Signalverlust nicht sofort wenn der Protagonist direkt daneben steht.
Ich hab quasi ständig 2 Kameras bedient und den Ton kontrolliert. Mein erster Arbeitstag hatte 27 Stunden. Am nächsten Tag nach ca 2,5 Stunden Schlaf waren dann abends die Interviews. Dass ich da nicht in bester Form war sollte einleuchten.
Konsequent wäre gewesen ich hätte nur gedreht und wäre als Protagonist nicht wirklich in Erscheinung getreten. Zumindest nicht so wie hier geschehen. Aber das wollte die Producerin nicht.




nicecam
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von nicecam » Do 10 Sep, 2020 14:58

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 10 Sep, 2020 13:59
Gibt es das auch als mediathek Film zu sehen?
Du meinst auf 3sat?

Anscheinend ist dort NZZ-Format nur manchmal in der Mediathek eingestellt. Recherche gerade ergab, dass in der 3sat-Mediathek das NZZ-Format von So, 30.08.20 eingestellt ist, aber nicht von So, 06.09.20.

Da kann man sich anscheinend für eine Benachrichtigung anmelden.
https://www.wunschliste.de/benachrichti ... 1&nd=1&u=f
Gruß Johannes




nicecam
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von nicecam » Do 10 Sep, 2020 15:00

r.p.television hat geschrieben:
Do 10 Sep, 2020 14:53
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Do 10 Sep, 2020 13:59
Gibt es das auch als mediathek Film zu sehen?
Also die Mediathek des SRF ist bei uns offiziell geo-geblockt. Es gäbe aber wohl Tricks das mit vorangestellten Domains zu umgehen. Wie weiss ich aber nicht mehr.
Hab irgendwo was dazu gelesen. Über VPN oder so. Muss nochmal gucken

Aha hier zum Beispiel:

https://www.srf.ch/play/radio/ratgeber/ ... ca576957bc

und:

https://www.netzwelt.de/tv-sender/srf-1.html
Gruß Johannes




nicecam
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von nicecam » Do 10 Sep, 2020 15:06

@ r.p.television:

Sollte ich eigentlich zur "Vorbereitung" auf deinen Film möglichst den ganzen Thread verinnerlicht haben? War ja längere Zeit nicht im Forum aktiv, und es dauert, alle Threads der vergangenen Jahre zulesen :-)))
Gruß Johannes




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Do 10 Sep, 2020 15:14

nicecam hat geschrieben:
Do 10 Sep, 2020 15:06
@ r.p.television:

Sollte ich eigentlich zur "Vorbereitung" auf deinen Film möglichst den ganzen Thread verinnerlicht haben? War ja längere Zeit nicht im Forum aktiv, und es dauert, alle Threads der vergangenen Jahre zulesen :-)))
Nicht wirklich.
Wenn Du den Prologfilm gesehen hast reicht es eigentlich. Und auf den Beiträgen der letzten Tage stand ja alles wichtige zu dieser einen speziellen Sendung.
Wichtig ist dass diese Sendung von NZZ nichts mit meinem Projekt zu tun hat. Das ist quasi nur ein Nebenprodukt.




Pete O
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Pete O » Fr 11 Sep, 2020 12:29

Sorry wenn ich immer wieder auf die Fuji X-T3 bzw jetzt wohl Fuji X-T4 zu sprechen komme bzw. nachfrage. Aber das hat mich bei meiner Suche nach Infos ursprünglich auf diesen Thread gebracht.
Und die X-T3 ist immer noch die Kamera die ich verwende und mit der ich auch recht happy bin.

Also was ich nun herauslege ist daß du nun auf die A7s iii wartest und sogar deine weiteren Touren davon abhängig machst. Bist du doch so unzufrieden mit den Fujis? Wirst du sie verkaufen? Fänd ich ja fast schade.




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » So 13 Sep, 2020 11:13

Pete O hat geschrieben:
Fr 11 Sep, 2020 12:29
Also was ich nun herauslege ist daß du nun auf die A7s iii wartest und sogar deine weiteren Touren davon abhängig machst. Bist du doch so unzufrieden mit den Fujis? Wirst du sie verkaufen? Fänd ich ja fast schade.
Man kann nicht sagen dass ich wirklich unzufrieden bin. Erstens einmal hat es mit meinen sehr speziellen Anforderungen zu tun. Und wie man sicher nachvollziehen kann ist hier Lowligh-Capacity ein extrem wichtiger Faktor. Hier ist die Fuji zwar in der Relation dass sie eine Crop mit 26MP ist sehr sehr gut, aber eben auch nur in dieser Relation. Eine A7siii macht mir hier das Leben schon sehr viel leichter. Wenn Fuji mal eine Fullframe herausbringen würde mit dem selben Sensordesign und bei 26MP oder sagen wir mal maximal 32MP bleiben würde wäre ich sehr gespannt wie sich dieser Sensor schlagen würde. Denn bereits jetzt als Crop mit diesen winzigen Senseln ist die Fuji richtig gut in Sachen DR. Würde sich die Größe der Sensel verdoppeln müsste das Ding eigentlich extrem gut werden.
Es hat aber auch damit zu tun dass für mich die Fuji grundsätzlich als Übergangslösung gedacht war weil die anderen Hersteller nichts angeboten haben. Also kein 4k60p (ohne großen Crop) und kein 10bit. Und dadurch dass man die Fuji mittels Speedbooster auf nahezu Fullframe bringen kann kann man nochmal etwas rausholen bezüglich Lowlight und vorallem auch das sehr viel bessere UWW-Angebot für Fullframe nutzen. So ist beispielsweise das Sigma 14mm f1.8 mit seinen Eckdaten nur für Fullframe anzutreffen. Panasonic wäre per se gut wäre da nicht der krasse Crop bei 50p. Ich filme einfach sehr viele Kamerafahrten mit 50p. Das nimmt Panasonics Vollformat-Kameras für mich aus dem Rennen. Das MFT-System stand für mich nie zur Debatte weil mir das Bild nie gefallen hat.
Von daher hab ich nie für native Fuji-Linsen Geld ausgegeben. Was mich bezüglich Handhabung vor andere Probleme führt. Gerade beim dem NZZ-Dreh hat die X-T4 mit dem Speedbooster plötzlich sehr gesponnen. Ständig Pop-up-Infos "Bitte schalten sie die Kamera aus und wieder ein", weil der Adapter die Kamera blockiert hat. An den X-T3s komischerweise funktionierte der Adapter.
Für die Sony hab ich aber schon 3 kostspielige Linsen und von daher erscheint mir der Wechsel zurück in das E-Mount-System auch sehr viel angenehmer.
Ich werde aber die X-T4 als Backup und 2.Kamera erstmal behalten. Auch für Motive die sehr hell sind und ein sehr detailreiches Bild fordern. Denn da dürfte die X-T4 der Sony A7siii überlegen sein, denn die Auflösung ist wirklich erste Sahne ohne überschärft zu wirken.
Ich hoffe daher auch dass es bald eine Sony A7iv gibt die ihr 4k-Video wieder aus 6k herunterrechnet und rechnerisch eine höhere Detailauflösung generiert. Die A7siii und die A7iv würden sich dann gegenseitg perfekt ergänzen.




