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/// Test : Camcorder

Test : NIKON D90: Videorevolution mit Tücken
von rob Mi, 24.Dezember 2008 | 7 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Handling
  Allgemein
  Handling
  Film
  Sensorgrößen im Vergleich
  DOF
  Filmlook
  Videosamples
  Einstellungen für Video
  Lowlight, Auflösung
  Fazit

Handling / Film

1. Jede HD-Video-Cam - ganz gleich in welche Preisklasse man blickt - liegt für Filmaufnahmen besser in der Hand als die Nikon D90.
2. Kaum eine HD-Video-Cam - ganz gleich in welche Preisklasse man blickt - macht derzeit mehr Spass als die Nikon D90 - manuelle Schärfe lässt grüßen.

OK, ziemlich geschmacklerische Aussagen ... Zugegeben lässt sich Punkt 1 einfacher mit Fakten belegen als Punkt 2 ... Starten wir einen Erklärungsversuch. Zunächst zu Punkt 1: SLRs sind dafür ausgelegt, nahe am Auge mit Blick durch das Okkular bedient zu werden. Eine Zoomwippe für gleichmässige, langsame Zooms ist hier nicht von Nöten, genauso wenig wie eine Handschlaufe,welche die Kamera nochmals besser stabilisiert und die Zoom-Bedienung vereinfacht (auch wenn Handschlaufen als Accessoir für DSLRs erhältlich sind) Bei HD-Cams im Prosumer-Bereich hat das links (!) ausklappbare TFT-Display in vielen Fällen die Aufgabe des Okkulars übernommen - ganz gleich, ob man dies nun gut findet oder nicht (Schultercams ausgenommen). Die Kombination Handschlaufe, ausklappbarer, verstellbarer TFT-Display verlagert die HD-FilmCam von der Körpermitte leicht nach rechts, der Arm muss weniger geneigt werden und die Cam lässt sich leichter über einen längeren Zeitraum halbwegs verwacklungsfrei operieren. Und wer es mit seiner Bildkontrolle genau nimmt, der nutzt den Sucher während des Filmens - fertig. Der Bildausschnitt der Nikon D90 im Videomodus hingegen kann nur über das große TFT-Display auf der Rückseite kontrolliert werden, das sich weder schwenken noch neigen lässt: Sucher = Fehlanzeige - eine Handschlaufe fehlt ebenfalls. Der Record-Button ist der OK-Button in der Mitte des Multifunktionswählers - nicht der Auslösebutton für Fotos.

Wollte man die Ergonomie der Nikon D90 vom Fotoapparat hin zur Videokamera verlagern, so wären das Display, der Auslöser und ein während der Aufnahme aktiver Sucher die entscheidenden Ansatzpunkte: Display: schwenk- und kippbar. Auslöser: der gleiche wie für Fotos oder zumindest in dessen Nähe. Sucher: Aktiv während der Aufnahme und S/W schaltbar inkl. Zebra-Einblendung. Wer also über die Nikon D90 als frei-hand Cam nachdenkt, sollte sich dieser ergonomischen Einschränkungen bewußt sein. (Am Besten man schaut sich die hier aufgelisteten Videobeispiele von Nikon D90 Filmern einmal genauer an und überlegt, ob diese Art von Clips das richtige FormatFormat im Glossar erklärt für die eigenen Bedürfnisse darstellt - s. dazu auch das Kapitel "Videos mit der D90"). Einzige gut kontrollierbare Frei-Hand-Alternative scheinen derzeit die DSLR-Video-Riggs zu sein, die jedoch ihren Preis haben - dafür jedoch Schulterbedienung inkl. Option eines externen, schwenkbarem Monitors bieten.

Kommen wir zu Punkt 2: Kaum eine HD-Video-Cam - ganz gleich in welcher Preisklasse man schaut - macht derzeit mehr Spass als die Nikon D90:

Genau - weil es total egal ist, ob sie als Familien- oder Urlaubs-Cam taugt (kommt immer noch sehr auf die Definition von Urlaubs/Familien-Film an): Hej (!), die Kamera macht großartige Fotos und bietet zusätzlich 24 Bilder pro Sekunde 720p Filmlook OHNE DASS ICH EINEN 35MM KONVERTER FÜR 6000,- EURO ANSCHLIESSEN MUSS ! Inklusive Wobble-Shutter, verminderter Schärfe und 5Min max. Aufnahmedauer (max. 2GB) in MJPEG: Alles total egal für unter 1000,- Euro. Es ist also wie so häufig eine Frage der Perspektive oder dessen, worauf man für das eigene Filmprojekt wert legt: Einfache Bedienung mit einem scharfen dafür jedoch relativ flachen Videobild oder eine etwas umständliche Bedienung mit wunderbar gestaffelter Schärfe - je nach gewählter Optik und Blende. Wir geben eindeutig dem filmischen Bild den Vorzug (und ja, die Nikon D90 hätte genauso gut slashCAM- Camcorder des Jahres 2008 in der 1000,- Euro Kategorie werden können). Gründe dafür gäbe es genügend.

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siehe auch:

Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken Mi, 24.Dezember 2008
Test: Magix Video Pro X – Aufsteiger oder Aufschneider? Di, 23.Dezember 2008
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