| Ratgeber : Die slashCAM-Produkte des Jahres 2007 – Compositing von rudi Sa, 12.Januar 2008
Einleitung
Trends
Unsere Lieblinge...
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Mit der Preissenkung von knapp 2000 Euro auf 500 Euro hat Apple die Preisschraube für professionelle Compositing-Applikationen deutlich nach unten verschoben. Lag bis letztes Jahr die Schallmauer für „günstige“ Profi-Programme wie Combustion oder After Effects Pro ca. bei 1000 Dollar, so hat Apple mit Shake 4.1 nun den Markt im wahrsten Sinne des Wortes „kräftig durchgerüttelt“. After Effects hat aber nach wie vor (auch durch die Integration in die Production Suite) seine eigenen Stärken. Außerdem erschließt sich die Bedienung des Adobe-Programms Neueinsteigern deutlich leichter. Da Apple Shake nicht mehr weiterentwickelt wird, spricht außerdem gegen das Programm, da man bei einem Umstieg in ein paar Jahren viel Workflow-Know-How aufgeben muss. Wer aber heute, jetzt und hier professionelles Compositing machen will, bekommt bei Shake 4.1 gerade einfach das meiste für sein Geld.
Trends
Dass Compositing-Applikationen in der Zukunft vielleicht auf der Grafikkarte besser aufgehoben sind, zeigen auch „kleine“ Programme wie Motion oder Conduit, die plötzlich Echtzeit-Compositing mit HD-Material in greifbare nähe rücken lassen. Keine Frage, dass Apple diesen neuen Ansatz für den Shake-Nachfolger auffassen wird. Ob es allerdings gelingt ein Feature-Ungetüm wie After Effects ohne komplette Neuentwicklung in diese Richtung zu verbiegen, bleibt fraglich.
Dazu kommt erstmals eine ernst zu nehmende Gefahr aus dem Open Source Bereich. Nein nicht Jahshaka, das trotz seiner großen Entwicklungsschritte nicht so recht rund werden will, sondern Blender. Die Compositing-Abteilung des Programms besitzt mit Version 2.45 nun fast die gesamte Basis-Funktionalität eines echten Compositing-Tools. Kurz: man kann damit bereits gut arbeiten. Wie sich der Markt für Lösungen wie Combustion oder Fusion entwickeln wird, ist ungewiss.
Unsere Lieblinge...

Seit der Version 2.43 hält Blender endlich, was mit Version 2.42 nur angedeutet wurde: Dank neuer Vorschaufunktionen funktioniert das echtes Compositing am Bewegtbild. Dank den hinzugekommenen Nodes (u.a. Skalierung und Keying), werden nun viele Standard-Funktionen eines Compositing-Programms abgedeckt. Dazu gibt es professionelle OpenEXR-Unterstützung mit echtem Floating-Farbraum, sowie viele versteckte Funktionen, die man sonst erst bei weitaus teureren Programmen findet.
Die Schattenseiten Die „großen“ Programme bieten einfach noch mehr oft genutzte Funktionen und sind bei der Vorschau etwas schneller. Der Node-basierte Ansatz benötigt dabei (wie bei Shake) einen gewissen Lernaufwand, bevor man mit Blender die ersten Effekte erzeugen kann.
Fazit Außer etwas Zeit hat man nichts zu verlieren, wenn man sich etwas näher mit Blender beschäftigt. Hier wächst eine echte Open Source-Alternative fürs Compositing heran, die es sich zu beherrschen lohnt. Da das Programm gerade einmal 10 MB groß ist und auf praktisch jedem Betriebssystem läuft, kann man diese Compositing- (und Modelling/Editing-)Umgebung immer und überall einsetzen.

Nach heftigstem Hollywood-Einsatz hat sich Shake zu einem echten Klassiker entwickelt. Unter Unix geboren kann das Programm seine Workstation-Herkunft auch unter OSX nicht verbergen, was einerseits absolut professionelle Bedienung bedeutet, andererseits nicht so ganz in Apples Bedienphilosophie passt. Der Funktionsumfang des Programms ist üppig, dazu gesellt sich eine aktive Scriptgemeinde, die beliebte Effekte aus aller Welt zur Verfügung stellt. If you like nodes, you will love Shake.
Die Schattenseiten Im Gegensatz zu After Effects benötigt man für Shake schon eine solide Portion Compositing-Wissen, um das Paket wirklich ausnutzen zu können. Denn fertige Filter und Effekte von der Stange findet man in diesem Paket kaum. Hier gibt’s nur solide Basisfunktionalität, die der Profi selber kombiniert. Auch die Geschwindigkeit des Programms ist nicht mit Programmen der neuen Compositing-Generation (z:B: Conduit oder Motion) zu vergleichen. Fraglich ist dazu, wie viel Know-How man in Shake investieren soll, nachdem es offiziell nicht mehr weiter entwickelt wird.
Fazit Keine Frage: Wer ein potentes Compositing-Programm sucht und nicht mehr als 500 Euro ausgeben will, kann hier bedenkenlos zugreifen. Mehr bekommt man momentan nirgendwo mehr fürs Geld.
zu unserem Shake Test

After Effects entwickelt sich seit Version 1.0 (ca. 1993!!) vom belächelten Software-Spielzeug immer mehr zum De-Facto-Industrie-Standard. Früher zählte AFX immer zu den günstigsten Lösungen auf dem Markt, mittlerweile kostet die Pro Version deutlich mehr als frühere Konkurrenten aus ehemals höheren Leistungsklassen (z.B. Combustion oder Shake).
Die Schattenseiten Trotz seines mächtigen Programmumfangs gibt es an After Efects auch Kritikpunkte. Zuallererst sei das fehlen einer echten Node-Bearbeitung erwähnt. Auch die Automatisierung des Programms ist bei weitem nicht so ausgereift, wie z.B. bei Shake. Die Unterstützung für 32 Bit- /Float- Frabräume ist ebenfalls noch nicht durchgehend implementiert. Und die OpenGL-Integration trägt nicht so viel zur Geschwindigkeitssteigerung bei, wie bei vielen Konkurrenten.
Fazit Wer den Workflow (der eng an andere Windows-Programme angelehnt ist) einmal beherrscht, kann kaum an die Grenzen dieses Programms stoßen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Konkurrenz nicht trotzdem noch manches besser gelöst hat.
zu unserem Adobe After Effects 7.0 Test
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