Obwohl der UT-Codec eine beeindruckende Decoding-Geschwindigkeit an den Tag legt, sind die aktuellen AVCHD-Engines von Premiere und Vegas mittlerweile mindestens ebenso leistungsfähig. Und nicht nur das: Da auch die Prozessorauslastung tendenziell beim UT-Codec sogar noch einen Tick höher liegt, gewinnt man auch nicht mehr Leistung für Echtzeit-Effekte, was ja eigentlich der Vorteil dieses Codecs sein sollte. Gegen den Codec sprechen außerdem die enormen Speicherplatzanforderungen der erzeugten Clips. Was auf der Haben-Seite bleibt: Der Codec liefert ein besseres Scrubbing-Gefühl und stellt auf jeden Fall eine sinnvolle Erweiterung für alle Schnittsysteme dar, die keine optimierten HDV/AVCHD-Engines einsetzen. Als Intermediate-Codec für DSLR-Clips ist der UT-Codec dazu in fast jedem Schnittsystem interessant. Und nicht zuletzt bleibt natürlich die schöne Option aus anderen Applikationen verlustfrei mit Alpha-Kanal exportieren zu können, ohne dass die erzeugten Clips dann auf der Timeline sonderlich bremsen.
Erfahrungsberichte: RAID 0 Ersatz für Arme – Ein Gedankenspiel aus dem slashCAM-Labor Mi, 12.September 2007 Wer heute mit wenig- oder unkompromierten HD-Clips arbeiten will, benötigt mindestens ein RAID 0-Array um auf Datenraten von 80 MB/s oder mehr zu kommen. Wir hatten da eine Idee, wie man in Zeiten von Dual und Quad-Core Prozessoren vielleicht auch mit einer Festplatte bequem arbeiten könnte...
Editorials: Hochauflösend in die Zukunft: HDV Mo, 17.Januar 2005 Mit der IBC kam die Katze aus dem Sack gesprungen: Sony hat letztes Jahr den ersten Consumer-HDV-Camcorder auf den europäischen Markt gebracht. Wir zeigen, wohin die HD-Reise geht und was die wirklichen Stärken und Schwächen des neuen Formats sind.