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/// Test : Videoschnitt

Test : Edius Neo Booster 2.5
von rudi Di, 5.Januar 2010 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen   


Oberfläche
Die Unterschiede
Formate
Vorschau
Filter und Effekte
Export
Fazit



Mit rund 200 Euro kostet Edius Neo Booster deutlich mehr als andere Schnittprogramme der Einsteigerliga (z.B. Premiere Elements, Video-Deluxe oder Movie Studio). Gegenüber diesen Programmen sieht der Funktionsumfang dazu auf dem Papier relativ mager aus. Denn während die Konkurrenz auf unzählige Features setzt, bleibt Edius Neo Purist. Dieses Programm will einfach „nur“ Schnittprogramm sein. Doch im Gegenzug bekommt man hier an essenziellen Features für sein Geld einzigartiges..

Oberfläche

Die Oberfläche orientiert sich ganz an den professionellen Klassikern und hat sich gegenüber der letzten Version wenig verändert. D.h. ein Fenster zur Clip-Auswahl und zum TrimmenTrimmen im Glossar erklärt, ein weiteres Fenster zur Vorschau der TimelineTimeline im Glossar erklärt, bzw. des aktuellen Projektes. Wer sich auf seinen Schnitt konzentrieren will, kann hier nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gleich loslegen. Das Layout der einzelnen Fenster lässt sich frei anpassen und auch abspeichern.

Die Oberfläche ist für die klassischen Schnittaufgaben optimiert.



Die Unterschiede

Gegenüber der großen Version von Edius sind die Einschränkungen von Edius Neo für viele Anwender größtenteils kaum von Belang. So sind die Audio-Kanäle sind nicht frei zuweisbar, sondern es gibt nur Stereo Ausgabe. Es gibt keinen Mehrkamera-Schnittmodus, keinen Audio Live-Mischer und auch kein Waveform/Vektorskop. Der Title Motion Pro TitelerTiteler im Glossar erklärt ist nicht dabei und kann auch nicht nachgerüstet werden. Dafür finden sich nun 3D GPU-Echtzeiteffekte unter den Filtern und es werden sogar die Vollversionen von ProDAD Mercalli Expert und ProDAD Vitascene mitgeliefert. Auch der neue Layouter ist nun über Keyframes animierbar, wodurch schnelle 2D-PiP-Effekte möglich werden. 3D-Verzerrungen und Bilddrehungen sind hiermit allerdings nicht möglich.

Der Layouter ist animierbar und erlaubt schnelle 2D-Picture-in-Picture-Effekte.



Formate

Edius Neo unterstützt keine Profi-Formate wie P2 und XDCAM(EX). AVCHDAVCHD im Glossar erklärt und (H)DV machen dagegen keinerlei Probleme. Wobei letzteres eigentlich sehr untertrieben formuliert ist. Auf einem nicht mehr sehr taufrischen Intel Quad-Core Qx6700 mit 3GB Ram konnte Edius Neo einen AVCHD-Clip mit voller Bildrate mit einer sekundären FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt ruckelfrei wiedergeben. Das schaffte bisher kein anderes uns bekanntes Videoschnittprogramm. Bei HDV-Material steigt die Echtzeit-Leistung noch weiter an. Selbst zwei komplex farbkorrigierte HDV-Videströme mit einer ÜberblendungÜberblendung im Glossar erklärt und einem Titel darüber ließen sich auf unserem Testrechner bei voller Bildrate ohne Pufferleerlauf abspielen. Mit AVCHDAVCHD im Glossar erklärt kam das System hierbei etwas ins Stottern, legte jedoch noch immer eine beeindruckende Performance hin. Wie es aussieht sind die Zeiten des Transcodierens für Edius Neo Anwender hiermit endgültig vorbei.
Schade ist allerdings, dass Edius nicht die MP4-Files von modernen DSLRs wie der Canon EOS 7D beschleunigt. Der Import funktioniert zwar, jedoch ruckelt es bei der Wiedergabe deutlich. Hier könnte Grass Valley in der nächsten Version viele Freunde gewinnen, wenn man mit AVCHD-Performance auch DSLR-Files ohne TranscodingTranscoding im Glossar erklärt schneiden könnte.


