Remote Workflows via USB-C Tethering
Remote und Cloud-Workflows werden in Zeiten von dezentraler Arbeitsorganisation und möglichst schnellen Turnovers immer wichtiger. Auch wir nutzen für unsere Videoprojekte immer öfter Remote und Cloud-Workflows – entsprechend haben wir bei neuen Kameras verstärkt auch einen Blick auf mobile Upload-Funktionen via Smartphone.
Bei unserer Berichterstattung von der IBC hatten wir ja gute Erfahrungen mit Proxy- FTP-Uploads mit der Sony FX2 auf den slashCam Server gemacht. Allerdings stellt die stark frequentierte WLAN-Umgebung eine Herausforderung für die Verbindung zwischen Smartphone und Kamera dar.
Zuverlässiger ist man hier auf jeden Fall mit eine kabelgebunden Verbindung unterwegs und hier kommen bei der A7V dann die dualen USB-C Ports positiv zum Tragen. Wir haben für einen kurzen Test den High-Speed USB-C Port der Sony A7 V für externes USB-Tethering definiert, unseren FTP-Server eingegeben und für Aufnahmen den automatischen Upload via Redaktions-iPhone (16 Pro Max) aktiviert, womit wir problemlos Files auf unseren FTP-Server hochladen konnten.
Damit sind also auch kabelgebundene Remote-Workflows problemlos mit der Sony A7 V realisierbar – sei es, dass man die Sony Creators Cloud inkl. Sony Creators App oder – wie bei unserem Setup – einen FTP Server nutzt. Dank umfassenden Proxy-Einstellungen für Video bzw. entsprechende Bild-Konfigurationen für den Fotobetrieb ist die Sony A7 V sehr gut für Remote-Workflows aufgestellt (was im übrigen neben Bluetooth und WLAN auch für LAN-Setups gilt, da sich die USB-C Ports auch für LAN-Adapter konfigurieren lassen).
Die Sony-Kameras funktionieren in Bezug auf Remote-Workflows unserer Erfahrung nach zuverlässig – klare Empfehlung von unserer Seite für alle, die im professionellen Umfeld auf der Suche nach entsprechenden Lösungen sind.
Stabilisierung
Wie schon die Sony FX 2 bietet die Sony A7 V eine ganze Reihe von Stabilisierungsoptionen an. Da wir bei unserem Dreh mit Caro ausschließlich das nicht-stabilisierte Sony FE 24–70 mm F2.8 GM II genutzt haben, erhält man hier einen recht guten Eindruck von der Qualität des IBIS.

Und wie schon bei der Sony FX2 scheint uns Sony hier recht intensiv an den Stabilisierungsalgorithmen gearbeitet zu haben – insbesondere an der neu hinzugekommenen Active-Mode SteadiShot-Funktion. Doch der Reihe nach:
Im Videobetrieb bietet die Sony A7V neben (off) drei Stabilisierungsmodi an: Standard, Active und Dynamic Active. Im Standardmodus erhält man eine eher sanfte Stabilisierungsunterstützung die für eine nicht bewegte Kamera in der Regel ausreicht. Der Active Modus bietet bei bewegter Kamera in unseren Augen den besten Kompromiss zwischen natürlichem Kamera-Shake und Stabilisierung und der neue Dynamic Active Modus bietet maximale (gimbal-nahe) Stabilisierung mit einem kräftigen Crop.

Da die Sony A7V mit ihren 33 MP jedoch vergleichsweise hoch auflöst, fällt der Auflösungsverlust auch beim stärker gecroppten Material nicht so hoch wie erwartet aus.
Doch wie die Sony FX2 hat die Sony A7V bei der Stabilisierung noch ein weiteres Ass im Ärmel: Denn sie zeichnet auch Gyrodaten auf. Wenn man Tools wie Sonys Catalyst Edit oder Catalyst Browse noch hinzunimmt, lassen sich die Gyro-Daten für zusätzliche Stabilisierung nutzen.
Doch auch die Stabilisierungsfunktion von DaVinci Resolve kommt unseren Tests nach sehr gut mit dem handgehaltenen Material der Sony A7 zurecht. Über den Daumen gepeilt erreicht man mit der zusätzlichen Softwarestabilisierung in der Post einen Stabilisierungsmodus „mehr“. Hat man also mit der Sony „Standard“-Stabilisierung aufgenommen, landet man mit der Softwarestabilisierung dann bei „Active“. Die für unseren Geschmack beste Stabilisierungsleistung bei natürlicher Kamerabewegung und guter Auflösung stellt dann auch die genau jene „Standard“-Stabilisierung inkl. Postpro-Stabilisierung bereit.
Damit muss bei der Stabilisierung bei der Sony A7 V etwas mehr Aufwand im Vergleich zu anderen Stabilisierungssystemen betrieben werden – dich der Aufwand lohnt sich in unseren Augen, weil die Ergebnisse sich durch hohe Qualität und Natürlichkeit auszeichnen.



















