slashCAM
Administrator
Administrator
Beiträge: 11259

Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von slashCAM » Mo 06 Aug, 2018 16:27

Bild
Der Traum vom selbstgebauten Boot, das nicht fertig werden will als große Lebensmetapher: Über mehrere Jahre hat das Autorenduo Erik Wittbusch und Till Hartmann den DIY-Bootsbauer und trickreichen Erfinder Per für ihr technisch wie auch inhaltlich spannendes, 90-minütiges Indie-Dokumentarfilmprojekt (mit ganz unterschiedlichen Kameras) begleitet. Wir haben mit den beiden u.a. über Interviewkonzepte, Authentizität vs technische Perfektion, Filmlook, Materialorganisation, Lieblingskameras, Postproduktion uvm. gesprochen.



Hier geht es zu Artikel auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Fokus Indie-Film: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 06:40

„FCPX generierte immer eigene Proxies und verdoppelte so den Speicherbedarf, ganz egal was wir anstellten.“


Tut es nicht.


„Also musste ein Hilfsprogramm her, dass die Clips aus den AVCHD-Strukturen rausholt, vernünftig benennt, sowie einen konsistenten Timecode vergibt, ohne neu zu komprimieren. Wir wollten ja gerade keine größeren Datenmengen, aber auch unter keinen Umständen eine schlechtere Bildqualität. EditReady konnte all das und war dann immer am Schnittplatz der erste Schritt.“


Damit habt ihr mal richtig viel Zeit vergeudet, das ist alles völlig überflüssig. Schlechtere Bildqualität gibt es nie, der Codec bleibt nativ, da wird nichts neu komprimiert, fcp x versorgt sich selbst wunderbar mit der Sony-Kartenstruktur, macht automatisch das Merging getrennter Clips, importierte Clips kann man beliebig benennen, und selbstverständlich ist der TimeCode von Haus aus konsistent und wird 1:1 von der Kamera übernommen. Und so weiter.

Ich staune. Wieso fcp x, wenn man sich nicht richtig damit beschäftigt, sondern - offensichtlich - nach Hörensagen agiert? Schade drum. Aber hat ja auch so geklappt.




rob
Administrator
Administrator
Beiträge: 902

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von rob » Di 07 Aug, 2018 07:57

Hallo Jott,

ich weiss nicht mehr genau bis zu welchem Pro Format Update von FCPX aber bis zu einem bestimmten Update konnten AVCHD Files beim Editing zumindest "problematisch" sein.

OSX-Tools wie ClipWrap (oder jetzt Editready) waren zu dem Zeitpunkt für viele der einzige Weg, AVCHD performant auf dem Mac zu bearbeiten und ziemlich weit verbreitet.

Das hat sich allerdings mit entsprechenden FCPX-Updates deutlich verbessert, so dass solche Re-Wrapper wohl mittlerweile nur noch dann zum Einsatz kommen, wenn die AVCHD Struktur von der Karte nicht korrekt übernommen wurde.

Viele Grüße
Rob




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 08:12

rob hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 07:57
Hallo Jott,

ich weiss nicht mehr genau bis zu welchem Pro Format Update von FCPX aber bis zu einem bestimmten Update konnten AVCHD Files beim Editing zumindest "problematisch" sein.

OSX-Tools wie ClipWrap (oder jetzt Editready) waren zu dem Zeitpunkt für viele der einzige Weg, AVCHD performant auf dem Mac zu bearbeiten und ziemlich weit verbreitet.

Das hat sich allerdings mit entsprechenden FCPX-Updates deutlich verbessert, so dass solche Re-Wrapper wohl mittlerweile nur noch dann zum Einsatz kommen, wenn die AVCHD Struktur von der Karte nicht korrekt übernommen wurde.

Viele Grüße
Rob
Ganz am Anfang (2011) gab es noch Probleme mit AVCHD 1080p50. Nur mit p50. Wenn tatsächlich mit einem sechs bis sieben Jahre alten fcp x gearbeitet wurde, dann Asche auf mein Haupt. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Doku in 50p gedreht wurde.

Die Vorstellung, fcp x würde alles intern neu encodieren, und das Unwissen darüber, dass beim Import einfach nur die komplette Karte angeboten werden muss, sind nun mal extrem weit verbreitet. Das, was Edit Ready macht (re-wrapping), erledigt fcp x beim korrekten Import intern ganz genau so.

Der Volkssport "mts aus den Karten rauspopeln" ist Legende. Auch bei Premiere übrigens, dort ist der korrekte und simple AVCHD-Import direkt ab Karte - wie bei fcp x - ebenfalls weitgehend unbekannt.

