Logo
///  >

Test : Panasonic AG-DVX200 4K-Camcorder

von Do, 12.November 2015 | 6 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Zielgruppe Indie-Filmer?
  Bildstabilisator und Bildkontrolle
  Formate und Speichermöglichkeiten
  Menüfunktionen
  Audio
  Aus dem Messlabor
  Farben und Low Light
  Fazit

Die Kamera erinnert bei der ersten Begegnung an ein Stück Kamera-Geschichte. Im Jahre 2002 stellte Panasonic die AG-DVX100 vor, die es seinerzeit in sich hatte. Sie war die erste Kamera deutlich unter 5.000 Dollar die 24p progressiv aufzeichnen konnte. Gegenüber dem üblichen ZeilensprungverfahrenZeilensprungverfahren im Glossar erklärt bedeutete dies erstmals nicht mehr an das Interlaced-Format des Fernsehens gefesselt zu sein. Die Sensorgröße der Kamera betrug nur 3 x 1/3-Zoll und es wurde maximal in SD mit 720 x 576 Pixeln aufgezeichnet. Dennoch waren die 24p schon Argument genug, um weltweit jede Menge Independent-Filmer für die Kamera zu begeistern. Nicht zuletzt war die AG-DVX100 gern gesehener Gast hinter den drehenden Milchglasscheiben diverser Super35mm-Adapter, um damit den Look des großen Kinos nachzuahmen.



Zielgruppe Indie-Filmer?



Der ähnliche Name der AG-DVX200 könnte nun 13 Jahre nach der AG-DVX100 wohl suggerieren, dass hier in irgendeiner Form ein Nachfolger für Independent -Filmer bereit steht. Doch die Zeiten haben sich grundlegend geändert. Denn ein Großteil der günstig produzierten Filme entstanden in den letzten Jahren mit DSLRs, also filmenden Fotoapparaten. Deren große Sensoren liegen in der Ästhetik sehr nahe an klassischem Super35 Filmmaterial. Hinzu kommt, dass man mit wechselbaren Foto-Objektiven ähnlich flexibel arbeiten kann, wie mit Cine-Primes aus dem Profilager. Durch ihre feste Optik und ihren Micro Four Thirds Sensor kann die DVX200 jedoch diese Vorteile nicht ins Spiel bringen.

Die Panasonic AG-DVX200



Darum dürfte diese Reinkarnation der AG-DVX100 diesmal nicht speziell für Independent Filmer interessant werden. Vielmehr ist die Zielgruppe jetzt die universelle One-Man-Show, die für jede Situation, von der Event-Veranstaltung bis zum inszenierten Hochzeitsfilm jederzeit schussbereit sein will. Die verbaute Leica-Optik deckt mit 12.8-167mm fast jeden denkbaren Anwendungsfall ab. Die Lichtstärke ist mit einer Anfangsbrennweite von F2.8 (bis 4.5) dagegen nicht unbedingt für extreme Nachtshots konzipiert. Dieses Metier liegt einer GH4 mit speziellen Festbrennweiten noch deutlich besser.

Dafür besitzt das Objektiv drei Ringe für BlendeBlende im Glossar erklärt, ZoomZoom im Glossar erklärt und Fokus. Dazu lässt es sich per integrierter Zoomwippe steuern. Und nicht nur das. Auch eine Fokus-Transition lässt sich programmieren und automatisch abfahren. Sozusagen ein virtueller Fokus-Puller.

All dies sind Features, die man als DSLR-Filmer so nicht in die Hand bekommt. Auch sonst strotzt die Außenhaut der Kamera vor professionellen Bedienelementen, die nur selten einen Weg ins Menü erfordern. Wie die klassischen Helnkelmänner des letzten Jahrzehnts ist die Panasonic AG-DVX200 darauf ausgelegt, sofort drehbereit zu sein. Das gilt auch für den “riglosen” Betrieb. Hier braucht man keine separaten Audioverstärker, Recorder oder Monitore. Wer es dennoch will: Für die Montage von Zubehör (beispielsweise eines externen Recorders) bieten sich die im Handgriff eingelassenen Gewinde an. Hier kann zwischen 4 Positionen (2 x 3/8”, 2 x 1/4”) gewählt werden.

Die Seitenelemente der Panasonic AG-DVX200



Auch ein ND-FilterND-Filter im Glossar erklärt ist wie der Bildstabilisator fest im , bzw. vor dem Objektiv integriert. Der ND-FilterND-Filter im Glossar erklärt ist übrigens dreistufig ausgelegt (1/64, 1/16, 1/4, sowie off) und bietet somit auch bei gleißendem Sommer-Sonnenschein genügend Reserven.