Jörg
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Jörg » So 13 Sep, 2020 11:34

Gerade beim dem NZZ-Dreh hat die X-T4 mit dem Speedbooster plötzlich sehr gesponnen.
keine Ahnung, warum alle solche Faxen mit speedboostern machen,
werde ich nie kapieren.
Ein 16 mm 1.4 Fujinon rauf, dann spinnt überhaupt nix mehr.
Mut zu hohem ISO, bei 5600 hast du nen Restlichtverstärker an der cam.
Auch bei den 4.0 zooms.
Ist natürlich für Ausnahmesituationen, aber da befindest du dich ja ständig.

Andere lichtstarke Gläser gibts ja auch noch von Fuji, wenn ich Betriebssicherheit will,
das ständige Klagen wegen AF Problemen und AF Geräuschen sind kalter Kaffee.
Sie stammen fast alle von Leuten, die mal ein paar shots mit der cam machen, ohne sie auch nur
annähernd zu kennen.
Dass die Gläser von 2017 und früher da andere Gegebenheiten abliefern als die neuen Rechnungen,
ist wohl klar.
Das nagelneue 16-80 ist ein Musterbeispiel für Funktionalität an der X-T4,
zumal nach den erfolgten updates.
Wem die Fujinons nicht gefallen, zu teuer sind, der schaut mal die wirklich hervorragenden
Viltrox AF Linsen für FX mount an.Wenn die noch schnelle WW rausbringen...
Speedbooster ade ;-))




dosaris
Beiträge: 1334

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von dosaris » So 13 Sep, 2020 12:17

Jörg hat geschrieben:
So 13 Sep, 2020 11:34
Gerade beim dem NZZ-Dreh hat die X-T4 mit dem Speedbooster plötzlich sehr gesponnen.
keine Ahnung, warum alle solche Faxen mit speedboostern machen,
wahrscheinlich liegt's an Protokoll-Unvertäglichkeiten zw Cam-Gehäuse und dem Fremd-Objektiv
(Focus- u Blenden-Steuerung)

d.h dies Problem tritt ohnehin nur bei "intelligenten" Adaptern auf,
die sich Richtg Objektiv wie eine Cam des gleichen Fabrikats u Richtung Cam wie ein einheimisches Objektiv verhalten müssen
(Prozessor mit eigener Firmware im Adapter).
Diese Protokolle sind iA proprietär u nicht public.
Also müssen die Adapterhersteller durch viel Beobachten den Dialekt des Protokolls heraus knobeln.

Da treten bisweilen Interpretationsfehler auf.




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » So 13 Sep, 2020 19:27

dosaris hat geschrieben:
So 13 Sep, 2020 12:17
Jörg hat geschrieben:
So 13 Sep, 2020 11:34


keine Ahnung, warum alle solche Faxen mit speedboostern machen,
wahrscheinlich liegt's an Protokoll-Unvertäglichkeiten zw Cam-Gehäuse und dem Fremd-Objektiv
(Focus- u Blenden-Steuerung)

d.h dies Problem tritt ohnehin nur bei "intelligenten" Adaptern auf,
die sich Richtg Objektiv wie eine Cam des gleichen Fabrikats u Richtung Cam wie ein einheimisches Objektiv verhalten müssen
(Prozessor mit eigener Firmware im Adapter).
Diese Protokolle sind iA proprietär u nicht public.
Also müssen die Adapterhersteller durch viel Beobachten den Dialekt des Protokolls heraus knobeln.

Da treten bisweilen Interpretationsfehler auf.
Das ist in dem Fall aber leider frühzeitiger Verschleiß. Wohl an den Kontakten kameraseitig. Denn vor dem Dreh haben die Kombis einwandfrei funktioniert. Und es gab dazwischen kein Firmware-Update.
Jörg hat geschrieben:
So 13 Sep, 2020 11:34
Gerade beim dem NZZ-Dreh hat die X-T4 mit dem Speedbooster plötzlich sehr gesponnen.
keine Ahnung, warum alle solche Faxen mit speedboostern machen,
werde ich nie kapieren.
Ein 16 mm 1.4 Fujinon rauf, dann spinnt überhaupt nix mehr.
Mut zu hohem ISO, bei 5600 hast du nen Restlichtverstärker an der cam.
(...)
Speedbooster ade ;-))
Das Problem ist: 16mm auf einer Crop ist kein UWW mehr sondern entspricht vom Bildwinkel eher einem 24mm oder höher. Damit gewinnt man in Gebäuden keinen Blumenstrauß mehr. Daher muss ich auf Fullframe kommen um dann entsprechende Objektive adaptieren zu können. So hat das 14mm Sigma mit f1.8 dann bereinigt durch Adapter dann wirklich den Abbildungskreis von ca 16mm, aber dann durch Speedbooster bei f1.3. Für Crop gibt es einfach keine sehr lichtstarken UWWs. Das müsste ja ein 8 bis 10mm sein um auf den selben Bildwinkel wie ein Fullframe 15 bis 16mm zu kommen. Es gibt das Fuji 8-16mm f2.8. Aber mit 2000 Euro und unstabilisiert erschien mir das damals an einer X-T3 ohne IBIS einfach zu teuer. Und f2.8 sind halt auch keine f1.8.
Und die Fuji ist selbst halt keine Lowlight-Rakete. Sie ist nicht schlecht, aber auch nicht gut. Für normale Anwendungen mit Sicherheit super, für mich war es immer ein Kompromiss.
Ich war in Locations wo ich früher an bewölkten Tagen mit einer A7sii brauchbare Aufnahmen machen konnte, aber bei Sonnenschein mit einer gespeedboosterten X-T4 ohne Zusatzbeleuchtung gar nicht erst anfangen brauchte. 26MP auf APS-C ist in dem Fall leider ein wenig zuviel Auflösung um eine Eule sein zu können.




