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/// Ratgeber : Sonstige

Ratgeber : Produkte des Jahres 2009
von slashCAM Fr, 11.Dezember 2009 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen


Camcorder
DSLRs mit Videofunktionen
Schnittprogramme
Schnittkarte des Jahres
Compositing
Und 2010?



Auch dieses Jahr küren wir in der Vorweihnachtszeit mal wieder einige Produkte, die uns im Jahr 2009 beim Testen durch Innovation oder einfach nur gelungenes Gesamtkonzept positiv aufgefallen sind. Kurz gehalten präsentieren wir euch unsere Favoriten 2009 - Vorhang auf...


Camcorder

Gegenüber dem Vorjahr hat sich an unserer Einschätzung wenig geändert: Nachdem sich AVCHDAVCHD im Glossar erklärt nun grundsätzlich bewährt hat (und auch im Profi-Bereich ankommtt) schätzen auch wir die Vorzüge des (mittlerweile endlich funktionierenden) rein digitalen Workflows. Ein Trend hat sich dabei weiter verstärkt: Wenn bandlos, dann Flash. Da in den meisten Fällen ein PC in greifbarer Nähe ist (zur Not auch gerne ein Netbook) lassen sich Clips auch unterwegs schnell durch einfaches kopieren ablegen. Eine 8 GB-Karte reicht in den meisten Fällen schon für eine Stunde AVCHD-Video. Diese Begrenzung zwingt gleichzeitig pragmatisch zur Archivierung. Ansonsten verlässt man sich doch allzu leicht auf die Sicherheit der eingebauten Festplatte, wodurch im Falle eines Crashs meist alle Daten verloren gehen. Außerdem spart wechselbarer Flash-Speicher den doch meist happigen Aufpreis für integrierten Speicher.


Panasonic HDC-SD300



Von allen neu vorgestellten Camcordern 2009 gefiel uns die Panasonic HDC-SD300 am besten. Keine andere Kamera bietet in dieser Preisklasse derart brauchbare manuelle Kontrolle. Die Bildschärfe ist Spitzenklasse und dank der verbauten 2MPixel-Chips auch ohne Aliasing-Fehler. (Einen Tick schärfer ist momentan nur JVC mit der GZ-HM400 ). Gegenüber ihren bauähnlichen Schwestern HS300 und TM350, glänzt die SD300 dabei mit einem besonders guten Preis-Leistungsverhältnis, da kein Speicher fest verbaut ist. Auch die Anschlüsse sind Standesgemäß und es wurde sogar noch ein Sucher integriert. Die Schwachstellen sind der geringe Weitwinkel, das etwas unscharfe Display sowie das mittelmäßige Low-Light-Verhalten. Bei den beiden letzten Punkte leistet Sony mit der XR-Serie etwas mehr.


DSLRs mit Videofunktionen

In diesem Jahr ist für uns ein Traum in Erfüllung gegangen: Dank den Videomöglichkeiten digitaler Spiegelreflexkameras, kann man erstmals ohne 35mm-Adapter mit einer Tiefenschärfe filmen, die echtes Kinofeeling ermöglicht. Die Technik steht dabei noch ganz am Anfang und die meisten Modelle vereinen noch sehr umständliche Bedienung mit anderen Kinderkrankheiten wie schlechte Codecs oder miese Audio-Möglichkeiten.

Canon EOS 7D



Wer jetzt schon einsteigen will, findet bei der Canon 7D die rundeste aller Video-DSLRs. Die manuellen Möglichkeiten beim Filmen sind zumindest ausreichend, der CodecCodec im Glossar erklärt limitiert die Aufnahmen nicht über die Maßen und der Preis wirkt gemessen an der Konkurrenz (auch aus dem eigenen Hause) auch nicht übertrieben. Ein großes Plus ist der echte 24P-Modus.
Gegenüber guten Camcordern ist die Schärfe allerdings nicht sonderlich konkurrenzfähig, was jedoch dem Film-Look, den DSLR-Filmer in erster Linie suchen, nicht unbedingt abträglich ist.
Auf jeden Fall stören die ungefiltereten Aliasing-Artefakte in feinen Strukturen.


