cantsin
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

iasi hat geschrieben: Di 06 Jan, 2026 02:09 Und das ist nun natürlich auch eine Stärke der Nikon ZR - eben durch R3D NE oder die Umbenennung.
Ja, wodurch sich die ZR allerdings immer mehr als "one-trick pony" erweist, also als Kamera, die eigentlich nur eine Sache gut beherrscht (Raw-Video für die RED-Pipeline, mit den bekannten Abstrichen bei den Belichtungstools für R3D NE, Stand heutiger Firmware). Das ist mittlerweile auch Konsens in der ZR-Usergroup.

Ich würde aus meiner Sicht noch silent shutter-Schnappschuss-Fotografie hinzufügen, auch wenn dafür die Bedienergonomie der Kamera nicht optimal ist.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



j.t.jefferson
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von j.t.jefferson »

hab die Kamera ja von Slashcam bekommen und schon tests für Social Media rausrendern gemacht und ganz ehrlich....vieles davon checkt am Ende keine Sau. Diese Woche mache ich noch 2 Drehs damit wo ich 3 Kameras mische und dann noch verschiedene Codecs aus der Kamera nutze. Ich glaube da merkt am Ende keiner was mit welcher Kamera und welchem Codec aufgenommen wurde und damit ists meiner Meinung nach die beste Kamera in dem Preissegment. Egal welcher Codec. Vielleicht bin ich da auch ein bisschen pragmatisch mittlerweile.
Manfred Baulig



iasi
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: Di 06 Jan, 2026 12:41
iasi hat geschrieben: Di 06 Jan, 2026 02:09 Und das ist nun natürlich auch eine Stärke der Nikon ZR - eben durch R3D NE oder die Umbenennung.
Ja, wodurch sich die ZR allerdings immer mehr als "one-trick pony" erweist, also als Kamera, die eigentlich nur eine Sache gut beherrscht (Raw-Video für die RED-Pipeline, mit den bekannten Abstrichen bei den Belichtungstools für R3D NE, Stand heutiger Firmware). Das ist mittlerweile auch Konsens in der ZR-Usergroup.

Ich würde aus meiner Sicht noch silent shutter-Schnappschuss-Fotografie hinzufügen, auch wenn dafür die Bedienergonomie der Kamera nicht optimal ist.
Ich würde es mal anders formulieren:
Die ZR beherrscht eine Sache überragend - im Vergleich zur direkten Konkurrenz - und andere eben "nur" gut.

Die eierlegende Wollmilchsau sollte man in so einer kleinen und recht preiswerten Kamera besser nicht sehen wollen.

Immerhin bietet die ZR mit N-Raw und der Umbenennung sogar noch einen stärker komprimierten Raw-Codec zusätzlich zu R3D NE - für alle, denen Datengröße wichtig ist.

Ich hab nun auch mal ein paar Fotos mit der ZR geschossen. Auch recht gut. :)

Was mich z.Z. etwas mehr umtreibt, ist der längere Brennweitenbereich.
Das 180-600 Nikon-innen-Zoom soll geringes Focus Breathing und guten Stabi haben - bei langer Brennweite aber bei der Auflösung etwas schwächeln. Hat jemand das Zoom?



pillepalle
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von pillepalle »

iasi hat geschrieben: Di 06 Jan, 2026 14:48 Was mich z.Z. etwas mehr umtreibt, ist der längere Brennweitenbereich.
Das 180-600 Nikon-innen-Zoom soll geringes Focus Breathing und guten Stabi haben - bei langer Brennweite aber bei der Auflösung etwas schwächeln. Hat jemand das Zoom?
Bei offener Blende gegenüber den Festbrennweiten, ja. Aber ohne direkten 1:1 Vergleich wirst du das kaum merken. Schon gar nicht, wenn du wie Kurosawa wegen Deep-Focus abblendest ;) Bei Film spielt die Auflösung nur selten eine Rolle, weil sich vieles bewegt. Maximale Auflösung hast du sowieso nur bei statischer Kamera und statischem Motiv. Aber ich habe die Optik natürlich nicht. Würde mir mal ein paar Reviews von Tierfilmern diesbezüglich anschauen.