Wir hatten alle Schnittplätze in 2013 von fcp Studio auf fcp x umgestellt. Feste und freie Cutter wurden liebevoll zum Manual lesen und Training gezwungen, Hohn und Spott von Dritten mussten ausgeblendet werden. Heute will keiner zurück. Wie auch immer. Und ja, damals wurde fast alles mit FS100 und FS700 (interner AVCHD-Codec) gedreht wie bei der besprochenen Doku, daher weiß ich genau, wovon ich rede.
Zuletzt geändert von Jott am Di 07 Aug, 2018 08:25, insgesamt 1-mal geändert.




rob
Administrator
Administrator
Beiträge: 902

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von rob » Di 07 Aug, 2018 08:20

Hallo Jott,

persönlich habe ich nicht viel mit AVCHD zu tun gehabt aber wenn ich mich umschaue, sehe ich doch recht viele, deren Probleme (- vermutlich aus ganz unterschiedlichen Gründen) durch Rewrapping gelöst wurden.

z.B. hier:

https://forums.creativecow.net/thread/344/43139

Viele Grüße

Rob




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 08:36

Solche Threads gibt's immer, und wenn man rein liest, ist ja auch klar, was Sache ist. Es sind eigentlich immer nur einfachste Bedienfehler und das "Rauspopeln". AVCHD ist so simpel und allgegenwärtig (alle Consumer-Camcorder sowie Klassiker wie FS100, FS700 und viele mehr), darüber freut sich sogar iMovie.

Wozu streiten. Mich wundert nur das Phänomen, dass man Software benutzt, ohne sie richtig zu kennen und zu lernen. Ist nicht nur bei fcp x so, das gilt global für alle anderen auch. Es ist unglaublich, was Leute auch im professionellen Bereich mit AVID, After Effects, Premiere, Resolve, dem alten fcp 7 oder was auch immer für technischen Müll produzieren oder zumindest gigantische und zeitintensive Umwege laufen, einfach nur weil die Grundlagen fehlen und Manuals ignoriert werden.




Axel
Beiträge: 11971

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Axel » Di 07 Aug, 2018 08:42

Jott hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 06:40
Ich staune. Wieso fcp x, wenn man sich nicht richtig damit beschäftigt, sondern - offensichtlich - nach Hörensagen agiert? Schade drum. Aber hat ja auch so geklappt.
Ich entnehme der Schilderung zwischen den Zeilen, dass hier etwas geschah, das ich von meinem Premiere-Kumpel kenne:
Die ersten Drehs wurden noch mit Premiere gesichtet und teils schon organisiert. Dann wechselten wir nach viel Ausprobieren zu FCPX.
...
Gerade die Materialorganisation ist in FCPX ja ein völlig eigener Schuh, der den Einstieg in das Programm wirklich unnötig schwer macht.
Aber nur, wirklich nur, wenn man von Premiere kommt und praktisch auf der Autobahn die Fahrzeuge wechselt.
Dann haben wir gemerkt, das FCPX die Codecs zwar astrein abspielen kann, aber leider die Sony Ordner-Struktur nicht mag. FCPX generierte immer eigene Proxies und verdoppelte so den Speicherbedarf, ganz egal was wir anstellten.
Keine Proxies (jedenfalls nicht, wenn man nicht Proxies ausdrücklich beim Import ankreuzt), sondern gewrappte Kopien. Man kann AVCHD mit intakter Ordnerstruktur nicht "am ursprünglichen Ort belassen". FCP X tut das, was ihr hier für EditReady beschreibt:
Das originale Material wurde dann anstatt nur zu kopieren mittels EditReady vernünftig benannt¹ und aus der Ordnerstruktur in Einzelclips geschrieben² ohne neu zu kodieren („rewrap“).
... bis auf das tatsächliche, permanente Umbenennen*¹ der Originalclips. Letzteres tut man, wenn man mal eine Weile unvoreingenommen darüber nachdenkt, nur um des eigenen Seelenfriedens willen. Man möchte, als Mensch aus Fleisch und Blut, auch ohne FCP in der Lage sein, einen Clip zu finden. Aber Namen sind Schall und Rauch, und aussagekräftige Namen für Tausende Clips zu finden ein Krampf. Ähnlich wie das Sortieren in "Ordnern". In Ordnern heftet man eher etwas weg anstatt es leichter auffindbar zu machen. Stimmt das nicht? Schlagwörter kennzeichnen einen Clip gleichzeitig nach mehreren Kriterien, und Metadaten wie Kartenherkunft, Aufnahmedatum, Dauer, Framerate etcpp kommen gratis mit.

Will man außerhalb FCP X einen Clip mit gleicher Leichtigkeit finden, wäre FindrCat (21,99 €, Appstore) mMn die bessere Investition gegenüber EditReady (und ich selbst habe das teurere Kyno, das praktisch dasselbe macht wie EditReady, ein nettes, aber nicht nötiges Spielzeug). Nur wenige kennen und nutzen die Intelligenten Ordner innerhalb MacOS, die mithilfe von FindrCat die in FCP vergebenen Tags zum Finden nutzen. Einen getaggten Clip aus 40 Stunden Material finden? Drei, vier Sekunden! Das ist, wie gesagt, wenn man überhaupt außerhalb von FCP Clips finden muss. Wäre interessant zu erfahren, warum.

*² Das sind doch Kopien ("verdoppelte so den Speicherbedarf"). Dadurch verdoppelt ihr das Footage genauso.
Also musste ein Hilfsprogramm her, dass die Clips aus den AVCHD-Strukturen rausholt, vernünftig benennt, sowie einen konsistenten Timecode vergibt, ohne neu zu komprimieren. Wir wollten ja gerade keine größeren Datenmengen, aber auch unter keinen Umständen eine schlechtere Bildqualität. EditReady konnte all das und war dann immer am Schnittplatz der erste Schritt.

