Panasonic erlaubt es die Kamera in Helligkeit, Farben und Schärfe und WB-Verschiebung einzustellen. Hierfür muss man allerdings tief ins Menü wandern. Ein Zebra-Modus oder ein Histogramm, um Überbelichtungen beim Filmen zuverlässig zu erkennen fehlt.
Aus dem Messlabor
Zwar legte die Panasonic TM60 im Test eine natürliche Schärfe an den Tag, jedoch fiel uns im ISO-Testbild etwas merkwürdiges auf: Bei der Abbildung einiger Zahlen (in der Abbildung stark vergrößert) wurden die scharfen Kontrastkanten einfach abgeflacht. Quasi so, als würden sie im Nebel verschwinden. Ob dies ein Effekt der neuen „Crystal Engine Pro“ ist, die aktiv in die Bildgestaltung eingreift, war bis Redaktionsschluss nicht zu klären. Bei natürlichen Objekten fällt dieser Effekt gewöhnlich nicht stark ins Auge, bei synthetischen Mustern jedoch schon.
Grundsätzlich ist Panasonic mit solchen „Bildeingriffen“ jedoch nicht allein. Ganz abgesehen von Skalierungsartefakten haben wir auch bei anderen Herstellern in letzter Zeit vermehrt Muster gesehen, die im Originalbild nicht vorhanden sind, sondern die der MPEG4-Codec bei der Kompression „dazuerfindet“. Allerdings haben sahen wir einen derart markanten Eingriff bei der TM60 das erste mal.
Doch nun zu unseren üblichen Messergebnissen im Überblick....
Die Kamera zeigt einen fast noch guten, natürlichen Schärfeverlauf, der mit wenig künstlicher Nachschärfung arbeitet. Gegenüber dem Vorgängermodell SD/HS20 ein echter Quantensprung.
Luminanzauflösung
Das ISO-Testbild sieht auf den ersten Blick gut aus, jedoch filtert die Kamera an harten Kontrastkanten die Ecken weg. Die Ursache dieses Phänomens ist noch unklar.
ISO-Testbild
Bei der Farbauflösung zeigt sich die TM60 sehr sauber. Sie liefert eine gute Farbtrennung bis an die AVCHD-Systemgrenze.
Chrominanz-Auflösung
Ebenfalls äußerst bemerkenswert ist die geringe Verzeichnung des Objektivs, zumal es ja sogar einen passablen Weitwinkel vorweisen kann.
Objektiv-Verzeichnung
Bei der Farbwiedergabe hält sich die TM60 (ganz Panasonic-untypisch) dezent zurück. Wer es bunter mag, kann dies in der Kamera zusätzlich manuell nachjustieren.
1200Lux-Testbild
Auch hier gab es eine Überraschung: Selbst bei Schwachlicht liefert die Kamera trotz ihres kleinen Sensors ein ziemlich passables Bild ab. Sogar gegenüber der aktuellen Sony CX-350 Konkurrenz mit Exmor-R-Chip braucht sie sich nicht zu verstecken.
12Lux-Testbild
Und auch die Störgeräusche des integrierten Mikrofons sind gut gelungen. Geringes Rauschen bei wenig gefilterten Höhen. Das kann sich hören lassen.
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