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Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Fr 12 Jul, 2019 12:51
von Claus-Dieter
Als neues Mitglied vorerst ein herzlicher Gruss an die Slashcam-Gemeinde.

Als User von Magix X6 habe ich nun um 149,- Euro auf X11 upgegraded, um auch 4k Videos
meiner DJI Mavic 2 mit vernünftiger Geschwindigkeit rendern zu können.
Dazu habe ich auch ein Gaming Noteobook gekauft.
Da die Rendergeschwindigkeit und auch die Qualität des fertigen Videos sehr von den Film-Export-Einstellungen
abhängig ist, möchte ich euch meine Testergebnisse bei unterschiedlichen Einstellungen präsentieren:

HW: HP-OMEN-17, i7-8750H, 6-core, 32 GB, GTX1070m, 8GB, 4k-Monitor 17", Win10.
SW: Magix Video Pro X 11 mit neuer HW-Beschleunigung durch die GPU, die sog. "Infusion Engine",
die lt. MAGIX-Werbung bis zu 5.8 mal schneller sei.

Ich renderte jeweils immer das gleiche Stück von einer Minute Länge eines Videofiles von der Drohne.
Import als: .MOV, 3840x2160, 29.97 fps, 99910 kBit/s.
Wegen der nur 30 fps ruckeln natürlich schnellere Bewegungen im Video.
Testweise habe ich langsam an einer Freileitung vorbeigeschwenkt - mit je nach Render-Einstellungen
unterschiedlichen und sehr irritierenden Ergebnissen.

Anfangs scheiterte ich beim Export-Versuch "Video als MPEG-4..." - Die GPU rechnete nicht! Renderzeit >10 min.
Mein kostenpflichtiger Anruf bei MAGIX brachte die Info, die im 500-seitigen PDF-Manual nur ganz kurz erwähnt ist.
Nur die Exporteinstellung: "Video als HEVC..." nütze auch die GPU. - das wars also...

Das Rendern verkürzte sich nun auf 2:40; Last CPU 55%, GPU 25%.
Voreinstellungen für den Export: HEVC, 3840x2160, 29.97, 16:9, VBR, 36500 kbits, HW-encoding (HWE)
Hacken bei: "Videoeffekte auf GPU berechnen".
Erweitert...: 36500 kbit/s, Max. GOP-Länge 30 (etwa framerate), GOP-Struktur IBBBP, Level 5, Ausgewogen.

Warum ich das so genau beschreiben muss, werdet ihr sofort erkennen.

Nun renderte ich vergleichsweise bei sonst gleichen Einstellungen ohne HW-encoding, also ohne GPU. (>10 min).
In beiden Fällen entstand ein .MP4, Dateigrösse 262 MB , 4k, 29.97 fps.
Der visuelle Vergleich der Videos (mit bzw. ohne HWE) zeigte aber einen erschreckenden Unterschied:
Die Leitung im HWE-gerenderten Video bewegte sich entsprechend 30 fps einigermaßen "smooth",
im SW-encodierten Video jedoch extrem ruckelnd! - Ich war sprachlos.
Bis auf die viel längere Rechendauer ohne GPU sollte das Ergebniss ja das gleiche sein.

Nun begann ich feiner an den Einstellungen zu drehen. Dazu machte ich mich zuerst über die GOP-Struktur schlau.
I-frame, P-frame, B-frame ? Muss ich das alles wissen, um mit MAGIX X11 ein Video zu rendern? Offensichtlich schon!
Mögliche GOP-Strukturen in X11 sind: auto, IBP, IBBP, IBBBP, nur I-frames, IPP..
Mit auto, IBP, IPP.. funktioniert es ohne grobe Ruckler, mit IBBBP nicht, das war aber voreingestellt.
(Nur mit I-frames flirren die feinen Strukturen im Video.)
Offensichtlich sollen nicht mehrere bidirectional-frames hintereinander drin sein, sonst ruckelt es.
Warum es aber bei HW-encoding trotz IBBBP-Einstellung nicht ruckelt, weiß nur MAGIX.