nicecam
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von nicecam » So 13 Sep, 2020 20:26

Lost Place jetzt auch im TATORT im "Ersten". Bin gespannt auf die TOTART :-)

Und natürlich auf den 24sten bzw. 27sten ;-)
Gruß Johannes




srone
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von srone » So 13 Sep, 2020 23:48

r.p.television hat geschrieben:
So 13 Sep, 2020 19:27
Das ist in dem Fall aber leider frühzeitiger Verschleiß. Wohl an den Kontakten kameraseitig. Denn vor dem Dreh haben die Kombis einwandfrei funktioniert. Und es gab dazwischen kein Firmware-Update.
kontakt 61, google das mal, damit beseitigst du korrossionsbedingte kontakt probleme...;-)

lg

srone
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Jörg
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Jörg » Mo 14 Sep, 2020 08:30

So wie ich es verstanden habe, waren das keine Korrosions-,sondern Abnutzungsprobleme.

Die Kontakte an der Fuji waren zerstört, oder mechanisch abgenutzt?
Das würde ich gerne klären lassen.




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Mo 14 Sep, 2020 12:41

Jörg hat geschrieben:
Mo 14 Sep, 2020 08:30
So wie ich es verstanden habe, waren das keine Korrosions-,sondern Abnutzungsprobleme.

Die Kontakte an der Fuji waren zerstört, oder mechanisch abgenutzt?
Das würde ich gerne klären lassen.
Das ist mir bis heute ein Rätsel. Es handelt sich um den Speedbooster von Viltrox (einen anderen gibt es meines Wissens ja für den Fuji-Mount gar nicht, oder doch?).
Ich habe die Fuji X-T4 seit dem Erscheinungstag. Den Viltrox seit dem ich letztes Jahr die X-T3 gekauft habe.
Es gab bis zum August keinerlei Probleme auf beiden Kameras.
Aber plötzlich verweigert der Adapter auf der X-T4 zweierlei Objektive bzw. zwingt die Kamera immer wieder zum Reseten. Auf den beiden X-T3s funktioniert der Adapter mit den entsprechenden Objektiven einwandfrei. Ich muss auch erwähnen dass ich den Adapter vielleicht 3mal vorab von der Fuji demontiert habe. Also Abnutzung kann es eigentlich nicht im klassischen Sinne sein.
Es gab auch keinerlei Firmware-Update.
Ich habe ehrlich gesagt keinen Plan was da vor sich geht, aber es sieht so aus als ob die Kamera selbst nen Hau hat. Vielleicht auch eine Fertigungstoleranz bei den Kontakten die vorzeitig zu diesen Komplikationen geführt hat.




srone
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von srone » Mo 14 Sep, 2020 13:01

probiers mal mit o.g. kontaktspray...;-)

lg

srone
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nicecam
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von nicecam » Do 24 Sep, 2020 13:57

Eben hat mein Wecker geklingelt...

Zur Erinnerung: Heute oder Sonntag

@ r.p.television: In der 3sat-Mediathek ist immer noch der Platzhalter?
Gruß Johannes




nicecam
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von nicecam » So 27 Sep, 2020 19:46

Auf 3sat wird der Platzhalter: "Wer will mich: alte Mauern suchen neues Geld" gesendet 🤔

Aber ich installierte MediathekView. Suchte dort den Titel "Vergessene Orte: Adrenalin und Abenteuer" und fand ihn natürlich nicht (siehe oben) auf 3sat.

Stattdessen gab ich auf MediathekView den Titel ein, fand ihn sofort auf SRF 1 (eigentlich kann ich so einfach doch gar nicht von dem Sender aufnehmen; siehe meine Posts weiter oben) und lud den Film herunter.

Ich guck den später, jetzt geh ich zum Antalya-Grill und hol mir lecker Essen :-)
Gruß Johannes




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Mo 28 Sep, 2020 09:55

nicecam hat geschrieben:
So 27 Sep, 2020 19:46

Stattdessen gab ich auf MediathekView den Titel ein, fand ihn sofort auf SRF 1 (eigentlich kann ich so einfach doch gar nicht von dem Sender aufnehmen; siehe meine Posts weiter oben) und lud den Film herunter.

