Seit gut zwei Jahren mischen in den USA kleine Geräte namens Flip den Camcordermarkt auf. Sie erinnern von der Bauform eher an ein Handy, allerdings läßt sich mit ihnen nicht telefonieren, dafür aber (mittlerweile) hochauflösendes Video aufzeichnen. Sie richten sich an Gelegenheitsfilmer, die ihre Kamera immer dabei haben, und mit keinerlei Extras oder Einstellungsmöglichkeiten behelligt werden möchten. Seit letztem Herbst werden die kleinen Flips auch international vertrieben, auch sind eine Reihe konkurrierender, ähnlich einfacher Modelle erschienen. Wie dieser kleinen Übersichtstabelle zu entnehmen, unterscheiden sich die Taschen-Videokameras nur in Details. Aufzeichnen tun sie alle in MP4/H.264, allerdings bislang nur einige in FullHD-Auflösung. Meist (aber nicht immer) landen die Videos auf einer Speicherkarte. Bei manchen Kameras ist das Display etwas größer, eine andere punktet mit einem externen Mikrofonanschluss.
Während die Pocket-Camcorder ob ihrer einfachen Handhabung in manchen Kreisen regelrecht gehypt werden (allen voran die Flips), sehen wir doch einige Nachteile, die unserer Meinung nach zu selten angesprochen werden. Zum einen wäre da der Fix Fokus, den fast alle Kameras in dieser Klasse vorweisen. Was für manche wie ein Vorteil aussehen mag, nämlich daß kein Autofokus pumpen oder zu langsam sein kann, die Kamera somit immer sofort aufzeichnungsbereit ist, führt tatsächlich dazu, daß praktisch niemals etwas wirklich scharf ist im Bild. Zweitens: der Rolling Shutter -- anders als bei den teureren und größeren Modellen, findet hier praktisch keine Korrektur dieses Bildfehlers statt, der bei Bewegung die Vertikalen zum kippen bringt, und dadurch ein waberndes Bild produziert. Und drittens wäre da noch der Punkt mit den fehlenden Einstellungsmöglichkeiten, der wie gesagt gerne als „einfache Bedienung“ bezeichnet wird; für uns stellt sich das eher als eine fehlende Bedienung dar.
Wir werden dennoch versuchen, nach und nach ein Auge all die kleinen Pocketcamcorder zu werfen, wobei an dieser Stelle wieder einmal klar vorauszuschicken wäre, daß wir (und viele unserer Stammleser) nicht gerade zur Zielgruppe eines solchen Geräts gehören, kann doch eine Kamera in unseren Augen beispielsweise überhaupt nie genug Einstellungsknöpfe haben. Dennoch sind wir neugierig, wie es eigentlich um die Bildqualität solcher Pocket-Camcorder bestellt ist. Los geht es also mit der Kodak Zi8 (schon seit längerem erhältlich), in Kürze folgt ein Test der Sony PM5 (Bloggie).
Ich besitze die Zi8 bereits seit 3 Monaten und finde das kleine Ding gemessen am Preis sensationell. Für professionelle Aufnahmen natürlich weniger ge...weiterlesen
Replay 19:49 22.03.
Das Beispielbild ist interessant. Belaubte Bäume und Ausflugsdampfer auf dem Fluß schon Mitte März? ;)
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