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Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten



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slashCAM
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Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von slashCAM » Di 23 Aug, 2011 15:57




wartifan
Beiträge: 37

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von wartifan » Di 23 Aug, 2011 16:10

Ich werde mich an diese Wackelkameras und Sinnlosschnitte nie gewöhnen. Da wird automatisch abgeschaltet.




Heinz07
Beiträge: 63

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Heinz07 » Di 23 Aug, 2011 16:18

Da schließe ich mich mit Begeisterung an!
Heinz




Alf_300
Beiträge: 8011

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Alf_300 » Di 23 Aug, 2011 16:28

Wer sich die Reise zum Mittelpunkt der Erde von 1981 und 2008 anschaut,
der weis das




glider_pilot
Beiträge: 205

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von glider_pilot » Di 23 Aug, 2011 17:04

Interessant was der Mann so schreibt, gerade nachdem ich das Buch "Filmmontage - ein Liedschlag, ein Schnitt" von Walter Murch gelesen habe..
Mit besten Grüßen, Philipp




einsiedler
Beiträge: 329

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von einsiedler » Di 23 Aug, 2011 17:40

Das ist eben (zum Glück nur) ein Teil der jungen "ichmachwasmitmedien"-Generation, die ihr Unvermögen bei Kameraführung und Schnitt hinter einer "moderenen Arbeitsweise" zu verstecken versucht. Und wer das kritisiert wird als ewig Gestriger bezeichnet.




p@ul
Beiträge: 22

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von p@ul » Di 23 Aug, 2011 18:33

Sehr verallgemeinernd.....meiner meinung gibt es noch einen gewaltigen unterschied zwischen schnellen schnitten und schnellen schnitte. z.b.: gerade in der intro sequenz von quantum of solace hat man einen extrem guten überblick was, wie, wann und wo passiert. Ausserdem sind wirklich viele bilder darin, auch wenn sie noch so kurz zu sehen sind, wirklich schön komponiert. Aber vlt macht da das alter und mit welchen filmen man aufgewachsen ist einiges aus.




aight8
Beiträge: 1315

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von aight8 » Di 23 Aug, 2011 19:25

Ich finde sehr viele der heutigen Filme einfach langweilig. Genau wegen diesem Sinnlose herumgehüpfe. Mir wäre ein Film mit deutlich wenigem CGI und weniger konzentration auf berühmte Schauspieler dafür einer ausgefeilten Geschichte viel mehr Wert.

Die Zeiter sind aber vorbei leider, ich weis selber nicht mehr wirklich was ich schauen soll.

Bei den modernen Aktionszenen muss ich übrigens immer gähnen..




sottofellini
Beiträge: 453

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von sottofellini » Di 23 Aug, 2011 19:39

Da sprechen mir einige aus dem Herzen.
Nicht nur dieses hilflose Schnittgehampel, nein auch die immer zahlreicher an den Haaren herbeigezogenen "Schein-Stories". Vimeo lässt grüssen.
Wir werden nicht umhin kommen, eine Plattform zu gründen, die sich rühmen kann, nur hochwertige Geschichten in gängiger Manier vorzuhalten. Denn eine berührende Geschichte braucht kaum technisches Brimborium und augenschädliches Zwickzwackgeflimmer. Mögen es mir die Jungen nachsehen, dass ich ihnen ihre Formvorliebe statt Inhalt vorhalte.
Um ein Beispiel zu nennen, dass mich auch beim x-ten Male betrachten immer wieder fesselt:




Axel
Beiträge: 12624

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Axel » Di 23 Aug, 2011 20:18

Ich kann es nicht fassen, dass viele hier tatsächlich an ein "Chaos Cinema" glauben. Den Autor, wie einige der SlashCam-Poster, stören schnelle, desorientierende Schnitte und destabilisierte Kamera. Das kann man sehr wohl einen "Stil" nennen, aber Stile lassen sich an der beabsichtigten Wirkung messen. Wenn die Bewegungen und Schnitte beschleunigen, desorientieren und destabilisieren sollen, dann ist ja alles in seligster Ordnung, es handelt sich dann eben um modernes classic cinema, von Willkür oder Schlamperei (sloppyness) kann gar keine Rede sein. Der ganze Essay ist eine Luftnummer, nichts davon ist bei genauerem Hinsehen haltbar.

Gerade gesehen, anlässlich einer Double-Feature-Vorstellung: Das 3D-Intro von Final Destination 4. Es kommen zum Einsatz grandiose Kranfahrten, präzise Schwenks, Zeitlupe, Zeitraffer und diverse Schnitt-Tricks. Volles Orchester der zeitgenössischen Effektekiste. Aber alles ist präzise orchestriert, bestimmt ziemlich streng nach Storyboard - und selbstverständlich verstärkt der Ton die Kontinuität. Wie naiv kann man sein?

Ich sage nicht, dass es keine Filme gibt, in der fortwährendes Geschwenke nervt (weil es unmotiviert ist, dann), aber kaum mehr als eine stupide Schuß-Gegenschuß-Auflösung (Dragnet: Madam, wir sind von der Polizei ...), aber ein Chaos-Cinema auszurufen ist eine Sommerloch-Glosse.