Ich guck den später, jetzt geh ich zum Antalya-Grill und hol mir lecker Essen :-)
Vorweg: ich hab selbst nur eine Vorversion gesehen und war alles andere als begeistert. Es wurde bei unseren Parts sehr auf der Thematik Illegalität und Abenteuergier herumgeritten. Aber die Ästhetik der Orte kam viel zu kurz. Einige Aussagen der Offsprecherin sind komplett falsch.
Zudem wurde ich selbst gegen Ende im Schnitt als totaler Faxen-Kasper hingestellt. Die Redakteurin meinte das wäre doch lustig. Ich finde es aus dem Zusammenhang gerissen total unlustig. Mir war auch nicht bewusst das sowas in einen NZZ-Beitrag geschnitten wird und fühle mich falsch dargestellt. Vorallem in dem Context dass wir uns als Kleinkriminelle outen und dann gegen Ende durch den Schnitt so dargestellt werden als sei uns nur der Kick und das Abenteuer wichtig. Und nur Herumblödeln. Aber keine historischen Hintergründe, Architektur etc.
Man hat mir versprochen 2 Szenen herauszuschneiden. Ich hoffe es ist passiert.




dosaris
Beiträge: 1334

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von dosaris » Mo 28 Sep, 2020 11:27

r.p.television hat geschrieben:
Mo 28 Sep, 2020 09:55
... gegen Ende durch den Schnitt so dargestellt werden als sei uns nur der Kick und das Abenteuer wichtig. Und nur Herumblödeln. Aber keine historischen Hintergründe, Architektur etc. Man hat mir versprochen 2 Szenen herauszuschneiden.
hätte nicht erwartet, dass der SRF eingereichte Reportagen inhaltlich nachträglich auf die gewünschte Format-Linie trimmt.

Aber das war vermutlich im Vertrag so enthalten (wenn man genauestens das kleingedruckte liest)?!?




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Mo 28 Sep, 2020 11:45

Ich hab da ja auch nicht mit dem SRF kommuniziert sondern mit NZZ bzw dem Subdienstleister, denn NZZ produziert nicht alle Filme fürs Sendefenster selbst.




DWUA y
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von DWUA y » Mo 28 Sep, 2020 15:58

r.p.television hat geschrieben:
Mo 28 Sep, 2020 09:55

"...Vorweg: ich hab selbst nur eine Vorversion gesehen und war alles andere als begeistert. Es wurde bei unseren Parts sehr auf der Thematik Illegalität und Abenteuergier herumgeritten. Aber die Ästhetik der Orte kam viel zu kurz. Einige Aussagen der Offsprecherin sind komplett falsch.
Zudem wurde ich selbst gegen Ende im Schnitt als totaler Faxen-Kasper hingestellt. Die Redakteurin meinte das wäre doch lustig. Ich finde es aus dem Zusammenhang gerissen total . Mir war auch nicht bewusst das sowas in einen NZZ-Beitrag geschnitten wird und fühle mich falsch dargestellt..."

Beispiel:
www.youtube.com/watch?v=9V24s_2jFC4

Als Erzeuger hast du also deine Ware/Erzeugnisse auf dem Markt(platz) angeboten und verkauft?
Für Geld.
Jeder Koch kann ab jetzt damit machen, was er will.
Eine RedakteurIN (ZwischenhändlerIN) nicht:
Sie/er steht unter dem Druck, möglichst hohe Quoten zu erzielen. Sonst ist sie/er gefeuert...
Aus der Redaktion.
Ihr fehlt(e) wohl eher eine sozialpolitische Komponente/Perspektive?
Z.B. "Vanitas" als Immobilien-Spekulationsguthaben.
Ist ein normaler Vorgang, den du unter "Fremdverschulden" abbuchen kannst;
lass' dich nicht entmutigen!
Vertraue auf dein Können und werde flexibel.

;))




nachtaktiv
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von nachtaktiv » Di 29 Sep, 2020 16:15

"lost places" haben ihre faszination spätestens dann verloren, wenn sie eben nicht mehr lost sind, sondern mittlerweile breitensport für gelangweilte stinos, die sich kostenlos nach feierabend, sehr zum verdruss so mancher eigentümer, ihren kick holen. ich vermute, in coronazeiten gehts da mittlerweile zu wie aufm rummel. spätestens dann, wenns wie hier auf arte oder auf nem anderen sender breitgelatscht wird, is sense mit der faszination. solche professionell gemachten filmchen führen dann zum pull effekt, und dann werden die bauten noch mehr runtergerackert und von vandalen heimgesucht.

schade eigentlich.
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r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 29 Sep, 2020 19:20

nachtaktiv hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 16:15
"lost places" haben ihre faszination spätestens dann verloren, wenn sie eben nicht mehr lost sind, sondern mittlerweile breitensport für gelangweilte stinos, die sich kostenlos nach feierabend, sehr zum verdruss so mancher eigentümer, ihren kick holen. ich vermute, in coronazeiten gehts da mittlerweile zu wie aufm rummel. spätestens dann, wenns wie hier auf arte oder auf nem anderen sender breitgelatscht wird, is sense mit der faszination. solche professionell gemachten filmchen führen dann zum pull effekt, und dann werden die bauten noch mehr runtergerackert und von vandalen heimgesucht.

schade eigentlich.

Solche Kommentare kriege ich oft hingepfeffert.