Schnittprogramme

Grundsätzlich muss man sich fragen, was man von einem Schnittprogramm erwarten soll? Unserer Meinung nach sollte ein Schnitt-Programm in erster Linie das Zusammenstellen von einzelnen Clips mit einem professionellen Workflow unterstützen. Dazu gehört ein durchdachtes Trimming-Tool genauso wie adäquate Vorschau-Möglichkeiten mit möglichst ruckelfreier Performance.
DV und HDVHDV im Glossar erklärt stellen die meisten Schnittprogramme dabei nicht mehr vor allzu große Probleme, wir legen daher gerade immer besonderes Augenmerk auf das AVCHD-Format. Schließlich suchen die meisten Anwender hier am öftesten nach einer passablen Lösung.
An Video-Effekten erwarten wir eigentlich nur einen sauberen TitelerTiteler im Glossar erklärt und eine potente FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt um die einzelnen Clips aneinander anzupassen, sowie eine saubere Slow-Motion. Hand aufs Herz: Alle anderen Effekte und Funktionen bekommt man meistens mit einem Compositing-Programm besser hin. Schön ist daher, wenn die Anbindung an Compositing-Programme und andere (Sound-)Editoren gut gelöst ist. Automatiken für Schnitt oder ähnliches interessieren uns dagegen nicht sonderlich.


Grass Valley Edius Neo 2 Booster



Wir haben zwar unseren Testbericht dazu noch nicht veröffentlicht, aber das beeindruckenste Schnittprogramm mit sehr guter AVCHD-Performance, durchdachten Assemble-Tools und einer FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt, die den Namen auch verdient ist Grass Valley´s Edius Neo 2 Booster. Nur dieses Programm schafft es wirklich einen AVCHD-Videostrom mit echter 3 Wheel-Farbkorrektur und einer ÜberblendungÜberblendung im Glossar erklärt oder einem Titel ruckelfrei auf einem halbwegs aktuellen Rechner wiederzugeben. Und das gilt nicht nur für die Wiedergabe, sondern auch für das Scrubben, wodurch der Schnitt auch richtig Laune macht. So eine Leistung haben wir 2009 bei keinem anderen Software-Paket erlebt, darum diese Auszeichnung.
Für eine separate Ausgabe via HDMIHDMI im Glossar erklärt benötigt man noch die zusätzliche HD Spark Ausgabe-Karte, doch selbst dann erhält man noch für weniger als 500 Euro ein rundes Schnittsystem ohne große Macken.

Schnittkarte des Jahres

Grundsätzlich stellt sich ja eigentlich die Frage, wofür man dezidierte Schnittkarten überhaupt noch gebrauchen kann. In der Regel bekommt man ja seine AVCHD- oder HDV-Videoclips bereits irgendwie in digitaler Form auf die Festplatte. Über die analogen Eingänge lässt sich jederzeit altes Bandmaterial in guter Qualität in den Rechner digitalisieren. Nur wird dieses Einsatzgebiet natürlich von Jahr zu seltener. Eine solide Ausgabe über HDMIHDMI im Glossar erklärt oder auch analoge Anschlüsse kann theoretisch auch eine gute Grafikkarte liefern, jedoch klappt dies in der Regel mit einer dezidierten Schnittkarte noch flüssiger. Dazu lassen sich über einen digitalen (HDMI-)Input von einem Camcorder das Signal mit 4:2:2-Abtastung4:2:2-Abtastung im Glossar erklärt vor dem Hardware-Codec abgreifen. Dies kann in Studio-Umgebungen nützlich sein, um bessere Kanten beim KeyingKeying im Glossar erklärt zu erhalten. Und nicht zuletzt können solche Karten auch bei Nicht-Schnitt Applikationen wie After Effetcs oder Photoshop eine externe PreviewPreview im Glossar erklärt erzeugen.