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



iasi
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

pillepalle hat geschrieben: Di 06 Jan, 2026 14:55
iasi hat geschrieben: Di 06 Jan, 2026 14:48 Was mich z.Z. etwas mehr umtreibt, ist der längere Brennweitenbereich.
Das 180-600 Nikon-innen-Zoom soll geringes Focus Breathing und guten Stabi haben - bei langer Brennweite aber bei der Auflösung etwas schwächeln. Hat jemand das Zoom?
Bei offener Blende gegenüber den Festbrennweiten, ja. Aber ohne direkten 1:1 Vergleich wirst du das kaum merken. Schon gar nicht, wenn du wie Kurosawa wegen Deep-Focus abblendest ;) Bei Film spielt die Auflösung nur selten eine Rolle, weil sich vieles bewegt. Maximale Auflösung hast du sowieso nur bei statischer Kamera und statischem Motiv. Aber ich habe die Optik natürlich nicht. Würde mir mal ein paar Reviews von Tierfilmern diesbezüglich anschauen.

VG
Abblenden ist bei einer Anfangsöffnung von f6,3 nicht sonderlich stark möglich. :)

Für 4k dürfte die Auflösung ausreichend sein.
Ich konnte bisher auch noch keine wirklich besseren Alternativen finden.

https://opticallimits.com/nikon/nikon-z ... vr-review/



pillepalle
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von pillepalle »

iasi hat geschrieben: Di 06 Jan, 2026 15:48 Abblenden ist bei einer Anfangsöffnung von f6,3 nicht sonderlich stark möglich. :)

Für 4k dürfte die Auflösung ausreichend sein.
Wieso das? Du kannst locker bis f11 abblenden, ohne das es merklich unschärfer wird. Du darfst Film nicht mit Pixelpeepen am Monitor vergleichen, auch Kinofilm nicht.

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



cantsin
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

IMHO guter Praxis-Erfahrungsbericht mit der ZR (der aber nichts grundsätzlich neues mitteilt):

https://www.eoshd.com/comments/topic/90 ... ent=859446

Alles sehr praxisnahe Empfehlungen, die hundertprozentig mit meinen übereinkommen. (Obwohl er noch nicht begriffen zu haben scheint, dass man für RAW keinen WB setzen muss.)

Und dann noch: "After coming home I picked the Z6iii, looked through its EVF, felt all of its buttons and thought, this is still the better camera, a proper one." Geht mir auch so, obwohl die ZR praktischer als Immerdabei-Kamera ist und einen höheren Stealth-/geringeren Einschüchterungsfaktor hat...
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



iasi
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: Fr 09 Jan, 2026 23:52 IMHO guter Praxis-Erfahrungsbericht mit der ZR (der aber nichts grundsätzlich neues mitteilt):

https://www.eoshd.com/comments/topic/90 ... ent=859446

Alles sehr praxisnahe Empfehlungen, die hundertprozentig mit meinen übereinkommen. (Obwohl er noch nicht begriffen zu haben scheint, dass man für RAW keinen WB setzen muss.)

Und dann noch: "After coming home I picked the Z6iii, looked through its EVF, felt all of its buttons and thought, this is still the better camera, a proper one." Geht mir auch so, obwohl die ZR praktischer als Immerdabei-Kamera ist und einen höheren Stealth-/geringeren Einschüchterungsfaktor hat...
Meine Erfahrung ist, dass man mit der ZR ohne groß herumzustellen, gute Aufnahmen machen kann.

Ich verstehe nicht ganz, was es mehr braucht als anhand des Kameramonitors den Bildausschnitt, Schärfentiefe und Fokuspunkt zu wählen, dann noch die korrekte Belichtung anhand vom Messungen und/oder Histogramm einzustellen und auf REC zu drücken.

Voreinstellungen sind doch grundsätzlicher, gestalterischer Art - also High-/Low-ISO, Framerate, Belichtungszeit.
Grundsätzliche Einstellungen verändert man doch sowieso nicht mehr.

