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Test : Blackmagic Cinema Camera - Teil 3: Die Schattenseiten und unser Fazit

von Mo, 26.November 2012 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Black Dots
  Rolling Shutter
  Sensorgröße und Crop-Faktor
  Der integrierte Akku
  Frameraten
  Die übrigen Mängel...
  Fazit



Die übrigen Mängel...



...haben wir ja schon in den vorherigen Teilen angesprochen. Dies sind stichwortartig nochmal:

- Kein integrierter ND-Filter
- Kein HDMIHDMI im Glossar erklärt Output für günstige Preview-Möglichkeiten.
- Display etwas dunkel
- Keine Audiopegel anzeigbar
- Lüfter sehr deutlich hörbar.

Grundsätzlich lässt sich zu den genannten negativen Punkten sagen, dass sich ein Großteil der Problemstellen an der Kamera mit externen Lösungen ausbessern lässt. Mal günstiger und mal teurer, natürlich besonders abhängig davon, was dem Kameramann beim Dreh überhaupt wichtig ist. Und das führt uns direkt zu unserem vorläufigen Fazit zur Blackmagic Cinema Camera (denn wahrscheinlich dürfte dies nicht unser letztes sein)...




Fazit



Unsere erste Einschätzung zur Kamera vor rund 7 Monaten hat sich mehr als erfüllt. Die Kamera bedeutet -trotz der schon im Vorfeld bekannten Schattenseiten- schlichtweg eine Revolution.

Blackmagic hat als einziger Hersteller verstanden, was DSLRs so spannend für Filmer mit wenig Budget gemacht hat und diese Ideen in die richtige Richtung weiterentwickelt. Andrew Reid sagte sehr treffend in einem Tweet, dass Blackmagic mit dieser Kamera im Filmbereich nun vollbringt, was Apple zu seinen Gründerzeiten im Computerbereich geleistet hat: Eine Geräteklasse, die eigentlich für die Industrie gedacht war, jedermann zugänglich zu machen. Und tatsächlich könnte der Name für die Kamera nicht besser gewählt sein: Wer einen Spielfilm produzieren will, kann dies nun mit der Cinema Camera einfach tun, ohne zu einer RED oder einer Arri greifen zu müssen (oder sich mit DSLR-Flickschusterei und 8-Bit-Codecs herumzuärgern).

Die Black Magic Cinema Camera ist ein mutiger Glücksfall, den unsere Branche vielleicht einmal in 10 Jahren erlebt. Eine 2,5K Kamera mit echtem RAW-Workflow gab es bisher auch nicht für sehr viel mehr Geld zu kaufen, obwohl viele Anwender danach riefen. Was Blackmagic dazu noch oben drauf packt, ist schlicht atemberaubend.

Wenn sich die Lieferprobleme bei Blackmagic (hoffentlich) in den nächsten Wochen auflösen, werden sich die übrigen Kamera-Hersteller nun wirklich ernsthafte Gedanken machen müssen, welche Modelle sie denn in Zukunft gegen diese Kamera stellen wollen. Denn die BMCC wird in kurzer Zeit ein Marktsegment dominieren, das sich vor einem Jahr sämtliche Systemkamera-Konkurrenten unter sich aufgeteilt haben. Das Konzept einer 8 BitBit im Glossar erklärt Canon C100/C300 wirkt jetzt gegenüber der Black Magic Cinema Camera ebenso spielzeughaft wie eine Sony NEX-FS100. Beide Firmen haben zwar sicherlich bessere und größere 2K/4K-Sensoren, jedoch zeigt Blackmagic, dass eine hohe Dynamik mit 10 BitBit im Glossar erklärt oder RAW-Aufnahme weitaus mehr cineastische Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Sony kann hier immerhin noch mit 50/60p-Slow-Motion und Rolling-Shutter-Korrektur ein paar Vorteile im selben Preissegment verbuchen.

Das Bild der Kamera fühlt sich nach dem Dreh einfach so "richtig" an. Clean mit feinsten Verläufen, nirgendwo ein sichtbares Artefakt oder Codec-Matsch. Betrachtet man danach wieder sein AVCHDAVCHD im Glossar erklärt und DSLR-Material, so sieht man dort plötzlich sämtliche Unzulänglichkeiten sehr deutlich. Und dies ist auch gleichzeitig das wirklich Gefährliche an der Blackmagic Cinema Camera. Wer so ein Bild gesehen hat, will nicht mehr zurück. Einen ähnlichen Effekt kennt man von Filmemachern, die einmal mit einer Alexa oder RED gefilmt hatten.

Genial ist dabei auch der Schachzug, noch DaVinci Resolve mit ins Paket zu werfen. Denn das sorgt einerseits für die notwendige Verbreitung, was das Programm auch für die weitere Zukunft als DEN Standard im Bereich Farbkorrektur/Finishing festklopfen wird. Und andererseits dürfte es weiteren Preisdruck auf Konkurrenten ausüben, die vergleichbare Kameras wohl weiterhin ohne 1.000 Euro Color Grading Suite ausliefern werden.

Wir denken, dass deshalb in den japanischen Entwicklungs- und Marketing-Abteilungen spätestens jetzt der Entwicklungsdruck stark zunehmen wird und das wird wiederum doch ein sehr spannendes Jahr 2013 bedeuten. Denn sobald man die Kamera flächendeckend kaufen kann, ist sie bis auf weiteres schlichtweg konkurrenzlos (günstig). Um nur annähernd ähnliche Funktionen zur digitalen Filmgestaltung bei anderen Firmen einzukaufen, muss man momentan noch deutlich über 10.000 Euro für den Einstieg rechnen (z.B. Sonys F3 für 10 Bit-LOG oder REDs Scarlet für RAW). Da wirken die geforderten 3.000 Euro inkl. MwSt (!!) schon fast wie ein Scherz. Ist aber wirklich keiner und der Konsument ist hier mal wirklich der lachende Dritte. Und das fühlt sich irgendwie gut und richtig an.


Artikel-Inhaltsverzeichnis:
Einleitung / Black Dots
Rolling Shutter / Sensorgröße und Crop-Faktor
Der integrierte Akku / Frameraten
Die übrigen Mängel... / Fazit
    

[88 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
ennui   19:03   29.08.
Thumbs up.
Panamatom   18:54   29.08.
Weils lustig ist? Galgenhumor halt.
WoWu   18:38   29.08.
Gegenfrage: wozu solche "Fixings" ?
Panamatom   18:33   29.08.
Baaah. Wozu eigentlich Ironietags ...
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