| Ratgeber : Gain oder Post – Ein kurzer empirischer Vergleich von rudi Mi, 28.November 2007 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

Mit der Lupe
Wenn man allerdings die Aufnahmen 1:1 in Originalgröße vergleicht, so sieht man dennoch deutliche Unterschiede:
 | | Im direkten Vergleich sieht man noch deutliche Unterschiede. | |
|
Der Rauschfilter der SD1 greift deutlicher zu, sorgt aber durch die Bank für ein natürlicheres Bild. Auch wenn im Bewegtbild manche Flächen etwas zu homogen wirken, ist das Bild ohne Nachbearbeitung dennoch auf jeden Fall besser, als unser Postprocessing-Experiment in Vegas. Jetzt könnten wir uns natürlich auch noch ins Zeug legen und noch bessere Algorithmen ausgraben. Beispielsweise gibt es bei Virtual Dub/AviSynth ziemlich gute temporale Denoiser, die hier vielleicht noch einiges verbessern könnten. Jedoch dürften die Ergebnisse (vom Aufwand ganz abgesehen) eine Gain-Stufe kaum schlagen. Denn es gibt einen triftigen Grund, weshalb ein Gain in der Kamera einfach besser sein muss: Er wirkt zwischen Bildwandler und Kompression/Quantisierung. Die Gain-Funktion liefert ihre korrigierten Werte, bevor das Bildsignal komprimiert und mit 8 Bit gespeichert wird. Dadurch wird auf jeden Fall schon einmal das Banding (die Posterisation) deutlich vermindert, da das Bild hier noch mit 10 -14 Bit verarbeitet wird. Und auch beim Rauschen gibt es einen Vorteil: Denn was in dieser Stufe als Rauschen weggefiltert wird, kann nachher durch die Kompression nicht verstärkt, bzw. versaut werden.
Fazit
Unser Experiment zeigt: Auch wenn man zu künstlicher Nachtschärfung und digitalem Zoom durchaus ein kritisches Verhältnis haben darf, das Filmen mit Gain macht durchaus Sinn. Denn was man in schlecht beleuchteten Szenen ohne Gain verliert, lässt sich in der Nachbearbeitung nicht mehr zurückholen.
[12 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | Meggs 13:58 09.01. | | beiti hat folgendes geschrieben:
Eine zu helle Belichtung ist auf Video nie sinnvoll, weil dann die helleren Bildstellen bereits über...weiterlesen |  | beiti 13:15 09.01. | | Anonymous hat folgendes geschrieben: Das heiss, die Post-Korrektur ist NICHT an RAW Daten, so wie sie bei einer guten Digitalkamera zur Verfü...weiterlesen |  | (unregistered) 13:01 09.01. | | Hi!
Im Artikel steht (ich zitiere):
"Er wirkt zwischen Bildwandler und Kompression/Quantisierung. Die Gain-Funk...weiterlesen |  | beiti 13:04 02.12. | | Zitat: Erstaunlich aber doch, was in diesem Experiment noch herausgeholt werden konnte. Ich besitze eine Canon MVX3i, die bei wenig Licht kau...weiterlesen |  | [ Alle Kommentare lesen]
[nach oben]
Weitere Artikel:
Ratgeber: Camcorder des Jahres 2008 Fr, 12.Dezember 2008 Jedes Jahr küren wir in der Vorweihnachtszeit die unserer Meinung nach besten Camcorder-Modelle in diversen Preisklassen. Kurz gehalten und sicherlich nicht unstrittig präsentieren wir euch nun unserer Favoriten 2008. Vorhang auf... | Ratgeber: Die slashCAM-Produkte des Jahres 2007 – Camcorder Di, 1.Januar 2008 Camcorder, Schnittprogramme und Compositing-Lösungen. Wir liefern eine kompakte Übersicht über die besten Produkte von 2007, die man unserer Meinung für sein Geld bekommen kann. Den Anfang machen die Camcorder... | Ratgeber: Die slashCAM Camcorder Kauftipps Q2/2007 Sa, 14.Juli 2007 Auch dieses Quartal liefern wir wieder einen kommentierten Camcorder-Kaufratgeber. Eine kompakte Übersicht, was man für sein Geld in einer bestimmten Preisklasse bekommt– und was nicht. | Test: Sony NEX-7 - Ein kurzer Blick auf die Videoeigenschaften Mo, 21.Mai 2012 | Ausprobiert: O Tempora, O Moirés - Canon EOS 5D Mark III Schärfebemerkungen Mi, 9.Mai 2012 | Test: Sony HDR-CX570 Mi, 2.Mai 2012 | Test: CANON HF-M52 – Profikomponenten für Einsteiger Mi, 25.April 2012 | Editorials: Blackmagic Cinema Camera – weshalb sie den Markt umwälzen wird Di, 17.April 2012 | Test: Canon EOS C300 Mo, 26.März 2012 | Test: Sony HDR-PJ740 Mi, 21.März 2012 | Test: Sony HDR-TD20 Mo, 27.Februar 2012 | Test: Canon EOS 1100D im Movie Modus Do, 16.Februar 2012 |
[nach oben]
| |
| |