Jan
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von Jan » So 05 Mai, 2019 19:41

Ich habe mich jetzt auch mal mit dem Pocket intensiver auseinander gesetzt und verstehe den ganzen Hype nicht wegen der Vielzahl der Nachteile. Die Stabilisierung ist gut, keine Frage. Die Bildqualität auch, wenn man es mit anderen Geräten der Sensorklasse 1/2,3" vergleicht, wozu der Pocket dazugehört. Und dann ist er ohne Zusatzgeräte klein und leicht, ja das stimmt. Dann habe ich mir mal Nachteile an dem Gerät gesucht:

- kein Wifi eingebaut (extra Modul kostet 59 €)
- kein Wechselakku
- kein Spritzwasserschutz
- sehr kleiner quadratischer (bei 16:9 Video ?) LCD
- pumpender AF, was man auf dem kleinen LCD nicht sieht
- Nahgrenze von circa 30 cm
- als Blockerkamera mit Selfiesicht kaum zu gebrauchen, wegen des geringen eingebauten WW von 25 mm, wo man schon lange Arme benötigt, um deutlich mehr als den Kopf auf dem Bild zu haben
- eingebautes Mikrofon ist echt unten am Handstück plaziert, wer denkt sich denn sowas aus ?
- kein Stativgewinde
- es gibt eine Vielzahl an Extras (Mikrofonadapter, Nahlinsen, Wifi-Modul, Handstativ usw usw) die man kaufen kann, kostet aber extra Geld und macht die Sache auch größer.
- der Hammer ist aber eigentlich die hauseigene Befestigung zwischen Handy und Pocket, dieser kleine Adapter, der das schwere Handy und den Pocket halten soll. Im Netz wohl bei vielen User als nicht sicher eingeschätzt, dann kauften sich die meisten User ein Hand-Stativ und eine Handyhalterung. Aber dann kann ich gleich ein Gimbal und ein gescheites Handy erwerben, ist dann auch nicht größer. Das Handy hat dann einen deutlich besseren Bildschirm, teilweise Wasserschutz, teilweise optischen Zoom, oft den besseren Ton, teilweise bessere Bildqualität usw usw.
- 350 € sind jetzt auch nicht billig.

Dann bleibt der Vorteil eigentlich nur wenn man filmt (zum fotografieren braucht man kein Gimbal) und sich dabei bewegt und nur den Pocket allein ohne Zubehör benutzt, weil er in der Tat sehr klein ausfällt. Dann ist die Zielgruppe aber schon sehr klein. Die vielen Nachteile natürlich eingerechnet. Scheint mir ein Hype zu sein wie auch beispielsweise bei Fuji Instax, es wird viel Werbung gemacht und weil es der Bekannte/Nachbar hat, will ich es auch haben. Ich mag DJI sehr bei Drohnen, aber mit dem Pocket kann ich nur sehr wenig anfangen.
Der Westen gewann die Welt nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen, Werte oder Religion, sondern eher durch die Anwendung organisierter Gewalt. Westliche Menschen vergessen das oft - die Anderen nicht.

Oliver Stone - Regisseur, Produzent und Autor




cantsin
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von cantsin » So 05 Mai, 2019 20:10

Für alle genannten Beschränkungen gibt's Workarounds. Der wirkliche Nachteil ist, dass der Osmo Pocket ein relativ komplex zu konfigurierendes Gerät ist, wenn man zu wirklich guten Ergebnissen kommen will.
Jan hat geschrieben:
So 05 Mai, 2019 19:41
- sehr kleiner quadratischer (bei 16:9 Video ?) LCD
Die Ansicht lässt sich im Kameramenü von quadratisch auf 16:9 (plus Kamera-Parameteranzeige auf den schwarzen Balken) umschalten.
- pumpender AF, was man auf dem kleinen LCD nicht sieht
Nur, wenn man im AF-C-Modus filmt. Im Single-AF-Modus lässt sich der Fokus per Einfach-Antippen auch während der Aufnahme auf ein anderes Objrkt verschieben. Das funktioniert in der Praxis gut und ohne Pumpen:


- Nahgrenze von circa 30 cm
Bei den meisten Objektiven für Systemkameras liegt die bei 60cm.
- der Hammer ist aber eigentlich die hauseigene Befestigung zwischen Handy und Pocket, dieser kleine Adapter, der das schwere Handy und den Pocket halten soll.
Mit der aktuellen Firmware sind sämtliche Kameraeinstellungen ohne Smartphone erreichbar - man braucht ein Smartphone, wenn überhaupt, nur als field monitor. Geht übrigens auch mit USB-C-Kabel statt mit dem Steckadapter.
teilweise bessere Bildqualität usw usw.
- 350 € sind jetzt auch nicht billig.
Das einzige mir bekannte Smartphone mit möglicherweise besserer Videoqualität als der Osmo Pocket ist das iPhone X mit der Filmic Pro-App - mit der Einschränkung, dass es nicht auf Speicherkarten aufnehmen kann. Habe ein Huawei P20 Pro, das allgemein als Spitzen-Kamerasmartphone gilt. Bei der Videoqualität fällt das aber deutlich gegen den Osmo ab.




klusterdegenerierung
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von klusterdegenerierung » So 05 Mai, 2019 20:13

Jan hat geschrieben:
So 05 Mai, 2019 19:41
- pumpender AF, was man auf dem kleinen LCD nicht sieht
Der pumpt nur wenn man nicht weiß wie man die Cam wann bei was richtig einstellt.

Wer also nicht wirklich versteht, das eine grundsätzliche Bewegung nichts mit einem sich stettig bewegendem Objekt zu tun hat und die Cam permanent dazu zwingt neu zu fokussieren, wo es garnix neues bzw sich veränderndes zu fokussieren gibt, der muß sich auch nicht wundern, das es ständig pumpt.

Ich hatte noch nicht eine pumpende Szene, aber vielleicht bin ich zu blöd dazu. :-)

Ooh cantsin war wieder schneller. :-)
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"




domain
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von domain » Mo 06 Mai, 2019 16:35

Zitat:
"Der wirkliche Nachteil ist, dass der Osmo Pocket ein relativ komplex zu konfigurierendes Gerät ist, wenn man zu wirklich guten Ergebnissen kommen will."

Umso erstaunlicher ist, dass dieses komplex zu konfigurierende Miniding als ein Hype bezeichnet wird und mit viel hochwertigeren Kameras in Konkurrenz treten muss.
Ein Hype ist nur solange einer, als er nicht durch ein anderes Modell quasi entwertet wird und das könnte u.U. als Produktvariante auch so eine richtige Deppenkamera sein wie die gehypte Fuji Mini Instax Serie.
Einfach einschalten, Bildfrequenz einmalig nach Abfrage festlegen und losfilmen (bzw. fotografieren) ohne komplizierte Einstellungen :-)




Jan
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von Jan » Mo 06 Mai, 2019 22:33

cantsin hat geschrieben:
So 05 Mai, 2019 20:10
Für alle genannten Beschränkungen gibt's Workarounds. Der wirkliche Nachteil ist, dass der Osmo Pocket ein relativ komplex zu konfigurierendes Gerät ist, wenn man zu wirklich guten Ergebnissen kommen will.
Jan hat geschrieben:
So 05 Mai, 2019 19:41
- sehr kleiner quadratischer (bei 16:9 Video ?) LCD
Die Ansicht lässt sich im Kameramenü von quadratisch auf 16:9 (plus Kamera-Parameteranzeige auf den schwarzen Balken) umschalten.
- pumpender AF, was man auf dem kleinen LCD nicht sieht
Nur, wenn man im AF-C-Modus filmt. Im Single-AF-Modus lässt sich der Fokus per Einfach-Antippen auch während der Aufnahme auf ein anderes Objrkt verschieben. Das funktioniert in der Praxis gut und ohne Pumpen:


- Nahgrenze von circa 30 cm
Bei den meisten Objektiven für Systemkameras liegt die bei 60cm.
- der Hammer ist aber eigentlich die hauseigene Befestigung zwischen Handy und Pocket, dieser kleine Adapter, der das schwere Handy und den Pocket halten soll.
Mit der aktuellen Firmware sind sämtliche Kameraeinstellungen ohne Smartphone erreichbar - man braucht ein Smartphone, wenn überhaupt, nur als field monitor. Geht übrigens auch mit USB-C-Kabel statt mit dem Steckadapter.
teilweise bessere Bildqualität usw usw.
- 350 € sind jetzt auch nicht billig.
Das einzige mir bekannte Smartphone mit möglicherweise besserer Videoqualität als der Osmo Pocket ist das iPhone X mit der Filmic Pro-App - mit der Einschränkung, dass es nicht auf Speicherkarten aufnehmen kann. Habe ein Huawei P20 Pro, das allgemein als Spitzen-Kamerasmartphone gilt. Bei der Videoqualität fällt das aber deutlich gegen den Osmo ab.
Du hast nicht wirklich einen Überblick über aktuelle Digitalkameras und neue Handys. Natürlich kann ich im Menü den LCD auf 16/9 umschalten, dann sieht man nur noch weniger, als die quadratische Mini-Ansicht. Der pumpende AF kommt auch nicht von mir, ist zig Youtuber aufgefallen, auch bekannten und guten Leuten. AF-C ist Schärfenachführung und die funktioniert eben nicht gut bei dem Produkt. Natürlich kann ich auf dem eh schon kleinen Mini-LCD mein Objekt (wenn ich es auf dem LCD mit dicken Fingern auch finde, antippen) Klar braucht man kein Handy anzuschließen, nur an dem Mini-LCD sieht man halt wenig. Ich habe ein aktuelles Samsung, das filmt keinen cm schlechter, ein aktuelles Huawei Pro ist eher besser. Warum auch, der Pocket verwendet einen mickrigen 1/2,3 Sony Sensor, der in jeder billigen Digicam zwischen 150 und 200€ drin ist. Beim Huawei ist sogar ein größerer Sensor bei der Hauptkamera drin. Der Pocket hat überhaupt nichts mit einer Systemkamera zu tun. Eine Systemkamera besitzt einen vergleichbar größeren Sensor und ist per Definition sehr oft mit einer Wechselobjektivmöglichkeit ausgestattet, nein keine Vorsatzlinsen oder WW oder Tele-Konverter, sondern reinen Objektiven. Da die Pocket einen 1/2,3" Sensor hat, muss man sie auch mit den Kameras der Sensorgröße vergleichen und diese Kameras egal ob Canon, Nikon, Panasonic oder Sony oder wer auch immer haben wenn sie schlecht sind eine Nahgrenze von 5 cm.
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Jan
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von Jan » Mo 06 Mai, 2019 22:37

klusterdegenerierung hat geschrieben:
So 05 Mai, 2019 20:13
Jan hat geschrieben:
So 05 Mai, 2019 19:41
- pumpender AF, was man auf dem kleinen LCD nicht sieht
Der pumpt nur wenn man nicht weiß wie man die Cam wann bei was richtig einstellt.

Wer also nicht wirklich versteht, das eine grundsätzliche Bewegung nichts mit einem sich stettig bewegendem Objekt zu tun hat und die Cam permanent dazu zwingt neu zu fokussieren, wo es garnix neues bzw sich veränderndes zu fokussieren gibt, der muß sich auch nicht wundern, das es ständig pumpt.

Ich hatte noch nicht eine pumpende Szene, aber vielleicht bin ich zu blöd dazu. :-)

Ooh cantsin war wieder schneller. :-)
Wohl noch nie im Schärfenachführmodus (AF-C) gefilmt ? Dann film mal etwas, was sich bewegt, oder tippe auf den kleinen LCD deinen Schärfebereich an, wenn du ihn auf dem kleinen LCD findest.
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cantsin
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von cantsin » Mo 06 Mai, 2019 22:49

