Aktuell lassen sich bei etwas älteren Refurbished Macs schöne Schnäppchen finden. Allerdings wurden (wie aktuell nur noch das kleinste, neue Macbook Neo) fast alle früheren M-Macs in der Basisausstattung mit gerade einmal 256 GB SSD-Speicherplatz ausgestattet. Zwar gibt es einige Tricks und Möglichkeiten, wie man diesen Speicher extern erweitern kann, jedoch kann es gerade bei Macbooks auch vorkommen, dass man lieber nur mit dem verfügbaren Speicher arbeiten will. Unter anderem, um sich mobil nicht mit diversen "Anhängseln" herumärgern zu müssen.
Und selbst das sparsamste Haushalten ist selten von dauerhaftem Erfolg gekrönt: Irgendwann ist jede SSD eines Macs "beinahe voll" und man fragt sich, in welchen entlegenen Dateisystem-Ecken sich noch nutzbarer Speicher wiedergewinnen lässt. Darum dieser kleine, pragmatische Wegweiser für die Tiefen der System-SSD: Wir wollen sachdienliche Hinweise dafür liefern, wo sich das meiste Potential für den Speicher-Hausputz (be)findet und wie man den Speicher schnell und effektiv von zahlreichen, unbekannten Dateileichen befreit. Dabei lohnt es sich in der Regel, von grob zu fein voranzuschreiten. Also dort beginnen, wo sich in der Regel die größten Brocken befinden und dann immer weiter in Ecken vorzudringen, in denen sich die Suche immer weniger lohnt.
Wann wird es (zu) eng?
Ein Großputz sollte nicht erst geplant werden, wenn die SSD bis fast auf das letzte Byte gefüllt ist. Weil macOS die SSD auch zum Zwischenspeichern in Caches und temporären Daten nutzt, benötigt man zum ungebremsten Arbeiten immer eine gewisse Menge freien SSD Speicher. Denn wird dieser ständig genutzte Platz zum Auslagern zu knapp, dann erhöhen sich die SSD Zugriffe exponentiell und das System wird sehr träge. Um dies zu vermeiden, sollte man die Daumenregel beherzigen, dass immer mindestens 15 Prozent der SSD frei verfügbar sein sollten - also wirklich "leer" sind. Bei einer 256-GByte-SSD sollte man somit spätestens mit dem großen Reinemachen beginnen, wenn weniger als 40 GB Speicherplatz zur freien Verfügung stehen.
Für die tatsächliche Speicherbelegung muss man allerdings erst einmal eine zuverlässige Quelle finden, da macOS an unterschiedlichen Stellen im System verschiedene Werte angibt. Den zuverlässigsten Wert findet man in den "Systeminformationen" im Abschnitt "Festplatte"...

sowie im Festplattendienstprogramm direkt unterhalb der Balkendarstellung:

Meist großzügiger geschätzte Angaben finden sich beispielsweise in der Systemeinstellung "Allgemein > Speicher" oder im Finder - weil macOS hier den "löschbaren Speicher" hinzuaddiert. Dieser bezeichnet genutzte Caches und temporäre Dateien des Betriebssystems, die automatisch entfernt werden, wenn die SSD zu voll wird. Genau dieses zusätzliche, automatische Management der Speicherknappheit kann das System jedoch träge werden lassen. Also sollte man sich lieber auf die zuerst genannten Speicherangaben verlassen.



