Und ich schätze, ein paar Leutchen hier sind ein paar Jahrzehnte älter als ich dachte ...




dirkus
Beiträge: 1165

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von dirkus » Di 23 Aug, 2011 20:26

Interessantes Thema!

Habe mir die Tage mal wieder ein paar alte schwarz/weiss Schinken reingezogen und war sehr angetan gewesen.

Filme geben ja irgendwie auch immer den jeweiligen Zeitgeist der Gesellschaft wieder.

Hat sich in den 60er Jahren irgendjemand an den klapprigen Kulissen bei Star Treck etc gestört? Oder hat irgendjemand gemekkert, wenn Alfred Hitchcock seine Schauspieler vor einer auf Leinwand gemalten Landschaft auftreten lassen hat? Nein! Die Zuschauer haben dies akzeptiert und sich einfach unterhalten lassen ohne den Hintergrund anzuzweifeln. Gute und schlechte Schauspieler gab es ebenfalls damals wie heute.

Actionkino ist eben nunmal Popkornkino und will die Leute einfach nur ablenken und unterhalten. Das war früher nicht viel anders, nur die Möglichkeiten haben sich geändert.

Der schnelle Schnitt ist im Grunde genommen unserer jetzigen (ebenso schnellebigen) Konsumgesellschaft geschuldet. Die Leute wollen keine langatmigen Szenen, die sich wie Kaugummi hinziehen, sondern sie wollen den schnellen "Kick" haben.

Aber die Zeiten können sich wieder ändern, genauso wie sich auch die Moden ändern.




sottofellini
Beiträge: 453

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von sottofellini » Di 23 Aug, 2011 20:36

Dann hol doch mal die Schnitte raus, den Kran ins Depot und Ton weg- wenn dann noch etwas Sehenswertes übrigbleibt- à la bonne heure.
Ich störe mich enorm an den inflationär um sich greifenden schreienden Effekthaschereien, angesiedelt in oder besser gesagt übergestülpt einer nicht vorhandenen Story.
Das hat dieses unglaublich potente Medium einfach nicht verdient.
Es langweilt auf Dauer nur noch. Auf VIMEO muss ich die ersten 10 Sekunden eines Beitrages sehen und schon kenne ich den Rest.
Und dann jedesmal dazu dieses Süssholzgeraspel der immer selben Klientel.
Die Jungen haben einfach ein unterentwickeltes Sensorium für grosse Qualität, die sich hält. Statt dieser nachzuspüren, wird dem Glitter gehuldigt.




Axel
Beiträge: 12624

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Axel » Di 23 Aug, 2011 20:55

dirkus hat geschrieben:Actionkino ist eben nunmal Popkornkino und will die Leute einfach nur ablenken und unterhalten. Das war früher nicht viel anders, nur die Möglichkeiten haben sich geändert.
Ganz genau.
dirkus hat geschrieben:Der schnelle Schnitt ist im Grunde genommen unserer jetzigen (ebenso schnellebigen) Konsumgesellschaft geschuldet. Die Leute wollen keine langatmigen Szenen, die sich wie Kaugummi hinziehen, sondern sie wollen den schnellen "Kick" haben.
Wer in einen Actionfilm geht, muss nicht sehen, dass das Überholmanöver bei der Verfolgungsjagd anschlußrichtig durchgeführt wurde - Schwachsinn! (obwohl so geschnitten wird, dass alles zumindest plausibel ist, immer). Wer in einen romantischen Liebesfilm geht, möchte kein scharfes Tapetenmuster im Hintergrund, da kam schon in alten Zeiten der shallow DoF ins Spiel. Eine ähnliche Funktion hat Chaos-Stil im Actionfilm: Ausblendung von Ablenkungen. Verdammt nochmal, welche Hütte bombardiert denn der Hubschrauber jetzt eigentlich?
aight8 hat geschrieben:Mir wäre ein Film mit deutlich wenigem CGI und weniger konzentration auf berühmte Schauspieler dafür einer ausgefeilten Geschichte viel mehr Wert.
Wäre? Da gibt es viele Filme, vor allem natürlich auch ältere. Das sind dann keine Blockbuster, aber es gab und gibt sie immer, siehe diesen Thread.
aight8 hat geschrieben:Die Zeiter sind aber vorbei leider, ich weis selber nicht mehr wirklich was ich schauen soll.
BildBildBild

In Psycho schon ein Prototyp des Chaos-Schnitts, wenn man so will.
sottofellini hat geschrieben:Die Jungen haben einfach ein unterentwickeltes Sensorium für grosse Qualität, die sich hält. Statt dieser nachzuspüren, wird dem Glitter gehuldigt.
Das ist die Wahrnehmung eines Menschen, der sich Geschmack gezüchtet hat. In Wirklichkeit keine Altersfrage. Es gab zu allen Zeiten Gesocks, das ums goldene Kalb tanzte. Und bloß, weil die DSDS-Zombies leben, erscheint uns die Dummheit heute profunder.




scrooge
Beiträge: 545

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von scrooge » Di 23 Aug, 2011 21:08

Salü zusammen,

ich bin geradezu erleichtert dass viele von euch sich an den Schnitten mancher aktueller Filme stören. Ich dachte schon, ich gehöre zum alten Eisen weil mich das auch tierisch nervt. :-)

Aber es nervt auch die jüngeren: Mein Sohn (14 Jahre) der jede Menge Action liebt und Filme von vor der Jahrtausendwende für altbacken hält stört sich auch an Wackelkameras und hektischen Schnitten.

