| Ratgeber : Das optimale Schnittsystem Teil 1: Festplatten und Partitionen von rudi Di, 5.April 2005 | 7 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

Multi-Boot
Die (unserer Meinung nach) beste Lösung ist die Einrichtung eines Multi-Boot-Systems. Darunter versteht man, dass auf der Festplatte mehrere Betriebssystem-Versionen abgelegt werden, die je nach Anwendungszweck zum Einsatz kommen. So kann man beispielsweise eine Betriebssystem-Version dazu nutzen, um zu surfen und Texte zuschreiben. Eine weitere Version dient ausschließlich den kreativen Arbeiten wie Videoschnitt und Audiobearbeitung. Die dritte Version könnte für Tests von neuen Programmen zur Verfügung stehen, und mit dem vierten Betriebssystem kann hemmungslos gezockt werden.
Damit sich die verschiedenen Betriebssysteme nicht in die Quere kommen können, müssen diese in unterschiedlichen, abgetrennten Bereichen auf der Festplatte liegen. Diese Bereiche nennt man Partitionen. Analog dazu spricht man bei der Einteilung der Festplatte in solche Bereiche vom Partitionieren. Jede Partition wird später vom System wie eine eigene (virtuelle) Festplatte behandelt.
Man kann zwar mit speziellen Tools (z.B. Partition Magic) die Partitionen einer Festplatte nachträglich verändern, jedoch kann dies Datenverluste nach ziehen und dafür sorgen, dass durch veränderte Pfadangaben einige Programme nicht mehr richtig funktionieren. Wir konzentrieren uns daher in diesem Artikel darauf, wie man ein System von Grund auf neu einrichtet. Das meiste gilt aber auch analog für die Umstellung eines bestehenden Systems.
Partionieren
Um Ihr System sinnvoll einzurichten, müssen Sie als erstes Ihre Festplatte(n) in einzelne Partitionen einteilen. In erster Linie interessiert uns dabei die erste Platte im System, die sogenannte Systemfestplatte. Auf ihr befinden sich später die einzelnen Betriebssysteme. Bei mehreren Festplatten im System ist es auch möglich die Betriebsysteme auf verschiedene Platten zu verteilen, jedoch gehen wir im weiteren von einer einzigen Festplatte im System aus.
Auf PC-basierten Systemen gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Partitionen: Primäre Partitionen und eine erweiterte Partition. Unter Windows 2000 und XP können maximal 4 primäre Partitionen eingerichtet werden. Will man mehr Partitionen auf einer Festplatte einrichten, so kann man maximal 3 primäre und eine erweiterte Partition einrichten. In der erweiterten Partition lassen sich anschließend beliebig viele weitere Partionen als logische Laufwerke definieren. Viele Betriebssysteme (vor allem ältere wie Windows 9x) lassen sich ohne größeren Aufwand nur in primären Partitionen einrichten. Windows XP kann dagegen auch von einem logischen Laufwerk aus einer erweiterten Partition booten.
 | | Abbildung 1: Auf einer Festplatte lassen sich bis zu 3 primäre und eine erweiterte Partition einrichten. Die erweiterte Partition kann dann beliebig viele weitere logische Laufwerke aufnehmen | |
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[1 Leserkommentar] [Kommentar schreiben]
 | Thorsten (unregistered) 13:05 14.07. | | Mit dem Bootmanager Vamos lassen sich die Beschränkungen bzgl. der Positionierung von Windows 98 umgehen. Es kann problemlos nach den ersten 8GB insta...weiterlesen |  |
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