In einer Welt in der sich eine Überflußgesellschaft ohne Hirn fortpflanzt wird leider alles zum Breitensport. Auch die Schnittmenge von Leuten die Urban Exploring betreiben hat sich vervielfacht. Ich betreibe das "Hobby" schon lange und weiss wie es noch war als solche Orte Jahre überdauert haben ohne dass es dort zu einer negativen Veränderung kam. Aber es ist strittig was zuerst da war. Das Huhn oder das Ei? Irgendwann hat es angefangen dass diese Orte einer breiteren Interessengemeinschaft zugeführt wurden. Im Fernsehen aber gab es schon seit Jahrzehnten Berichte über solche Orte. Daher sehe ich eher in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Youtube und Instagram die Vorlage für den Wochenend-Urbex-Lemming, der ideenlos Trends hinterherläuft. In Facebook-Tauschgruppen bekommen dann diese Mitläufer Koordinaten hinterhergeschmissen und müssen diese nur noch anfahren. Daraus ergibt sich eine sehr mangelnde Wertschätzung. Und dementsprechend respektlos verhalten sich diese Leute dann an den Orten. Dagegen kann ich leider nichts machen. Ich selbst verhalte mich an solchen Orten wie ein Geist. Der Besitzer merkt in 99% der Fälle nicht dass ich dort bin oder war. Da muss man sich eben auch mal die Mühe machen mitten in der Nacht hineinzusteigen und auf das Tageslicht zu warten. Und auch beim Verlassen sehr umsichtig ist. Andere machen ein gemütliches Frühstück und gehen mit ihren Instagram- und Youtube-Freunden laut lärmend hinein, vandalieren und verärgern die Nachbarn. Die machen da regelrecht eine Vereinsmeierei daraus und verhalten sich dementsprechend als wäre es eine Selbstverständlichkeit.
Die Eigentümer selbst sind meist eine namen- und gesichtslose Erbengemeinschaft, die oft Jahre nicht vor Ort war und mit der Immobilie nichts anzufangen weiss. Die erfahren nicht selten erst von Nachbarn oder herbeigerufener Polizei davon dass ihre Immobilie der Spielplatz von Instagram-Urbexern geworden ist und sind meist nur deswegen genervt weil sie zur Sicherungspflicht ermahnt werden.
Aber ich kann Dich beruhigen. Die Orte die ich aufsuche sind meist frei von solchen Touristen-Horden, denn sie sind viel zu unzugänglich, weit entfernt oder zu gut gesichert. Da kann man nicht mit Brotzeitkörbchen und Sneakern nach dem Brunch hineinflanieren. Und wie schon gesagt verärgere ich damit in aller Regel niemand weil es niemand mitbekommt. Mein Auto steht oft 2 Kilometer weit entfernt in einem Waldweg und ich muss auch kein Fenster einschlagen oder eine Tür eintreten um wo hineinzukommen.

Dass man mit jeder Freizeitausübung beinahe automatisch andere Leute verärgert ist in einer Gesellschaft, in der wir uns bereits aus Platzmangel auf die Füße treten normal geworden. Die einen verkleiden sich kollektiv als bunte Clowns mit zu heiss gewaschenen Spandex-Leibchen und terrorisieren mit ihren Jan-Ullrich-Drahteseln die Landstraßen, andere legen sich an überfüllte Strände und sorgen bereits bei der Anfahrt für Massenstaus, andere fahren Ski oder Snowboard und sorgen dafür dass ganze Landschaften dem Kahlschlag zum Opfer fallen, andere gehen nachts ins DIskocenter und lärmen beim Nachhauseweg ganze Siedlungen aus dem Bett. Und auch mein Hobby geht natürlich nicht völlig ohne Reibereien von statten.

nachtaktiv hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 16:15
".....gelangweilte stinos, die sich kostenlos nach feierabend, (...)
Manchen passt es aber scheinbar auch nicht dass mein Spaß vermeintlich "Kostenlos" ist. Ein Unding was in der heutigen Welt wo alles etwas zu kosten hat natürlich gar nicht geht, denn man ist zu sehr durch das Marketing dass nur teure Luxusartikel glücklich machen beeinflusst. Rolex-Uhren, Webergrill, stetig wechselnde Neuwägen, Rundum-All-Inklusive-Feriendomizilen mit passenden Fotomotiven für den Instagram-Account werden angepriesen. Nur wer Geld ausgibt ist glücklich. Wenn jemand anderes Spaß hat ohne sich dem Konsumzwang unterzuordnen, verrutscht manchen das Weltbild und wird dann auch gerne schlechtgeredet. Aber ich kann jene dann beruhigen dass auch ich Geld ausgeben muss. Ich brauch ja auch Ersatzteile für meinen alten Van, Autogas und Kameraausrüstung.

Zu Corona-Zeiten waren die Lost Places übrigens herrlich leer, denn die meisten Mitläufer sind zu Hause geblieben und haben verängstigt Nachrichten gekuckt. Da war ich längst wieder unterwegs und wurde gerne als "Gefährder" hingestellt, obwohl ich unterwegs zero Kontakt mit anderen Leuten habe während sich die Leute daheim gegenseitig ins Gesicht husten. Aber das ist eben immer das Problem unterschiedlicher Perspektiven.




rabe131
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von rabe131 » Di 29 Sep, 2020 22:09

Leider werdert ihr in dem TV-irgendwas vorgeführt. Die Inspiration
kam von den ersten hier gezeigten Bildern. Bitte selber produzieren!!




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 29 Sep, 2020 22:35

rabe131 hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 22:09
Leider werdert ihr in dem TV-irgendwas vorgeführt. Die Inspiration
kam von den ersten hier gezeigten Bildern. Bitte selber produzieren!!
Ja, so empfinde ich es eben selbst auch. Danke für die ehrliche Meinung.




nachtaktiv
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von nachtaktiv » Mi 30 Sep, 2020 04:15

r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
Solche Kommentare kriege ich oft hingepfeffert.
na sowas!
r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
In einer Welt
...wenn texte so schon anfangen, kann ich mich eigentlich nur noch mit einem armbrustbolzen im knie zur weiteren aufmerksamkeit zwingen. uff.
r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
Aber es ist strittig was zuerst da war.
ist es nicht. weil es keine henne-ei frage ist. jede veröffentlichung führt zu mehr bekanntheit. jede. auch deine. du trägst also eine mitschuld. wie groß die ist, mag ich nicht zu beurteilen. aber herausreden gilt nicht.
r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
Irgendwann hat es angefangen dass diese Orte einer breiteren Interessengemeinschaft zugeführt wurden.
das ist eine interessante definition für eine vielzahl an straftaten, die damit einhergehen, wenn ich anderer leute ihr grundstück betrete und in gebäude eindringe. legale LPs mal ausgenommen.
r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
Im Fernsehen aber gab es schon seit Jahrzehnten Berichte über solche Orte. Daher sehe ich eher in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Youtube und Instagram die Vorlage für den Wochenend-Urbex-Lemming, der ideenlos Trends hinterherläuft. In Facebook-Tauschgruppen bekommen dann diese Mitläufer Koordinaten hinterhergeschmissen und müssen diese nur noch anfahren. Daraus ergibt sich eine sehr mangelnde Wertschätzung. Und dementsprechend respektlos verhalten sich diese Leute dann an den Orten.
schwarzer peter geschiebe. wie oben beschrieben: schuld sind alle. hobbyfilmer, fernsehsender, social media "urbexer", etc. der eine mehr, der andere weniger. jeder haut nen sargnagel mehr rein.