Mich nervt diese action-wackel-schnellschnittige "Dramaturgie" nicht nur, vor allem langweilt sie mich.
Habe mir heute nochmal "Die Unbestechlichen" mit Dustin Hoffman und Robert Redford angesehen. Den Film von 1976 über die Watergate-Affäre. Lange Einstellungen. Keine Action. Viele Worte.
Und KEIN BISSCHEN LANGWEILIG.
Einfach genial.

CU
Hartmut




dirkus
Beiträge: 1165

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von dirkus » Di 23 Aug, 2011 21:15

Also ich bediene mich da mal an einer ganz simplen Weisheit:

Der Markt sagt immer die Wahrheit!

Und diese Wahrheit spiegelt sich an den verkauften Tikets an den Kinokassen wieder.

oder warum schaffen es so wenig deutsche Produktionen in die Kinos?


Gute Kinofilme mit Anspruch gibt es ja auch heutzutage noch - allerdings laufen diese dann wegen der meist geringen Besucherzahlen in den kleineren Programmkinos. Und im Fernsehen hat man heute die Wahl aus hunderten von Kanälen zu wählen...naja, wer`s braucht.


So gesehen kann heutzutage jeder das bekommen, was er möchte!




newbornzombie
Beiträge: 32

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von newbornzombie » Di 23 Aug, 2011 23:01

Klar ist diese Art von Schnitttechnik und Kameraführung ein Stil, klar passt er zur heutigen Zeit, klar ist aber auch, dass er nur eine Modeerscheinung ist und irgendwann durch was anderes ersetzt wrid.

Was aber ein Nebeneffekt dieses Schnittes bei Action- und vor allem Kampfszenen ist, ist dass man merkt, dass hier versucht wird mangelndes Können zu kaschieren. Nicht mangelndes Können des Cutters, sondern des Schauspielers, vielleicht spart es auch Geld, weil man sich die Choreographen spart.
Wenn man einen Eastern sieht, gibts lange Einstellungen, man sieht, was die Leute in ihrem Kampfstil draufhaben - Choreographie, die Sinn macht. In nem aktuellen Hollywood-Actionfilm wird auf sowas gepfiffen, oft sogar selbst, wenn sie asiatische Größen wie Jet Li oder Jakcie Chan drin vorkommen lassen.
Damit verliert man mehr Potential als man durch die neue Schnitttechnik gewinnen könnte und DAS ist schade...

[Edit:] Also habe mir den Essay nochmal angeschaut und muss sagen, dass die meisten Beispiele gar nicht so schlimm sind. Unter den gezeigten waren eigentlich nur Gamer, Bourne Supremacy und zum Teil Quantum Solace, Domino und 28 weeks later mies geschnitten (beim Letzten könnte man aber theoretisch noch sagen, dass es zur Szene gepasst hat).
Die anderen hatten wenigstens eine sauber durchgezogene Schnur, wennauch manche Shots besser gewählt hätten werden können. Bei Shaky Camera haben sie imho den Hauptverursacher vergessen: 24h. In dieser Serie wackelt einfach alles, grausig...

P.S.: deutsches Beispiel für grauenhaften Actionschnitt ist zB Krabat (2008). Mindestens so mies wie Bourne Supremacy.
Du brauchst eine Antwort? probiers doch mal mit 42.




NEEL

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von NEEL » Di 23 Aug, 2011 23:48

dirkus hat geschrieben:Also ich bediene mich da mal an einer ganz simplen Weisheit:
Der Markt sagt immer die Wahrheit!
Hast Du da was verpasst? Der Markt lügt wie gedruckt - das ist ja wohl die zentrale Erkenntnis der letzten Jahre... Ohne Marktlüge keine Lehmannpleite und keine Spekulationsblasen, das betrifft IMHO auch die Filmwirtschaft.

Ich habe den Eindruck, die Leute ertragen die meisten dämlichen Gegenwartsfilme einfach deshalb, weil nichts anderes verfügbar ist. Eine verlogene Filmblase sozusagen. Dabei geht das auch anders: In Städten wie Münster oder Freiburg bilden sich regelmässig lange Schlangen vor den zahlreichen (!) Arthousekinos. In Freiburg gibt es sogar ein Arthouse-Multiplex, das - neben den vielen anderen Arthouse-Kinos der Stadt - ziemlich gut läuft. Auf der anderen Seite hat dort vor einigen Jahren erstmals ein Mainstream-Multiplex schliessen müssen - mangels Zuschauern.

Das Geheimnis dieser beiden Städte (vgl. FFA-Statistik) liegt einfach im breiten Angebot. Die Kinos dort erziehen die Leute durch schiere Arthouse-Masse zu besserem Geschmack. Und wer vom Nektar des guten Films geleckt hat, will nicht mehr zurück zum depperten Amifilm (die wenigen guten Ausnahmen natürlich ausgenommen)...