Der nicht-konsistente Timecode kann eine Folge von orphanisierten Clips sein, die aus dem Wunsch aus ihren AVCHD-Überordnern gerissen werden (ohne zu wrappen), den Speicherbedarf bei einem so hohen Drehverhältnis zu reduzieren. Ich sage nicht, dass ihr es so gemacht habt, aber weit und breit ist das die einzige logische Erklärung. Wenn ihr beschreibt, wie ihr stundenlang die Kamera habt mitlaufen lassen, um ein interessantes Ereignis nicht zu verpassen, dann ist der Importdialog von FCP X geradezu die ideale Lösung. Ihr könnt aus einem Clip mehrere Teilauswahlen treffen (shift cmd i und shift cmd o wären dann die multiplen In- und Out-points) und nur diese importieren (=verlustfrei wrappen). Konsolidieren bereits beim Import. Smartrendern. Das hätte den Speicherbedarf wirklich massiv reduziert.
Rob hat geschrieben:persönlich habe ich nicht viel mit AVCHD zu tun gehabt aber wenn ich mich umschaue, sehe ich doch recht viele, deren Probleme (- vermutlich aus ganz unterschiedlichen Gründen) durch Rewrapping gelöst wurden.

z.B. hier:

https://forums.creativecow.net/thread/344/43139
In diesem Thread wird zugleich der Fehler beschrieben wie auch die Lösung:
It's only spanned files that aren't Red that I do this for. Otherwise I just drag and drop.
Drag & Drop tut dasselbe, als würde man in einem AVCHD-Ordner wühlen und die mts-Clips herauszerren. Sie haben keinen konsistenten Timecode mehr, sie sind keine nativen AVCHD-Clips mehr. Drag & Drop und Orphanisierung sind die einzigen - dämlichen - Tricks, mit denen man FCP X zwingen kann, diesen Dateityp "am ursprünglichen Ort" zu belassen, d.h. nicht zu kopieren.
I edit AVCHD from my Sony camera without any problems on my Mid 2012 MacBook Pro, 2.3Ghz Intel Core i7, 16GB Memory, GeForce GT 350M, all the time. My source libraries are usually on an external USB 3.0 drive and I never create optimized media or proxies. I just edit the native AVCHD files as smooth as butter.

I always create Camera Archives from my camera cards and import from the archives. Never had any problems.
So ist es.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 08:56

Das war die Langfassung zum Thema "Rauspopeln".

Vielleicht ermutigt es den einen oder anderen, nicht mehr zu popeln, sondern einfach nur die Karte in den Mac zu stecken. Dann tauchen bereits nach wenigen Sekunden die Clips in fcp x komplett verbunden und versorgt in einem automatisch aufklappenden Importfenster auf. Von der Kartenstruktur ist nichts zu sehen, so kommt man gar nicht erst in Versuchung, drin rumzupfuschen. Gilt übrigens nicht nur für AVCHD, sondern auch für andere unheimliche Formate wie XCDAM oder P2. ProRes oder Proxies werden zusätzlich nur dann erzeugt, wenn man den Wunsch explizit durch Ankreuzen kund tut. Sonst natürlich nicht.

Das vorherige Anlegen eines Kartenarchivs für die Nachwelt ist dann noch die Kür.




kavenzmann
Beiträge: 67

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von kavenzmann » Di 07 Aug, 2018 10:29

Moin!

Ich verstehe meine obige Vorgehensweise (aus dem Artikel) nicht als Empfehlung für alle.
Wer auf die Software und dessen Filehandling vertraut und möglichst wenig damit zu tun haben möchte, kann das natürlich alles ganz FCPX überlassen.
Das klappt prima!


Aber: FCPX besteht bei bestimmten Videoformaten (u.a. AVCHD, Sony's XAVC usw.) einfach darauf, die Daten in die Mediathek zu überführen/kopieren und eben nicht am ursprünglichen Ort zu belassen.
Im Artikel ist das mit Proxies gemeint, war evtl. etwas unglücklich ausgedrückt...

Jedenfalls hat diese Vorgehensweise Folgen für die weitere Arbeit am Projekt:
- Die Mediathek und damit leider auch die Projektdatei wächst ins Unermessliche - Austausch und Backup von Projekten über Online Clouds ist damit nicht mehr möglich - genau das war für uns aber wichtig!
- Die Verwaltung aller Mediendaten ist nur noch mit FCPX möglich
- Der benötigte Speicherplatz (wenn von eigener Datenstruktur importiert wird) verdoppelt sich
- Der Export für weitere Postproduktionsschritte wie z.B. Grading u.ä. wird komplizierter und unübersichtlicher

Nachteil: Anstatt das automatisch von FCPX erledigen zu lassen, muss man EditReady Starten, die Benennung entsprechend eigener Wünsche eingeben, ein Preset wählen und starten.

Der Schritt über EditReady war für uns wichtig und richtig. Zumal ich dadurch auch meine eigenen Datenstruktur aufbauen konnte und die Dateien so benennen konnte, wie ich es wollte (Projektname_Aufnahme-Datum_laufende Nr.).
Nur so ist im Zweifelsfall gewährleistet, dass man Herr über seine Daten bleibt. Und genau das ist bei Projekten, die über mehrere Jahre gehen, einfach wichtig - sonst wird man schnell zum Sklaven seiner Software.