Bildstabilisator und Bildkontrolle / Formate und Speichermöglichkeiten


Panasonic AG-DVX200im Vergleich mit:

Strassenpreis: 4129 €
Markteinführung: November 2015
Sensorgrößen-Klasse:
Micro Four Thirds
Mount: Fixoptik
Fixoptik: 12,8-167mm 1:2,8-4,5 Ø72mm

Platz 1 Camcorder Bestenliste
Panasonic HC-X1000
Strassenpreis: 1889 €
Sensorgrößen-Klasse: 1/2,3 Zoll
Sony FDR-AX33
Strassenpreis: 619 €
1/2,3 Zoll

6 Seiten:
Einleitung / Zielgruppe Indie-Filmer?
Bildstabilisator und Bildkontrolle / Formate und Speichermöglichkeiten
Menüfunktionen / Audio
Aus dem Messlabor
Farben und Low Light
Fazit
    

[92 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
wolfgang    15:32 am 22.3.2016
Na dann nimm eine GH4 (oder warte auf den Nachfolger) und verpass der statt den üblichen Fotoobjektiven passende Videoobjektive. Solche, wo man die Blende stufenlos verstellen...weiterlesen
groover    14:55 am 22.3.2016
Jeder wie er will.... LG Ali
acrossthewire    14:51 am 22.3.2016
Für den Preis kannst du Dir ja ne Gopro 4 auf den Blitzschuh stecken und mitlaufen lassen. ;-)
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Weitere Artikel:


Test: Kinefinity Terra 4K Teil 2 - Handling und Features Do, 28.Dezember 2017
Die Ankündigung der Kinefinity Terra 4K kam überraschend, weil die Terra 5K noch gar nicht da ist. Wir konnten schon einen intensiven Blick auf das erste Terra 4K-Modell werfen, das in Deutschland zu Demozwecken verfügbar war…
Test: AG DOK Kameratest: Panasonic EVA1, Canon C200, RED Epic-W Helium, Ursa Mini Pro, Varicam LT, FS7, Terra 6K, GH5 Fr, 22.Dezember 2017
Die von uns geschätzte Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V. hat erneut einen Vergleichstest aktueller S35 Kameras in Angriff genommen, dessen Vorab-Kurzversion wir hier gerne veröffentlichen. Die ersten Ergebnisse zeigen die ETTR sowie ETTR-2, -4 und -6 Aufnahmen einer Studioszene mit Modell. Sie sollen Aufschluss über den Belichtungsspielraum und das Verhalten diverser Kameracodecs in der Postproduktion geben.
Test: Kinefinity Terra 4K Teil 1 - Bildqualität und Sensorverhalten Mo, 18.Dezember 2017
Die Kinefinity Terra 4K ist da und wie immer gibts schon mal erste Messwerte von uns bis wir einen längeren Test-Text für alles drumherum fertig haben.
Test: Canon EOS C200 review - skintones, Cinema RAW Light, Dual Pixel AF, handling and more Mi, 6.September 2017
This part of our Canon EOS C200 review covers the following hands-on topics: skintones and Canon Log 3, Dual Pixel AF and STM lenses, Cinema RAW Light Codec in 10 Bit 60p as well as exposure latitude compared to the Ursa Mini 4.6K, general handling and of course our conclusion.
Test: Canon C200 - Sensor-Test und erste RAW Cinema Light Erkenntnisse Fr, 18.August 2017
Test: Sony PXW-FS7 II Teil 2: Formate, Bildqualität und Fazit Fr, 4.August 2017
Test: Sony PXW-FS7 II Teil 1: Hardware, Bedienung und Kit-Optik SELP18110G Di, 18.Juli 2017
Test: Blackmagic URSA Mini Pro - Angekommen... Mi, 15.März 2017
Test: Kinefinity Terra 6K - Viel RAW für wenig Geld? Do, 23.Februar 2017
Test: Die Schärfe der Cine-Kameras von ARRI, Panasonic und RED Fr, 2.Dezember 2016
Test: Sony Alpha 6300 - Teil 1: Licht und Schatten Mo, 30.Mai 2016
Test: Im Schatten der URSA - Blackmagic Micro Cinema Camera Fr, 13.Mai 2016


[nach oben]


[nach oben]
















passende Forenbeiträge zum Thema
Cinema-Kamera:
Blitzadapter für Sony HVL-F56AM an Sony RX10
Messevideo: Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K: Ergonomie, Speedbooster, (ProRes) RAW uvm. // NAB 2018
Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K - mit vollem MFT Sensor und 13 Blendenstufen // NAB 2018
Firmware-Update für Canon EOS C200, C300 Mark II, C700, XF400/405 // NAB 2018
Neue Bilder der Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
Blackmagic Pocket Cinema Camera 4k
Live-Aufzeichnung mit Monstro, Helium, Scarlet-W und raven
mehr Beiträge zum Thema Cinema-Kamera




update am 26.April 2018 - 08:00
slashCAM
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*