Vor ein paar Tagen habe ich selbst erlebt, wie erhellend es sein kann, wenn Teenies gute, alte Actionfilme sehen: Meinem 15-Jährigen Cousin und zweien seiner Kumpels habe ich an einem langweiligen Regentag den Belmondo-Film "Der Profi" vorgeführt. Während der Vorführung war es extrem still (sehr selten bei hochpubertierenden Teenies!) und hinterher gabs Sprüche von "Boah" bis "Krass". Ein Actionfilm von 1981! Und es war eben nicht nur die Story, die besser gefiel, sondern Kamera, Schnitt, Rhythmus, Tempo, Musik und eine echte Type als Schauspieler.

Der Autor des Artikels hat IMHO schon recht. Die moderne Action-Ästhetik hat sich vergallopiert. Bleibt zu hoffen, daß das Pendel bald wieder in die andere Richtung schlägt...;-)




Garfield007x
Beiträge: 85

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Garfield007x » Mi 24 Aug, 2011 00:04

Leider wirklich sehr sehr nervig, sowohl die Wackelkameras als auch die extremen Schnitte.

Dagegen gibt es eine ganz einfache Lösung:
Bevor man es überhaupt in Erwägung zieht, ins Kino zu gehen oder sich die Blu-Ray oder DVD kauft, einfach VORHER den Film herunterladen und ansehen.
Wenn er Schrott ist (siehe oben), sofort abbrechen und von der Festplatte löschen.

Und falls ich doch mal ein paar Stellen weiterspringe und unnötig laute "Action"-Szenen ansehe, wird als erstes die Mute-Taste gedrückt!

Am allerschlimmsten sind die in die Länge gezogenen "Kampf"-Szenen, am schlimmsten mit irgendwelchen Schwertern oder Pseudo-Kungfu-Schwachsinn.
Selbst bei Matrix sind diese unnötig langatmig, zumindest gab es dort einige neue, interessante Effekte.
Ach ja, Matrix, nur EIN Kritikpunkt am Rande, wenn der Hauptakteur in der Lage ist, direkt in die Programmierung einzugreifen, wieso dann ENDLOSE Kampf-Szenen??

FALLS der Film wider Erwarten gut ist, die Blu-Ray kaufen und ab in die Sammlung.

Leider wird das System dadurch nicht ausgehebelt, weil die breite, dumpfe Masse der Zuschauer entweder solche "Filme" mag, oder nicht merken, was da nicht stimmt ...

Anderseits ist es wohl wirklich ein Problem, wenn in den Kinos nur dieser allgemeine "Blockbuster"-Brei läuft. Welche Wahl hat man schon groß, wenn man sich für den Abend einen Kino-Besuch vorgenommen hat und dann zwischen Pest und Cholera wählen muß (ok, gar nicht erst reingehen).
Da ich beruflich viel in verschiedenen Städten unterweg bin und "Zeit totschlagen" will, bin ich früher auch ins Kino gegangen und habe mir den Film reingezogen, der am wenigsten übel aussah.
BIS ich eines Tages zum ersten Mal während eines laufenden Films das Kino verlassen habe.
Inzwischen vertreibe ich mir die Zeit anders.




Axel
Beiträge: 12624

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Axel » Mi 24 Aug, 2011 00:35

NEEL hat geschrieben:Vor ein paar Tagen habe ich selbst erlebt, wie erhellend es sein kann, wenn Teenies gute, alte Actionfilme sehen: Meinem 15-Jährigen Cousin und zweien seiner Kumpels habe ich an einem langweiligen Regentag den Belmondo-Film "Der Profi" vorgeführt. Während der Vorführung war es extrem still (sehr selten bei hochpubertierenden Teenies!) und hinterher gabs Sprüche von "Boah" bis "Krass". Ein Actionfilm von 1981! Und es war eben nicht nur die Story, die besser gefiel, sondern Kamera, Schnitt, Rhythmus, Tempo, Musik und eine echte Type als Schauspieler.
Sehr sympathisch. Die Filme von Anfang der Siebziger bis Anfang der Achziger waren sehr gehaltvoll. Das galt aber auch für Amerika. Blockbustermäßiger Schrott wurde schon immer produziert, und zwingt mich nicht, die guten amerikanischen Filme aufzuzählen, die in diesem Jahr anliefen.
NEEL hat geschrieben: Autor des Artikels hat IMHO schon recht. Die moderne Action-Ästhetik hat sich vergallopiert. Bleibt zu hoffen, daß das Pendel bald wieder in die andere Richtung schlägt...;-)
Hier wird ein Stil-Phänomen, vielleicht wirklich eine Modeerscheinung, mit mangelndem Inhalt oder fehlender Authentizität in einen Topf geworfen, und das ist nicht okay. Auch muss man den beschriebenen Stil viel differenzierter kritisieren als dieser nassforsche Autor. München benutzte in weiten Strecken Pseudo-Reportage, Black Hawk Down hätte man nicht besser auf die hier lachhafterweise "klassisch" genannte Weise aufgelöst, das Stilmittel lässt sich zu 100% rechtfertigen.
Garfield007x hat geschrieben:Leider wird das System dadurch nicht ausgehebelt, weil die breite, dumpfe Masse der Zuschauer entweder solche "Filme" mag, oder nicht merken, was da nicht stimmt ...