Die erste Hürde geschafft - das war aber noch nicht alles
.
Nun variierte ich noch die Kodierqualität von "Beste" über "Ausgewogen" zu "Schnellste", was die Renderzeit (HWE) praktisch nicht beeinflusste. Auch im Bild war eigentlich nichts zu merken.

Nachdem während meiner Tests sich zwischendurch plötzlich die Renderzeit für eine Minute FZ von 2:40 auf 1:20 halbierte, musste ich dies auch noch herausfinden.
Ich habe mich schon seit X6 oft über die eigenartige Logik von MAGIX geärgert - Einstellungen nicht intuitiv, Wichtiges findet man nicht usw.- wie auch hier wieder:
HEVC-Export Fenster: Hacken bei "Videoeffekte auf GPU berechnen", und bei Erweitert -> Hacken bei HW-encoding bewirkte, das die Renderzeit sich von 1:20 auf 2:40 verdoppelte! - Logisch wäre das Gegenteil.
Also was soll das, liebe MAGIX-Leute?

FAZIT:
Meine dzt. optimalen Rendereinstellungen: HEVC-Export, KEINE "Videoeffekte auf GPU berechnen"
Erweitert -> HW-encoding, ..... GOP-Struktur IPP..
Jetzt läuft bei mir das Rendern von 4 K auf oben genannter HW mit 1:20 für 1:00 Filmzeit.

Vielleicht gibt es noch bessere Einstellungen. Bin schon auf eure Erkenntnisse gespannt....
LG Klaus

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Fr 12 Jul, 2019 14:10
von rush
Die beste Erkenntnis meinerseits ist seit Jahren eigentlich Magix im Video-Bereich links liegen zu lassen...

Aber das ist sicher Geschmackssache. Ich bin alle liebe Jahre Mal wieder auf eine neuere Testversion gegangen - hatte aber häufig bereits nach wenigen Minuten die Nase direkt wieder gestrichen voll.

Aber; Das es bei der Encodierung zwischen GPU Unterstütztung / keiner Unterstützung durchaus zu visuellen Unterschieden kommen kann betrifft allerdings auch andere NLEs/Codierer... Da gilt es dann eben abzuwägen inwiefern die Geschwindigkeit zur Bildqualität im Verhältnis steht und an welchen Stellschrauben man noch was optimieren kann.

PS: warum eigentlich 30fps?

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Fr 12 Jul, 2019 15:00
von dosaris
Claus-Dieter hat geschrieben:
Fr 12 Jul, 2019 12:51

Anfangs scheiterte ich beim Export-Versuch "Video als MPEG-4..." - Die GPU rechnete nicht! Renderzeit >10 min.
Mein kostenpflichtiger Anruf bei MAGIX brachte die Info, die im 500-seitigen PDF-Manual nur ganz kurz erwähnt ist.
Nur die Exporteinstellung: "Video als HEVC..." nütze auch die GPU. - das wars also...

im SW-encodierten Video jedoch extrem ruckelnd! - Ich war sprachlos.
Bis auf die viel längere Rechendauer ohne GPU sollte das Ergebniss ja das gleiche sein.
evtl hilft
magix.info/de/
bevor man die hotline anruft.

S/W-encoding (via CPU) und H/W-Encoding (auf GPU) sind völlig verschiedene encoder.

Es wäre verwunderlich, wenn die Resultate identisch wären

IBBBP-Verdaulichkeit hängt vorwiegend vom Player ab (Speicherbedarf!), üblich ist IBBP

Ob/wie die GPU als encoder genutzt werden kann liegt auch an der Architektur der GPU (Hersteller) und
am Protokol zw CPU/GPU (CUDA, OpenCL/ OpenGL etc, aber auch des TreiberRelease)

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Fr 12 Jul, 2019 17:00
von Claus-Dieter
@ rush: 30 fps deshalb, weil die Kamera in der Mavic 2 bei 4K nicht mehr kann. LG

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Fr 12 Jul, 2019 17:34
von rush
Mischst du das Material nicht ggfs auch mal mit anderen Bildern?