Jan hat geschrieben:
Mo 06 Mai, 2019 22:37
Wohl noch nie im Schärfenachführmodus (AF-C) gefilmt ? Dann film mal etwas, was sich bewegt, oder tippe auf den kleinen LCD deinen Schärfebereich an, wenn du ihn auf dem kleinen LCD findest.
Das ist wirklich kein Problem in Praxis. Hier ein Beispielvideo, bei dem ich öfter die Schärfe per Tippen nachjustieren musste:




Jan
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von Jan » Mo 06 Mai, 2019 23:05

Matsch und Bildfehler ohne Ende, das kann jedes Handy mit 4k, wo soll das toll sein ? Nimm mal eine 1 Zoll-Kamera oder eine brauchbare APS-C-Kamera, dann siehst du den Bildqualitätsunterschied sofort. Bei dem Dreh ist genügend Platz, da kann man auch ein Handy und ein Gimbal oder eine Großsensorenkamera mit Gimbal verwenden, sieht dann nur deutlich besser aus. Macht das Ding nicht besser als es ist mit den ganzen Schwächen. Wenn dann der kleine LCD etwas größer als ein Daumen gefeiert wird, dann ist halt jede Diskussion sinnlos.
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klusterdegenerierung
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 06 Mai, 2019 23:32

Jan hat geschrieben:
Mo 06 Mai, 2019 22:37
Wohl noch nie im Schärfenachführmodus (AF-C) gefilmt ? Dann film mal etwas, was sich bewegt, oder tippe auf den kleinen LCD deinen Schärfebereich an, wenn du ihn auf dem kleinen LCD findest.
Ich denke Du hast mich nicht verstanden.
Klar filme ich in AFC, aber nur da wo es sein muß, und das ist sehr selten, denn AFS schafft fasst alles, erst recht mit dem antippen auf dem Screen.

Tut mir leid wenn das Display zu klein für Dich ist, oder AFS für Dich nicht funktioniert.
Wie gesagt, die Bewegung eines Objekts ist Relativ. Ich denke nicht das eine normale Bewegung eines Objektes einen AFC benötigt, muß aber jeder selber probieren.
"Es reicht nicht keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein sie umzusetzen!"

Zuletzt geändert von klusterdegenerierung am Di 07 Mai, 2019 09:24, insgesamt 1-mal geändert.




klusterdegenerierung
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von klusterdegenerierung » Mo 06 Mai, 2019 23:35

Jan hat geschrieben:
Mo 06 Mai, 2019 23:05
Matsch und Bildfehler ohne Ende, das kann jedes Handy mit 4k, wo soll das toll sein ? Nimm mal eine 1 Zoll-Kamera oder eine brauchbare APS-C-Kamera, dann siehst du den Bildqualitätsunterschied sofort. Bei dem Dreh ist genügend Platz, da kann man auch ein Handy und ein Gimbal oder eine Großsensorenkamera mit Gimbal verwenden, sieht dann nur deutlich besser aus. Macht das Ding nicht besser als es ist mit den ganzen Schwächen. Wenn dann der kleine LCD etwas größer als ein Daumen gefeiert wird, dann ist halt jede Diskussion sinnlos.
Jan komm mal wieder runter!
Wenn Dir der Osmo nicht passt, ist das ja eines und Dein gutes Recht, aber ein anderes hier so eine Aggronummer gegen den Osmo durch zu ziehen.

Kauf Dir was was Du magst und gut is und lass den Quatsch hier, denn wir alle sind zufrieden.
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domain
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Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von domain » Di 07 Mai, 2019 07:12

Gut, dass du Jan einmal deine Meinung gesagt hast. Er lehnt offenbar das Konzept der DJI Osmo grunsätzlich ab.
Und was ist bei der Basketballaufnahme bitte matschig? Früher hat man darunter verstanden, dass die Auflösung feiner Strukturen (z.B. Gras) in einem Brei unterging. Wo ist das hier der Fall? Sogar die Auflösung der feinen Verkleidungsfugen des Saales und die Struktur der herunterhängenden Kletterseile ist perfekt zu erkennen.
Ist der Ton eigentlich mit den internen Mikros aufgenommen worden?




