cantsin hat geschrieben: ↑Mi 04 Feb, 2026 08:54
r.p.television hat geschrieben: ↑Mi 04 Feb, 2026 01:20
Wenn jetzt Nikon mit einem runden Firmware-Update bei der Nikon ZR noch das mushy H265 LOG korrigiert, braucht kein Mensch mehr eine Sony A7siv. Man kann sogar via Adapter sein Sony-Glas weiternutzen, was den Umstieg barrierefrei macht.
Du bist da IMO zu optimistisch:
(a) selbst wenn Nikon das h265 der ZR auf das Niveau des h265 der Z6iii bringen sollte (unwahrscheinlich wegen thermischer Performance/des wahrscheinlich heruntergetaktetem Kameraprozessors), wäre es noch eine Klasse unterhalb des h265 von Sony und Panasonic, mit nur 4:2:0-Chroma und immer noch schlechterer Detailauflösung (siehe
viewtopic.php?p=1270197#p1270197).
(b) die E-Mount-zu-Z-Mount-Adapter sind im Produktiveinsatz eine Katastrophe, weil sie Kameraresets verursachen, eingeschränkte AF-Funktionalität haben etc. Die ZR-Userforen sind voll von Fehlerberichten und Klagen über diese Adapter, und Wut auf die YouTube-Influencer, die sie nur oberflächlich getestet und gepusht haben.
Ansonsten: Leih Dir mal eine Nikon-Hybridkamera. Die sind software-/interfacetechnisch bei den Videofunktionen bestenfalls da, wo Sony bei der A6400 und der ersten A7s war. Es geht da um lauter Details und Kleinigkeiten, wie z.B. dass bei Antipp-Touchscreen-AF die eingestellte AF-Geschwindigkeit missachtet und immer mit maximaler Geschwindigkeit fokussiert wird. Oder dass die neue Funktion, Timecode über den Minijack einzuspeisen, den Tascam XLR-Adapter lahmlegt. (Ich könnte jetzt noch Seiten vollschreiben.)
Der Umstieg von einem Produktiv-Arbeitsgerät wie der A7sIII auf eine Nikon ZR ist wie der Umstieg von einem mürrelosen Arbeitspferd auf ein Dressurpferd, das man nicht auf den Acker schicken sollte.
Genau das habe ich auch erwartet, aber bisher hat die Kamera mit dem Viltrox-Adapter als Einheit sehr gut funktioniert. Hatte die Kamera 10 Tage im Einsatz bei sehr gemischten Temperaturen. GIng runter bis zu -10 Grad.
Mit nur einer Ausnahme, wo mir kein Blendenwert angezeigt wurde und die Blende auf f22 ging. Aber einmal kurz aus und eingeschaltet und es ging wieder. Dabei sollte man erwähnen, dass das mein Sigma-Adapter bei einer Adaptierung von altem EF-Glas nach Sony E-Mount auf einer A7siii auch diverse male gemacht hat. Das ist also kein exklusives Nikon-Problem. Genau genommen gibt es auch immer mal wieder Situationen, wo eine native Linse nicht mit der Kamera kommuniziert und f22 einstellt bei fehlendem Blendenwert. Aber ist natürlich etwas, was man im Auge behalten sollte. Wenn das irgendwann durch Abnutzung schlimmer wird, kann das natürlich nerven.
Dass das H265 6k einer Nikon ZR unschärfer ist als das 4k einer A7siii würde ich jetzt bezweifeln, aber es operiert aktuell weiter unter den Möglichkeiten und sieht wirklich minderwertig aus.
Die Antipp-Funktion war bei mir anfangs verwirrend, weil ich nicht kapiert habe, dass Nikon für kontinuierlichen AF eine andere Bezeichnung hat als AF-C. Das mag einige verwirren. Ich würde sagen bei der AF-Genauigkeit und Reaktionsfähigkeit ist die ZR vielleicht 10& schlechter als eine A7siii, aber immer noch sehr sehr gut.
Ich muss aber zugeben, dass ich die Kamera bisher nur bei Beautyshots im Einsatz hatte, wo sie ihre Auflösung und Raw-Fähigkeiten voll ausspielen konnte und wo mir auch das Display sehr dienlich war bei Kadrage und dem Checken von Schärfe, Belichtung etc.