Anderseits ist es wohl wirklich ein Problem, wenn in den Kinos nur dieser allgemeine "Blockbuster"-Brei läuft. Welche Wahl hat man schon groß, wenn man sich für den Abend einen Kino-Besuch vorgenommen hat und dann zwischen Pest und Cholera wählen muß (ok, gar nicht erst reingehen).
In einigen Kinos läuft nur Blockbuster-Brei. In anderen läuft Vielfalt. Den Brei findet ihr fade, aber das moderne Autorenkino ist euch zu dubios, ihr seid das Problem.




B.DeKid
Beiträge: 12590

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von B.DeKid » Mi 24 Aug, 2011 01:37

dirkus hat geschrieben:....
oder warum schaffen es so wenig deutsche Produktionen in die Kinos?


...
Weil alle in Neuseeland / Kanada heute produzieren - warum weil da vom Holz bis zur Post alles billiger ist!

Würden Deutsche Produktions Häuser mal vom hohen Ross absteigen dann würde das Potenzial ausreichen um den Jungs aus HollyWood mal Parole zu bieten!

Nimm doch als Beispiel mal deine Idee , das Skript stimmt , die Location is "international" .... ergo daraus kann man was basteln


Meine Ratzten Fänger von Hammel Version Anno 1440 könnte man auch gut hier im Hunsrück und in süd Tirol filmen ... kosten .. naja weniger als nen Blockbuster

Aber hey das intressiert kaum warum weil die masse an kreativen hier nicht aufsteht sondern abwandert !

..............................

Mit Schnitten hat das erst mal wenig zu tun! Der Schnitt/ das Grading , das sind alles Sachen die nur zum gesamt Look / Gefühl beitragen müssen/sollten.

Ich bleib also dabei :

In D Land könnte man mit kleinen Mitteln viel mehr "experiementel Stuff" erschaffen- wenn die Leute mal klar kämmen und nich so horrende Preise einfordern würden!

.........................

Ohne Scheiss Leuts - als ich in Kanada war was meint ihr wieviel " HollyWood" Filmke dort gefilmt werden , allein weil der US $ gegen den Can $ mehr wert ist!?!

Was dort Holz kostet , nen GreenScreenStudio ... etc

Wie Axel schon treffend sagte , Ihr seit die zahlende Kundschaft , also beschwert euch nicht!

D-Land könnte soviel mehr bieten als den LindenStrassen / KeinOhrHasen Look , schaut mal nach Frankreich rüber teils sogar England was die so gebacken bekommen !

Selbst BollyWood (Indien) und vorallem die Afrikanische Szene machen es vor .... da hinken wir effektiv hinterher und das is verdammt schade !

Nen gutes Projekt - Leute die nicht meinen das ihnen die Sonne aus dem PoPo strahlt ... Voila und wir hätten mal gute D Land Filme.

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Schneller Schnitt muss dem Projekt aqngemessen verwirklicht werden , der Zuschauer will gefesselt werden ach quatsch der will unterhalten werden. Da muss sich der Verantwortliche halt Gedanken machen und seinen Stoff entsprechend präsentieren ( passend zur Thematik)

Mit WackelCam und MTV Schnitt hat das wenig zu tun .... die Zielgruppe mus gefüttert werden!

Out the Box Thinking is hier gefragt , Leute die einfach nur stolz sind wenn sie an nem "WERK" mit wirkten ... das sollte jedes Filmers Kredo sein und nich der Stunden Satz!

Denkt mal drüber nach !
*Anstatt hier über schnellen Schnitt rum zu heulen*

MfG
B.DeKid




NEEL

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von NEEL » Mi 24 Aug, 2011 03:04

B.DeKid hat geschrieben: Ich bleib also dabei :
In D Land könnte man mit kleinen Mitteln viel mehr "experiementel Stuff" erschaffen- wenn die Leute mal klar kämmen und nich so horrende Preise einfordern würden!
Bitte nicht! Das läuft doch nur auf Formexperimente raus! Das Problem am deutschen Film ist doch nicht der Look, sondern der Mangel an guten Gedanken! Keine Angriffslust da konzeptlos, keine Inhalte (als Ersatz dafür muss bisweilen die pure Illustration spiessigster Moral herhalten), kein neuer Blick auf Alltägliches, immer nur diese falsche, dämliche Romantik und das damit verwandte Posertum leidender Darsteller!

Wo ist der Geist? Wo ist das intellektuelle Wissen, welches Filmemacher nunmal brauchen um gute Filme zu machen? Wo die Haltung? Wo der Witz? Wo der Mut? Selbst Zombiefilme waren mal im kritischen Geist der Konsumkritik entwickelt, selbst Splatterfilme haben ihre Wurzel im Protest gegen den Vietnamkrieg - dazu muß ein Filmemacher aber auch geistig in der Lage sein (Gesellschafts-)Kritik ironisch zu zelebrieren;-) Leute wie Wes Craven haben Philosophie studiert, in Frankreich haben die meisten Filmer zumindest gute Literaturkenntnisse - die Stories egal ob Genre oder Drama werden durch Wissen grundsätzlich besser, weil Aufklärung nunmal die geistige Grundlage jedweder modernen Erzählung ist!