cantsin
Beiträge: 5776

Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von cantsin » Di 07 Mai, 2019 08:02

domain hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 07:12
Ist der Ton eigentlich mit den internen Mikros aufgenommen worden?
Ja.




cantsin
Beiträge: 5776

Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von cantsin » Di 07 Mai, 2019 10:33

domain hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 07:12
Und was ist bei der Basketballaufnahme bitte matschig? Früher hat man darunter verstanden, dass die Auflösung feiner Strukturen (z.B. Gras) in einem Brei unterging. Wo ist das hier der Fall? Sogar die Auflösung der feinen Verkleidungsfugen des Saales und die Struktur der herunterhängenden Kletterseile ist perfekt zu erkennen.
Ich denke, dass Jan hier den typische Schärfeeindruck von Camcordern, Smartphones, Action- und Systemkameras in Standardprofilen vermisst, der durch die bei all diesen Kameras standardmäsig aktivierte Software-Nachschärfung (bzw. Kantenaufsteilung) entsteht. Diese Kantenaufsteilung hat das Videobild des Osmo Pocket auch, aber ich hole sie immer (auch im oben geposteten Beispiel) mit einem minimalen Blur in einer Resolve-Node heraus, der so dosiert ist, dass Details nicht verschmieren, aber überschärfte Kanten wieder geglättet werden. [Das auch, um das Bild des Osmo an das nicht nachgeschärfte Bild der BM Pocket anzugleichen.]




dosaris
Beiträge: 760

Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von dosaris » Di 07 Mai, 2019 10:58

cantsin hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 10:33
... ich hole sie immer (auch im oben geposteten Beispiel) mit einem minimalen Blur in einer Resolve-Node heraus, der so dosiert ist, dass Details nicht verschmieren, aber überschärfte Kanten wieder geglättet werden.
und wie soll das BLUR-filter erkennen, ob an dieser Stelle der Kantenkontrast nicht real so stark war und
demzufolge so bleiben sollte?

Solange da keine Halos (ringing-Artefakte, Überschwinger) sind ist es doch ungefiltert (out-of-the-cam) OK !?!
Und selbst die hätten ja real exitieren können .




cantsin
Beiträge: 5776

Re: DJI Osmo Pocket ist verfügbar und bekommt neuen Zeitlupen-Modus (Firmware-Update)

Beitrag von cantsin » Di 07 Mai, 2019 11:59

dosaris hat geschrieben:
Di 07 Mai, 2019 10:58
und wie soll das BLUR-filter erkennen, ob an dieser Stelle der Kantenkontrast nicht real so stark war und
demzufolge so bleiben sollte?
Natürlich kann er das nicht und gibt es da Kollateralschäden. Im Raw-Fotomodus von Consumer-/Prosumerkameras (und bei Videokameras mit RAW und/oder professionellen Codecs und gehobener Signalverarbeitung) werden Kantenkontraste von weich bis stark nicht nur gesehen, sondern auch gespeichert. Bei den Consumer/Prosumer-Videocodecs werden alle Kantenkontraste aufs Maximum angesteilt und geht damit Differenzierung verloren. Dieser Informationsverlust lässt sich natürlich nicht rückgängig machen.

Wenn man in Resolve einen Blur mit der geringsten Stärke (0.26) drüberliegt, verändert sich die Detailauflösung (z.B. von Texturen und feinen Mustern) nicht und werden alle Kantenkontraste weicher. Das ist zwar nicht optimal, führt aber immer noch zu einem natürlicheren Bildeindruck, der Kameraaufnahmen mit besserer Signalverarbeitung optisch besser matcht, als das pauschal aufgesteilte/aufgebrezelte Bild. Man kann natürlich auch den umgekehrten Weg gehen und Aufnahmen von Blackmagic & Co. so künstlich nachschärfen, dass sie sich besser mit Consumer-Kameramaterial mischen lassen.

Als Problem sehe ich da die Consumer-Erwartung/-Sehgewohnheit, die ein künstlich aufgebrezeltes Bild natürlicher Auflösung vorzieht. Die Diskussionen hatten wir ja hier schon lange in diversen 4K-Threads (Stichtwort WoWu)....




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