Ich verstehe den Sinn der 30fps hierzulande kaum... Man handelt sich doch tendenziell eher Probleme ein... Und die 5fps machen den Braten in Richtung SloMo nicht wirklich fett falls du darauf anspielst.
Du hast vermutlich schonmal was vom "60hz" Flimmern gehört?

In den meisten Produktionsketten hierzulande ist man doch eher im 25p respektive noch 50i Bereich unterwegs - vereinzelt auch Mal @ 24 wenn klar ist wie die Auswertung erfolgt... Aber 30 erscheinen mir - sofern man nicht ausschließlich Online-Content generiert etwas ungünstig.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: So 14 Jul, 2019 09:02
von Claus-Dieter
@rush: Danke für den Tipp, 25 fps ist sicher sinnvoller, und meine zweite Kamera (RX100) macht bei 4k auch nur 25.
Ich bin ja neu mit 4K und probiere gerade noch an den Einstellungen herum.


Nochmals zum HEVC-Export vom Magix Video Pro X11, Ver. 17.0.1.31:
Bis zur GOP-Struktur IBP ist das fertige Video ruckelfrei, egal ob SW- oder HW-encoding (mit GPU).
Mit IBBP und IBBBP geht nur HW-encoding einwandfrei, ohne HW-e ruckeln die Bewegungen im Video.
Wie gesagt wurde, soll ja HW/SW-encoding sehr unterschiedlich arbeiten - das Ergebnis sollte aber schon ähnlich sein.
Ich orte daher einen Bug im SW-Encoder - es dürften ab zwei B hintereinander falsche/gleiche B-frames generiert werden?!

Weiterer Bug: In Ver. 17.0.1.31 fehlt jetzt im Vorschaumonitor das Jog-wheel und die Shuttle-Steuerung.
Typisch MAGIX, die bauen in jeder neue Version wieder die primitivsten Fehler ein.
Bis diese dann behoben sind, gibt es dann die nächste.
Wenn ich nochmal beginne, sicher NIE MEHR MAGIX.

LG Klaus

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: So 14 Jul, 2019 10:11
von dosaris
Claus-Dieter hat geschrieben:
So 14 Jul, 2019 09:02

Bis zur GOP-Struktur IBP ist das fertige Video ruckelfrei, egal ob SW- oder HW-encoding (mit GPU).
Mit IBBP und IBBBP geht nur HW-encoding einwandfrei, ohne HW-e ruckeln die Bewegungen im Video.
auf wieviel Playern (welche) haste das denn verifiziert?

Einfache HW-player haben da bisweilen Probleme, weil die RAM- u CPU-Ausstattung nicht für alle Fälle reicht.
Die Frames dürfen nämlich bei AVC/HEVC auch nicht-chronologisch (encoded u) gesendet werden und müssen
daher im Player umsortiert werden.

Mit den gängigen player-Progs (VLC, MPC-HC etc) im Rechner geht das aber iA.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: So 14 Jul, 2019 10:53
von dienstag_01
Welches Videoprogramm lässt den seine Nutzer an der GOP-Struktur rumspielen?
Würde ich, gerade als Anfänger, nicht machen.

Dann mal kurz zum Verständnis: mit Softwareencoding sollten sich tendenziell bessere Ergebnisse erzielen lassen als mit Hardwareencoding, da es mehr Eingriffsmöglichkeiten zulässt. Voraussetzung ist natürlich, dass man an den richtigen Parametern dreht. Erste Wahl ist die Datenrate, die hat den größten Einfluss.
Sollte also das Softwareencoding schlechter als das Hardwareencoding aussehen, darf man die Hoffnung haben, dass noch viel Potential in diesem Prozess steckt ;)

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: So 14 Jul, 2019 12:35
von Claus-Dieter
Meine neue HW reicht locker: HP-OMEN-17, i7-8750H, 6-core, 32 GB, GTX1070m, 8GB, 4k-Monitor 17", Win10.

z.Z. ist nur Windows Media Player drauf, aber ich werde sofort andere Player probieren, danke für den Tipp.