Ein anderer Vorteil der o.g. Vorgehensweise:
Ich kann quasi innerhalb kürzester Zeit mit dem ganzen Projekt in eine andere Software migrieren. Auch das war mir persönlich ziemlich wichtig und hat sich dann beim Grading auch bezahlt gemacht. Stand heute würde ich auch direkt mit DaVinci Resolve arbeiten.
FCPX nutze ich für schnelle und eher einfache Projekte, wo man z.B. mal durch ein Preset oder einen netten Effekt schnell was draus zaubern möchte.

Bitte seht das nicht als generelle Empfehlung!
Ich beschreibe lediglich unseren Workflow, der sich bei unserem Langzeit-Projekt für uns als vorteilhaft erwiesen hat. Auch rückblickend betrachtet.
Ich kenne sehr viele Cutter/Editoren, die alle Ihre ganz eigene Arbeitsweise haben und damit auch glücklich sind.
Da gibt es kein "richtig" oder "falsch", sondern eben verschiedene Ansätze. Man muss nur im Auge behalten, welche Folgen bestimmte Workflows eben für die spätere Arbeit haben. Gerade wenn sie Jahre dauern...

Ich hoffe also, dass der Artikel dem Ein oder Anderen dabei helfen kann, ein solches Projekt anzugehen.




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 11:05

Kleine Anmerkung: nach dem Import sind die Dateien nicht etwa im Nirvana verschwunden, sondert liegen mit mov-Wrapper brav in der Mediathek. Dort müssen sie aber nicht bleiben, das sind ganz normale Files, die gerne außerhalb der Mediathek, auch auf beliebigen anderen Platten liegen dürfen und auch von jeder beliebigen anderen Software ganz normal gelesen und verarbeitet werden können. Dann bleibt die Mediathek selbst klein. Wen man's drauf anlegt, sogar in E-Mail-kompatibler Größe, was wir zum Beispiel für Remote-Kollaboration nutzen. Sklave seiner Software wird man jedenfalls nicht, das gehört zu den Standardgerüchten rund um fcp x. Importierte Files werden nicht proprietär.

Doppelte Datenmengen gibt es also bis hierher nicht. Hat man vorher Kartenarchive angelegt, schon, aber das gehört ja in die Kategorie Back up. Kommen noch eine Time Machine hinzu und Cloud-Sicherung im Hintergrund, dann kann man wunderbar schlafen.

Viele Wege führen nach Rom!




kavenzmann
Beiträge: 67

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von kavenzmann » Di 07 Aug, 2018 11:37

Jott hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 11:05
Viele Wege führen nach Rom!
Genau das trifft den Kern meiner Aussage! ;)


Datailiert gesprochen verfährt FCPX folgendermaßen:

FCPX legt beim Import neue, umgewrappte Files in der Projektdatei ab. Diese sind i.d Regel etwas größer als die Originale.
Für den Otto-Normalo sind die Dateien erstmal unsichtbar verpackt.

Man kann sich dann den Paketinhalt der Projektdatei/Mediathek anzeigen lassen und findet dort die Original-Daten in einem Quicktime/MOV-Wrapper vor.

Bewegt man diese nun in einen Ordner seiner Wahl, findet FCPX die Datei nicht mehr.
Durch erneutes Verbinden/Relinken ist aber alles wieder gut.
FCPX lässt die umgewrappte Originaldatei dann an Ort und Stelle und legt in der Projektdatei lediglich ein Alias an.

Nutze ich anstelle der automatisierten FCPX Umwrapperei aber EditReady oder eine vergleichbare Software, kann ich mir den o.g. Weg sparen.
Die Dateien sind direkt automatisiert umbenannt und fertig gewrappt dort, wo ich sie haben will. Kein Relink oder weiteres umkopieren notwendig.
Im Falle der FS7 sind dann auch unnötige Tonspuren bereits weg.

Am Ende führen beide Wege zum Ziel.




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 11:51

In den Mediathekseigenschaften kannst du alles so einstellen, dass händisches Verschieben und Relinken entfällt, also einfach gleich einen anderen Zielordner/ein anderes Zielmedium als die Mediathek selbst angeben.

Dass importierte AVCHD-Files ein wenig größer werden, liegt daran, dass beim Aufdröseln der Multiplex-mts der Ton von ac3 zu aiff gewandelt wird, was sinnvoll ist, damit man ungebremst und transparent arbeiten kann. Am Bild passiert nichts.

FS7-Tonspuren: man kann global angeben, dass stumme Tracks von vornherein verworfen und gar nicht importiert werden.




Axel
Beiträge: 11971

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Axel » Di 07 Aug, 2018 11:58

Gut, dass ihr erwähnt, dass eurer Workflow nicht als generelle Empfehlung gemeint ist. Dann kommt ihr aber doch wieder mit einer Liste von Gründen, deren Begründung falsch oder nicht stichhaltig ist.

Vor allem die Behauptung, Mediatheken wüchsen mit FCP X ins Unermessliche. Ihr sagt, ihr seid etwa zeitgleich mit Einführung von Adobe CC umgestiegen. Ich bin jetzt zu faul, nachzusehen, aber vor FCP 10.1 im Dezember 2013 konnten Medien noch nicht außerhalb von Mediatheken, an frei festgelegten Orten, importiert werden. Mit dieser Änderung wird jeder eurer Punkte widerlegbar. EditReady kann umbenennen, auf dieses Alleinstellungsmerkmal läuft es letztlich hinaus.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 12:04

Der Weg über EditReady hat ja nicht geschadet, die Doku ist fertig.

