Mit einer Länge von 20cm und einem Gewicht von gut 200g ist das MCE72 für kleinere Camcorder überdimensioniert. Größtes Problem ist der Sucher, der bei kleineren Geräten überragt und damit unzugänglich wird. Erst Kameras wie Sonys VX2100 oder Canons XM2 ermöglichen einen sinnvollen Einsatz. Zur Befestigung verwendet Beyerdynamic den Blitzschuhadapter EA86, der der ´Cam`-Version beiliegt. Er lässt sich auf jedem Zubehörschuh befestigen, leider gibt es keine Kontermutter zum festziehen. Eine zusätzliche Gewindestange, die dem Set ebenfalls beiliegt, macht das Mikrofon zwar nochmals um 25mm höher, lässt sich aber dafür stabiler anbringen. Auch normale Mikrofonklammern lassen sich damit befestigen. Für den Audio-Anschluss gibt es ein Adapterkabel, das die 5-polige XLR-Buchse in eine Stereo Mini-Klinke wandelt. Eine Anpassung der Basisbreite gibt es nicht, der Aufnahmewinkel beträgt fest etwa 140 Euro. Beim ersten Test fielen sofort immense Griffgeräusche auf, auf der Suche nach der Ursache stießen wir schnell auf die fehlende Kontermutter. Der Zubehörschuh hatte etwas zu viel Spiel, erst ein zusätzlicher Streifen Tesafilm brachte Abhilfe. Alternativ lässt sich natürlich der zusätzliche Adapter verwenden, was aber nicht bei jedem Camcorder nötig ist: Bei zwei anderen Test-Modellen passte der Zubehörschuh von Anfang an perfekt. Klanglich zeigt das MCE72 dafür den anderen wo es langgeht: Klar, brillant, rauschfrei und mit reichlich Dampf sorgte es für die besten Atmo-Aufnahmen im Test. Die Stereowirkung ist für die meisten Situationen passend, zusätzlich erlaubt das MCE72 noch einen Trick: Kommt der Ton von leicht unterhalb oder leicht oberhalb des Camcoders, lässt sich das Mikro auch um 90 Euro drehen. Die nicht benutzte Richtung kann im Schnitt dann weggelassen werden. Etwas ungewöhnlich für ein Mikrofon der Audio-Branche: Das MCE72 besitzt keinen LowCut, auch hier muss der Camcorder aushelfen.
Fazit
Externe Mikrofone bringen Atmo-Aufnahmen qualitativ hochwertig auf´s Band. Wie weit man den Aufwand dafür treiben will, muss allerdings jeder selbst entscheiden: Die Zubehörschuhmikros der Hersteller sind einfach und schnell einsatzbereit, keine Batteriekontrolle, keine Verkabelung, einfach aufstecken und fertig. Dabei bringt das VM3H besonders im Zusammenspiel mit den kleinen Drei-Chippern viel. Das Abdecken durch die linke Hand kann damit nicht passieren, auch wenn der Grundklang noch nicht perfekt ist. Klanglich besser ist das DM-50 von Canon, bei ähnlich einfacher Handhabung. Das MCE72 CAM von Beyerdynamic ist recht aufwendig zu bedienen. Batteriekontrolle, Verkabelung und Überprüfen der Griffgeräusche gehört vor dem Einsatz zur Pflicht. Wer dazu bereit ist, erhält damit die qualitativ beste, aber mit 270 Euro auch teuerste Lösung.
ne das teil ist schon richtig produziert...
im EA 86 steckt ein übergangsgewinde für kleinere stativgewinde. wenn das entfernt wird dann pass...weiterlesen
elvis21 (unregistered) 19:50 05.10.
Ich habe das Beyerdynamic MCE 72 CAM gerade erworben, habe aber das Problem, dass mein Gewinde nicht in das Loch an der Unterseite des Hot-Shoe-Adapte...weiterlesen
(unregistered) 16:10 30.07.
Ist das wirklich das Panasonicmikro VW-VMH3E? Auf Panasonic de sieht das ganz anders aus. Sieht eher wie ein VW-VMS2E aus.
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