Mit ihrem 16:9 Format ist die Leica natürlich besonders interessant für den Videographen. Die Leica bietet mehrere Videoaufzeichnungsmodi, von denen wir die beiden größten ausprobiert und hier zum Download zur Verfügung gestellt haben: Echte HD Auflösung mit 1280x720 Pixeln, jedoch nur 15 Bilder/Sekunde und, ebenfalls im 16:9 Format, mit 848x480 Pixeln bei 30 Bilder/Sekunde. Die beste Bildqualität bringt erstaunlicher Weise das HD-Format. Allerdings bleibt die Bildqualität des Videos was Schärfe und Abbildungsleistung anbelangt etwas hinter der Canon zurück. Ausschlaggebend hierfür dürfte die geringere Datenrate der Clips sein. Die 1280x720 großen HD-Clips der Leica werden mit dem qualitativ hochwertigen Photo-JPEG Codec von Quicktime komprimiert, jedoch nur mit einer Datenrate von 12-13 Mbit/s. Die Canon hingegen zeichnet ihre Clips mit maximalen 640x480 mit 16Mbit/s unter Verwendung des Open DML JPEG -Codecs auf. Dass eine so zierliche Point&Shoot wie die Leica solch großformatige Videos zu Stande bringt, ist dennoch eine kleine Sensation, auch wenn die Bildqualität noch besser sein könnte. Ganz gleich ob man sich für die Photographie oder für das bewegte Bild der Leica entscheidet – ihr großformatiges 16:9 Bild stellt eine hervorragende Ergänzung für den HD-Kameramann dar. Der Photo-JPEG Codec unterstreicht die Nähe zum professionellen Schnitt – stellt dieser Codec doch den offiziellen Offline-Codec von Final Cut Pro dar. 15 Bilder/Sekunde sind sicherlich eher suboptimal für schnelle Bewegungsauflösung – doch für Szenen mit geringer Bewegungsdynamik völlig ausreichend. Auf eine höhere Bildrate darf in kommenden Modellen spekuliert werden ...
Die Leica ist die leiseste Cam unseres Dreiergespanns. Das bedeutet nicht, dass sie lautlos ist – aber sie ist nahe dran. Sowohl das Ausfahren des Tubus als auch das Fokussieren gehen bei ihr am diskretesten vonstatten. Theatertauglich dürfte sie damit gerade so sein.
Fazit
Die Leica stellt eine Cam dar, die sich kaum echte Schwächen leistet. Qualitativ hervorragendes Zoom-Objektiv für die Klasse, RAW-Option und das faszinierende 16:9 Format bei vollen 10 MP machen diese Kompaktkamera zu einer hochwertigen Immer-Dabei-CAM – vor allem auch für Videographen. Restlos glücklich würde man mit einem arretierbaren An/Aus-Schalter und mehr Bedienung per Drehrad statt Joystick werden – letzteres ist jedoch Geschmackssache. Alles in allem eine hervorragende Kompaktkamera mit sehr guter Bildqualität Dank RAW-Formats.
Test: Canon EOS 5D Mark III Mo, 14.Mai 2012 Wir hatten die Gelegenheit, die Canon EOS 5D Mark III durch unsere Testparcours zu schicken: Testlabor, Tageslichtaufnahmen, Nachtaufnahmen – wir haben die Bildprofile der Canon EOS 5D Mark III in der Übersicht haben uns die neuen Video- und Audiofunktionen genauer angeschaut. Ist die Canon EOS 5D Mark III nun ein würdiger Nachfolger für die in Sachen Video epochale Canon EOS 5D Mark II oder nicht?
Test: Canon EOS 5D Mark III ALL-I (I-Frame only) vs IPB (Interframe) Fr, 6.April 2012 Um die Zeit zu unserem umfassenden Canon EOS 5D Mark III Test etwas zu verkürzen, veröffentlichen wir hier schonmal unsere ersten Erfahrungen mit der I-Frame only (Intraframe) Variante im Vergleich zur IPB (Interframe) Aufzeichnung des H.264 Codecs der Canon EOS 5D Mark III ...
Test: Sachtler Ace Stativsystem So, 1.April 2012 Das zur IBC 2011 von Sachtler neu vorgestellte ACE Stativsystem war lange Zeit schwer zu erhalten. Produktions- und nachfragebedingt hat sich das ACE recht rar gemacht. Hat sich das Warten auf den ACE Stativkopf gelohnt und kann Sachtler seinem Ruf als exzellenter Profisystem-Hersteller auch im Einstiegssegment gerecht werden?