Vorschau

Während die Konkurrenz es ermöglicht, unter allen Windows-Versionen einen zweiten PC-Monitor zur Vorschau zu nutzen, gelang uns dies mit Edius Neo nicht mehr. Die „Schuld“ liegt dabei nicht aber nicht bei Grass Valley alleine, denn grundsätzlich funktioniert dies nach wie vor mit nVidida-Karten, die den Video FullScreen Mirror-Modus unterstützen. Leider hat Nvidia diesen Modus aus seinen Vista und Windows 7 Treibern (angeblich nach Aufforderung durch Microsoft) entfernt, weshalb dieser Weg nun nur noch Windows XP-Anwendern offen steht. Laut einigen Foren im Netz funktioniert das ganze unter Vista und Windows 7 immer noch mit ATI-Grafikkarten im Theatre-Mode, jedoch konnten wir dies mangels Testkarte nicht verifizieren.

Wer eine Echtzeit-HD-Vorschau wünscht, muss daher zur HDSpark-Karte greifen, die mit ca.300 Euro extra zu Buche schlägt. (Im Bundle mit Edius Neo Booster kann man diese online ungefähr für 450 Euro finden). Gegenüber einer Vorschau über die Grafikkarte gibt es dann jedoch auch vier Vorteile: Erstens steht hier ein immer synchroner Chinch Stereo-Audio-Ausgang zusätzlich breit.
Zweitens kann sich Edius Neo dann über die zwei Monitore an der Grafikkarte mit seiner Oberfläche richtig schön breit machen. Drittens wird der Monitor auch garantiert mit den meist gewünschten 50Hz angesprochen, was bei Grafikkarten oft nur mit etwas Frickelei klappt. [UPDATE]: Und nicht zuletzt stellt Grass Valley mit dem Video Output Plug-inPlug-in im Glossar erklärt Pack für die HDSpark auch noch Ausgabe-Möglichkeiten zur PreviewPreview im Glossar erklärt aus anderen Programmen wie After Effects oder Photoshop bereit.


Filter und Effekte

Die gebotenen Effekte sind elementar und für viele Anwendungsfälle völlig ausreichend. Selbst der kleine integrierte Quicktiteler kann eigentlich schon alles, was man von einem soliden Titeling-Filter erwarten darf.

Der Quicktiteler reicht eigentlich schon für alle Standard-Fälle.



Die FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt (primär und(!!) sekundär) ist für ein Editing-System erste Sahne und auch die übrigen Filter bieten mit Weich- und Scharfzeichner sowie diversen Verfremdungs-Looks solide Möglichkeiten. Gegenüber anderen Schnittprogrammen laufen die meisten Effekte dabei in voller Qualität und in Echtzeit, selbst wenn man mehrere Filter kombiniert.

Die FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt (komischerweise WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt genannt) erlaubt eine sekundäre Auswahl und lässt kaum Wünsche offen.




Export

Bei der Ausgabe stehen viele gängigen Formate und Templates zur Verfügung, die Grass Valley mit gewohnt hoher Codec-Qualität auf die Platte bannt.

Neo bietet satte Exportmöglichkeiten.



Dazu können mit rudimentären Authoring-Tools auch DVDs und Blu-ray Discs gebrannt werden. Die mitgelieferten Vorlagen sind dabei aber eher als schlicht einzustufen. AVCHD-DVDs können nicht erstellt werden.

Die Vorlagen für das Autoring sind dafür nicht immer künstlerisch gelungen.




Fazit

Edius Neo Booster 2.5 ist DAS (!!) AVCHD-Editing-Programm. Wer ohne TranscodingTranscoding im Glossar erklärt schneiden will, findet nirgendwo ein bessere Schnittumgebung für weniger Geld. Mit besser meinen wir in diesem Fall bodenständiges TrimmenTrimmen im Glossar erklärt mit sehr angenehmer Scubbing-Performance ohne viel Firlefanz drumherum. Die Effektauswahl reicht dabei für normale Schnittprojekte locker aus, die Farbkorrektur-Möglichkeiten schlagen dabei sogar manch teureres Schnittprogramm. Größtes Manko ist unserer Meinung nach das Fehlen einer günstigen FullScreen-Preview.


  

[8 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
rudi   12:05   05.01.
DV_Chris hat folgendes geschrieben: BITTE KORRIGIEREN:

Zusätzliche Ausgabe-Möglichkeiten zur Preview (z.B aus After Effects o...weiterlesen
frm   23:08   04.01.
www. digitalschnitt.de
Imperator74   21:03   04.01.
Hallo,

wo kann man das Programm beziehen ? Ich habe schon bei Amazon geschaut und bei geizhals, aber ich bin mir nicht sicher, ob das...weiterlesen
DV_Chris   13:32   03.01.
NEEL hat folgendes geschrieben: Kurze Verständnisfrage:
Ist Neo Booster 2.5 mit besseren Features für den AVCHD-Schnitt ausgerüstet al...weiterlesen
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update am 9.Februar 2012 - 15:00
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