Blackmagic Design Intensity Pro



Unterstützung für PC,MAC und Linux gepaart mit immer mehr unterstützen Applikationen und ein freies SDK sind ja schon eine Menge. Dass Blackmagic dabei den Dollarkurs auch noch so fair an seine Käufer durchreicht sorgt bei der Intensity Pro für ein formidables Preis-Leistungsverhältnis. Die Anschlüsse reichen für 95 Prozent aller Anwendungen im semiprofessionellen Markt locker aus. Und gelegentliche Treiberprobleme werden mittlerweile auch relativ schnell gefunden und gefixt. Eine universellere Schnittkarte für so wenig Geld konnte 2009 schlichtweg kein anderer Hersteller bieten. Seit dem Test auf slashCAM hat sich übrigens einiges getan, weshalb wir im nächsten Jahr hier nochmal ein Auge auf die neuen Treiber werfen werden. Die Auszeichnung gibt es aber jetzt schon ;)


Compositing

Keine Frage, beim Compositing scheiden sich seit jeher die Geister besonders stark. Im Open Source-Bereich entstehen mit Blender und Ramen echte Alternativen, aber für Profis bleiben After Effects und Nuke sicherlich unbestritten die Tools der Wahl. Der riesige Funktionsumfang und vor allem der gewöhnte Workflow lassen hier wenig Innovationen zu, denn die Hersteller können es sich kaum erlauben, den alten Benutzerstamm mit neuen Konzepten zu verprellen. Diese Programme auf GPU-Beschleunigung umzustellen dürfte ebenso schwierig wie unwahrscheinlich sein.


Apple Motion 4



Wir haben in diesem Jahr öfter mit Motion 4 von Apple herum gespielt und müssen sagen: Hut ab. Natürlich ist das Programm noch kein Konkurrent zu After Effects oder Nuke, jedoch stellt das Arbeiten in Echtzeit auf einer schneller Grafikkarte einfach eine andere Welt dar. Kein anderes Programm erlaubt derzeit Echtzeit GPU-Compositing mit so vielen Features wie Motion 4. Der Funktionsumfang ist dabei mit Version 4 derart angewachsen, dass sich viele Compositing-Projekte bereits heute auch mit Motion 4 abarbeiten lassen. Es gibt einen Tracker, einen 2,5 D-Raum, Partikel, einen sehr guten Keyer, Matte-Tools, animierbare Bezier Masken und zahlreiche Farbkorrektur-Filter. Nur eben funktionierten diese Tools (fast immer) in Echtzeit bei vollem Float-Farbraum. Das ist die Zukunft des Compositings und uns definitiv eine Auszeichnung wert.


Und 2010?

Das war es schon wieder von unserer Seite. Diese Produkte haben uns im Jahr 2009 wirklich „vom Hocker“ gehauen haben, sei es durch ein besonderes Preis-Leitungsverhältnis oder durch echte Innovation. Wir schauen auf jeden Fall voller Erwartung in das Jahr 2010, denn viele Technologien dürften sich dann in entsprechenden Produkten rasant weiterentwickeln. Sei es DSLR-Videografie oder GPU-Beschleunigung, es bleibt spannend...


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[9 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
motiongroup   09:07   12.12.
ich bin seit der ersten Edius Version bei Canopus dabei nur sehe ich im Moment trotz der EdiusNEo Boost keinen Innovationsschub. De viel beschworene B...weiterlesen
blip   13:06   11.12.
Blackeagle123 hat folgendes geschrieben: Ich frage mich gerade, was die Auszeichnungen von euch den Nutzern bringen, wenn dabei steht: "E...weiterlesen
Blackeagle123   10:54   11.12.
Ich frage mich gerade, was die Auszeichnungen von euch den Nutzern bringen, wenn dabei steht: "Es ist klar, dass es kein Konkurrent zu AfterEffec...weiterlesen
rudi   10:21   11.12.
Zitat: Übersetze ich mal so: "Ich habe leider während des Tests die Funktion "Slow-Motion" nicht gefunden, weil sie hier Geschw...weiterlesen
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