die wahre kunst besteht darin, die füße still zu halten. nix zu veröffentlichen. keinen trend mit anzuheizen. verzicht auf klicks, anerkennung und likes. und jetzt antworte ich mal mit dem unsäglichen "in einer zeit..." ... in der jeder aber anscheinend ohne dies nicht mehr leben kann, muß man seinen egotrip eben auf den knochen, pardon, dem gebälk der alten bauten ausleben. und natürlich auf den nerven der haus und grundbesitzer.
r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
Dagegen kann ich leider nichts machen. Ich selbst verhalte mich an solchen Orten wie ein Geist. Der Besitzer merkt in 99% der Fälle nicht dass ich dort bin oder war. Da muss man sich eben auch mal die Mühe machen mitten in der Nacht hineinzusteigen und auf das Tageslicht zu warten. Und auch beim Verlassen sehr umsichtig ist. Andere machen ein gemütliches Frühstück und gehen mit ihren Instagram- und Youtube-Freunden laut lärmend hinein, vandalieren und verärgern die Nachbarn. Die machen da regelrecht eine Vereinsmeierei daraus und verhalten sich dementsprechend als wäre es eine Selbstverständlichkeit.
Die Eigentümer selbst sind meist eine namen- und gesichtslose Erbengemeinschaft, die oft Jahre nicht vor Ort war und mit der Immobilie nichts anzufangen weiss. Die erfahren nicht selten erst von Nachbarn oder herbeigerufener Polizei davon dass ihre Immobilie der Spielplatz von Instagram-Urbexern geworden ist und sind meist nur deswegen genervt weil sie zur Sicherungspflicht ermahnt werden.
und weiter gehts mit dem peter. fakt ist: weder du, noch jemand anderer haben da irgendwas zu suchen. völlig egal, wem die bude gehört. sie gehört eben nicht dir.
r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
Dass man mit jeder Freizeitausübung beinahe automatisch andere Leute verärgert ist in einer Gesellschaft, in der wir uns bereits aus Platzmangel auf die Füße treten normal geworden.
ach und das is jetz die legitimation für unbefugtes betreten und wasweißichnichnochalles? wo du schon von füßen redest: du kannst doch einfach DEINE füße in DEINER bude behalten, anstatt sie in die anderer leute zu führen.
r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
Die einen verkleiden sich kollektiv als bunte Clowns mit zu heiss gewaschenen Spandex-Leibchen und terrorisieren mit ihren Jan-Ullrich-Drahteseln die Landstraßen, andere legen sich an überfüllte Strände und sorgen bereits bei der Anfahrt für Massenstaus, andere fahren Ski oder Snowboard und sorgen dafür dass ganze Landschaften dem Kahlschlag zum Opfer fallen, andere gehen nachts ins DIskocenter und lärmen beim Nachhauseweg ganze Siedlungen aus dem Bett. Und auch mein Hobby geht natürlich nicht völlig ohne Reibereien von statten.
jan ullrich? meine güte, das war 1997 xD. ich weiß ehrlich gesagt nicht, was an rennradfahrern schlimm sein soll. im gegenteil. sport hält meist gesund und wir alle müssen weniger für leute mitbezahlen, die herzverfettet und übergewichtig auf der couch rum sitzen. find ich gut.

es gibt aber auch eine menge aktivitäten, bei denen man anderen leuten nicht auf den füßen herum trampelt. ich hab noch nie davon gehört, daß man sich über fitnessstudiobesucher, yoga treibende, bücherwürmer, lego architekten, maler, tanzschultänzer, gamer, kinogänger, u.v.a. aufregt. im übrigen finde ich, daß "die da machen aber auch, also will ich auch...!" ein ziemlich infantiles argument ist.
r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
Manchen passt es aber scheinbar auch nicht dass mein Spaß vermeintlich "Kostenlos" ist. Ein Unding was in der heutigen Welt wo alles etwas zu kosten hat natürlich gar nicht geht, denn man ist zu sehr durch das Marketing dass nur teure Luxusartikel glücklich machen beeinflusst. Rolex-Uhren, Webergrill, stetig wechselnde Neuwägen, Rundum-All-Inklusive-Feriendomizilen ....
kameras, objektive, stative, gimbals, tolle filmleuchten.... ein esel den anderen langohr. aber egal...
r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
Wenn jemand anderes Spaß hat ohne sich dem Konsumzwang unterzuordnen, verrutscht manchen das Weltbild und wird dann auch gerne schlechtgeredet. Aber ich kann jene dann beruhigen dass auch ich Geld ausgeben muss. Ich brauch ja auch Ersatzteile für meinen alten Van, Autogas und Kameraausrüstung.
du hast mich völlig falsch verstanden. ich meinte nicht, daß vergnügen etwas kosten muß, um einen wert zu haben. ich meinte, daß den stinos heute aus dem geiz ist geil impuls heraus der lostplace besuch so sympathisch is. einfach rein da, handyfotos gemacht, sich ein bissl gegruselt, und schon is der abend gefüllt.
r.p.television hat geschrieben:
Di 29 Sep, 2020 19:20
Zu Corona-Zeiten waren die Lost Places übrigens herrlich leer, denn die meisten Mitläufer sind zu Hause geblieben und haben verängstigt Nachrichten gekuckt. Da war ich längst wieder unterwegs und wurde gerne als "Gefährder" hingestellt, obwohl ich unterwegs zero Kontakt mit anderen Leuten habe während sich die Leute daheim gegenseitig ins Gesicht husten. Aber das ist eben immer das Problem unterschiedlicher Perspektiven.
auch hier hast du mich falsch verstanden. ich rede vom hier und heute. die coronazeit ist noch lange nicht vorbei.