Offensichtlich kann man bei Magix video pro X an der GOP-Struktur herumdrehen, um alles noch zu verschlimmbessern.
Die Datenrate habe ich schon von default 35.000 auf 80.000 kb/s hochgedreht. Hilft aber nichts.
Das Ruckeln beim SW-encoding ist mit 99% Sicherheit ein bug seitens Magix, das habe ich denen gerade gemailt :-)
Husch-Pfusch Programmierung wie immer...

LG Klaus

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: So 14 Jul, 2019 23:42
von Frank B.
Claus-Dieter hat geschrieben:
So 14 Jul, 2019 09:02

Wenn ich nochmal beginne, sicher NIE MEHR MAGIX.

LG Klaus
Dabei scheint es ja bei dir noch relativ stabil zu laufen. Ich hatte bei Magix immer gehäuft Abstürze. Lasse jetzt auch konsequent die Finger davon.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mo 15 Jul, 2019 08:44
von wabu
Wenn man schon bei Magix gelandet ist - dann gibt es für Nachfragen tatsächlich dieses Magix-Info
Da würde man auch erfahren wie das jogwheel sichtbar wird
(Links oben im Monitor mal auf die Streifen klicken)
Zugegeben: dort bin ich auch aktiv 😁

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mo 15 Jul, 2019 11:46
von Claus-Dieter
> Da würde man auch erfahren wie das jogwheel sichtbar wird
> (Links oben im Monitor mal auf die Streifen klicken)

Danke, das Jograd ist wieder da.
Nachdem es bisher immer da war, habe ich bisher die Streifen noch nie beachtet.
LG Klaus

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mo 15 Jul, 2019 13:06
von fubal147
@claus dieter
Manchmal hilft es schon wenn der utzer sich etwas mehr mit dem Programm beschäftigt und nicht nur davon ausgeht dass das was war auch immer weiter so nutzbar bleibt. So entstehen Mißverständnisse.

Generell halte ich überhaupt nichts davon, wenn Programme verteufelt werden. Jedes Programm hat seine Vor- und Nachteile. Jede Hardware ist in sich unterschiedlich und nicht ohne weiteres zu vergleichen. Bei einen läuft es gut, beim anderen nicht.
Niemand würde auf die Idee kommen, ein Fahrzeug mit Baujahr 1980 mit einem heute hergestellten zu vergleichen.

Leider hat es sich immer noch nicht herumgesprochen, dass Bitraten hochdrehen völlig sinnlos ist, denn wo nichts ist, kann nichts hinzugefügt werden.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mo 15 Jul, 2019 13:29
von Bruno Peter
fubal147 hat geschrieben:
Mo 15 Jul, 2019 13:06
dass Bitraten hochdrehen völlig sinnlos ist
Tja und nicht jeder Player kann diese hohen Bitrate ruckelfrei abspielen,
meist ist bei 35Mb/s Schluss.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mi 17 Jul, 2019 11:08
von Claus-Dieter
FAZIT: Habe jetzt die 4K Bearbeitung meine Mavic 2 Pro und Sony RX100 nach längerem Probieren gut im Griff.
Bis dato habe ich mich um das Schnittprogramm kaum gekümmert für meine kleinen Clips in FHD.

Das neue Magix Video Pro X(11) mit GPU-Unterstützung rendert nun 4K wirklich schnell,
wenn man die richtigen Einstellungen einmal gefunden hat - die vom Magix vorgegebenen
Export-Einstelungen sind jedenfalls sinnvoll:
HEVC, 3840x2160, bei mir 25 fps bei VBR 35 Mbit/s, (viel höhere Bitraten bringen nichts), HW-encoding.
"Videoeffekte auf GPU berechnen" habe ich abgewählt, dann halbiert sich bei mir die Renderzeit, warum ?
Auf aktueller HW -HP-OMEN-17, i7-8750H, 6-core, 32 GB, GTX1070m, 8GB, 4k-Monitor 17", Win10 -
wird eine Minute einfache FZ in 1min 20s gerendert.