Viele Knöpfe braucht man doch sowieso nicht, wenn man mit der kleinen Kamera nicht aus der Hand filmen will - die ZR passt wunderbar selbst auf kleine Gimbals oder Stative.



cantsin
Beiträge: 17207

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

iasi hat geschrieben: Sa 10 Jan, 2026 01:22
cantsin hat geschrieben: Fr 09 Jan, 2026 23:52 Und dann noch: "After coming home I picked the Z6iii, looked through its EVF, felt all of its buttons and thought, this is still the better camera, a proper one." Geht mir auch so, obwohl die ZR praktischer als Immerdabei-Kamera ist und einen höheren Stealth-/geringeren Einschüchterungsfaktor hat...
Meine Erfahrung ist, dass man mit der ZR ohne groß herumzustellen, gute Aufnahmen machen kann.

Ich verstehe nicht ganz, was es mehr braucht als anhand des Kameramonitors den Bildausschnitt, Schärfentiefe und Fokuspunkt zu wählen, dann noch die korrekte Belichtung anhand vom Messungen und/oder Histogramm einzustellen und auf REC zu drücken.

Voreinstellungen sind doch grundsätzlicher, gestalterischer Art - also High-/Low-ISO, Framerate, Belichtungszeit.
Grundsätzliche Einstellungen verändert man doch sowieso nicht mehr.

Viele Knöpfe braucht man doch sowieso nicht, wenn man mit der kleinen Kamera nicht aus der Hand filmen will - die ZR passt wunderbar selbst auf kleine Gimbals oder Stative.
Der von mir zitierte Forist bezieht sich auf die Funktionalität als Hybrid- bzw. auch als Fotokamera (da er direkt nach dem von mir zitierten Satz über den mechanischen Shutter der Z6iii schreibt).

Als Videokamera hat die ZR, vor allem wenn man in R3D NE bleibt, genug Bedienelemente; eher nervt, dass man wegen softwareseitiger Beschränkungen bestimmte Funktionen wie z.B. den Wechsel zwischen erkannten Gesichtern beim AF, nicht auf die vorhandenen Funktionsräder legen kann.

Wenn man auch fotografiert, ist die Z6iii in einer anderen Liga, obwohl die ZR bis auf EVF und mechanischen Verschluss funktional identisch ist. Da merkt man, welchen Unterschied Bedienelemente und Ergonomie machen.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



iasi
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Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: Sa 10 Jan, 2026 01:38
iasi hat geschrieben: Sa 10 Jan, 2026 01:22

Meine Erfahrung ist, dass man mit der ZR ohne groß herumzustellen, gute Aufnahmen machen kann.

Ich verstehe nicht ganz, was es mehr braucht als anhand des Kameramonitors den Bildausschnitt, Schärfentiefe und Fokuspunkt zu wählen, dann noch die korrekte Belichtung anhand vom Messungen und/oder Histogramm einzustellen und auf REC zu drücken.

Voreinstellungen sind doch grundsätzlicher, gestalterischer Art - also High-/Low-ISO, Framerate, Belichtungszeit.
Grundsätzliche Einstellungen verändert man doch sowieso nicht mehr.

Viele Knöpfe braucht man doch sowieso nicht, wenn man mit der kleinen Kamera nicht aus der Hand filmen will - die ZR passt wunderbar selbst auf kleine Gimbals oder Stative.
Der von mir zitierte Forist bezieht sich auf die Funktionalität als Hybrid- bzw. auch als Fotokamera (da er direkt nach dem von mir zitierten Satz über den mechanischen Shutter der Z6iii schreibt).

Als Videokamera hat die ZR, vor allem wenn man in R3D NE bleibt, genug Bedienelemente; eher nervt, dass man wegen softwareseitiger Beschränkungen bestimmte Funktionen wie z.B. den Wechsel zwischen erkannten Gesichtern beim AF, nicht auf die vorhandenen Funktionsräder legen kann.

Wenn man auch fotografiert, ist die Z6iii in einer anderen Liga, obwohl die ZR bis auf EVF und mechanischen Verschluss funktional identisch ist. Da merkt man, welchen Unterschied Bedienelemente und Ergonomie machen.
Die Z6iii ist eine Fotokamera mit Filmfunktionen.
Die ZR ist eine Filmkamera mit Fotofunktionen.

