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/// Tips : Videoschnitt

Tips : 5. Final Cut Pro: Canon EOS 5D MKII Clips bearbeiten
von rob Di, 4.August 2009   


Die Canon EOS 5D MKII produziert im HD-Videomodus QuickTime (.mov) Dateien, die mit H.264 encodiert sind. Worauf gilt es zu achten, wenn man die Clips in Final Cut Pro weiterbearbeiten möchte: Schnitt, FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt etc. - Wie geht man grundsätzlich am besten mit H.264-Clips in der Postpro um?

Bei der H.264-Variante, die Canon für das Encoding seiner HD-Videoclips bei der EOS 5D MKII einsetzt, handelt es sich um ein BaselineBaseline im Glossar erklärt Level 5 Profil, das sowohl mit I- als auch mit B- und P-Frames arbeitet und ein Farbsampling von 4:2:04:2:0 im Glossar erklärt bei einer durchschnittlichen DatenrateDatenrate im Glossar erklärt um die 40Mbit/s einsetzt. Aus diesen Spezifika lassen sich auf den ersten Blick bereits zwei Schlußfolgerungen ziehen: 1. Da es sich um keine I-Frame-Only Variante von H.264 handelt, wird sich das Videomaterial nicht sonderlich reaktiv in der TimelineTimeline im Glossar erklärt verhalten 2. Für Farbkorrekturen steht mit dem 4:2:04:2:0 im Glossar erklärt Farb-Sampling relativ wenig Information zur Verfügung - das Videomaterial dürfte bei FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt und ähnlichen Anwendungen schnell an seine Grenzen stoßen.

Farbinformationen die nicht da sind, kann man auch nicht nachträglich, bsp. durch das nochmalige Encoden mit einem höherwertigen CodecCodec im Glossar erklärt, in das Video zaubern – (entgegen immer wieder geäusserten Annahmen und Wünschen.) 4:2:04:2:0 im Glossar erklärt bleibt 4:2:04:2:0 im Glossar erklärt, auch wenn das Material mit einem 4:2:24:2:2 im Glossar erklärt oder 4:4:44:4:4 im Glossar erklärt CodecCodec im Glossar erklärt neu enkodiert wird. Wenn mit Typo und FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt gearbeitet werden soll, macht es Sinn, einen intraframe-basierten CodecCodec im Glossar erklärt an Stelle des interframebasierten H.264 zu nutzen, weil entsprechende Renderings in der Regel sauberer verlaufen und man sich über deutlich schnelleres Arbeiten freuen darf.

Am Anfang des Postpro-Workflows sollte also die Überlegung stehen, in welchem CodecCodec im Glossar erklärt das Canon EOS 5D MKII Material bearbeitet werden soll. In seltenen Fällen kann es Sinn machen, im Original-Codec zu verbleiben – dafür sollten jedoch folgende Bedingungen gegeben sein: Kraftvoller Desktop Rechner (Quad-Core oder besser), kurze zu bearbeitende Videosequenz (max 3-5 Min), Beschränkung auf harte Schnitte sowie Verzicht auf Previews via Cinema Desktop (flüssig läuft das Material nur im verkleinerten Browser-, bzw. Canvas-Fenster). Es dürfte somit nicht allzu viele Gelegenheiten geben, bei denen sich diese Bedingungen erfüllen lassen. Sehr viel schlanker und auch mit ruckelfreier Full-Frame-Ansicht lassen sich die Videos mit QuickTime abspielen und harte Schnitte lassen sich mit etwas Übung recht einfach in QuickTime Pro setzen – wozu dann also noch in Final Cut Pro rumstümpern ? Der Vollständigkeit halber sei hier trotzdem kurz die entsprechenden Final Cut Pro Sequenz-Einstellung für die native Verarbeitung präsentiert:

Native Final Cut Pro Sequenzeinstellungen für EOS Canon 5D MKII QuickTimes



Sinvoller für komplexeres Arbeiten ist in jedem Fall die Wandlung des Materials in einen anderen, schnittfähigen Codec. Ein gutes Verhältnis aus Qualität , Schnitt-/Farbkorrekturfähigkeit und Speicherplatzbedarf ist bei Apples ProResProRes im Glossar erklärt CodecCodec im Glossar erklärt gegeben. In den allermeisten Fällen sollte die normale Variante mit 145 Mbit/sMbit/s im Glossar erklärt völlig ausreichen – nur bei Sourcen, die in 10Bit vorliegen, lohnt sich die HQ Variante mit 220Mbit/s. Für die 8-Bit Canon-Files ist also der „kleine“ ProResProRes im Glossar erklärt CodecCodec im Glossar erklärt bestens geeignet.

Wer viel Zeit hat und Wert auf bestmögliche Farbechtheit legt, der rendert seine Canon H.264 Clips auf der TimelineTimeline im Glossar erklärt von Final Cut Pro mit folgenden Sequenzeinstellungen:

Final Cut Pro Sequenzeinstellungen für ProResProRes im Glossar erklärt Rendering von EOS Canon 5D MKII Clips



Ein 39 Sekunden H.264 Clip benötigt auf unserem Testrechner 2x2.8GHz Quad Core Intel Mac mit 2GB RAM ganze 4 Minuten und 4 Sekunden. Wer nicht so viel Zeit hat, greift zum freien MPEGMPEG im Glossar erklärt Streamclip Encoder von SQUARED 5 und nutzt folgende Einstellungen:

MPEGMPEG im Glossar erklärt Streamclip von Squared 5 überzeugt durch Geschwindigkeit bei ausreichend guter Qualität.



Der gleiche 39 sekündige H.264 Clip benötigte mit Streamclips lediglich 44 Sekunden Encoding-Zeit nach ProResProRes im Glossar erklärt Standard. Zwar ist das GammaGamma im Glossar erklärt hier eine Nuance dunkler geraten als im Original, aber dies lässt sich schnell und leicht in Final Cut Pro beheben. Der Geschwindigkeitsvorteil überwiegt in diesem Fall bei weitem.

Jetzt nur noch das neue ProResProRes im Glossar erklärt Material in Final Cut Pro importieren und sich über butterweiches Abspielen, beste Schnittfähigkeit und flotte Farbkorrekturen freuen. Zwar haben wir es hier immer noch mit 30 Bildern pro Sekunde zu tun – doch auch dafür gibt es Abhilfe – demnächst in einem weiteren Final Cut Pro Quicktip ...


Canon EOS 5D Mark II
Plus Minus Derzeit niedrigster Preis (ohne Gewähr) :  1679 Euro Listenpreis: 2249 Euro (inklusive Mwst.)

MEHR INFO:
Alle technische Daten sowie Testbilder und Testergebnisse in unserer Datenbank
+ Vollformat Sensor
+ Optimale Lowlightergebnisse
+ Fein justierbarer Audiopegel
+ Star des VDSLR-Booms mit viel Zubehör durch Dritthersteller
- Ergonomie könnte besser auf Videofunktion ausgelegt sein
- Vollformatsensor eher für Spezialisten geeignet
- Kein brauchbarer Autofokus in Liveview

  

[12 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
shark55   14:42   01.11.
Ja, das hatte ich versucht, hat aber nicht funktioniert. Ich arbeite sonst mit AVCHD Material wo man ja die komplette Struktur inkl. aller Dateien bra...weiterlesen
Axel   13:49   01.11.
Bis zu einem gewissen Grad lässt sich die Ordnerstruktur nach"bauen". Hab ich auch schonmal gemacht. Wie? Ein Ordner ist ein Ordner ist ein ...weiterlesen
shark55   13:32   01.11.
Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ich denke es lag an der Ordnerstruktur. Hatte in einem anderen Tutorial gelesen das man die Dat...weiterlesen
Axel   17:25   31.10.
Mit einer kleinen Einschränkung (Intel muss sein) funktioniert das Übertragen 100%ig, wenn man es so, wie in diesem Tut macht....weiterlesen
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