Der interessante Effekt, dass ohne HW-encoding die frame-Struktur ab IBBP, IBBBP... ruckelt, trifft nur für
den Windows Media Player zu (IPP.., IBP läuft). VLC und MPC-BE konnten es jedoch ruckelfrei abspielen.

Jedenfalls kann ich jetzt gut mit dem Video Pro X(11) arbeiten.
Danke für eure Tipps, sie waren sehr hilfreich.

Nebenbei ist mir aber aufgefallen, das auf meinem 17" 4k-Monitor die Bedienoberfläche und die Schriften
etwas unscharf, also nicht angepasst sind?
Ich habe beim X11 auch keinerlei Programmeinstellungen dafür gefunden (manual nochmals durchgelesen).
Außerdem kann ich jetzt beim Sprung vom X6 auf das aktuelle X11 (einige Jahre dazwischen) keine wesentlichen
Verbesserungen der Bedienoberfläche feststellen.
Auf die mit jeder neuen Version dazukommenden vielen zusätzlichen Effekte kann ich hingegen gerne verzichten.
LG Klaus

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mi 17 Jul, 2019 13:01
von rush
Die Sache mit dem deaktivieren der Hardwarebeschleunigung könnte auch einfach ein Verständnis/Übersetzungsproblem sein...

Möglicherweise unterstützt Magix sowohl Hardware GPU Beschleunigung auf der dedizierten zweiten Nvidia-Grafikkarte als auch per quicksync auf der internen intel-gpu. Aber halt entweder/oder.

Beides wäre ja theoretisch betrachtet Hardware-unterstützt. Intels Quicksync ist aber häufig dennoch flotter beim rendern wenn es richtig unterstützt wird.

Vielleicht ist daher das Deaktivieren der dedizierten Nvidia-GPU Unterstütztung "Effekte auf GPU" der richtige Haken um eben jene Intel-eigene quicksync Fähigkeit zu "aktivieren" was in der flotteren Renderzeit resultiert.

Zumindest ist dies unter Edius auch der "quasi" Schlüssel zum Erfolg.. meine primäre GraKa ist eine 1070 - doch damit ich zum rendern dennoch auf die quicksync Fähigkeit der Intel GPU zurückgreifen kann muss ich der Maschine quasi erstmal sagen das jene interne Grafik auch dafür zur Verfügung steht - ansonsten kann man den Vorteil nicht nutzen.

Aber ist doch prima wenn Du jetzt einen für dich passenden Workflow gefunden hast! Viel Erfolg das kommende Updates dann nicht wieder andere Baustellen mit sich bringen.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mi 17 Jul, 2019 13:57
von dienstag_01
rush hat geschrieben:
Mi 17 Jul, 2019 13:01
Die Sache mit dem deaktivieren der Hardwarebeschleunigung könnte auch einfach ein Verständnis/Übersetzungsproblem sein...

Möglicherweise unterstützt Magix sowohl Hardware GPU Beschleunigung auf der dedizierten zweiten Nvidia-Grafikkarte als auch per quicksync auf der internen intel-gpu. Aber halt entweder/oder.

Beides wäre ja theoretisch betrachtet Hardware-unterstützt. Intels Quicksync ist aber häufig dennoch flotter beim rendern wenn es richtig unterstützt wird.

Vielleicht ist daher das Deaktivieren der dedizierten Nvidia-GPU Unterstütztung "Effekte auf GPU" der richtige Haken um eben jene Intel-eigene quicksync Fähigkeit zu "aktivieren" was in der flotteren Renderzeit resultiert.

Zumindest ist dies unter Edius auch der "quasi" Schlüssel zum Erfolg.. meine primäre GraKa ist eine 1070 - doch damit ich zum rendern dennoch auf die quicksync Fähigkeit der Intel GPU zurückgreifen kann muss ich der Maschine quasi erstmal sagen das jene interne Grafik auch dafür zur Verfügung steht - ansonsten kann man den Vorteil nicht nutzen.