zweitens: herzlichen glückwunsch, daß du leere LPs hattest. die landmarken, die ich seit jahren für tanzvideos besuche, waren mit stinos und ihren nervigen kindern überlaufen. wie eine herde kühe standen sie am rande und glotzten uns an wie besucher vom anderen stern. gekicher und gelächter inklusive. in nicht-corona-zeiten bevölkern sie ihre natürlichen habitate. also phantasialand, mc donalds, einkaufszentrum, minigolfbahn, IKEA, das kino für den neuesten erguß aus der disneyhölle, vereinsbolzplatz, schwimmbad etc.... erst ging das nicht wegen dem lockdown, dann geht es nicht mehr, weil alle mit kurzarbeitergeld rum krebsen oder mittlerweile H4 sind.

für kreative die hölle. eine woche, nachdem ich mit den tänzern bei location X war, wollte ein kollege hin, modelfotografie. ich habe ihn vorgewarnt. er wollte trotzdem hin. rückmeldung: "50 kinder, 100 erwachsene, total ätzend, da ging gar nix."

wenns nach mir ginge, gäbe es schon längst das bedingungslose grundeinkommen, damit die familien sich ihren normalen zeitvertreib wieder leisten können.

und die lostplace buden gehörten enteignet, wenn X jahre da nix mehr gemacht wird. vielleicht kann man ja so manche bude an eben jene familien verschenken? dann haben die was zu tun, müssen keine miete mehr zahlen und können die in eigenregie selbst sanieren. sind bestimmt einige handwerker bei den familienvätern und müttern dabei. anstatt sich in verschimmelten buden die lungen zu vergiften, könnte man doku filme drehen, wie alte bauten wieder zum leben erweckt werden. das wär doch mal was.

naja. vielen dank jedenfalls für den gedankenaustausch. war interessant.
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Mi 30 Sep, 2020 06:08

@nachtaktiv:

Aha. Du wiedersprichst Dir aber selbst. Im Endeffekt geht es Dir nur quer dass Du diese Orte nicht für Deine Tanzvideos exklusiv hast. Das ist in Deinen Augen ungeil. Das steht zumindest zwischen den Zeilen. Auch wenn ich Dir in vielen anderen Dingen grundsätzlich recht gebe.

Auch ich hatte übrigens sehr viele legale Drehs. Auch ich habe mich schon über Spaziergänger oder andere Urbexer geärgert die mir in meine Aufnahmen gerannt sind, weil sie nicht da waren wo sie sein sollten sondern dort wo ich war. Aber das muss man einfach als das übliche Restrisiko bei solchen Drehs mit einkalkulieren. Ein Lost Place ist kein Tanzstudio. Und eben kein kontrollierbarer Drehort. Da kann viel passieren.

Aber dann muss man eben kreativer werden und als nicht vermeintlich "kreativer" jene Lost Places für sich in Anspruch nehmen wollen die bereits bei Gott und der Welt bekannt sind. Sondern selbst recherchieren. Dann bist Du wie ich alleine dort. Aber dafür muss man sich selbst helfen. Aber sich beschweren weil andere zu einem Ort rennen den jeder kennt hilft einem nicht weiter.
Du kannst ja zu mir kommen. Ich verdiene mittlerweile gutes Geld nebenher als Locationscout durch mein Insiderwissen und meine Recherchen. Und stelle im Fall der Fälle Kontakte mit den Besitzern her um die Sache legal über die Bühne zu kriegen. Denn ich bin nicht nur als nachtaktiver Einbrecher unterwegs, auch wenn die Aussenwirkung so sein mag.

Jeder soll einfach das machen, was er will und für richtig hält. So lange er niemanden anderen damit schadet. Das ist meine Grundregel. Ich schreibe niemanden was vor. Ich beanspruche selbstredend keine Exklusivrechte für verlassene Orte. Nicht weil ich früher da war als andere und natürlich auch erst recht nicht, weil sie mir nicht gehören. Diese Orte gehören aber meist Nachfahren von Aristokraten. Man kann sich heutzutage selbstverständlich darüber streiten ob es überhaupt rechtens ist dass diese Nachfahren Immobilien besitzen dürfen die ursprünglich durch Apanagen vom Volk zwangsbezahlt wurden. Und sich nun auch nicht darum kümmern und diese Orte verrotten lassen. Manchmal nicht böswillig weil kein Geld zur Instandhaltung da ist, machmal aber doch böswillig weil man auf eine Warmsanierung hofft. Aber das ist wieder eine völlig andere Geschichte. Jedenfalls habe ich persönlich keine Skrupel in einen Ort einzudringen mit dem Anspruch eine einmalige Zeitkapsel zu dokumentieren, wenn der Besitzer sich einen Scheißdreck darum schert und hofft, dass der alte Kasten baldmöglichst von irgendeinem Eindringling abgefackelt wird.

Und es gibt durchaus Orte die ich nicht besuche. Bei einer Kapelle die bei einem Privatmann im Garten steht ist für mich beispielsweise Schluß. Dort wo ich potenziell den Frieden von anderen Bewohnern stören kann gehe ich nicht hin, weil ich niemanden erschrecken oder belästigen will. Aber bei einem Schloß im Nirdendwo das seit 20 Jahren leersteht, nicht gepflegt wird, verfällt und ich erkenne dass der Besitzer sich schlicht nicht darum kümmert oder sogar hofft dass die Bude warmsaniert wird, damit er dort das Grundstück als Baugrund vergolden kann, hört bei mir das Mitgefühl und die Rücksicht auf. Dass manche meiner Entscheidungen die ich aus dem Bauch heraus fälle im Nachgang falsch waren will ich aber nicht leugnen. Irren ist menschlich und Menschen machen Fehler. Nicht umsonst lag ich schon mit Handschellen am Boden weil mich trotz aller Vorsicht jemand beobachtet hat. Dann muss man sich eingestehen dass man manchmal Grenzen überschreitet. Aber deshalb aufhören und nur noch daheim rumhocken? Oder fremdbestimmt etwas machen was andere schön finden, ich dagegen totlangweilig? Damit kommen wir auch schnell zu den anderen Hobbys welche ebenfalls potenziell für Unfrieden sorgen.

