Unser Testsetup besteht aus der Nikon ZR sowie einem iPhone 17 Pro Max, auf dem wir die aktuelle Nikon NX MobileAir App installiert haben.
Smartphone-Connect: WiFi oder kabelgebunden via USB-C möglich
Die erste positive Überraschung hatten wir bei der Wahl der Verbindung zwischen Kamera und iPhone / NX MobileAir App. Denn Nikon gehört zu den wenigen Herstellern, die neben drahtlosem WIFi auch eine kabelgebundene Verbindung mit USB-C ermöglichen – und damit auch für ein professionelleres Setup sorgen: Denn WiFi Verbindungen können - je nach Umgebung - von Störungen oder zu vielen WiFi Nutzern in der Nähe beeinträchtigt werden.

Eine verlässliche kabelgebundene Option - gerade auch für Frame.io Videoclip-Uploads - stellt unserer Erfahrung nach ein großes Plus dar und dürfte auch für alle anderen Frame.io (Camera to Cloud) unterstützten Nikon DSLMs gelten. Also auch für die Nikon Z9, Z8, Z6III und natürlich die hier genutzte Nikon ZR.
Um die Verbindung zum Smartphone via USB zu nutzen, ruft man in der Nikon ZR das Netzwerk Menü auf und wählt hier „USB“.

Im nächstfolgenden Menü erhält man drei Optionen zur Auswahl „MTP/PTP“, „iPhone“ und „UVC/UAC“. Die letztere ermöglicht vor allem Live-Streaming Setups, die ein eignes Kapitel an anderer Stelle verdienen. Für unseren Zusammenhang sind vor allem MTP/PTP sowie „iPhone“ interessant. Starten wir zunächst mit der einfachsten, App-freien Lösung unter Nutzung des allgemeinen Media und Picture Transfer Protocols (MTP/PTP), wobei das Smartphone uns als einfaches Backup-Device dient.
Unser Testsetup besteht aus der Nikon ZR sowie einem iPhone 17 Pro Max, auf dem wir die aktuelle Nikon NX MobileAir App installiert haben.
MTP/PTP: iPhone als lokales Backup
Aktiviert man die „MTP/PTP“ Option in USB Netzwerk Menü der Nikon ZR, lassen sich mit den weit verbreiteten Media und Picture Transfer Protokollen Fotos und Videos problemlos von der Kamera auf das Handy oder den Rechner kopieren.

Für den Videozusammenhang wichtig: Hat man mit der Nikon ZR in Nikon N-RAW oder im neuen R3D NE (RED Codec) aufgenommen, lassen sich in der iPhone Foto App bei angeschlossener Kamera die entsprechenden Videos für den Transfer sowie der Speicherort auf dem iPhone auswählen. Transferiert wird bei RAW-Aufnahmen jedoch nur das parallel und (automatisch) generierte Proxy File.
Wer auch die speicherintensiven RAW-Clips transferieren möchte, muss entweder die Kamera an einen Laptop anschließen – oder – zumindest in unserem Testsetup mit dem iPhone 17 Pro Max – mit Apple ProRes RAW mit der Nikon ZR aufnehmen. Zur Erinnerung: Die Nikon ZR verfügt über drei (!) interne 6K (!) RAW-Flavors für Video:

N-RAW mit max 6K 60p, R3D NE mit max 6K 60p sowie ProRes RAW mit max 6K 30p. Wer RAW-Clips auch auf das iPhone übertragen möchte, sollte in ProRes RAW mit der Nikon ZR aufzeichnen. Hier stehen dann zwei Files für den Transfer auf das iPhone zur Verfügung: Entweder der originale ProRes RAW Clip oder das automatisch generierte HD-Proxy-File.
Wer hingegen in ProRes 422 HQ (bis max. 5.3K 30p oder 4K 60p), H.265 10 Bit (bis max 5.3K 60p oder 4K 120p) oder in anderen 8 Bit Formaten aufzeichnet, erhält ausschließlich die originalen Clips zum Transfer.
Die Anzeige und die Auswahl der zu transferierenden Clips erfolgt hier quasi in Echtzeit. Sobald man die Kamera an das Handy via USB-C anschließt, lassen sich die zu importierenden Clips in der Foto App bequem auswählen und importieren. Das alles erfolgt sehr zügig und schnell. Im Hinterkopf sollte man behalten, dass während die Kamera mit dem Handy im MTP/PTP Modus verbunden ist, keine Aufnahmen mit der Kamera möglich sind.
Wer hingegen eine automatisierte Backup Funktion auf das Handy oder eine Video-Upload Option nach Frame.io benötigt, findet diese im Verbund mit der NX MobileAir App. Auch hier schauen wir uns vor allem ein professionelles Setup mit kabelgebundener Verbindung via USB-C zum iPhone an.



