Aber ist doch prima wenn Du jetzt einen für dich passenden Workflow gefunden hast! Viel Erfolg das kommende Updates dann nicht wieder andere Baustellen mit sich bringen.
Effekte berechnen ist etwas anderes als Hardwareunterstützung beim Encoding. Nicht verwechseln.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mi 17 Jul, 2019 16:05
von Androide
Was ich an ProX(11) nicht verstehe ist, wieso die Wiedergabe auf der Timeline auch bei FHD (auch reduziert) so ruckelt. Mein Rechner (i7 4790/GTX1060/m2HDD) sollte doch ausreichend sein oder? Immerhin spielt VLC 2! 4K 30p Videos gleichzeitig ruckfrei ab, kann es sein, dass seit den Meltdown und Sprectre Patches da alles schlechter wurde? Auch mein N8 - Handy kann im DeX Modus mit Power-Director derartige Videos problemlos abspielen. Weiß da jemand den Grund oder hat eine Lösung? (ja klar mit Proxy und Prerendering gehts besser) aber gibts noch was?

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mi 17 Jul, 2019 17:56
von dosaris
Androide hat geschrieben:
Mi 17 Jul, 2019 16:05
Was ich an ProX(11) nicht verstehe ist, wieso die Wiedergabe auf der Timeline auch bei FHD (auch reduziert) so ruckelt. Mein Rechner (i7 4790/GTX1060/m2HDD) sollte doch ausreichend sein oder?
das müsstest Du den Betreiber des Rechners fragen, der davor sitzt.
Im Taskmanager ist unmittelbar ablesbar, ob/welche Ressource beim Ruckeln evtl am Anschlag ist.

Wenn dann alle Ressourcen genügend Reserven haben, dann haste ein Systemproblem.
ggf mit Treiber-Update versuchen,
checken ob am customizing des Rechners evtl was zu optimieren ist.
Insbesondere, wenn dies der einzige Video-Abspieler mit ruckeln ist.

Wenn's win10-basiert ist und automatische updates aktiviert sind kann man sich
auch automatisch unbemerkt ein neues Problem eingehandelt haben.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mi 17 Jul, 2019 23:09
von rush
dienstag_01 hat geschrieben:
Mi 17 Jul, 2019 13:57
Effekte berechnen ist etwas anderes als Hardwareunterstützung beim Encoding. Nicht verwechseln.
Claus-Dieter bezog sich primär aufs Encoding - weniger um die Berechnung von Effekten innerhalb der Timeline. Daher habe ich da eigentlich auch nichts verwechselt.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mi 17 Jul, 2019 23:38
von dienstag_01
rush hat geschrieben:
Mi 17 Jul, 2019 23:09
dienstag_01 hat geschrieben:
Mi 17 Jul, 2019 13:57
Effekte berechnen ist etwas anderes als Hardwareunterstützung beim Encoding. Nicht verwechseln.
Claus-Dieter bezog sich primär aufs Encoding - weniger um die Berechnung von Effekten innerhalb der Timeline. Daher habe ich da eigentlich auch nichts verwechselt.
Ich wollte nur mal darauf hinweisen, Effekte berechnen ist etwas anderes als Encoding ;)
rush hat geschrieben:Vielleicht ist daher das Deaktivieren der dedizierten Nvidia-GPU Unterstütztung "Effekte auf GPU" der richtige Haken um eben jene Intel-eigene quicksync Fähigkeit zu "aktivieren" was in der flotteren Renderzeit resultiert.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mi 17 Jul, 2019 23:47
von rush
Kontext beachten - ist bei Zitaten immer zu empfehlen ;-)

Es ging meinem Verständnis nach ausschließlich um einen Haken innerhalb der Magix Software der sich auf die Renderzeit bezieht und bei der ein nicht gesetzter Haken in einem Speed-Up resultiert -> was nach einer besseren quicksync Unterstützung klingt.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mi 17 Jul, 2019 23:57
von dienstag_01
rush hat geschrieben:
Mi 17 Jul, 2019 23:47
Kontext beachten - ist bei Zitaten immer zu empfehlen ;-)

