| Ratgeber : Die slashCAM-Produkte des Jahres 2007 – Schnittprogramme von rudi Mo, 7.Januar 2008 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen
Sicherlich gibt es leichteres als auf slashCAM Kauftipps für Schnittprogramme zu verteilen. Egal welches Programm wir rühmen, ehren und auf Händen aus unserem Teststudio tragen, es wird nicht die Meinung und Erfahrung jedes Lesers widerspiegeln. Und dennoch: Als „Leitmedium der digitalen Videokultur“ wollen wir natürlich dennoch unsere Leser bei der Hand nehmen und sie wissen lassen, wo unserer Meinung nach investiertes Geld am besten angelegt ist. Wir versuchen natürlich dabei wie immer auch zu begründen, weshalb wir uns für die Klassensieger entscheiden würden. Also Vorhang auf und Bashmodus an...
Vorüberlegungen
Eigentlich muss man sich Fragen, was man von einem Schnittprogramm erwartet? Unserer Meinung nach sollte ein Schnitt-Programm in erster Linie das Zusammenstellen von einzelnen Clips mit einem professionellen Workflow unterstützen. Dazu gehört ein durchdachtes Trimming-Tool genauso wie adäquate Vorschau-Möglichkeiten mit möglichst ruckelfreier Performance. An Video-Effekten erwarten wir eigentlich nur einen sauberen Titeler und eine potente Farbkorrektur um die einzelnen Clips aneinander anzupassen, sowie eine saubere Slow-Motion. Hand aufs Herz: Alle anderen Effekte und Funktionen bekommt man meistens mit einem Compositing-Programm besser hin. Schön ist daher, wenn die Anbindung an Compositing-Programme und andere (Sound-)Editoren gut gelöst ist.
Die Auswahl
Das günstigste Schnittprogramm mit guter HDV-Performance, durchdachten Assemble-Tools und einer Farbkorrektur , die den Namen auch verdient ist Green Valley´s Canopus Edius Neo. Nur dieses Programm schafft es wirklich einen Videostrom mit echter 3 Wheel-Farbkorrektur und einer Überblendung oder einem Titel ruckelfrei auf einem halbwegs aktuellen Rechner wiederzugeben. Avid Liquid oder Final Cut Pro schaffen dies „nur“ mit einfachen Farb-Korrektur. Premiere Pro oder Vegas sind mit einer solchen Aufgabe bereits überfordert. Hier ruckelt es bereits bei voller Vorschauqualität. Alle Edius-Konkurrenten bieten dafür eine Fülle an mehr oder weniger sinnvollen Zusatzfunktionen, die den Einsatz eines Audio-Editors oder eines Compositing-Programms bei einfachen Projekten überflüssig machen können. Sie haben einfach mehr „unter der Haube“. Für normalen DV-Schnitt reicht die Performance fast jedes Programms mittlerweile völlig aus. Wer jedoch heute HDV-Schnitt (und zwar wirklich nur Schnitt/Assembling) machen will, bekommt bereits für knapp 200 Euro ein angenehmeres Schnitterlebnis. Sucht man dagegen die Möglichkeit auch professionellere (10Bit-)Formate zu bearbeiten, muss man heute noch tief in die Tasche greifen. Hier kommen dann Avid-Produkte oder z.B. Premiere mit gesonderter Hardware-Lösung ins Spiel. Allerdings zu Preisen jenseits der 1000 Euro Schallmauer. Nur Vegas macht hier mit dem optionalen 32-Bit-Farbraum eine rühmliche Ausnahme, zumal sich die Bittiefe der Bearbeitung auch „on the Fly“ umstellen lässt. Alleine deswegen verdient Vegas unseren Kauftipp in der 500 Euro-Liga.
Ebenfalls entscheidend ist das Zusammenspiel mit anderen Applikationen, und hier setzten gerade die aktuellen Major-Player die Akzente: Sowohl Apple als auch Adobe versuchen über Bundling mit Audio, Compositing- und sonstigen Tools immer fettere Produktions-Pakete an den Mann zu bringen. Mit Preisen zwischen 1.200 und 2.000 Euro sind diese Pakete jedoch eine eigene Kategorie für sich.

Im lukrativen Massenmarkt der 100 Euro Schnittprogramme tummeln sich momentan viele Anbieter. Das rundeste Paket liefert dabei Adobe mit Premiere Elements 4.0 ab: Dank voller HDV-Unterstützung mit einer ziemlichen professionellen Oberfläche und guter Audio-Abteilung lassen sich auch größere Projekte ohne Probleme mit diesem Produkt abarbeiten.
Die Schattenseiten Neben Schwachstellen, unter denen auch Premiere Pro leidet (Keine Überlagerungsfunktionen und nur durchschnittlicher Keyer ohne (H)DV-Kantenglättung, mäßige RT-Performance) fehlen professionelle Trim-Werkzeuge sowie eine komplexe Farbkorrektur. Außerdem (und fast unglaublich) wird AVCHD nicht unterstützt.
Fazit
Wer „nur“ mit HDV arbeitet, findet hier eine fast professionelle Schnittumgebung mit Keyframes und hochqualitätiven Effekten.
zum ausführlichen Test von Premiere Elements 4
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[16 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | Yawner 17:12 11.01. | | hab ich bereits, auch wenn die 2gig große trial vom pe4 nich gerade wenig war (ähem internet dsl light .. ^^ )
aber ich frage trotzde...weiterlesen |  | Jörg 21:42 10.01. | | warum lädst Du Dir nicht einfach die trialversion? |  | Yawner 20:52 10.01. | | und *push*
Hat denn niemand hier das Programm und kann was zur Geschwindigkeit sagen?
Also jetzt nicht zu HD material..
weiterlesen |  | Yawner 21:54 09.01. | | hmm Wie ist PE4 vom Workflow, laut Amazon bewertung solls ja relativ langsam sein.
Läuft das anständig bei nem halben gig ram und ei...weiterlesen |  | [ Alle Kommentare lesen]
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