Ich drücke während der Aufnahme nicht gerne auf Knöpfen herum, da ich meist nicht aus der Hand filme. Daher vermisse ich auch zusätzliche Knöpfe nicht. Wobei mittlerweile viele Objektive F-Knöpfe und gar einen Einstellring mitbringen würden, falls wirklich mal Bedarf besteht.



cantsin
Beiträge: 17207

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

Ankündigung - ich habe Sean Boyds "Pastel Neutral"-LUT für die ZR/RED RAW NE (die bisher beste Rec709-Display-LUT für RED RAW NE, die im Gegensatz zu Nikons eingebauter LUT/View Assist Spitzlichter und Schatten nicht abschneidet) mit Hilfe von Kasukanras False Color-Resolve-Node Tree für die ZR so modifiziert, dass sie geclippte Schatten blau und geclippte Highlights rot anzeigt:

http://cramer.pleintekst.nl/hacks/paste ... pping_mod/

Damit macht sie im Prinzip dasselbe wie die (kommerzielle) Clipping-Anzeige LUT von Cinema Tools - aber nicht nur kostenlos, sondern auch besser. Denn die Cinema Tools-LUT zeigt vor allem Schatten-Clipping viel zu früh an, bzw. färbt Schatten blau, nicht noch gar nicht geclippt sind.

Fürs Feintuning dieser LUT habe ich den Luminance Qualifier von Resolve in 0,1-Kommastellen verschoben, bis ich exakt die Werte gefunden habe, bei denen die Clipping-Anzeige anspringt - und zwar durch mühsames Testen in der Kamera selbst (also Generieren + Exportieren von immer neuen LUTs mit jeweils um 0.1 verschobenen Qualifiern, Import in die Kamera und Testen der Display-LUT).

Daher dürfte diese LUT die präziseste Clipping-Anzeige für die ZR bei RED RAW NE-Aufnahme sein, die mit einer Rec709-Display-LUT machbar ist.

Sean Boyd weiß hiervon und hat mir seinen (enthusiastischen) Segen gegeben.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



blueplanet
Beiträge: 1789

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von blueplanet »

...ich habe zwar keine ZR aka RED, aber trotzdem Respekt für dein (euer) Schaffen.
Was mich etwas irritert, ist die generelle Notwendigkeit. Bietet Nikon keine eigene Rec709-Display-LUT für RED RAW NE an?
Wie Du sicher weisst ;), nutze ich VLOG von Panasonic, respektive der zugehörigen Rec709-Display-LUT in der Kamera und belichte "möglichst" gut (ich sage mit Absicht nicht exakt, da bei run&gun kaum machbar) via Histogram + Stop-Anzeige + VLOG Ansichtshilfe.
Damit gibt es für mich im Grunde keine "Missverständnisse". Oder wäre das bei RED RAW anders?
Auch für die "Übersetzung" in der POST lasse ich die Automatik in Premiere werkeln, nutze dafür die originale Panasonic LUT (andere mögen da vielleicht etwas von cineMatch etc.) und über diesen workflow musste ich noch nie feststellen, mich komplett "verhauen" zu haben bzw. ist alles im Nachhinein revidierbar.
Aber wie gesagt, vielleicht ist RAW gegenüber VLOG eine andere Nummer...



cantsin
Beiträge: 17207

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

blueplanet hat geschrieben: Mo 12 Jan, 2026 07:34 ...ich habe zwar keine ZR aka RED, aber trotzdem Respekt für dein (euer) Schaffen.
Was mich etwas irritert, ist die generelle Notwendigkeit. Bietet Nikon keine eigene Rec709-Display-LUT für RED RAW NE an?
Ja, aber die clippt noch vorhandene Schatten und Spitzlichter, und außerdem hat sie keine farbige Clipping-Anzeige (während die kamerainternen Zebras der ZR nicht für RED RAW NE/RED Log3G10 kalibriert sind, sondern nur das Clipping des Kameradisplays anzeigen und damit als präzise Clipping-Indikatoren wegfallen).