Wo ist das Wollen, gute Stories zu drehen? Wenn sich das deutsche Kino dem Thema Afghanistan annimmt, dann kommt ein bierernstes Drama heraus, in welchem ein Heimkehrer in Folge der posttraumatischen Belastungsstörung böse zu seinem kleinen Bruder ist und der Familienfriede auf dem Spiel steht ("Nacht vor Augen"). Gehts noch döfer? Noch scheinheiliger? Noch bürgerlicher? Die Amis machen wenigstens etwas wie "Rambo" daraus und treffen mit diesem wirklich guten Film thematisch voll ins Schwarze.

Und dann diese Schauspieler! Vor ein paar Jahren war es Katja Riemann bis zum abwinken, jetzt Matthias Schweighöfer und dazwischen lächelt Daniel Brühl von den Plakaten. Was will man da machen? Etwa ins Kino gehen? Am Geld kann es irgendwie auch nicht liegen - es gibt durchaus viel Geld bei den Förderungen abzuholen. Wenn jemand wirklich wollte, so könnte er bestimmt...
B.DeKid hat geschrieben:Selbst BollyWood (Indien) und vorallem die Afrikanische Szene machen es vor .... da hinken wir effektiv hinterher und das is verdammt schade !

Nen gutes Projekt - Leute die nicht meinen das ihnen die Sonne aus dem PoPo strahlt ... Voila und wir hätten mal gute D Land Filme.
So sehe ich das auch. Gute Nacht;-)




Natalie
Beiträge: 1107

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Natalie » Mi 24 Aug, 2011 06:30

stimme NEEL vollkommen zu.. Möchte noch sagen, früher waren es Stuntmen die Ihr leben geopfert haben, heute muß eine Szene durch verwacklelung und schnelle Schnitte dramatisch wirken..
Außer bei Alarm für Mofa 11, die schaffen es in jeder Folge den gleichen Stunt mit einem anderen Auto zu drehen ..immerhin "!!




Gabriel_Natas
Beiträge: 481

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Gabriel_Natas » Mi 24 Aug, 2011 07:19

Natalie hat geschrieben:stimme NEEL vollkommen zu.. Möchte noch sagen, früher waren es Stuntmen die Ihr leben geopfert haben, heute muß eine Szene durch verwacklelung und schnelle Schnitte dramatisch wirken..
Außer bei Alarm für Mofa 11, die schaffen es in jeder Folge den gleichen Stunt mit einem anderen Auto zu drehen ..immerhin "!!
Naja, das müssen die so lange üben, bis er perfekt ist, dann perfektionieren sie den nächsten stunt :)




le.sas
Beiträge: 1645

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von le.sas » Mi 24 Aug, 2011 10:38

Hab eure Beiträge leider nur kurz überflogen, muss zur Arbeit. Aber was ich sagen kann und will über den deutschen Film-
Potential ist da. Das war es schon vor Hitler, und wird es auch weiterhin bleiben.
Allerdings haben die Produktionsfirmen einfach schiss, mal was zu riskieren. Und die, gepaart mit den Filmförderungen, sind es nunmal, die dafür verantwortlich sind, was in die Kinos, oder ins TV kommt.
Leider haben einzelne Leute nicht das Geld, sich selbst ihre Filme zu finanzieren.
Ist doch genau so wie bei den Serien-als junger Regisseur hat man kaum eine Chance, mal eine Serie drehen zu dürfen (und das will ja noch nicht mal wer, weil sie alle so schlecht sind). Die Produktionsfirmen nehmen natürlich lieber jemanden, bei dem sie das Risiko einschätzen können, den sie kennen und der solide Fließbandarbeit macht.
Das auf der einen Seite.
Auf der anderen haben immer mehr Leute was zu sagen, die sich ihre Mediengestalter-Social-Media-Artist-Agentur jobs selber erfunden haben, und einen auf dicke Hose machen. Vor denen muss man noch mehr angst haben, denn alles was die produzieren ist Müll.
Zum Beitrag selbst- kann ich voll nachvollziehen. Wenn man sich in so Actionfilmen die Kampfszenen anguckt und versucht sich den Raum und die Handlungsabfolge klar zu machen, verzweifelt man oft.
Dazu muss allerdings auch gesagt sein, dass sich die Schnittfrequenz seit Entstehung des Filmes ständig erhöht! Ob und wann es einen großen Knall gib, bleibt abzuwarten.
Eine Schande finde ich ( und da spreche ich aus eigener Erfahrung), wie wenigt Stuntmänner heutzutage gewürdigt werden.
1. gibt es wenig Geld,
und 2. kann einer von einem noch so hohen Gebäude springen, es wird mit sicherheit nur 1/100 des Sprunges im Film gezeigt, und während sic der Stuntman für 200 Euro am Tag nochmals in die Tiefe stürzen muss, weil der Praktikant die Schärfe versaut hat, sitzt der Schauspieler da und zählöt seine 10.000 Euro für die 2 Sec. Szene die er heute gedreht hat.
So oder so ähnlich ;)




ChristianG
Beiträge: 205

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von ChristianG » Mi 24 Aug, 2011 10:58

