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Kurztest : Die LED-Beamer Referenz? - LG HX300
von rudi Mo, 28.Februar 2011    

  Einleitung
  Fazit

Wir hatten ja vor ca. einem Jahr bereits einmal einen LED-Beamer auf unserem Prüfstand und waren von der Technologie grundsätzlich angetan. Dabei bedeutet LED in erster Linie keine Probleme mit der Lampenlebensdauer und auch die Empfindlichkeit des Beamers selbst ist kein Thema mehr. So kann man LED-Beamer beispielsweise im laufenden Betrieb verschieben, ohne die Lebensdauer der Lampe zu gefährden.

Doch egal welchen LED-Projektor wir uns in letzter Zeit ansahen, es gab immer etwas zu bemängeln. Die meisten LED-Projektoren sind nämlich schlichtweg nicht hell genug, um außerhalb von total abgedunkelten Räumen ein brauchbares Bild zu erzeugen (es gilt natürlich weiterhin, dass man die besten Bilder in dunklen Räumen bekommt, egal mit welchem Beamer). Die helleren LED-Modelle (z.B. Acer K11 oder der LG HS200) haben dagegen immer einen deutlich hörbaren Lüfter, der einen Home-Cinema-Einsatz nicht besonders empfehlenswert macht.



Der LG HX300 war dagegen der erste LED-Beamer überhaupt, dessen Lautstärkepegel bei mehr als akzeptabler Helligkeit sehr moderat blieb. Er ist  zwar nicht gänzlich unhörbar, jedoch gegenüber den anderen uns bisher bekannten LED-Testmodellen (Acer K11, LG HS200 und diverse Auvisio/Pearl-Projektoren) mit Abstand der leiseste. Dank einer nativen Auflösung von 1024 x 768 Pixeln zeigt er auch anamorph gestauchte 16:9-DVDs noch mit nativer Schärfedarstellung. Gegenüber echten HD-Projektoren hat er dagegen natürlicherweise das nachsehen.

Doch der Projektor glänzt gegenüber seinen direkten Konkurrenten auch noch mit einem sehr weitwinkelingen Objektiv, das auch bei kurzen Projektionsabständen ein großes Bild ermöglicht.

Schon bei 1 m Projektionsabstand ist das Bild ungefähr 78 cm breit, bei 2m sind es ca. 1,55m.
Lens-Shift oder ähnliches gibt es leider nicht, eine digitale Trapezkorrektur ist nur für ein horizontales Kippen verfügbar.

Dazu gibt es noch einen integrierten Mediaplayer, der allerdings nicht der neuesten Generation zu entsprechen scheint: Mit AVCHD-Dateien kann er beispielsweise nichts anfangen, aber immerhin kennt er gängige MP4-Dialekte und kann auch DivX-Dateien wiedergeben. Eine Netzwerkbuchse fehlt, weshalb der Player einen externen Mediaplayer insgesamt nur bedingt ersetzten kann. Schade, denn gerade die praktischen Abmessungen von 16 x 14 x 6 cm machen den Beamer für Anwender besonders interessant, die gerne sparsam mit Platz im Wohnzimmer umgehen. Immerhin kann man über einen separat erhältlichen DNLA-WLAN-Stick auch Verbindung zu einem NAS aufbauen oder alternativ über USB Medien zuspielen.



Die praktische Größe ist übrigens relativ. Dann das zugehörige Netzteil ist ziemlich üppig ausgefallen und steht (gemessen am Gehäusevolumen) dem Projektor in fast nichts nach.

Die Helligkeit war selbst im Vergleich zu einem „klassischen“ Viewsonic Projektor mit 1200 Lumen sehr gut, allerdings kommt der HX300 im Betrieb auch ebenfalls auf runde 100 W Verbrauch. Immerhin ist der Standby mit knapp 1 Watt sehr gut und der Projektor ist dank LED schnell ein- und ausgeschaltet, ohne dass Vorwärm- oder Ablüftphasen zu beachten wären. Die Farben waren angenehm stark und teilweise fast schon zu extrem, ließen sich aber selbstredend zurückregeln.

Besonders gefallen hat uns übrigens die Audio-out-Buchse, die ein Audio-Signal durch den Beamer leiten kann. Dies ist beispielsweise praktisch, wenn man den Media Player auch für reine Audio-Wiedergabe nutzen will. Auch wenn man mehrere Zuspieler an den Beamer angeschlossen hat, lässt sich hier das Audiosignal der aktiven Quelle ohne weiteres Mischpult oder Vorverstärker ausgeben. Beispielsweise an aktive Boxen.



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