Das mit dem Umbennen ("Clip 14, 10. Oktober, nachmittags") ist halt Bauchsache - freundet man sich mit fcp x kuschelig an, dann erfüllen Keywords und Metadaten den gleichen Zweck. Nur eleganter. Aber das muss man wollen.




Skeptiker
Beiträge: 4175

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Skeptiker » Di 07 Aug, 2018 12:06

Informativer, sachlicher Thread, der das Vorgehen von allen Seiten beleuchtet, ohne mögliche Probleme auszublenden - Kompliment an alle Beteiligten!

Ich bin als FCP 7 User (komplett "off the tracks", ich weiss!) zwar nicht direkter Adressat, aber als EditReady Benutzer fühle ich mich auch angesprochen.

AVCHDs >30fps und >Full HD lassen sich nicht mehr ins alte FCP 7 importieren, also ist EditReady mit seiner schnellen (Batch-)ProRes-Umwandlung eine echte Hilfe. Und ich habe gleich die optimalen Files fürs Editing.
Thema Doppelfiles: Ich weiss nicht, wie es heute aussieht, aber das frühere Avid wandelte ja alles, was zum Import angeboten wurde, ins eigene Avid-Format um und benötigte deshalb mehr Speicher als z. B. FCP7. Dafür gab's weniger Probleme mit unterschiedlichen File-Formaten in einer Timeline.
Vergleichbar mit dem alten Apple iPhoto (und vermutlich auch Aperture), das sämtliche Bilder als Kopien in einer eigenen Bibliothek ablegte und das ich deshalb aus Speichergründen (der war bei meinem iMac eher knapp) nicht verwendete.

Und ich halte es mit kavenzmann: Von spezifischer Software möglichst unabhängige, universelle, auch anderswo (bzw. mit anderer Software) verwendbare Daten-Strukturen zu verwenden.
Einfach als Vorsichtsmassnahme, falls es morgen kein FCP X mehr gibt.
Unwahrscheinlich, stimmt, aber nicht unmöglich, siehe Apples Lightroom-Konkurrenz "Aperture" oder das einst von Nothing Real 2002 aufgekaufte und 2006 nicht mehr upgedatete "Shake". Und nicht zuletzt FCP 'classic', wo aber +/- bald XML-Importmöglichkeiten alter Projekte nach FCP X angeboten wurden, wenn ich mich nicht täusche.

Aus demselben Grund verwende ich keine iTunes-Bibliotheken und mache meine generellen Updates teils manuell nach eigener Ordnungs-Idee - zusätzlich zu den inkrementellen Routine-Auto-Updates auf einen anderen Speicher. Ist etwas Mehraufwand, das stimmt, aber ermöglicht bessere Übersicht und Kontrolle über die Daten als "Apple macht das alles vollautomatisch für mich".
-> Letztlich Geschmackssache!

Nachträgliche Korrekturen: Schreibfehler
Zuletzt geändert von Skeptiker am Di 07 Aug, 2018 12:21, insgesamt 3-mal geändert.




kavenzmann
Beiträge: 67

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von kavenzmann » Di 07 Aug, 2018 12:08

Auf jeden Fall.

Deshalb habe ich auch im Bericht gesagt, dass FCPX für alte Hasen einen deutliche Umstellung sowohl von der Dateistruktur, als auch von der Arbeit in der Timeline bedeutet. Wobei FCPX in den letzten Versionen wieder deutlich kompatibler geworden ist.




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 12:27

Ein letzter Punkt noch zu der Angst, fcp x könne verschwinden: wohin denn? Selbst das uralte fcp 7, tot seit 2009, endgültig "verschwunden" in 2011, wird immer noch fröhlich benutzt.

Und würde Apple morgen fcp x einstellen, aus der Portokasse AVID kaufen und als fcp Superpro für alle bisher nörgelnden Superpros vermarkten, dann hätte man immer noch viele Jahre Zeit, seine Projekte via XML an einen anderen NLE zu übertragen oder auch nicht.

Das ist nicht so latent erpresserisch wie bei Adobe: wer da sein Abo nicht mehr zahlt, der kommt gar nicht mehr an seine Projekte ran. Ist doch so?




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 13:45

Skeptiker hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 12:06
Und nicht zuletzt FCP 'classic', wo aber +/- bald XML-Importmöglichkeiten alter Projekte nach FCP X angeboten wurden, wenn ich mich nicht täusche.
Du täuschst dich nicht, die Portiermöglichkeit gab es schon kurz nach dem Erscheinen von fcp x.




kavenzmann
Beiträge: 67

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von kavenzmann » Di 07 Aug, 2018 14:47

Um ein ganzes Projekt und nicht nur einzelne Timelines zu übertragen, hatte ich mir damals 7toX gekauft. Das heisst inzwischen SendToX.
Netterweise kann man damit dann auch gleich PremierePro Projekte in FCPX Projekte konvertieren.

Ein weiteres Tool, was ich leider für FCPX brauche, ist X2Pro Audio Covert.
Denn FCPX hat kein nativen AAF Export!

