Ratgeber iPhone- / iPad-Upcycling Kostenlose Manytrack App macht aus Behringer Flow 8 einen Multitrack-Recorder

iPhone- / iPad-Upcycling Kostenlose Manytrack App macht aus Behringer Flow 8 einen Multitrack-Recorder

Oft benötigt man eine synchrone Aufzeichnung aller genutzten Audiokanäle für den Audio-Mix in der Postproduktion. Ohne spezielle Hardware-Unterstützung im Mixer funktioniert eine Aufnahme dann meistens über einen angeschlossenen Rechner mit mehr oder weniger Frickelei. Doch es gibt auch eine ziemlich unbekannte, erstaunlich einfache Lösung...

// 13:52 Do, 18. Jun 2026von

Wir hatten ja den kleinen Flow 8 Mixer bei uns einmal näher angesehen und müssen sagen, dass wir ihn mittlerweile ganz schön in unser Herz geschlossen haben. In dem kleinen Tausendsassa stecken viele potentielle Funktionen, dass man ständig versucht ist, noch etwas mehr aus dem Gerät herauszukitzeln. In diesem speziellen Fall interessierte uns, ob (und wenn ja wie) man ihn auch als einfaches Recording-Studio ohne Laptop nutzen könnte.




Keine Multitrack-Aufzeichnung

Geräte wie der Zoom Live Track L12 beherrschen eine Multitrack-Aufzeichnung - aber sind preislich mindestens eine Liga über dem Flow 8 angesiedelt. Selbst im letzten Ausverkauf kostete die erste Version des L12 noch mehr als das Doppelte eines Flow 8. Es bietet gegenüber dem Behringer Digital Mixer auch nur einen, statt zwei Effektkanälen, dafür aber eine sehr bequeme Möglichkeit, von allen 12 Kanälen eine Multitrack-Aufzeichnung auf SD-Karte zu erstellen.



Kleinere Bands können hiermit beispielsweise ihre Proben mit einem Knopfdruck mitschneiden und anschließend in einem DAW-Programm die Tracks einzeln mit Effekten versehen und den Song schließlich noch mastern bzw. abmischen. Aber auch in anderen Fällen kann es äußerst praktisch sein, ein unkompliziertes Audio-Backup von allen Kanälen zu haben, beispielsweise um in einem Podcast alle Audiospuren in der Postproduktion getrennt abmischen zu können.




Digitale Ausgänge sind vorhanden

Da der Behringer Flow 8 auch als USB-Audio-Interface mit 10 Ausgängen fungieren kann, ist es hiermit prinzipiell ebenfalls möglich, in einer DAW wie Reaper direkt eine Multitrack-Aufzeichnung zu erstellen. Allerdings ist hierfür dann extra ein externer Rechner vonnöten. Man muss in diesem Fall zudem das Programm einrichten und immer aus der Programmoberfläche heraus die Aufnahme starten und stoppen. Kurz: Viel zusätzlicher Hassle, der vom kreativen Schaffensprozess ablenkt. Und kein Vergleich zum bequemen Druck auf die Record-Taste am Zoom L12.



Nachdem wir etwas weiter recherchiert haben, sind wir auf kleine Linux Recording-Programme für den Raspberry Pi gestoßen, die eine externe Aufnahme über USB erlauben, doch auch hierfür muss man viel basteln und hat danach im schlechtesten eine frickelige Lösung, die vielleicht mehr Nerven gekostet hat, als sie anschließend spart.



Die nächste Idee war, sich einmal umzusehen, ob man nicht selber einfach eine Android App vibe-coden könnte, um aus einem alten Smartphone einen einfachen mobilen Recorder zu machen. Bei dieser Recherche haben wir vor allem gelernt, dass es praktisch unmöglich ist, unter Android ein Mehrkanal USB-Audiointerface anzusprechen.



Möglich ist dies dagegen unter Apples iOS. Tatsächlich kann man auch mit GarageBand für iPad oder iPhone eine Multitrack Aufnahme über ein USB-Interface hinbekommen. Doch auch hier gilt es erst mal ein Projekt einzurichten und das ganze danach irgendwie wieder als ein File in die Postproduktion zu schaffen.




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