Bei Nikon/der ZR sind noch viele Basics unausgereift, deshalb die Selbsthilfen der User-Community.
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



iasi
Beiträge: 29920

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: Mo 12 Jan, 2026 08:30
blueplanet hat geschrieben: Mo 12 Jan, 2026 07:34 ...ich habe zwar keine ZR aka RED, aber trotzdem Respekt für dein (euer) Schaffen.
Was mich etwas irritert, ist die generelle Notwendigkeit. Bietet Nikon keine eigene Rec709-Display-LUT für RED RAW NE an?
Ja, aber die clippt noch vorhandene Schatten und Spitzlichter, und außerdem hat sie keine farbige Clipping-Anzeige (während die kamerainternen Zebras der ZR nicht für RED RAW NE/RED Log3G10 kalibriert sind, sondern nur das Clipping des Kameradisplays anzeigen und damit als präzise Clipping-Indikatoren wegfallen).

Bei Nikon/der ZR sind noch viele Basics unausgereift, deshalb die Selbsthilfen der User-Community.
Das klingt bei dir immer so dramatisch.
Schatten und Spritzlichter clippen nur bei falscher Belichtung oder zu hohem Motivkontrast.
Man kann auch anhand der Histogramm- und Waveform-Anzeige der ZR ordentlich belichten. Es mag noch besser gehen, aber man bekommt auch damit korrekt belichtete Aufnahmen.

Ich komme auch ohne die Zebra-LUT zurecht.

Jedoch vernimmt Nikon ja euer Klagen und liefert mit einem Firmware-Update verbesserte Belichtungstools nach. Das soll mir recht sein.



Bildlauf
Beiträge: 2591

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Bildlauf »

bei raw soll man ja wohl hauptsächlich ETTR und da sind "kompetente" Belichtungstools bestimmt sinnig, weil da eher Rauschgefahr besteht bei zu schwach belichtet (denke ich, filme ja nicht raw).
In h264/5 Log belichte ich aber mittlerweile hauptsächlich nach Monitor und waveform/Belichtungsmesser sind ergänzend.



toniwan
Beiträge: 207

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von toniwan »

Habe auch die ZR hier und finde das Belichten nicht so dramatisch. Zebra wie von Nikon empfohlen auf 245, dazu das Histogram und es passt. Habe die Vorschau-LUT an, damit ich vernünftige Kontraste auf dem Bildschirm habe.

Klar sind die Tools nicht technisch 100% exakt und das sollte Nikon nachbessern, aber das Material hat ja genug Spielraum, sodass ich das bislang unproblematisch fand.



cantsin
Beiträge: 17207

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von cantsin »

Jetzt ist der Clown an der Reihe:



Tatsächlich aber eines der gründlicheren/besseren Testvideos (wenn nicht sogar das gründlichste bisher)...
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Darth Schneider
Beiträge: 26678

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Darth Schneider »

Der Clown weiss mehr als so manche sich hier denken…



Jott
Beiträge: 23273

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Jott »

Der Clown punktet mit der latenten Szene-Verarschung. Ich mag den!



iasi
Beiträge: 29920

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

cantsin hat geschrieben: Fr 16 Jan, 2026 23:34 Jetzt ist der Clown an der Reihe:



Tatsächlich aber eines der gründlicheren/besseren Testvideos (wenn nicht sogar das gründlichste bisher)...
Da fragt er also am Ende: Is it cinematic? :)

Dabei ist er auf dem Weg zu seinen Street-SloMo-Videofilmereien.

Seine youtube-Kollegen haben es doch schon längst erkannt: Die Nikon/Red-CineCam ist nicht das, was die youtube-Videofilmer sich wünschen.



Darth Schneider
Beiträge: 26678

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von Darth Schneider »

Das zeigt er ja schön auf, das die Cam nix ist, zumindest für YouTuber wie ihn.
Wobei ich würde nie alle YouTuber in einen Topf werfen…
Es gibt sicher auch zig YouTuber, die lieben die ZR.
Kommt darauf an was man macht und nicht auf die Delivery Plattform…



iasi
Beiträge: 29920

Re: Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?

Beitrag von iasi »

Darth Schneider hat geschrieben: Sa 17 Jan, 2026 10:53 Das zeigt er ja schön auf, das die Cam nix ist, zumindest für YouTuber wie ihn.
Ein Red-Cam ist auch nicht für die youtube-Videofilmer konzipiert.

Und die ZR ist es eben auch nicht. Wer will denn mit einer Fotokamera aus der Hand filmen und beklagt sich deshalb über den Griff? Cine-Filmer wohl eher nicht.



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