Da aber 95% aller Filmtonstudios nun mal mit Protools arbeiten und nicht mit LogicX, ist das bei größeren Projekten schlicht notwendig.
Doof, aber immerhin lösbar.




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 15:20

Den Export gab es sehr schnell damals, auch wenn die Lücke von einem Dritthersteller geschlossen wurde, der nicht schlecht daran verdient. Klar doof, aber nach sieben Jahren haben sich inzwischen eigentlich alle wieder abgeregt! :-)

Es gibt Leute, die mischen sogar Spielfilme mit den durchaus fähigen internen Audiotools von fcp x. Wer will, der kann - "off the tracks". Aber Mainstream ist das natürlich nicht.




rdcl
Beiträge: 126

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von rdcl » Di 07 Aug, 2018 15:38

Jott hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 15:20
Den Export gab es sehr schnell damals, auch wenn die Lücke von einem Dritthersteller geschlossen wurde, der nicht schlecht daran verdient. Klar doof, aber nach sieben Jahren haben sich inzwischen eigentlich alle wieder abgeregt! :-)

Es gibt Leute, die mischen sogar Spielfilme mit den durchaus fähigen internen Audiotools von fcp x. Wer will, der kann - "off the tracks". Aber Mainstream ist das natürlich nicht.
Es geht aber bei größeren Teams bzw. Produktionen halt oft nicht ums wollen, sondern um bestehende Workflows die einzuhalten sind.




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 16:00

Ja. Dass Apple mit dem durchaus brutalen Schnitt hin zu fcp x bewusst auf die klassischen bestehenden Workflows gepfiffen hatte, ist ja klar. Die hatten schlicht eine neue heranwachsende Generation im Blick (unterstelle ich mal). Und so langsam kommt die ans Ruder. Das Geschrei in 2011 von wegen fehlender MAZ-Steuerung zum Beispiel ist längst verstummt. Was ist eine MAZ? Eben.

Obwohl ich mit AVIDs, MAZen, klimatisierten Technikräumen und all dem Brimborium zum Preis eines Eigenheims aufgewachsen bin, oder vielleicht genau deswegen, finde ich fcp x extrem befreiend. Dass andere dran verzweifeln, ist wohl prinzipbedingt. Man muss die Software richtig lernen und verstehen wollen, dann fällt irgendwann der Groschen. Ich kann nur allen empfehlen, die sich sowieso auf der Mac-Plattform tummeln, mal einen Blick länger als zwei Tage zu riskieren. Allein die Erkenntnis, dass fcp x klar performanter ist als andere Software auf dem gleichen Rechner, müsste eigentlich jedem Appetit machen, der Zeit als wertvolles Gut erachtet.

Und dass ich gerade an einem Projekt mit 4K-Multicam schneide, ohne dass der iMac fönt, ohne dicke "Workstation" unterm Tisch, freut mich sehr. Freude am Beruf ist das Wichtigste.




rainermann
Beiträge: 1222

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von rainermann » Di 07 Aug, 2018 16:22

Das grauslichste Beispiel eingespielter Uralt-Workflows ist für mich immer noch das Festhalten an XCDAM-Discs bei TV. Hab erst kürzlich nen Job abgesagt bekommen, als die Redakteurin merkte, dass ich keine Discs, sondern tatsächlich diese neumodischen und total umständlichen SpeicherKARTEN liefern wollte. Nein, dazu müsste der Cutter komplett umdenken und ich hab dann auch tiefstes Verständnis gezeigt. Nächstes mal lege ich meinem Angebot vielleicht einen gratis Cardreader bei.
Wobei Hand auf's Herz - das ist doch oft nur eine "Abschottung nach Aussen", mehr nicht.
Wie gesagt, es ging nicht um Kamera, Codec oder sonstiges. Preis war auch ok, Drehtermin schon mündlich als Info mitgeteilt.
Ein andermal drehte ich für eine größere, eher hochwertigere Sache des SWR. Die waren wiederum sehr offen und hatten keinerlei Probleme, als ich damals mit der D800 (!) ankam. Was soll's, ich hol' mir deswegen bestimmt keine PDW-Disc-Gurke mehr ins Haus.




kavenzmann
Beiträge: 67

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von kavenzmann » Di 07 Aug, 2018 16:27

Das freut mich - so soll es schließlich sein!

Aber mit Bordmitteln kann man weder FCP7 Projekte migrieren noch die für externe Tonbearbeitung standardmäßigen AAFs erzeugen.
FCPX ist eine tolle und inzwischen auch durchaus ausgereifte Schnitt-Software - aber eben nicht der heilige Gral.

Ich finde es auch ein wenig anmaßend, allen die nicht mit FCPX arbeiten wollen, gleich Unvermögen vorzuwerfen.

Aber wenn man aber bedenkt, was man mit FCPX für 330€ bekommt, ist das schon eine kleine Sensation.
Ich werde den Teufel tun und diese Software von meinem Rechner verbannen.

Genauso gibt es aber auch anderer Väter schöne Kinder, die ebenfalls ihre Vorzüge haben.
Mit Resolve bin ich inzwischen fast genau so schnell unterwegs, habe aber immer den Vorteil, alles auch zu 100% kontrollieren zu können.