Im aktuellen Film reflektieren sich doch auch die Möglichkeiten, die man heute hat. Winzige Kameras, günstige Kameras, die man auch mal eindrucksvoll schrotten kann.
Als Natural Born Killers Mitte der Neunziger erschien, wirkte er für viele wie ein überlanges Musikvideo, jetzt wirkt er lange nicht mehr so progressiv wie damals.
Dennoch ist dieser Trend anhaltend. Peckinpah sah ich im ersten Clip, hat dieser doch den modernen Stil mit Zeitlupen und Co. doch merklich voran getrieben. Ihn und das experimentierende New Hollywood als Kontrast zu zeigen, scheint mir reichlich sinnbefreit. Glaube so mancher alter Hase hätte bei einem Besuch in der Zukunft an einem Film von Michael Bay seinen Spaß. Dass die Ästhetik aber häufig nicht sonderlich verspielt ist, sondern aus Gründen der Modernität eingesetzt wird, ist das große Problem. Es wird halt nicht gewählt, weil es zwingend passt (Vergleich NBK, der sich sehr medienkritisch lesen lässt).
Ob man der Action in Bourne 2 gern folgen mag, ist sicherlich eine geschmäcklerische Frage, die aber die Filmemacher für uns beantwortet haben. Es soll ein körperliches Empfinden geschaffen werden durch viele Naheinstellungen, viel Dynamik, schnellen Schnitt. Ist in dem Fall gelungen, auch wenn merklich zu Lasten der Übersicht geht.




dirkus
Beiträge: 1165

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von dirkus » Mi 24 Aug, 2011 13:36

Ich glaube aber das eine Richtungsänderung schon stattgefunden hat. Das was wir hier sehen ist nur der letzte Rest dieser Art der Action Filmgestaltung.

Mit den neuen technischen Möglichkeiten werden wieder viel bessere Einstellungen möglich, als das mit der "billigen Tricktechnik" der letzten Jahre möglich war. Natürlich haben Filmemacher schnelle Schnitte da oft zum kaschieren von allzu billig wirkenden SFX Effekten genutzt...

Bestes Beispiel für eine Kehrtwende ist der neue Teil von "Planet der Affen". Mit dieser Technik lassen sich nun völlig freie Kamerafahrten im Raum realisieren, wie es sie in dieser Detailtreue noch nie zuvor gegeben hat. Das hat selbst mich, als bekennenden Kritiker von Tricktechnik, beeindruckt.

Die ganzen Techniken der letzten Jahre hatten mich auch nur gelangweilt, aber jetzt scheint da richtig was neues zu kommen!




soahC
Beiträge: 717

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von soahC » Mi 24 Aug, 2011 14:27

Also zumindest bei den Kampfszenen von Dark Knight ist es ausdrücklich erwünscht den Überblick bzw. die orientierung zu verlieren. Diese Schnittechnik soll den "Stealth-Charakter" von Batman unterstreichen. Er schlägt unheimlich schnell zu, wie ein Schatten, und der Zuschauer soll genau so wie seine Gegner nicht wissen woher er kommt und wo er sich befindet




handiro
Beiträge: 3133

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von handiro » Mi 24 Aug, 2011 22:16

JA die schlechten Schauspieler, da muss ich recht geben ganz selten ist da mal ein highlight ( und kommt mir jetzt nicht mit dem Maschie seiner Trine).

Als Filmkomponist bin ich oft schier verzweifelt an den Schauspielern die man auch gut durch einen auf einen Kleiderbügel gehängten Regenmantel ersetzen konnte, der durch das Bild gezogen wurde.

Gut find ich auch" Alarm bei Mofa 11" :-))) den kannte ich noch nicht.

Überhaupt action....die hohlsten Plots haben die schnellsten Schnitte. Unerträglich.

Vor ein paar Tagen gab es eine private Vorführung von "Asphalt" mit live Musik dazu, was haben die vor über 80 Jahren in Berlin für tolle Filme gedreht!!!




DWUA
Beiträge: 2126

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von DWUA » Mi 24 Aug, 2011 22:36

B.DeKid hat geschrieben:... schaut mal nach Frankreich rüber ...
Aber sehr gerne doch!
Meinst wohl Paris.

Während hierzulande lang rumdiskutiert wird, entsteht dort
ein Musterbeispiel betreffs "Spannungsbogen" + "Wackelkamera" + "Hektikschnitt"
wie "von selbst" an den richtigen Stellen:
www.youtube.com/watch?v=xOFCSvzXEDk
Part 1- ?
Dabei ist das "Film-Genre", die "Story" erst einmal völlig wurscht; -
geht es doch in diesem Forum eher um die Machart, - die Inszenierung.
Was alte Zöpfe abschneiden betrifft, so sind die Franzosen
dem deutschen Michel mit der Schlafmütze eh' weit überlegen.

;))




NEEL

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von NEEL » Do 25 Aug, 2011 00:05

@DWUA: Frankreich war doch schon immer weiter... Der Meilenstein in der Schnittgeschichte:
Wenn das mal nicht der Urvater des Chaos Action Kinos ist...;-)




B.DeKid
Beiträge: 12590

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von B.DeKid » Do 25 Aug, 2011 00:11

Yamakasi (Die Mutter aller Parkour Filme )
http://www.imdb.com/title/tt0267129/

Die fabelhafte Welt der Amelie
http://www.imdb.com/title/tt0211915/

39,90
http://www.imdb.com/title/tt0875113/

Das sind unteranderm mal so 3 Filme die mir direkt zu Frankreich einfallen.