Und ja. Radrennfahrer sind im heutigen Verkehrsgeschehen absolut gefährlich. Ich habe nicht umsonst die egomanischen Radlclowns vorne angestellt. Ich war zugegen als ein PKW-Fahrer schwer verunglückt ist weil er so einer hirnbefreiten Radrennkombo ausgewichen ist, als diese legitimiert durch ihre Geilheit über die ganze Straße verteilt ihm hinter einer Kurve entgegen kam. Ich weiss gar nicht wie oft ich schon eine Vollbremsung machen musste weil diese Affen nebeneinander hinter einer Kurve um die Ecke kamen. Hier könnte ich genauso sagen: Die zahlen keine KFZ-Steuer. Denen gehört die Straße nicht. Runter mit ihnen. Sollen sie doch Mountainbike fahren.
Ich bin aber natürlich weit davon entfernt es verbieten zu wollen. Ich wollte hier nur die Relativitäten klarstellen dass sehr viele Freizeitbeschäftigungen andere Leute verärgern. Und sei es nur weil ein Tanzschüler daheim übt und den Nachbarn auf dem Kopf herumtrampelt. Oder der Briefmarkensammler zu lange über seiner Sammlung hockt und damit seine Familie vernachlässigt. Die Grenzen sind wie immer fliesend.

Also spiel Dich nicht als selbsternannter Moralapostel auf. Niemand nimmt Dir Deine Drehorte für Deine Tanzvideos weg, denn auch Dir gehören diese Orte nicht. Bei Drehanfragen entscheiden oft Leute darüber denen diese Orte nicht gehören. Und manchmal werden dafür auch unverschämte Summen gefordert. Ebenfalls von Leuten die für diesen Ort niemals einen Finger krumm gemacht haben. Aber so ist eben das Leben. Nicht alles läuft fair ab.

Das "bedingungslose Grundeinkommen" ist ein romantischer Gedanke von Großstadt-Träumern. Aber absolut unrealistisch, weil uns dann jene die nicht arbeiten wollen immer mehr auf dem Kopf herumtanzen würden. Dann wäre bald nichts mehr da für die Traumtänzerei. Man braucht nur kucken was uns der "Sozialismus" eingebracht hat. Das Grundeinkommen für 99% sinkt und nur ein paar Bonzen stecken sich die Scheine in die Taschen. Mir ist klar dass es den Bewohnern von Mietskasernen in der Großstadt schmecken würde wenn ihre Vermieter enteignet würden und damit die Miete ausfallen würde. Aber 90% der Nutznießer haben keinen Plan davon so eine Bude zu erhalten. Erst recht in einer Großstadt wo viele zwar klug daherreden, aber 2 linke Hände haben. Dann hätten wir sehr bald eine Menge von unbewohnbaren Orten. Ich selbst vermiete Wohnungen in München und komme mir oft vor wie ein Babysitter weil viele der Mietnehmer in der Stadt scheinbar niemals erwachsen werden. Die können sich selbst nullkommanull helfen. Kleinste Reparaturen werden unendlich hinausgezögert, Sperrmüll in den Hausgang gestellt wenn keiner hinsieht, es wird schwarz untervermietet wenn man selbst im Ausland ist. Aber wehe der Heizkörper gluckert, dann wird selbstredlich die Miete um die Hälfte gekürzt. Würde man diesen Leuten die Wohnungen überlassen würden diese Wohnungen sehr bald vor die Hunde gehen, weil man vom Klugdaherreden kein Fenster dicht kriegt und keinen wohnungsübergreifenden Heizkessel für 50.000 Euro bezahlen kann (oder will). Selbsthilfe und (echte) Solidarität ist dort ein Fremdwort. Jeder predigt Sozialismus, kuckt aber nur auf den eigenen Vorteil. Mein Eindruck ist dass diese Leute beim Zusammenbruch des Systems sofort untergehen würden weil sie sich selbst nicht versorgen könnten. Und die Geschichte gibt mir recht. In Krisen sterben zuerst die Menschen in der Großstadt. Aber das geht wieder ins Offtopic.

Manche Lost Place Buden gehörten tatsächlich enteignet. Aber wer soll sowas entscheiden? Und wer soll davon Nutznießer sein? Das ist leider ein gefährliches Gedankenspiel und man kann das genauso als potenzielle Willkür eines diktatorischen Staates verstehen. Es wird immer Mißstände geben. Es wird immer Leute geben die etwas richtig oder falsch machen. Und über richtig oder falsch wird auch immer die Perspektive entscheiden. Dem Falschen entgegen zu wirken würde bedeuten es den Leuten die es richtig machen zu verwehren.
Letztlich wurden auch einige Schlossbesitzer enteignet weil sie ihrer Denkmal- und Sicherungspflicht nicht nachgekommen sind. Und was hat es gebracht? Gar nichts. Nun hockt die mittellose Gemeinde auf der Immobilie und unternommen wurde auch nichts. Deshalb sind diese ganzen Gedankenspiele für mich mittlerweile nicht mehr als Zeitverschwendung.

Auch Deine Tanzvideos zeigen in dem Fall Lost Places. Und motivieren andere potenziell dazu dies nachzumachen oder die Orte aufzusuchen. Jeder trägt dazu bei. Der Spaziergänger der ein Handyvideo macht. Das Fernsehteam welches eine Doku macht. Der Urbexer der Fotos bei Facebook einstellt. Auch ich. Das habe ich nie geleugnet. Aber eben auch Du mit Deinen Tanzvideos. Von daher empfehle ich den Ball flach zu halten.

Im Endeffekt ist schon alles ok so wie es ist, auch wenn manches augenscheinlich verkehrt läuft.




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