Horses for courses!




rdcl
Beiträge: 126

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von rdcl » Di 07 Aug, 2018 16:32

Ja man muss sicher nicht ewig an vollkommen überholten Workflows festhalten. Aber wenn eben im ProTools gemischt wird braucht es ein AAF. Wenn der Kunde bzw. die Agentur am Ende ein Avid + AE Projekt will, dann muss man eben auch auf Avid schneiden und die Animationen im AE bauen. Genauso mit PSDs. Und zumindest in dem Umfeld in dem ich mich bewege gibt es absolut nichts anderes. Ich habe in 10 Jahren noch keine Mischung erhalten die nicht im ProTools gemacht wurde und noch keine Senderverpackung die nicht als AE Projekt angeliefert wird.
Selbst wenn ich auf FcpX schneiden wollen würde, könnte ich es nicht, weil es nirgendwo im Einsatz ist (hier in meiner speziellen Sparte und meinem Umfeld). Woanders sieht das sicher anders aus.




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 16:46

Yep, aber die Anzahl der anderen "Umfelder" weit weg von Sendern und deren festgelegten Prozessen wächst exponentiell (und ich meine nicht alberne YouTuber), dort hat man dann die Freiheit zum Querdenken. Der ideale Kunde interessiert sich nicht die Bohne für Soft- und Hardware, nur für's Ergebnis.

Das Schöne an fcp x ist auch, dass wegen der erst hunderttausendfachen, heute millionenfachen Verkäufe die Entwicklung peripherer Tools auch für prozentual eher seltenen Spezialbedarf für Entwickler lohnend ist. Deswegen gibt es ja eben doch alles, was fehlt! Wie den AAF-Export. Wer's braucht, den juckt nicht, dass es was extra kostet. Dafür ist fcp x selbst ja so gut wie kostenlos (wegen seit sieben Jahren keinerlei Upgradekosten).

Ich fände eine Art fcp x App-Store nicht schlecht. So in etwa, wie fxfactory das angeht.




rdcl
Beiträge: 126

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von rdcl » Di 07 Aug, 2018 17:00

Ja, da magst du sicher recht haben. Ich kann da nur für Networks und Filmverleihe sprechen.
Trotzdem hat das ja erstmal nichts mit Querdenken zu tun. Ein Workflow muss ja nur geändert wenn er durch einen besseren ersetzt werden kann. Und wenn du zum Beispiel schreibst dass Leute Spielfilme in FcpX abmischen, dann klingt das für mich nicht nach einem Fortschritt gegenüber ProTools. Und dann musst du auch noch jemanden finden der das praktiziert. Wie viele grandiose Audiodesigner gibt es wohl für ProTools, und wie viele für FcpX?

Aber ich merke gerade dass das schon wieder schnell in eine Diskussion abdriftet die ich nicht führen will, weil ich keine Lust dazu habe. Meine Meinung ist sowieso folgende: Man kann mit jedem NLE die exakt gleichen Ergebnisse erzielen.




Cinemator
Beiträge: 73

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Cinemator » Di 07 Aug, 2018 17:26

Mal was anderes: mich fasziniert der sehr schöne Titel „Sag dem Wind, dass ich bald komme“. Poetisch, philosophisch, tiefgründig. Glückwunsch an die Macher. Für eine Doku fast ein bisschen zu schade...




Jott
Beiträge: 14154

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Jott » Di 07 Aug, 2018 17:42

Finde ich auch, toller Titel. Und schöne Bilder. Weiches Licht durch die Zeltplane, prima für den Look. Schön auch die Meeres-/Bootsgeräusche.

Und außerdem ist mir sympathisch, dass ihr einfach gemacht habt, ohne wegen 8Bit bla bla rumzuheulen. Andere diskutieren seit Jahren über die so unendlich wichtige Technik ("ohne raw kann man nicht graden ..."), mit der sie irgend etwas gaaaanz Tolles drehen wollen, aber ohne jedes Ergebnis.

Was mir auffällt: da stimmt irgend was nicht am Ton, klingt wie ein ganz leichtes Phasing, wenn er spricht. Besonders auffallend ab 1:05.




Cinemator
Beiträge: 73

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von Cinemator » Di 07 Aug, 2018 18:31

Jott hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 17:42
Andere diskutieren seit Jahren über die so unendlich wichtige Technik ("ohne raw kann man nicht graden ..."), mit der sie irgend etwas gaaaanz Tolles drehen wollen, aber ohne jedes Ergebnis.

Klasse, Jott. Wie oft es das wohl schon gegeben hat: Sag dem Kunden, dass der Film bald kommt...




kavenzmann
Beiträge: 67

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von kavenzmann » Di 07 Aug, 2018 19:13

Jott hat geschrieben:
Di 07 Aug, 2018 17:42
Was mir auffällt: da stimmt irgend was nicht am Ton, klingt wie ein ganz leichtes Phasing, wenn er spricht. Besonders auffallend ab 1:05.
Da hast Du recht.

Der Trailer war leider nicht extra im Tonstudio.
Mal sehen, wie ich das selbst wegbekomme...




schloerg
Beiträge: 80

Re: Sag dem Wind, dass ich bald komme -- Workflowstrategien und Kamera-Setup bei einer Langzeitdoku

Beitrag von schloerg » Do 09 Aug, 2018 12:10

Endlich benutzt (ausser mir) mal jemand das BP4029 von Audio-Technica, das ich für ein sehr gutes (das beste erschwingliche) Stereomic (MS Technik) halte. Das Mic ist total unterbewertet, dabei liegen die Vorteile auf der Hand, vor allem der in der Post wählbare Stereo-Winkel. Man kann natürlich auch die Figure-eight weglassen (auch in der Post), dann ist es ein superleichtes und kurzes Richtmikrofon.