Es ging meinem Verständnis nach ausschließlich um einen Haken innerhalb der Magix Software der sich auf die Renderzeit bezieht und bei der ein nicht gesetzter Haken in einem Speed-Up resultiert -> was nach einer besseren quicksync Unterstützung klingt.
Um dir mal den Wirrwar deines Kontextes zu erklären: man schaltet deiner Meinung nach an der einen Stelle Cuda/OpenCL ab um an anderer Stelle Hardwarebeschleunigung für das Encoding via Quicksync zu nutzen. Wenn du meinst, dass Programmierer das programmieren, Hut ab ;)

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Do 18 Jul, 2019 00:19
von rush
Für mein Verständnis handhabt das bspw. Edius genau so - und für mein Verständnis macht das auch Sinn.

Will ich Max-Speed bei dennoch ordentlicher BQ nutze und aktiviere ich bewusst quicksync... Cuda ist dann zum rendern irrelevant.

Setze ich dagegen Wert auf absolut qualitatives Rendering und habe mehr Zeit lasse ich das ganze auf der dedizierten Gradikkarte rechnen - dauert länger - macht aber u.U. je nach Bildinformationen durchaus einen Unterschied und sieht womöglich besser aus. Bei Magix kann man ja offenbar noch viele seprate Settings vornehmen...

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Do 18 Jul, 2019 00:21
von dienstag_01
rush hat geschrieben:
Do 18 Jul, 2019 00:19
Für mein Verständnis handhabt das bspw. Edius genau so - und für mein Verständnis macht das auch Sinn.

Will ich Max-Speed bei dennoch ordentlicher BQ nutze und aktiviere ich bewusst quicksync... Cuda ist dann zum rendern irrelevant.

Setze ich dagegen Wert auf absolut qualitatives Rendering und habe mehr Zeit lasse ich das ganze auf der dedizierten Gradikkarte rechnen - dauert länger - macht aber u.U. je nach Bildinformationen durchaus einen Unterschied und sieht womöglich besser aus.
Nochmal, Cuda etc. rendert Effekte, transkodiert nicht. Irgendwann kann man das doch auch mal verstehen ;)

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Do 18 Jul, 2019 00:28
von rush
Für mich war/ist das bis heute nicht ganz so einfach und eindeutig wenn man auf ältere Literatur zurückgreift...

https://www.tomshw.de/2011/04/07/video- ... quicksync/

Letzten Endes ist es mir aber auch nicht so wichtig - sofern das Ergebnis stimmt. Edius bietet halt im Encoding quicksync Support und beschleunigt diese Ausgabe. Cuda bringt dagegen keinen Zeitvorteil - oder es liegt daran das es im Encoding gar nicht genutzt werden kann. Mag sein - ist dann aber auch doof ;-)

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Do 18 Jul, 2019 00:40
von dienstag_01
rush hat geschrieben:
Do 18 Jul, 2019 00:28
Für mich war/ist das bis heute nicht ganz so einfach und eindeutig wenn man auf ältere Literatur zurückgreift...

https://www.tomshw.de/2011/04/07/video- ... quicksync/

Letzten Endes ist es mir aber auch nicht so wichtig - sofern das Ergebnis stimmt. Edius bietet halt im Encoding quicksync Support und beschleunigt diese Ausgabe. Cuda bringt dagegen keinen Zeitvorteil - oder es liegt daran das es im Encoding gar nicht genutzt werden kann. Mag sein - ist dann aber auch doof ;-)
Warum, glaubst du, reden wir seit einiger Zeit überhaupt über Quicksync, Hardwarebeschleunigung auf Nvidia und AMD Karten, wo es doch Cuda und OpenCL schon seit einigen Jahren gibt? Weil sie Hardwaredecoder und Hardwareencoder bieten.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Do 18 Jul, 2019 14:26
von Claus-Dieter
dienstag_01 hat geschrieben: ↑
Mi 17 Jul, 2019 13:57
Effekte berechnen ist etwas anderes als Hardwareunterstützung beim Encoding. Nicht verwechseln.
8750H, GTX1070, ProX(11):
Habe ein 4k-Video folgend zusammengesetzt: abwechselnd 10s normal, 10s Überblendung usw.
Ich wollte wissen, ob eine Überblendung schon ein Videoeffekt sei ?
Dann HEVC-Export mit HW-encoding, einmal mit und einmal ohne "Videoeffekte auf GPU berechnen"
Ergebnis: Die Überblendung ist beim X(11) ein Videoeffekt, der Task-Manager zeigt normal 20% GPU,
beim rendern der Überblendung ca. 30% GPU, die CPU kommt in beiden Fällen nur auf 45%, wodurch die
Taktrate mit 3.6 GHz hoch bleibt.

