| Test : Sony Vivaz Smartphone mit 720p-Camcorder-Funktion von rudi Mi, 24.Februar 2010 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
Bedienung
Es gibt eine externe Taste um den Videokamera-Modus direkt zu aktivieren. In der Folge hat der Anwender die Wahl zwischen Vollautomatik-Modus oder ein paar wenigen manuellen Eingriffsmöglichkeiten: Der Weissabgleich kann nur automatisch oder per Presets erfolgen, einen manuellen Abgleich auf ein Motiv oder eine Weisskarte ist nicht möglich. Die Belichtung lässt sich per EV +/-2 in nicht näher definierte Werten korrigieren, wobei hierbei wohl ausschließlich die elektronische Verstärkung geregelt wird. Eine echte Blende besitzt das Handy offensichtlich nicht.
Der Fokus ist zwischen Autofokus und unendlich umschaltbar. Und obwohl man alle Funktionen über den Touchscreen regelt, ist ein Touchfokus nicht möglich. Als letztes Element gibt es noch eine Lowlight-Option, die das Bildrauschen verstärkt und das wars dann auch schon mit möglichen Eingriffen.
Bildstabilisator bemüht sich redlich, aber es ist praktisch unmöglich das Handy verwackungsfrei beim Filmen zu halten. Da natürlich auch kein Stativanschluss vorhanden ist, gelingen wirklich nur wackelige Schnappschüsse aus der Hand. Mangels Masse ist eine stabilisierende Haltung einfach unmöglich. Noch dazu besitzt es keine vernünftige Kante , um es auf einem Tisch oder ähnlichem zum Filmen abzustellen.
Erschwerend bleibt auch ein deutlicher Rolling Shutter nicht aus, der aufgrund der unruhigen Aufnahmen besonders auffällt. Hier fällt exemplarisch ins Auge, was moderne AVCHD-Camcorder mittlerweile alles automatisch korrigieren können.
Der Zoom ist schlicht eine Vergrößerung des Bildauschnittes ohne (!!) merkliche Interpolation. So werden bereits bei geringen Zoomstufen deutliche Pixelkanten sichtbar, also lieber erst gar nicht benutzen.
Messergebnisse
Der Kurzbesuch im Messlabor brachte dann doch einige Tücken mit sich, da wir weder eine Möglichkeit hatten, den korrekten Bildauschnitt über einen externen Monitor zu bestimmen, noch das Handy auf einem Stativ befestigen konnten: Naja, mit viel Geduld gings dann doch:
Bei der gemessenen Schärfe liegt das Handy knapp über einer guten SD-Videoauflösung: Das ist schon mal deutlich besser als das Samsung Omnia HDI8910, aber von FullHD natürlich noch weit entfernt.
Beim Blick auf das ISO-Testchart zeigt jedoch, dass mit einer starken künstlichen Nachtschärfung gearbeitet wird, die in feinen Mustern für Chromawolken sorgt. Hier sieht das Samsung einfach natürlicher aus.
Die Farbauflösung ist das Handy gar nicht mal schlecht: Für 720p geht die Differenzierung sehr weit, jedoch sind die Farben auch sehr stark eingestellt. Klar, wer hiermit filmt wird wohl kaum etwas nachbearbeiten wollen:
Positives gibt es bei der Verzeichnung zu bemerken. Die Handyoptik liefert praktisch fast keine Kissenverzerrung.
Für gute Lichtverhältnisse sind die Farben der Kamera sehr kontrastreich eingestellt und neigen zu leichten Ausfransungen.
 | | Farbwiedergabe bei 1200 Lux | |
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Bei 12 Lux fällt die Bildqualität dagegen in den Keller. Vielleicht ändert sich hier etwas beim neuen Modell Vivaz Plus, das immerhin statt des 8 MP-Sensors nun sinnvollerweise nur einen 5 MP-Sensor verbaut hat.
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