Social Media

       
 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» Drahtloses Rode TX-M2 Kondensator Mikrofon jetzt auch solo erhältlich
von iMac27_edmedia - Di 2:39
» Kaufberatung - Hochzeit / Imagefilm
von Olaf Kringel - Di 0:44
» Nvidia stellt neue RTX 2080 (ti) vor
von markusG - Di 0:08
» CFast 2.0 to SSD Recording für Canon C200
von Starshine Pictures - Mo 23:43
» 30p zu 60p in Premiere
von wus - Mo 23:43
» Premium-Mikro für Tierfilm
von Frank Glencairn - Mo 23:35
» Webmaster in Berlin gesucht
von SebiM - Mo 22:27
» Tonproblem Premiere
von carstenkurz - Mo 21:42
» Wieso nur 20 Raws & Englisch?
von klusterdegenerierung - Mo 20:39
» Kotor in 4K
von klusterdegenerierung - Mo 19:52
» Nach Keying Maske?
von rayxin - Mo 19:34
» TV ist quasi tot
von Pianist - Mo 18:42
» Gegenlichtblende für GoPro Hero 5/6
von blueplanet - Mo 18:11
» CEntrance Mixerface R4: Mobiles Recordinginterface
von cantsin - Mo 16:31
» BIETE GoPro Hero5 Black inkl. umfangreichem Zubehör
von wkonrad - Mo 16:03
» Filmen und fotografieren mit minimaler Ausrüstung in guter Qualität?
von Donuss - Mo 15:11
» Smartphone für Filmer - worauf beim Kauf achten?
von slashCAM - Mo 14:40
» Gesichts-Motioncapturing mit dem iPhone X
von Jott - Mo 13:01
» Nivellierkopf Manfrotto 438 plus Manfrotto 701HDV
von herzomax - Mo 11:38
» Rode Stereo-VideoMic incl. Windschutz
von herzomax - Mo 11:32
» Mit dem Smartphone filmen -- ernsthaft! Teil 2: die Vorteile
von Darth Schneider - Mo 6:55
» Sony RX100 VI - Die ultimative 4K Mini-Knipse mit 8,3fach-Superzoom?
von wus - So 22:53
» 1/2" (B4?) ENG-0bjektiv an MFT adaptieren?
von cantsin - So 22:24
» Sind blaue LEDs Augenkiller? Mythos, Wahrheit und Tipps zum Umgang mit blauen Spektralanteilen
von Frank B. - So 19:19
» Dokfilm: Henkelmann, Hybrid oder doch DSLR?
von pixelschubser2006 - So 16:37
» Grafikkarte defekt Beitrag vomJuni 2018
von Bischofsheimer - So 12:49
» Ein Drehbuch ist kein Roman -- schreiben mit Bild und Ton
von iasi - So 12:02
» NVIDIA präsentiert Quadro RTX als Raytracing-Grafikprozessor
von Frank Glencairn - So 11:44
» Spannender als ein Krimi!
von klusterdegenerierung - So 11:01
» Schnäppchen Sony NEX-EA50
von fotofritz - So 10:50
» Ton beim Film "Public Enemies"
von Frank Glencairn - So 2:53
» Wafer werden deutlich teurer - RAM, CPUs und Sensoren auch?
von WoWu - So 0:57
» Musikvideo-Umwandlung: Probleme beim Kopieren von Digitaldateien auf VHS
von lutzherbach - So 0:49
» Kameras in Kleinanzeigen gebraucht teurer als im neu Handel?
von Donuss - Sa 23:38
» Kaufberatung Funkstrecke + Ton
von Blackbox - Sa 21:40
 
neuester Artikel
 
Smartphone für Filmer - worauf beim Kauf achten?

Das Filmen mit dem Smartphone unterscheidet sich wesentlich vom Filmen mit anderen Bewegtbildlösungen. Tatsächlich ergeben sich bei mobilen Android / iOS Geräten teils völlig andere Prioritäten bei den zentralen (Video)funktionen. Hier unser Ratgeber worauf bei der Wahl eines Handys fürs Filmen zu achten wäre ... weiterlesen>>

Sind blaue LEDs Augenkiller? Mythos, Wahrheit und Tipps zum Umgang mit blauen Spektralanteilen

Man stolpert bei Monitorherstellern immer häufiger über Kleingedrucktes und seltsame Filtermethoden für einen reduzierten Blauanteil. Ein Grund hierfür könnte tatsächlich in der Sorge zu finden sein, ansonsten für Augenschäden der Benutzer haftbar gemacht zu werden. Richtig gehört und weitergelesen... weiterlesen>>

neuestes Video
 

Aktuelles Video:
Joey Dosik - Don't Want It To Be Over (Dir. Cut)

Getanztes Musikvideo, das sich selbst nicht zu ernst nimmt und den ein oder anderen Slapstick-Effekt einbaut; auch der Anfang ist speziell.