Hacken bei "Videoeffekte auf GPU.." ergibt zusätzlich zu HW-encoding um 30% schnellere Renderzeit.
Einfache, ungeschnittene footage wird mit/ohne "Videoeffekte auf GPU.." gleich schnell gerendert,
wobei die GPU brav mit etwa 20% Auslastung das HW-encoding erledigt.

Soweit erscheint mir nun beim ProX(11) alles klar und logisch.
LG Klaus

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Do 18 Jul, 2019 14:40
von dienstag_01
Claus-Dieter hat geschrieben:
Do 18 Jul, 2019 14:26
dienstag_01 hat geschrieben: ↑
Mi 17 Jul, 2019 13:57
Effekte berechnen ist etwas anderes als Hardwareunterstützung beim Encoding. Nicht verwechseln.
8750H, GTX1070, ProX(11):
Habe ein 4k-Video folgend zusammengesetzt: abwechselnd 10s normal, 10s Überblendung usw.
Ich wollte wissen, ob eine Überblendung schon ein Videoeffekt sei ?
Dann HEVC-Export mit HW-encoding, einmal mit und einmal ohne "Videoeffekte auf GPU berechnen"
Ergebnis: Die Überblendung ist beim X(11) ein Videoeffekt, der Task-Manager zeigt normal 20% GPU,
beim rendern der Überblendung ca. 30% GPU, die CPU kommt in beiden Fällen nur auf 45%, wodurch die
Taktrate mit 3.6 GHz hoch bleibt.

Hacken bei "Videoeffekte auf GPU.." ergibt zusätzlich zu HW-encoding um 30% schnellere Renderzeit.
Einfache, ungeschnittene footage wird mit/ohne "Videoeffekte auf GPU.." gleich schnell gerendert,
wobei die GPU brav mit etwa 20% Auslastung das HW-encoding erledigt.

Soweit erscheint mir nun beim ProX(11) alles klar und logisch.
LG Klaus
Das macht Sinn ;)

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Do 18 Jul, 2019 14:56
von mash_gh4
rush hat geschrieben:
Do 18 Jul, 2019 00:28
Cuda bringt dagegen keinen Zeitvorteil - oder es liegt daran das es im Encoding gar nicht genutzt werden kann. Mag sein - ist dann aber auch doof ;-)
ganz so einfach ist das nicht, weil es duchaus kommerzielle libraries gibt, die CUDA auch beim de/encoden massiv nutzen. es ist nur im vergleich zu wirklich guten und hoch optmierten CPU lösungen kaum von vorteil.

Re: Magix Video Pro X 11 mit "Infusion Engine"

Verfasst: Mo 22 Jul, 2019 10:29
von Androide
dosaris hat geschrieben:
Mi 17 Jul, 2019 17:56
Androide hat geschrieben:
Mi 17 Jul, 2019 16:05
Was ich an ProX(11) nicht verstehe ist, wieso die Wiedergabe auf der Timeline auch bei FHD (auch reduziert) so ruckelt. Mein Rechner (i7 4790/GTX1060/m2HDD) sollte doch ausreichend sein oder?
das müsstest Du den Betreiber des Rechners fragen, der davor sitzt.
Im Taskmanager ist unmittelbar ablesbar, ob/welche Ressource beim Ruckeln evtl am Anschlag ist.

Der Taskmanager zeigt keine besondere Belastung, liegt so bei 20-30% alle Treiber sind aktuell. Von daher sollte es eigentlich flüssig gehen...