Aber wie gesagt da gibt es noch ne Menge mehr

Zu England würden mir auch noch ne Reihe einfallen .... ;-)

Zu Deutschland hmm muss ich stark überlegen ... hmm da fällt mir ein

Siegfried

Warum - weil ich mich dermassen aufgeregt habe das man diesen Namen / diese Geschichte für so nen Rotz nehmen musste aka Schweinchen Babe Teil 25 Da hätte man mal so was geniales draus machen können - Kunstbanausen halt.

;-)

MfG
B.DeKid

PS: OK das
DAS BOOT , (Die Unendliche Geschichte) das waren noch Filme die hier gedreht wurden und was konnten so was findet man aber mittlerweile nicht mehr .




Natalie
Beiträge: 1107

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Natalie » Do 25 Aug, 2011 06:17

Filmtip: Adams Äpfel ,

ein Beweis für guten Film aus Dänemark




Numquam
Beiträge: 455

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Numquam » Do 25 Aug, 2011 10:22

Der Film : Außer Atem ist das Gardebeispiel für Bilder mit einer Handkamera.

So ist die Handkamera als ein stilistisches Mittel entstanden und das schon in den 50gern. Schon damals ging es um einen realistisch wirkenden ungekünstelten Film.

Damit sollte dem damals typischen Studiofilm ein Pendant geboten werden. REALITÄT ist das Stichwort.....es soll nicht illusioniert werden. Die Authentizität ist hier gewollt....diese soll mit bewusst "verwackelten" ( ich bevorzuge lieber hektisch) Bildern szenisch nachgestellt werden.

Im Grunde genommen ist es sowieso so , dass jede noch so ausgeklügelte Technik dem menschlichen Sehen nicht entsprechen kann.

Oder hat jmd. ein Beispiel für die ruckartigen Bewegungen der Augen ( Sakkaden ). Ein FILMBILD wird vom Menschen immer anders wahrgenommen als der eigene Blick. Mir ist kein Film oder keine Technik bekannt der/die es geschafft hätte dem menschlichen Blick auch nur im geringsten zu entsprechen.

Der Schnitt ist die einzige Möglichkeit der Art des menschlichen Sehens so nah wie derzeit möglich zu kommen.

Also kann man feststellen, dass jeder FIlm der jemals gedreht wurde der menschlichen Wahrnehmung und damit auch zwangsläufig der menschlichen Logik nie entsprochen hat. Wir haben uns nur an die Techniken gewöhnt....auch wenn Sie für uns ungewohnt waren. Der MEnsch ist anpassungsfähig in jeder Hinsicht ;-)

Diese Technik muss erst noch erfunden werden. ;-)

Im Übrigen sind die sog. Regeln der Filmgestaltung auch nur erfunden worden um ein Regelwerk zu schaffen......realistisch sind sie dennoch nicht.

Wir wollen dem menschlichen Sehen und der Wahrnehmung so nah wie möglich kommen...haben dieses Ziel jedoch nicht erreicht.

Wer behauptet der Film entspricht dem Sehen und der Wahrnehmung des Menschen möge bitte Beispiele vorbringen ;-)

Filmische Realität und Authentizität und menschliches Sehen und menschliche Wahrnehmung in einem Film...das wäre der Knaller.


Greetz
"Alles was der Mensch tut, muss zuerst durch seinen Kopf" ( Friedrich Zehm )




Axel
Beiträge: 12624

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von Axel » Do 25 Aug, 2011 10:55

Film/Video ist eine weniger abstrakte Sprache als die Wortsprache, aber es finden sich in der Überzahl Abstraktionen und in der Minderzahl naturtreue Abbilder. Das hat Numquam gut herausgestellt.

Darum ist die Kategorisierung in diesen Clips so grottendämlich. Erinnert an die Klagen alter Deutschlehrer, die Sprache würde verkommen. Alles Überkommene vergeht, liebe Gartenzwerg-Sammler.




mannamanna
Beiträge: 408

Re: Chaos Action Kino: Sinnloses Cutten

Beitrag von mannamanna » Do 25 Aug, 2011 12:02

Das Video erwähnt ja auch kurz veränderte Schnittechniken in Dialogszenen, ich hab aber zu wenig aktuelle Filme gesehen um das beurteilen zu können :-/

Fallen Euch Szenen ein, wo das so ist?


@Axel: Evolution der Filmsprache, klar, aber der Vorwurf ist ja, dass das "Chaos Cinema" in Actionsszenen ganz auf Nonstop-Überwältigung durch Sinnesreizüberflutung setzt - das mag manchmal sinnvoll sein und begründet, als Dauerstilmittel eingesetzt aber vielleicht zu krude.

Und warum sollte es nicht valide sein, diese (mehr oder weniger neue) Technik in Hinsicht daraufhin zu beurteilen, wie das auf den Zuschauer/einen selbst wirkt, was letztendlich ja der ultimative Zweck jeder Filmsprache ist? Wie es scheint, sind fühlen sich hier viele davon nicht auf angenehme Weise ein den Film hineingezogen und verweigern sich dieser Technik.




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