Ich hatte noch keine Tentacle dran hängen, kein externes Audio etc. Deswegen werden logischereweise auch die nächsten Narrativ-Drehs für TV weiterhin mit meiner A7siii passieren (im Mischbetrieb mit ZV-E1 auf Gimbal und der FX9 auf der Schulter), weil ich hier keine Experimente eingehen will. Aber natürlich auch weil hier das XAVC für den schnellen Schnittbetrieb einfach etabliert ist und das S-Cinetone einen guten Ready-to-Go-Look bietet. Aber es wird sich nicht mehr schön anfühlen, mit der A7siii zu arbeiten. Ich würde sagen ähnlich, wie wenn man nach drei Wochen mit der FX9 wieder so eine alte FS7-Gurke mit dem entsprechenden Zoomscherbe auf die Schulter nehmen muss.
Bildlauf hat geschrieben: ↑Mi 04 Feb, 2026 12:20
r.p.television hat geschrieben: ↑Mi 04 Feb, 2026 01:20
Und im Gegenschnitt mit Drohnen wie Air 2s oder jetzt der Mavic 4 Pro wirkte das Bild bei Landschaftspanoramas wie der Unterschied zwischen 720p und 2160p. Für narratives Erzählen sicher auflösend genug, aber gerade für Architektur und Landscape im Jahr 2026 mit viel feiner Textur immer ein Ticken zu grob.
Ist die a7S3 bzw. FX3 wirklich so unscharf?
Daß sie kein Schärfemonster ist habe ich schon vernommen im Netz, aber so krass wie 720 zu 2160?
Daß sie nur "natives" 4k bietet und etwas "unschärfer" ist, ist eben das Zugeständnis wegen niedrige RS Werte, ISO12800 und gute Dynamik.
Wahrscheinlich kann sony in einer a7S4/FX3II wirklich nicht nur mit 4k kommen und das würde wahrscheinlich eine Sensoränderung zu partially stacked bedeuten.
Nur dafür muss man dann woanders Abstriche unweigerlich hinnehmen, außer die sind technologisch doch schon in der Lage geniale Sensoren zu bauen, die alles Positive vereinen.
Ich finde die Sensorkonzeption ganz interessant der a7S3 und FX3.
Mir reicht eigentlich auch 4k, aber scheinbar ist schon ein Trend zu höheren K´s und womöglich auch Schärfe?
Der Vergleich von 720 zu 2160p mag übertrieben sein, aber der Unterschied ist in der subjektiven Wahrnehmung definitiv stärker als 1080p zu 2160p.
Sie ist nicht unscharf, aber speziell im Vergleich mit dem 6k aus einer Mavic 4 Pro bei sehr detailreichen Landschaftsaufnahmen hinkt sie doch stark hinterher. Und selbst wenn man nach 4k-Delivery mastert, merkt man den Unterschied gewaltig. Dabei ist zu betonen, dass die A7siii zwar ein sehr schönes, homogenes 4k-Bild macht, aber durch fehlendes Oversampling eben auch nicht die Abbildungsgrenze von 4k erreicht. Bei einer A7iv sieht das schon minimal besser aus.
Es kommt eben drauf an, was man filmt. Für viele Anwendungen ist die A7siii eine wirklich sehr gute Kamera und ich könnte in vielen Fällen sowohl auf Raw und 6k verzichten - WENN da nicht dieses lausige Display wäre. Das ist wirklich ärgerlich. Zu klein, zu dunkel, zu spiegelnd, klapprig und auch zu wenig auflösend. Das war bereits 2020 bei Erscheinen der Kamera ein Ärgernis. Jetzt im Jahr 2026 im Vergleich mit anderen Kameras wirkt das wie ein Relikt aus einer vergessenen Zeit. Und wenn ich jetzt die Verbesserung auf 3.2" sehe bei der A7 V, fehlt es mir persönlich bei Sony zu stark an Verbesserungen in der Handhabung der Kameras. Man ruht sich ein wenig zu sehr auf der Platzhirsch-Empore aus. Und ich bezweifle, dass die FX3 ii ein besseres Display als die A7 V kriegt. Dafür bedient sich Sony zu sehr an vorhandenen Modulen. Aber ich lasse mich gerne positiv überrauschen.
Würde Sony eine FX3 ii mit dem Sucher der A7siii herausbringen und einem 4" Display, sowie 6k aus einem 24 MP stacked Sensor mit einem angepassten, etwas aufgebohrten XAVC 6k 10bit 422 mit einer Bitrate von ca 500mbit/s würde ich nicht lange überlegen.